Hallo zusammen,
ich habe eine Frage zu einem Mikroskop, welche ich hier gerne stellen würde.
Ich suche ein Mikroskop mit einer hohen Tiefenschärfe, da ich des öfteren Proben aufnehme, welche mir schon ab ein par mm Tiefe sehr unscharf dargestellt werden. Erste Recherchen haben mich zu den Keyence VHX 600 geführt. Der Preis ist allerdings etwas hoch.
Kennt sich hier jemand mit diesem Mikroskop aus? Ist das zu empfehlen?
Ich würde mich auch über die Nennung von Alternativen freuen.
Vielen Dank schon mal
Gruß
Jayy
Hallo,
was denn die Hauptanwendung des Mikroskops? Sind das handliche Proben, die auf den Mikroskoptisch passen. In welchem Vergrößerungsbereich wird gearbeitet... also ein wenig mehr Info wären hilfreich um guten Rat zu geben.
Hallo Klaus,
ja es sind sehr handliche Proben...also keine Schliffbilder. Der Vergrößerungsbereich ist etwa 10x bis 200x...also nicht so sehr festgelegt.
Einen Tipp zu geben, welches Mikroskop ich generell brauche erwarte ich natürlich nicht. Das VHX ist von den Spezifikationen her schon sehr genau das was ich brauche. Ich suche also nach einer vielleicht günstigeren oder besserern Alternative für das VHX. Wichtig ist mir besonders die hohe Tiefenschärfe des gerätes.
Hoffe das reicht an Infos für mein Anliegen.
Gruß
Jayy
Schärfentiefe können Sie entweder durch eine geringe Auflösung oder durch Stacken fabrizieren oder wenn Sie wollen auch gleichzeitig.
Die geringe Auflösung erzielt man durch Abblenden, beispielsweise bei den großen Stereomikroskopen. Stacken können Sie mit diesen Dingern auch, weil man solche Geräte, z.B. das Zeiss-Discovery.V12 auch senkrecht nutzen kann.
Sie können aber z.B. mit EPI-Objektiven, jedenfalls so lange, wie Präparathöhe < Arbeitsabstand ist. Hier als Beispiel das Hund H600 AM mit 20x/0,50 EPI-Objektiv und 1,47 mm Arbeitsabstand. Stacken entweder manuell oder durch motorgetriebenen Z-Antrieb.
Werner Jülich
Hallo,
ZitatHoffe das reicht an Infos für mein Anliegen.
Na ja immer noch sehr dünn!
Aber generell: Keyence verbiegt auch nicht die Physik. Zur Erzielung höherer Schärfentiefe stacken sie auch - nur eben sehr schnell mit einem leistungsfähigen Rechner gekoppelt.
Diese Geschwindigkeit bezahlt man teuer. Wenns der Industrie wieder gut geht und es auf ein paar KEuro nicht ankommt: zuschlagen ohne groß nachzudenken. ;D
Als ich noch in Amt und Würden war, haben wir 2 Mal deren Mikroskope getestet und dann uns für die Forschungs-Klasse eines der großen Hersteller entschieden, weil die Ausbaufähigkeit mit DIC, DF, Pol; Fluoreszenz einfach überzeugender war. Und ein Schrittmotor für die Z-Achse des Tisches hat das Stacken sehr kommod gemacht.
Der Schnickschnack (beim Keyence) der überhöhten 3-D-Darstellung einschließlich des "Negativbildes der "Rückseite" hat dann meine Fachleute zum Schmunzeln gebracht.
Ich hätte es nicht besser formulieren können. Erschreckend ist nur, wie leicht sich manche Entscheider von diesen Spielereien beeinflussen lassen und dabei die Schwächen übersehen.
