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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Peter T. in Dezember 04, 2024, 02:02:12 VORMITTAG

Titel: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Peter T. in Dezember 04, 2024, 02:02:12 VORMITTAG
Das wird, ich habe es mir fest vorgenommen, kein Jammerbeitrag.
Aber ich möchte einfach mal schildern, wie es mir ergangen ist.

Zum Titel: Gut, jung bin ich nicht mehr an Jahren, aber als Mikroskopiker dann eben doch.

Ich bin so etwa vor einem Vierteljahr diesem Forum beigetreten. Mein Fazit habe ich ja hier gezogen

https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=50203.0

Einer der wichtigsten Punkte ist die Auswahl eines geeigneten Mikroskops. Ich habe mich nach sehr langer Recherche (auch hier im Forum) dazu entschieden, weder eins der gängigen und empfohlenen Geräte (Zeiss, Leica, Olympus) zu kaufen, noch ein "Billiggerät".
Für die "alte Garde" fehlte mir die Erfahrung, ich wusste nicht, wonach ich mich richten sollte und ganz ehrlich, dafür war mir das auch alles zu teuer, denn:

Ich wusste ja gar nicht, ob mir die Mikroskopie Spaß machen würde.

Deshalb habe ich bei Bresser mein Nexcope 620T gekauft. Ein Mittelweg, ich fand das Teil wirklich sehr ansprechend und den Preis von ca 1600€ eben auch so mittendrin.

Es hatte (und hat) LED, Köhler, infinity Objektive, ein Trinokular. In der Grundausstattung natürlich Hellfeld. Ausbaufähig, so hieß es, für Dunkelfeld, Polarisation, Phasenkontrast und Fluoreszenz.

Damit, so dachte ich, kann ich auf einem guten Niveau mal schauen, wie das so ist mit den zahlreichen Möglichkeiten beim Mikroskopieren.

Ich bereue meinen Entschluss nicht und halte das Nexcope 620T für ein wirklich ideales Gerät, um sich das Ganze mal in Ruhe anzuschauen. Dunkelfeld und Polarisation habe ich upgegradet, bin fasziniert von Tümpelproben und liebe meine Pflanzenschnitte (auch wenn sie manchmal noch zu dick geraten).
Ein erster Wermutstropfen war die Erkenntnis, dass DIC schon ziemlich cool ist und ich das auf meinem Nexcope nie würde realisieren können.

Dann aber vor etwa vier Wochen der Schock: Heimlich, still und leise hat Bresser den Vertrieb von Nexcope-Mikroskopen eingestellt. "Trotz qualitativ hochwertiger Geräte" sei das ein "schwieriges Preissegment". Es gibt deshalb keinen Phasenkontrast mehr, keine Fluoreszenz und wie es mit dem Support für mein Mikroskop ausschaut, habe ich gar nicht mehr gefragt.

Also bin ich da in der Sackgasse gelandet.
Wie gesagt, ich bereue meine Wahl nicht, ich liebe mein Gerät, ärgere mich aber darüber, dass man mir ein Mikroskop (für nicht wenig Geld) verkauft hat, das sozusagen ein Rohrkrepierer ist. Sie werden das nicht gewusst haben und ich mache niemandem einen Vorwurf.
Die ganze Sache beschleunigt vielleicht meinen Entschluss zum Upgrade, mal sehen. Es gibt für mich ja noch so viel zu üben.

Warum schreibe ich das überhaupt?

Vielleicht liest das mal ein Einsteiger, dem es ähnlich geht wie mir damals.
Meine (sehr subjektive) Empfehlung, um das Mikroskopieren richtig kennen zu lernen und sich nicht zu früh auf ein System (endlich, unendlich ...) oder eine Marke (Zeiss, Leica, Olympus ...) festzulegen, ist aus eigener Erfahrung durchaus die Wahl eines guten neuen Geräts, vielleicht von Euromex (das wäre die Alternative zum Nexcope gewesen) und natürlich der Beitritt zu diesem Forum.
Ich habe mit dem Nexcope in puncto Zukunftsfähigkeit wohl einfach Pech gehabt.
Es hat mich aber der Mikroskopie näher gebracht und mir gezeigt, dass das langfristig das Richtige für mich ist.

