Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Florian D. in Februar 02, 2025, 00:24:15 VORMITTAG

Titel: Vergleich dreier Kontrastmethoden an Hefe
Beitrag von: Florian D. in Februar 02, 2025, 00:24:15 VORMITTAG
Hallo Forumisten,

als alter Pilzler wollte ich meinen neuen Leitz Smith-DIK erst mal an Hefe ausprobieren. (Ja, ich weiss, ich müsste schon wieder ein paar Staubfäden jagen)
Alle sind mit einem 170/0.17 100/1.30 Öl-Objektiv aufgenommen
Hefe im Hellfeld (Phaco Objektiv):
IMG_9517.JPG
Phasenkontrast (Phaco Objektiv):
IMG_9518.JPG
DIK (Interferenz Kontrast T):
IMG_9498.JPG

Die ersten beiden Bilder zeigen denselben Bildausschnitt, allerdings sind einige Hefezellen frei herumgeschwommen und wurden zwischen den Aufnahmen herein- oder herausgetrieben. In der Zelle etwas rechts der Mitte erkennt man eine grosse Vakuole und etwas, was vielleicht ein Zellkern sein könnte.
Im Hellfeld erscheint er als schwarzer Punkt, im Phaco als weisser, Kreis. Das ist allerdings fokusabhängig. Der Kontrast ist natürlich viel höher, aber auch die Haloartefakte.
Im DIK (anderes Präparat) erscheinen die Zellen sehr plastisch. Auch die Vakuolen und Organellen sind gut zu erkennen, allerdings ist es schwer zu sagen, ob es sich um Fetttröpfchen oder Kerne handelt.

Viele Grüsse
Florian






Titel: Aw: Vergleich dreier Kontrastmethoden an Hefe
Beitrag von: Heiko in Februar 02, 2025, 10:44:36 VORMITTAG
Hallo Florian,
und ein weiteres Kontrastierungsverfahren – klassisch mit Baumwollblau.
Leider nur mit dem 63er und dann starker Okularvergrößerung aufgenommen.
Gruß, Heiko

Saccharomyces cerevisiae, Mönchshof Zwickl, Jan. 25.jpg
Titel: Aw: Vergleich dreier Kontrastmethoden an Hefe
Beitrag von: Florian D. in Februar 14, 2025, 21:23:28 NACHMITTAGS
Heute hatte ich endlich die Farbstoffe von Peter V., NaH2PO4 von MiR und frisches Entellan von Bioform zusammen und konnte gleich nach Feierabend die Boroviczeny Toluidinblau-Safraninfärbung ansetzen. Den beiden herzlichen Dank! Ich habe mich genau an den Kremer gehalten und die Hefe auf Eiweis fixiert. Die Zellen sind irgendwie verklumpt und von hellen Regionen umgeben, aber zumindest hat die Kernfärbung so einigermassen geklappt.

Viele Grüsse
Florian

Zunächst mit dem NPl Oel 100/1.30 170/0.17 im Hellfeld:
IMG_9535.JPG

Zum Vergleich mit dem NPl Oel 100/1.30 P Interf. Kontrast 170/0.17 im DIK:
IMG_9534.JPG

Titel: Aw: Vergleich dreier Kontrastmethoden an Hefe
Beitrag von: Florian D. in März 04, 2025, 19:37:08 NACHMITTAGS
Irgendwie bekomme ich diese Boroviczeny Färbung absolut nicht mehr hin. Vielleicht funktioniert die nur mit frisch angesetzter Lösung? Bei analoger Färbung mit Giemsa habe ich einen entsprechenden Hinweis gesehen.
Hier noch zwei Bilder. Das erste könnte eine Zygote sein, im zweiten Bild wohl ein Syncytium, vielleicht einer anderen Hefeart als S. cerevisiae?

Hefe-Konjugation.jpg
IMG_10021.JPG

Gruss
Florian
Titel: Aw: Vergleich dreier Kontrastmethoden an Hefe
Beitrag von: Florian D. in März 11, 2025, 12:20:42 NACHMITTAGS
Jetzt nochmal mit Hämatoxylin nach Delafield, dass mir die liebe Anne (danke!) besorgt hat. Ich habe das über nacht gefärbt, muss wohl noch etwas differenzieren, aber funktioniert hat es, im Prinzip.
Hefe_Delafield.JPG



Viele Grüsse
Florian