Werner Jülich
Hallo Herr Jülich,
bei uns war die Welt in Ordnung: die Fachleute haben entschieden - und ich als Chef war in diesem Fall ein ebenbürtiger Mitentscheider! ;)
Hi,
vielen Dank für eure Antworten. Ich muss aber gestehen, dass ich nicht so ganz mitkomme. Ich selber bin sozusagen für die Beschaffung zuständig, nicht für das Bedienen....
Nach meinem Verständnis wird beim VHX ein "besonderes" Objektiv mit einer hohen Tiefenschärfe verwendet. Durch gleichzeitiges Anpassen der Apertur wird die Tiefenschärfe noch mehr verbessert, was aber mit einem Verlust des Ausleuchtungsbereiches eingeht. Ein Kompromiss, der in Punkto Tiefenschärfe seine Vorteile hat, aber aufgrund der geringen Bildfläche nachteilig ist und deshalb nicht von vielen Herstellern im Bereich der "makroskopischen" Mikroskopie eingegangen wird.
Ich hatte Keyence da bisher als einzigen Anbieter gesehen.
Das das Bild am Ende gesticht werden muss weiss ich...ist aber auch unumgänglich für eine hohe Tiefenschärfe meines Wissens nach.
Zusammenfassend entnehme ich euren Aussagen, dass:
-->VHX ist sehr teuer, aber gut
-->Es gibt evtl. unnötige, teuer zu bezahlende Funktionen
-->Es gibt eine Menge anderer Mikroskope, welche das gleiche können, nur langsamer
-->Ausbaufähigkeit in Bezug auf die Beleuchtung ist nicht so gut.
Was ich nicht so ganz verstehen konnte ist, warum mit einer Verringerung der Auflösung eine höhere Tiefenschärfe erzielt werden kann.
Danke sehr
Grüße
Jayy
Hallo,
ZitatIch selber bin sozusagen für die Beschaffung zuständig, nicht für das Bedienen....
Das führt eben häufig zu Fehlkäufen, die dann in einer Ecke des Labors verstauben. So habe ich ein wunderbar ausgerüstetes Axioplan von Zeiss bekommen, das seit 15 jahren unter einer Haube schlummerte, weil die Laborfachleute ein Stereomikroskop brauchten, der Einkäufer aber Bino-Tubus mit Stereo verwechselt hat.;D
Sicher ein krasser Fall, aber ich war dankbar dafür! :D
Wenn mans richtig macht, dann listen die Fachleute eine Wunschspezifikation auf, dann geht man zu einem unabhängigen Händler hat eigene Proben dabei und lässt sich anhand dieser Proben im Vergleich verschiedene Varianten vorführen.
Wenn man Geld sparen will sucht man einen seriösen Händler für Gebrauchtgeräte und hat dort oft eine Auswahl von gut 50 Instrumenten, die individuell zusammengestellt werden. Und zahlt dann 1/2 bis 1/3 des Neupreises.
Kommt auf den Standort an, danach könnte ich Händler auflisten - im Raum Bonn wäre Herr Jülich nicht der schlechteste! ;)
Ich halte das Keyence VHX 600 nicht für gut, sollte dies anders herübergekommen sein, hier ist die Korrektur.
Wenn Sie sich die Formel für die wellenoptische Schärfentiefe anschaun, da sehen Sie Wellenlänge/(NA)2 ergibt die Schärfentiefe in der Dimension, in der Sie die Wellenlänge angeben.
Werner Jülich
Zitat von: Klaus Herrmann in März 09, 2010, 10:25:38 VORMITTAG
Aber generell: Keyence verbiegt auch nicht die Physik.
Lieber badischer Klaus. Da hast Du das richtige Wort gefunden. Es ist offensichtlich so, daß viele Mikroskopiker - im Gegensatz zu Fotografen - nicht so recht wissen, wie die Schärfentiefe zustande kommt und ob und wie man sie "rein optisch" vergrößern / erhöhen kann, indem man "Spezialobjektive" verwendet. Man kann es nicht, das ist reiner Hokuspokus.