Was will ich mehr?
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: K. B. in Dezember 04, 2024, 07:29:06 VORMITTAG
Hallo Peter,

ein weiterer guter Tip wäre auch vor dem Kauf schon nachzuschauen was die verfügbaren Erweiterungen kosten, ich hatte mal überlegt mir ein Motic BA310E zu kaufen unter anderem weil es auf Fluoreszenz ausgebaut werden kann, dann habe ich gesehen das die Erweiterung für eine einzige Anregungswellenlänge schon so viel kostet wie z.B. ein Olympus BH2 komplett mit Fluoreszenz und Phasenkontrast, da war die Entscheidung dann leicht.
Zum Rumprobieren und Basteln finde ich auch die Endlichmikroskope besser geeignet.
Wenn man aber nur ein neues funktionierendes Mikroskop bis maximal Phasenkontrast haben möchte ist man mit Motic, Bresser etc. sicher gut bedient, vor allem wenn man nicht daran herumbasteln möchte.

Viele Grüße
Kay
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Bob in Dezember 04, 2024, 07:34:55 VORMITTAG
Hallo Peter,
falls ein Ausbau Deines Mikroskops mit Neuteilen zu Neupreisen üerhaupt noch interessant ist könntest Du gucken, was Bresser da unter diesem Namen verkauft hat. Es gibt ja viele "Bressers" auf der Welt und ein ähnliches Mikroskop wird irgendwo unter anderem Namen angeboten, nebst Zubehör. Ein Problem wird dabei sein, dass auch die anderen Marken wenig Umsatz mit diesem spezielleren Zubehör machen werden und die Verfügbarkeit auch eingeschränkt sein könnte.

Viele Grüße,

Bob
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Peter Reil in Dezember 04, 2024, 10:17:57 VORMITTAG
Hallo Peter,

ich kann deinen "Frust" verstehen. Da kauft man sich ein neues Mikroskop und stellt später fest, dass dieses Modell plötzlich nicht mehr gebaut wird und es keine Ausbaumöglichkeiten mehr gibt.
Tröste dich, das ist bei allen(!) Mikroskopen so. Bei einigen eben sehr viel früher als bei anderen.  ;)

Schön ist, dass du nach wie vor an deinem Mikroskop Freude hast - warum auch nicht!

Der Wunsch "nach etwas Besserem" kommt vor allem bei Leuten, die die Mikroskopie als Hobby für sich entdeckt haben. Mir ist auch niemand bekannt, der nach vielen Jahren sein Erstmikroskop mit Fluoreszenz, Phasenkontrast und DIK ausgestattet hat und dieses noch immer ausschließlich nutzt.
Es ist ein bisschen wie "nach dem Mikroskop ist vor dem Mikroskop".  ;D

Freundliche Grüße
Peter
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Mikroman in Dezember 04, 2024, 11:05:26 VORMITTAG
Moin,
der wahre Frust kommt aber erst dann, wenn man versucht, so einen Exoten zu verkaufen. Mehr als 300-400 € sind dafür kaum zu erzielen.
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Rawfoto in Dezember 04, 2024, 11:35:09 VORMITTAG
Guten Morgen

An die Beginner: das ist ein Grund bei einer mikroskopischen Vereinigung vorbei zu schauen (wo möglich) oder ein Seminar zu besuchen und sich ein Gerät vor dem Kauf nach Möglichkeit anzusehen und selbst zu versuchen.

Das man als "Anfänger" nicht sagen kann was man nach einem Jahr braucht und ob man überhaupt am Thema dran bleiben möchte, ist zu diesem Zeitpunkt noch vollkommen unbekannt.

Wenn Ihr in eurer Vorstellung schreibt woher ihr kommt, können Euch Tipps auf Vereinigungen gegeben werden. Dort werden immer wieder Gebrauchte verkauft, bzw. Euch kann bei der Überprüfung eines Gebrauchten geholfen werden.

