Hallo zusammen,
das Thema ist zwar nicht direkt "mikroskopisch", aber vielleicht interessiert´s jemand.
Im Heft 2/2010 der Zeitschrift NaturFoto ist ein Artikel über das Stacken von Makrofotos erschienen, bei dem die Bilder erzeugt wurden, indem unter einem Reprostativ mit Kamera "Fuß und Objekttisch eines kleinen Mikroskops mit angebrachtem Stellmotor" montiert wird. Ein Foto der Anlage ist im Artikel enthalten.
Hier Titel und Autoren:
Automatisch viel Schärfentiefe
Dr. Jan Peter Fram und Dr. Norbert Stapper
NaturFoto 2/2010 , Seite 72 bis 74
Viele Grüße aus Kärnten
Wilhelm Meister
Als Jan Peter Frahm zum ersten mal mit der Idee kam, ein Mikroskopstativ durchzusägen, haben wir natürlich erst einmal protestiert. Es war aber die entscheidende Idee, den preiswerter kommt man nicht an einen Z-Antrieb. Der Rest war dann folgerichtig. Motor mit Zahnriehmen ( wegen der Vibrationen ) ans Stativ anbringen und unserem Bonntec Imaging das Steuern und Auslesen der Canon beibringen. Man kommt auf diese Weise schnell zu reproduzierbaren Ergebnissen, es darf dann ruhig mal etwas mehr Material sein.
Werner Jülich
Guten Tag,
ich möchte hier einen Leitz Trieb zeigen der eventuell auch zur Feinregulierung eines Tisches in der Z-Achse benutzt werden kann. Dieser Trieb stammt aus einem Leitz System das mir in seinem Umfang nicht bekannt ist. Sicher ist, dass er an einer Standard Z-Achse mit Schwalbe montiert werden kann und dass an den Trieb Leitztische angesetzt werden können.
Ob diese Ausführung auch eine mögliche Lösung sein könnte?
Höhe Triebgehäuse: 85mm
Tiefe Triebgehäuse: 68mm
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/33999_2883140.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/33999_62632450.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/33999_66996861.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/33999_62068736.jpg)
Freundliche Grüsse
Arnold Büschlen
Hallo Herr Büschlen,
ja, man kann natürlich auch auf dieser Basis aufbauen, aber es ist wirklich viel einfacher, ein z.B. SM-Lux-Stativ mit Tisch direkt oberhalb der Tischführung zu zersägen.
Werner Jülich
Hallo Herr Jülich,
ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ihr Vorgehen ein sehr rationelles ist. Darf ich zum erwähnten Aufbau noch eine Frage stellen? Ist die Kamera in jedem Fall eine digitale Spiegelreflex oder kann auch z.B. eine Nikon Coolpix 995 / 5400 / 8400 eingesetzt werden? Ist die Kamera mit dem Tisch verbunden (Stativ) oder davon getrennt?
Besten Dank.
Freundliche Grüsse
Arnold Büschlen
Hallo Herr Büschlen,
die Sache läuft zweiteilig am besten: Z.B. eine DSLR mit Balgengerät und Lupenobjektiven oder einem Tessovar :D an einem Reprostativ. Das zu fotografierende Objekt wird mit dem Feintrieb separat irgenswie montiert. Ich kann das mit 2 Varianten machen: Mit einem "geköpften" CZ Standart oder mit einem inversen Mikroskop bei dem Revolvermodul und Beleuchtung abgeschraubt sind. Die Tische sind dann für die Feineinstellung zuständig. Ideal zum Stacken. Das geht natürlich auch mit einer CPX problemlos.
Ich werde morgen oder übermorgen ein paar Bilder einstellen.
Viele Grüße
Günther (Langer)
Guten Abend Günther,
verstehe ich deine Klammer richtig und ist somit das Du o.k? Es freut mich, dass du immer noch einen Smiley für den Tessovar übrig hast.-
Wie wichtig ist die Ausrichtung des Objektes in der Z-Achse? Könnte ein 360 Grad drehbarer Tisch von Vorteil sein?