Aber man kann es doch. Man verwendet ein Objektiv kürzerer Brennweite, verliert, weil man dieses dem Objekt weiter annähern muß, aber an freiem Arbeitsabstand. Oder man verwendet, um einen großen Arb.abstand zu erhalten, ein Objektiv längerer Brennweite, verliert dann aber an Apertur und damit Auflösung. Will man den Verlust an Auflösung vermeiden, muß man die Dimensionen des Objektivs so stark vergrößern (Linsendurchmesser usw.), daß es zu vernünftigen Kosten weder herstellbar noch wegen des hohen Gewichts und der riesigen Dimensionen verkäuflich wäre. Dem Mikroskopkonstrukteur sind wegen des konstanten Abstands Objekt:Zwischenbildebene und :Kameraebene kaum nennenswerte Freiheiten gestattet. Etwas besser sieht es bei der der "Mikroskopie mit dem einfachen Mikroskop" aus (= Lupen- und Makrofotografie), aber auch hier sind die Grenzen so eng, daß der jeweilige Kompromiß zwischen Auflösung und Schärfentiefe dem Anwender nicht verborgen bleibt.
Da dem Mikroskopiker ein Bißchen
Grundlagenwissen in Punkto Schärfentiefe nicht schaden kann, habe ich soeben einen Text von mir dazu im "Unterforum" Mikro-Know-How / Gerätetechnik veröffentlicht.
Schönen Gruß
vom oberbayrischen Klaus.
Zitat...daß viele nicht so recht wissen, wie die Schärfentiefe zustande kommt und ob und wie man sie "rein optisch" vergrößern / erhöhen kann, indem man "Spezialobjektive" verwendet. Man kann es nicht, das ist reiner Hokuspokus. Aber man kann es doch.
Einspruch, Euer Ehren, kann man nicht! Die Brennweite hat keinen Einfluß auf die Tiefenschärfe. Einzig der Abbildungsmaßstab hat den, sieht man mal von der mal Blende ab. Die Brennweite ist, wie aus der Linsenformel ersichtlich, lediglich eine Funktion von Bild- zur Gegenstandweite. Beide wiederum korrellieren mit dem Abbildungsmaßstab. Die Tiefenschärfe ist dessen Quadrat umgekehrt proportional, d.h. Verdoppelung bewirkt geviertelte Tiefenschärfe.
Gruß - E. Nowack
Zitat von: E. Nowack in März 09, 2010, 18:42:26 NACHMITTAGS
Zitat...daß viele nicht so recht wissen, wie die Schärfentiefe zustande kommt und ob und wie man sie "rein optisch" vergrößern / erhöhen kann, indem man "Spezialobjektive" verwendet. Man kann es nicht, das ist reiner Hokuspokus. Aber man kann es doch.
Einspruch, Euer Ehren, kann man nicht! Die Brennweite hat keinen Einfluß auf die Tiefenschärfe. Einzig der Abbildungsmaßstab hat den, sieht man mal von der mal Blende ab. Die Brennweite ist, wie aus der Linsenformel ersichtlich, lediglich eine Funktion von Bild- zur Gegenstandweite. Beide wiederum korrellieren mit dem Abbildungsmaßstab. Die Tiefenschärfe ist dessen Quadrat umgekehrt proportional, d.h. Verdoppelung bewirkt geviertelte Tiefenschärfe.
Gruß - E. Nowack
Ich habe doch gar nicht behauptet, daß die Brennweite einen Einfluß auf die Schärfentiefe hat. Sondern daß man mit längerer oder kürzerer Brennweite Arbeitsabstand entweder verliert oder gewinnt. Das ist doch ein alter Trick der Hersteller: Man nimmt eine längere Brennweite mit geringerer Apertur (= zusätzliche Abblendung) und erhält eine größere Schärfentiefe mit geringerer Auflöswung. Vielleicht habe ich mich aber nicht einfach genug ausgedrückt.