Liebe Grüße

Gerhard

der zusätzlich zum Forum auch in der Mikroskopischen Gesellschaft Wien tätig ist und seit mehr als 30 Jahren auch immer wieder Seminare hält. Ich erinnere mich noch gut wie froh ich war, Beratung zu meinem ersten Gebrauchten zu bekommen, das hätte ich alleine nicht hinbekommen!
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: jochen53 in Dezember 04, 2024, 12:03:57 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
hier sollte eigentlich eine sehr ausführliche Stellungnahme von mir zu diesem Thema stehen, aber weil, während ich getippt habe, eine neue Antwort reinkam, ging mein Beitrag beim "Abschicken" leider wieder mal verloren. Schade, nochmal tippe ich ihn jedenfalls nicht.
Jochen,
("einer der sehr wenigen, aber immer gleichen - Meckerer")
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Peter Reil in Dezember 04, 2024, 13:00:14 NACHMITTAGS
Zitat von: jochen53 in Dezember 04, 2024, 12:03:57 NACHMITTAGSHallo Peter,
hier sollte eigentlich eine sehr ausführliche Stellungnahme von mir zu diesem Thema stehen, aber weil, während ich getippt habe, eine neue Antwort reinkam, ging mein Beitrag beim "Abschicken" leider wieder mal verloren.

Hallo Jochen,

ist mir auch schon passiert.
Die Neugier, den neuen Beitrag zwischendrin mal anzusehen, verkneife ich mir seitdem aus diesem Grund.  ;D

Gruß
Peter
Titel: -
Beitrag von: Sourdough in Dezember 04, 2024, 15:28:59 NACHMITTAGS
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Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Peter T. in Dezember 04, 2024, 16:24:19 NACHMITTAGS
Allen vielen Dank für die Anteilnahme und die wirklich guten Tipps und Ratschläge!
Titel: -
Beitrag von: Sourdough in Dezember 04, 2024, 16:38:25 NACHMITTAGS
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Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: MikroMicha in Dezember 04, 2024, 19:29:02 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

Auch mir tut es sehr leid,  dass Du mit Deinem Bresser-Mikroskop eine "Bauchlandung" hingelegt hast. Wer rechnet auch mit so etwas. Ich stelle mir aber die (Rechts)frage, ob ein Hersteller so mir nichts dir nichts einfach einen Produktsupport einstellen kann. Zumindest müssten Hersteller ja verpflichtet sein, dies zumindest für einen gewissen Zeitraum sicherstellen zu können,  was auch die Lieferfägigkeit von Ersatzteilen betrifft. Im Maschinenbau werden z  B. Für die Bereithaltung von Ersatzteilen 10 Jahre veranschlagt. Zumindest war das mal so. Und rein rechtlich betrachtet fehlt deinem Mikroskop ja jetzt auch eine "zugesicherte Eigenschaft", nämlich die Ausbaufähigkeit. Ich bin kein Jurist, aber eigentlich hättest Du jetzt das Recht, das Gerät Bresser vor die Füße zu pfeffern und Dein Geld zurück zu verlangen. Oder lebe ich auf da in einer Scheinwelt und die Hersteller machen nur noch, was sie wollen? Bresser bezeichnet sich ja selbst als namhafter Hersteller bzw. versucht sich da aus dem mittleren Segment abzuheben. Aber was an diesem Verhalten "namhaft" ist, kann ich nicht ganz nachverfolgen. "Schamhaft" wäre hier treffender. Vielleicht ändert sich ja etwas an deren Verhalten,  wenn mal 1.000 (Hobby)mikroskopiker bei denen vor der Tür stehen und mal anklopfen  ;) .

Vielleicht wendet sich ja für dich das Blatt noch ein wenig und es gibt ein Entgegenkommen der Fa. Bresser. DAS würde das Unternehmen von vielen anderen abheben. Aber so sollte das Unternehmen lieber von der Mikroskopikergemeinschaft boykottiert werden.
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Daniel Scheibenstock in Dezember 04, 2024, 19:53:24 NACHMITTAGS
Werte Runde,

Wenn mir meinen Senf dazu erlaubt wird, würde ich wirtschaftliche Interessen von Bresser vermuten die zu der Einstellung dieser Serie geführt haben. In dem oben genannten Preisbereich bekommen die Kunden eben schon die einstiegsgeräte der traditionellen Hersteller. Und es tummeln sich genug Konkurrenten des mittelpreisigen segele ts die unter Umständen einen besseren Ruf genießen als Bresser..... ich schiele da zu Motic, Euromex.