Ich bin gespannt auf deine Bilder!
Freundlich grüsst
Arnold
Hallo Herr Büschlen,
ich war noch eine Antwort schuldig.
Die Kamera ist mechanisch entkoppelt. Nach jedem Verstellvorgang wartet man etwa 90 Millisekunden, bis das Präparat wieder in Ruhe ist und löst dann die nächste Aufnahme aus. Sie können einstellen, ob Sie pro Verstellschritt eine oder mehrere Aufnahmen machen wollen.
Ich denke, dass die Kamera hier keine Rolle spielt, es sollte auch mit einer Kompaktkamera funktionieren, einmal abgesehen von der Verfügbarkeit der gewünschten Abbildungsmaßstäbe.
Werner Jülich
Hallo Herr Jüllich,
besten Dank für ihre Erläuterungen.
Gruss Arnold Büschlen
Hallo,
hier die angekündigten Fotos.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/34291_61686491.jpg)
Bild 1 zeigt das geköpfte Standardstativ ohne Kondensorträger.
Auf dem Tisch (Präparateschieber ist entfernt) ist eine Montageplatte (30x10cm) mit Klebepads aufgeklebt, die in X - Y-Richtung verstellt werden kann. Die Platte ist mit schwarzer Folie beklebt. Diese Platte habe ich angebracht, um auf dem Tisch Lampen oder leichte Makroblitze anzubringen. Beleuchtung: 3 Megaman 11 W E 14-ESLampen mit 6500K, die mit Magneten befestigt sind. Dadurch wird eine praktisch reflexfreie Beleuchtung erreicht. Die Magnetbefestigung hat den Vorteil, dass sich die Beleuchtung problemlos variieren lässt.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/34291_11404313.jpg)
Bild 2 zeigt die Kombination Zeiss-Tessovar mit einer DLSR Nikon D700 und Standard-Stativ.
Die spez. Säule mit Zahnstange für das Tessovar habe ich auf einer Fotobörse gefunden. Das Tessovar kann man natürlich auch mit dem dazu gehörenden Stativ verwenden. Man muss dann den Starivfuß auf den Mikroskopfuß stellen und einen passenden Klotz unterlegen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/34291_64923656.jpg)
Bild 3 zeigt eine weitere Beleuchtungsvariante: Einen Laborboy mit 2 Schreibtischlampenreflektoren mit jeweils 11W 6500K ESL's.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/34291_44624228.jpg)
Bild 4 zeigt ein Setup mit Balgengerät und Lupenobjektiv.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/34291_17654054.jpg)
Bild 5 zeigt ein Setup mit einer Coolpix 4500,
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/34291_52727599.jpg)
Bild 6 die Ansicht von oben mit gekreuzten Einstellschlitten.
Man könnte auch den Laborboy zum Stacken verwenden. Dazu müsste er aber fest und möglichst auf einer Reprostativplatte montiert sein. Eine nur ganz geringe Veränderung der Höhe ist etwas mühsam.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/34291_24428686.jpg)
Bild 7 zeigt das Tessovar mit Binotubus als Makroskop, daneben eines mit normalem Stativ. Auch auf das Balgengert kann man einen Binotubus montieren und erhält ein sehr gutes Makroskop.
Als Magnete kommen nur Neodymmagnate infrage, weil sie ihre Kraft unter normalen Bedingungen nicht verlieren. Ich habe meine aus alten Festplatten. Neodymmagnete bekommt man in allen möglichen Formen und Stärken z.B. bei supermagnete.de.
Die Montageplatte aus Eisenblech auf dem Mkroskoptisch ist zusammen mit der Beleuchtung fast zu schwer: Etwas zusätzliches Gewicht würde den Tisch zum Absinken bringen. Ich werde die Platte duch eine Aluplatte ersetzen. Brauche dann einen Magneten pro Lampe mehr.
Viele Grüße
Günther
Hallo Günther,
danke für diese Darstellung deiner Aufbauten. Ich melde mich noch per Email.
Einen schönen Tag wünscht
Arnold