Warum lesen Sie nicht erst meine Ausarbeitung dazu? Sonst wird doch nur dieser Thread mit einem OT-Thema unnütz verlängert.
Dort können Sie folgendes lesen:
ZitatAlle Objektive haben die gleiche Schärfentiefe und ®Perspektive !
Die Schärfentiefe hängt nicht von der Brennweite eines Objektivs ab. Es ist nicht richtig, wenn
auch oft behauptet, daß ein Teleobjektiv mit geringerer Schärfentiefe abbildet als ein Normalobjektiv
und ein Weitwinkel mit größerer. Die Größe der zulässigen Zerstreuungskreise, welche die
Schärfentiefe bestimmen, ist abhängig von der eingestellten Blende, der Aufnahmeentfernung und
der Brennweite. Da Aufnahmeentfernung und Brennweite aber die Abbildungsgröße auf dem
Film bestimmen, ändert sich die Schärfentiefe (bei gleichbleibender Blende) stets nur mit dem
Abbildungsmaßstab. Man kann das kontrollieren, indem man mit zwei Objektiven unterschiedlicher
Brennweite einen Gegenstand so fotografiert, daß er auf beiden Aufnahmen gleich
groß ist: Die Schärfentiefe ist bei beiden dieselbe. Fotografiert man dagegen einunddasselbe Objekt
mit unterschiedlichen Brennweiten vom selben Kamerastandort, so ist die Schärfentiefe unterschiedlich,
weil der Abbildungsmaßstab unterschiedlich ist. Bringt man allerdings ein Detail
aus der Weitwinkelaufnahme durch Ausschnittvergrößerung auf dieselbe Größe wie im Telebild,
so ist auch die Schärfentiefe wieder dieselbe, weil ja jetzt der Abbildungsmaßstab derselbe ist!
Zufrieden?
Gruß KH
Vollauf, Euer Ehren! Danke.
Gruß - Nowack
P.S
ZitatWarum lesen Sie nicht erst meine Ausarbeitung dazu?
Bücher widersprechen nicht. Das macht keinen Spaß. ;)
Lieber Eckhard, lieber Herr Henkel,
die Aussage, die Schärfentiefe hänge ausschließlich vom Abbildungsmaßstab ab, ist so auch nicht richtig. Sie hängt auch vom Aufnahmeformat ab. Je kleiner dieses, desto größer die Schärfentiefe bei gleichem Abbildungsmaßstab. Das ist ein großes Problem für ambitionierte Nutzer von digitalen Kompaktkameras, die damit den Vordergrund nicht mehr so schön vom Hintergrund lösen können.
So weit ich weiß, nutzt auch Keyence dies aus, neben den Computer-Spielereien.
Herzliche Grüße
Detlef (Kramer)
Lieber Detlef,
Was ist denn der Abbildungsmaßstab? Doch wohl Objektgröße geteilt durch direkteAbbildgröße (Film bzw. Chip). Nachfolgende Bildveränderung ist davon unbenommen. Wenn jemand meint, kleine Brennweiten ergäben größere Tiefenschärfen, der knipse mal durch´s Hunderter Objektiv(ohne weitere Optik). Die ist nur ca. 2,5 mm und das Foto hat hundsmiserable Tiefenschärfe.
Gruß - Eckhard
Zitat von: Detlef Kramer in März 09, 2010, 20:11:56 NACHMITTAGS
die Aussage, die Schärfentiefe hänge ausschließlich vom Abbildungsmaßstab ab, ist so auch nicht richtig. Sie hängt auch vom Aufnahmeformat ab. Je kleiner dieses, desto größer die Schärfentiefe bei gleichem Abbildungsmaßstab. Das ist ein großes Problem für ambitionierte Nutzer von digitalen Kompaktkameras, die damit den Vordergrund nicht mehr so schön vom Hintergrund lösen können.
Lieber Herr Cramer!