Aber wenn man Dic will gibt es ja im Prinzip ja eh nur eine Handvoll Möglichkeiten, die günstigste wird wahrscheinlich im Moment Zeiss West endlich sein (mein Gefühl!)

Liebe Grüße Daniel
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: 3nzo in Dezember 04, 2024, 20:01:59 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
Meiner bescheidenen Meinung nach lohnt es sich, nur bei Top-Marken viel auszugeben. Heutzutage versuchen wir, Kunden mit neuen Produkten zu gewinnen und selbst bei den bekanntesten Marken ist eine lange Lebensdauer für ein bestimmtes Modell nicht garantiert, aber wenn das Unternehmen etabliert ist und viel verkauft hat, ist es ziemlich einfach, das Richtige zu finden Bedarf an Gebrauchtwaren.
An Ihrer Stelle würde ich mir keine Sorgen um morgen machen und versuchen, das Beste aus Ihrem schönen Mikroskop zu machen, das Ihnen viel Freude bereiten wird. Schließlich sind wir keine Sammler, wir brauchen nicht das komplette Zubehör. Oder nicht?   :D
Beste grüße.

Enzo
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Peter T. in Dezember 04, 2024, 20:10:58 NACHMITTAGS
@Michael:

da hast Du nicht ganz unrecht, ähnliche Gedanken gehen auch durch meinen Kopf. Zumindest eine Anfrage an Bresser sollte ich wirklich mal formulieren.

Danke für den Impuls!

@Daniel: So ähnlich klang auch die Begründung von Bresser. Es sei ein "schwieriges Preissegment". Ist es vielleicht auch, aber das quasi über Nacht einzustellen fand ich schon heftig.

@Enzo: Ich wollte mir halt mal in aller Ruhe die ganzen Verfahren anschauen, das geht jetzt nicht mehr. Selbst wenn ich auf verschlungenen Wegen (die hier ja schon angeklungen sind) doch noch Zubehör ergattern kann, bin ich genau da gelandet, wo ich nicht hinwollte: Bei den Jägern und Sammlern der Mikroskopie.

Aber noch mal: Ich bereue da nichts. Wer weiß, wo ich mikroskopisch gelandet wäre, hätte ich mir ein reines Einsteigergerät gekauft. Vielleicht wäre ich ebenso begeistert wie jetzt, vielleicht nicht. Ist auch müßig, darüber zu spekulieren.
Heute saß ich wieder am Okular und habe eine mittlerweile schon recht alte Tümpelprobe bestaunt. Mein Mikroskop ist mein Freund. Bresser eher nicht (mehr).
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: anne in Dezember 04, 2024, 20:17:42 NACHMITTAGS
Lieber Peter,
 mein erstes Mikroskop, ein Leitz Biolam, halte ich heute noch in Ehren. Es steht auf meinem "Labortisch" zur schnellen Probenkontrolle. Evtl. eignet sich Dein Mikroskop auch gut als Reisemikroskop?
Daher wird sich sicherlich auch nach Anschaffung eines weiteren Mikroskops ein gute Verwendung dafür finden.
lg
anne
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Peter T. in Dezember 04, 2024, 20:45:57 NACHMITTAGS
Liebe Anne,

zum Reisemikroskop eignet es sich mit seinen ca. 10 kg nicht wirklich.
Mein Hund ist zwar genau so schwer, aber der läuft immerhin selber. Zumindest meistens.
Titel: -
Beitrag von: Sourdough in Dezember 04, 2024, 21:03:00 NACHMITTAGS
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Beitrag von: Sourdough in Dezember 04, 2024, 21:06:12 NACHMITTAGS
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Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: liftboy in Dezember 05, 2024, 10:32:01 VORMITTAG
Hallo erstmal,

der Beitrag von Jochen ist dahingehend interesant, dass dieses Malheur scheinbar scon einigen passiert ist (mir auch).
Nachdem längere Beiträge nach dem Absenden einfach im Orkus verschwunden waren, hab ich mir angewöhnt, den Text zwischendurch und am Ende in die Zwischenablage zu speichern. Da kann ich das dann immer wieder hervorholen und muss nicht neu schreiben.

Grüße
Wolfgang
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: 3nzo in Dezember 05, 2024, 17:44:27 NACHMITTAGS
Hallo Anne,
Zitat von: anne in Dezember 04, 2024, 20:17:42 NACHMITTAGSmein erstes Mikroskop, ein Leitz Biolam, halte ich heute noch in Ehren. Es steht auf meinem "Labortisch" zur schnellen Probenkontrolle. Evtl. eignet sich Dein Mikroskop auch gut als Reisemikroskop?
Das erste Mikroskop, für das ich mich entschieden habe, war ein Reisemikroskop von Biolam, das D2, mit einem kleinen Tisch, aber mit einem Übersetzer. Alles, einschließlich der Beleuchtung, war in einem etwa 30 x 40 cm großen Aluminiumgehäuse untergebracht. Die D-Travel-Serie ermöglicht Ihnen das Arbeiten auch bei extremen Temperaturen. Ausgezeichnetes Mikroskop, das ich noch habe.
Herzliche Grüße.

Enzo
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: rhamvossen in Dezember 05, 2024, 18:17:42 NACHMITTAGS
Hallo,

ZitatDas man als "Anfänger" nicht sagen kann was man nach einem Jahr braucht und ob man überhaupt am Thema dran bleiben möchte

Genau darum empfehle ich Anfänger ein einfaches aber gutes Kurs oder Schulmikroskop als erstes Mikroskop, auf den Gebrauchtmarkt für 50-75 EUR zu bekommen. Noch besser wäre ein Mikroskop zi leihen. Manchmal melden sich hier Anfänger die sagen: "mein Budget ist max 2000, was kann ich mir kaufen?" Aber niemand der in diesen Fall sagt: ich würde mal anfangen mit ein Einfaches Mikroskop für max 150 EUR.

ZitatIch hab mir vor 40 Jahren ein Zeiss Standard gekauft. Zeiss! Der hellste Stern am Firmament der Mikroskopie. Und jetzt: Okulare delaminiert. Den Firmen ist das Wurst, bei denen sind die Dinger abgeschrieben, lange bevor der Delaminator an den Tubus klopft.

Zeiss! Wow ;D . Abgesehen von die ewige Delamination, Zeiss war auch der König der miserabele Beleuchtung. Ich habe ein Axiostar und ein Axiolab wobei die Apertur der Objektive gar nicht homogen ausleuchtet wird. Und das bei meine beide Axiostars und Axiolabs! Zeiss, mann, erzähl mir nichts davon  ::) .Das Bresser Nextcope ist eine bessere Wahl als ein Zeiss Standard 16 mit Plastik Cpl Okulare, egal ob es ausbaufähig ist oder nicht.

Beste Grüsse,

Rolf

Titel: -
Beitrag von: Sourdough in Dezember 06, 2024, 00:41:56 VORMITTAG
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Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Aljoscha in Dezember 06, 2024, 01:13:29 VORMITTAG
Zitat von: Sourdough in Dezember 06, 2024, 00:41:56 VORMITTAGWas ich seltsam finde ist, dass ich in USA zwar einen Großhändler gefunden habe, aber ich such schon die ganze Zeit nach der Herstellerfirma, Nexscope Inc. oder Nexcope.com oder so. Nix.


Hallo Michael,

Versuch es mal mit http://www.yxopt.com/en/about.php .

Viele Grüße

Alexander
Titel: -
Beitrag von: Sourdough in Dezember 06, 2024, 01:35:10 VORMITTAG
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Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: rhamvossen in Dezember 06, 2024, 10:30:54 VORMITTAG
Hallo Michael,

ZitatBin das vom Forum gar nicht gewohnt. Macht aber nix. Ist schon recht. Ich wollte dir nix erzählen

Das war ja nichts persönlichs oder so, das war nur um zu sagen das ich dir völlig zustimme. Manchmal scheint etwas das in Niederländisch gesagt wird, etwas anderes in Deutsch zu bedeuten  ;) .