Ich wills ganz kurz machen: Das trifft nicht zu. Das Format von Film oder Chip spielt keine Rolle. Überhaupt keine. Vom gleichen Kamerastandpunkt aus aber die Objektivbrennweite. Wenn die kürzer ist, kommt mehr aufs Bild (Weitwinkeleffekt), und dann ist aber der Abb.maßstab geringer. Daher die dann höhere Schärfentiefe.
Gruß KH
Lieber Herr Henkel, lieber Eckhard,
ZitatDas Format von Film oder Chip spielt keine Rolle. Überhaupt keine
Genau das stimmt nicht! In einer der ersten Sonderhefte der c't Computerzeitschrift für Digitalfotografie ist das genauestens beschrieben worden. Und das weiß eigentlich jeder Fotograf, dass nämlich die Schärfentiefe einer Großbildkamera immer geringer ist, als bei einer mit kleinerem Format und das ist exakt das Problem der kleinen Kompaktkameras, dass es mit ihnen nämlich fast nicht möglich ist, den Vordergrund vom Hintergrund zu lösen. Das war übrigens auch der Vorteil der berühmt/berüchtigten Minox: die brauchte keine Fokussierung und war damit die perfekte Spionage-Kamera; sie arbeitete mit 8 mm Schmalfilm.
Steckt übrigens auch in der Formel, die allerdings schwer zu verstehen ist. Ich suche sie, wenn gewünscht, morgen gerne heraus.
Herzliche Grüße
Detlef Kramer
Hallo,
bei einer Kamera mit kleinem Sensor und bei gleicher Gegenstandsweite verwendet man ja kürzere Brennweiten um den gleichen Bildausschnitt zu erhalten wie bei einer Kamera mit größerem Sensor. Und wie
Herr Henkel ausgeführt hat, hat man dann einen kleineren Abbildungsmaßstab und damit höhere Schärfentiefe. Die gewählte Blende spielt natürlich auch noch eine Rolle. Bei den Kompaktkameras gibt man ja die Brennweiten "doppelt" an. Die echten Brennweiten, die sehr kurz sind. Und die Brennweiten, die dem Kleinbild-Format entsprechen (gleich großer Bildausschnitt abgebildet) und mit dem Verhältnis der Sensordiagonalen von KB-Sensor dividiert duch Kompaktkamera-Sensor multipliziert sind (Formatfaktor oder neudeutsch Cropfaktor).
Tante Edith: Wahrscheinlich sagen alle irgendwie eh das Gleiche. Aber die wikipedia erklärt es ja auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4rfentiefe
MfG
Johannes R.
Hallo zusammen,
ich danke euch vielmals für die vielen Antworten, komme aber ehrlich gesagt langsam nicht mehr mit.
Eine Vorführung von Keyence steht an und da werden natürlich auch die Personen teilnehmen, welche mit dem Gerät später umgehen werden. Auf der Suche nach Alternativen bin ich aber dennoch. Es sollte nur ein "Komplettsystem" sein, also nichts wo man selber noch irgendwelches Know-How reinbringen muss um es letztendlich zu nutzen.
Die Entstehung der Schärfentiefe, wie von Herrn Kramer beschrieben, entsprocht dem, was ich zuvor auch gedacht habe.
Ich werde mich auch mal bei Askania erkundigen, aber auf den ersten Blick scheinen mir deren Mikroskope...meiner bescheidenene Meinung nach...nicht ganz als Alternative sinnvoll.
Eine Messaufgabe, die wir hier vorbereiten werden wir natürlich an den MA von Keyence stellen, aber damit ist mir in Punkte Alternative auch nicht weitergeholfen.
Wenn ich meine Ursprüngliche Frage noch mal ganz plump stellen darf:
Wir wollen handliche Proben hoch aufgelöst über die Breite sowie Tiefe aufnehmen und hinsichtlich bestimmter Merkmale auswerten. Z.B. können dies die Ausdehnungen interessanter Bereiche, Abstände oder ähnliches sein. Das Gerät soll nicht für eine Gefügeanalyse oder ähnliches dienen.