ZitatWarum hast du eigentlich gleich zwei von den Axios, wenn die nicht so super sind. Die gibt es doch auch nicht für lau. Eines OK, aber zwei, wenn das erste enttäuscht hat?

Gute Frage. Aber die Antwort ist einfach: weil ich die Axios billig bekommen konnte. Wenn Jemand 5 Axiolabs für 150 EUR pro Stück anbieten würde, dann würde ich sie allen kaufen. Man kann sie für 3-4 mal so viel wieder verkaufen. Und ich will auch nicht sagen das ein Axiolab schlecht ist, im Gegenteil. Es ist nur so das wichtige Sachen wie die Beleuchtung nicht genug Aufmerksamkeit erhalten hat. Wie kann das sein, und das von eine renommierten Hersteller wie Zeiss? Ich werde bald etwas auf meine HP drüber schreiben. Dann kann man genau sehen was ich meine, das die Auflösung nicht erreicht wird weil die Beleuchtung miserabel ist.

Hätte PeterT sich ein Zeiss Standard 16 gekauft dann hätte jeder gesagt: gute Wahl. Für den DIC hätte er sich dann nur noch die delaminierten Teile suchen müssen. Aber das finden die "Zeissianer" kein Problem. Mir fehlt die Logik.

Beste Grüsse,

Rolf
Titel: -
Beitrag von: Sourdough in Dezember 06, 2024, 12:47:36 NACHMITTAGS
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Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Peter V. in Dezember 06, 2024, 21:32:14 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

zunächst freue ich mich über Deinen Beitrag, auf den man in Zukunft immer wieder verweisen kann, wenn ein (unbelehrbarer) Neuling* trotz unserer intensiven und gut gemeinten Beratung meint, statt eines "ollen" gebrauchten Mikroskops - schlimmstenfalls noch nicht einmal "Infinity"  ;) - ein neues, modernes, Infinity-Bresser kaufen zu wollen. (Hier möge Bresser pars pro toto stehen, also auch für andere Importeure von no-name-Chinamikroskopen).

Bresser ist in meinen Augen kein Hersteller, sondern ein Vertrieb diverser OEM-Fenrostmikroskope, die dann mit Bresser gelabelt werden. Das große Problem all dieser Mikrsokope ist, dass es sehr schlecht um die Ausbaubarkeit und fraglich um die Erstazteilversorgung bestellt ist. Ein weiteres Problem ist ein enormer Wertverlust (schlimmer als bei Neuwagen), denn all diese Mikroskpope lassen sich auf dem Gebrauchtmarkt kaum und nur für einen Bruchteil des Anschaffungspreises verkaufen, selbst nach nur minimaler Nutzungszeit. Ein gutes gebrauchtes und nicht überteuert gekauftes Zeiss, Leica, Leitz oder Olympus lässt sich auch nach vielen Jahren noch ohne großen Wertverlust an den Mann oder die Frau bringen.

Fazit: Ein Nicht-Markengerät muss man sich leisten können  ;)

Wenn man ein Mikroskop nur für einen ganz bestimmten Zweck benötigt und sicher weiß, dass man so, wie man es erworben hat, viele Jahre auskommt, es also weder ausbauen noch wieder veräußern möchte, dann kann man auch mit einem Bresser etc. zurecht kommen. Aber für den engagierten Hobbyisten oder den, der es werden möchte, ist das sicher der falsche Weg und ein unter Umständen kostpieliger dazu (Stichwort: Lehrgeld  ;) )

Wenn es nun aber nun unbedingt ein Neumikroskop sein muss (es gibt Menschen mit einer diffusen Aversion gegen Gebrauchtes generell, das muss man dann akzeptieren) und das Geld nicht für ein Mikroskop der oben genannten großen Vier reicht, empfehle ich seit Jahren schon als guten Kompromiss Motic. Motic-Mikroskope sind solide Geräte mit recht sicherer Ersatzteilversorgung, sie werden auch von seriösen FACHhändlern wie Christian Linkenheld vertrieben, der auch nach Jahren noch Support dafür leistet. Motic produziert übrigens unter anderem auch für Zeiss.

Zu den Gemischtwaren aus dem Hause Bresser würde ich jedenfalls einem ernsthaften Hobbymikroskopiker nicht raten.

Herzliche Grüße
Peter

*Dich meine ich damit explizit nicht, denn Du hattest ja bereits das Mikroskop vor dem Eintritt in unser Forum  ;)
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Peter T. in Dezember 07, 2024, 19:18:35 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

da hast Du unbedingt Recht. Ich kann mich natürlich noch gut erinnern an meine Entscheidungsfindung und das war knifflig. Ausgehend von Überlegungen zu Teleskopen (!) (ich habe ein kleines, aber geniales Seestar S50) und möglichen Upgrades bin ich irgendwie zum Thema Mikroskopie gekommen. Irgendwo im Schrank stand noch ein kleines NoName Stereomikroskop, in lange vergangenen Kinderjahren hatte ich natürlich auch ein "kleines Schwarzes".
Dann war die Überlegung: Für Astrofotos brauche ich "Clear Sky" und wie oft gibts den in München, von der Lichtverschmutzung nicht zu reden.
Also google ich zu Mikroskopen ("was sich wohl getan hat in den letzten Jahren").

Und auf was stößt man da? Bresser!

Dann auf Youtube geguckt und "microbehunter" gefunden, alle seine Videos geschaut.
Mittlerweile war schon fast klar: Auf den Zug will ich wieder aufspringen.

Microbehunter testet bei sich vor allem Euromex ("Die machen auch einen guten Eindruck").

Nach Foren gesucht, dieses hier gefunden, dies und das quer gelesen. Aber keine intensive Beschäftigung mit Empfehlungen, Warnungen etc.

Dann: Bresser hat ein "Nexcope": Schaut gut aus, ist ausbaufähig (siehe meinen Startbeitrag hier im Thread). Um im Gegensatz zum Euromex auch gleich lieferbar.

Von Motic nie was gehört, keine Ahnung, dass es den Unterschied endlich/unendlich gibt.

Preise?
"Ich nehm was aus dem mittleren Segment, da kann ich davon ausgehen, dass es kein Glump ist und andererseits weiß ich ja gar nicht, ob es mir Spaß macht."

Das wars dann.

Also keine ausreichenden Kenntnisse, um über "schaut gut aus" hinauszukommen, Ungeduld ("will gleich anfangen") und so weiter. Das einzige, was ich nach wie vor richtig finde, war die Wahl eines mittleren Preissegments.

Ja, so lief das.

Ich werfe mir jetzt nichts vor, verbuche das unter, wie Du schon schreibst, "Lehrgeld" und bin froh, hier im Forum so viel Kompetenz und freundlich-unterstützende Menschen gefunden zu haben.
Weiter geht's!
Es gibt noch so viel zu mikroskopieren ...
;)

Danke an alle, die hier was geschrieben haben!
Titel: -
Beitrag von: Sourdough in Dezember 07, 2024, 19:45:18 NACHMITTAGS
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Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Aljoscha in Dezember 07, 2024, 20:15:32 NACHMITTAGS
Hallo,

Ich würde einfach beim Hersteller anfragen, wo in der EU man Zubehör und Erweiterungen für das Mikroskop bekommt.

Viele Grüße

Alexander
Titel: Aw: Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers
Beitrag von: Peter T. in Dezember 07, 2024, 23:13:42 NACHMITTAGS
Hallo Michael,
Hallo Alexander

für mich seid ihr in jedem Fall zwei von denen, die es (mit einem guten Schuss Humor und "Coolness" gesegnet) schaffen, anderen (in diesem Fall mir) Mut zu machen. Vielen Dank dafür!

Dieser Thread ist tatsächlich ein Abgesang auf mein mir immer noch liebes Nexcope. Es ist so etwas wie ein "Lebensabschnittsmikroskop". Ich bin dabei, mich neu zu orientieren.