Ich bin, bevor ich den Thread hier erstellt hab, davon ausgegangen dass es ein oder mehrere "Konkurrenzprodukte" zum VHX gibt, welche mehr oder weniger direkt vergleichbar sind. Kann natürlich sein, dass dem nicht so ist, wenn aber doch würde ich mich über Nennungen freuen :)
Grüße
Jayy
Sie sind im Forum nicht angemeldet, deshalb kann ich Ihnen keine private Mitteilung schicken. Dann also öffentlich.
Die großen Vier, also Leica, Nikon Olympus und Zeiss, haben verschiedene Systeme die Beobachtungen und Auswertungen in XYZ-erlauben. Leider fehlt mir das genaue Anforderungsprofil, sonst könnte man klären, ob ein großes Stereomikroskop in Makrostellung nicht schon ausreichend wäre, oder ob man eine hohe NA benötigt, also EPI-Objektive einsetzen muß. Auch die Softwareausstattung sollte ausreichen und darüberhinaus hätten Sie den Vorteil, bei intelligenter Planung ein Mikroskop zu erwerben, dass über wesentlich mehr Einsatzmöglichkeiten verfügt und daher langfristig universeller und somit preiswerter ist.
Jetzt fällt Ihnen sehr spät auf, dass da eine Vorführung ins Haus steht und dass Sie eventuell nicht optimal vorgebildet sind, um diese Show zu bewerten. Sehen Sie es einfach mal so, dass ist für Keyence schon fast die Grundvoraussetzung.
Liefern Sie ein Anforderunsgprofil, schicken Sie das an die o.g. Anbieter, ( Zeiss können Sie zu uns schicken) und dann schaun mer mal.
Werner Jülich
Hallo,
ok, ich werde das Anforderungsprofil noch einmal genauer spezifizieren und es hier dann posten!
Das mit der Keyence Vorführung war missverständlich....sie soll unsererseits anstehen meinte ich, einen Kontakt zu Keyence gab es bisher noch nicht.
Danke für den Support !
Jayy
Hallo,
Zitatok, ich werde das Anforderungsprofil noch einmal genauer spezifizieren und es hier dann posten!
das ist sicher hilfreich, vielleicht gibt es ja noch ergänzende Ideen aus dem erweiterten Kreis.
was ich nebenbei nicht verstehe: die PN ist jetzt möglich aber eine Vorstellung finde ich nicht - ist das eigentlich unabhängig voneinander?
Kann man ohne sich vorzustellen die internen Dienste nutzen?
Ich kenne das VHX 600 aus Vorführungen, beruflich nutze ich das Laser Scanning VK9700. Letzlich arbeiteten die Geräte von Keyence mit ähnlichen Komponenten wie alle anderen, deswegen ist die theoretische Bildqualität auch niemals besser. Aber die Software ist perfekt auf die Harware zugeschnitten. Beim VHX 600 bekommen Personen die von Fotografie und Mikroskopie keine Ahnung haben in sehr kurzer Zeit respektable Ergebnisse zustande. Nicht dass die anderen das nicht könnten, aber bei Keyence ist das eben komfortabler. Tiefenschärfestacking schon beim Fokussieren, HDR-Aufnahmen automatisch, verschieden brauchbare Lichtquellen mit ritsch-ratsch Bayonett, sehr portables Gerät, das man überall schnell aufbauen kann... alles keine KO-Kriterien aber alles in allem ein attraktives Paket, leider etwas teuer.
Wenn ein Fachmann das Gerät dauerhaft bedienen soll kann man jeden Hersteller wählen, wenn "Laien" mit dem Gerät arbeiten sollen würde ich Keyence empfehlen, weil es so kinderleicht in der Bedienung ist.
Hallo allerseits,
ich hatte bisher noch nicht die Zeit die Spezifikation zu konkretisieren, aber bin eben auf folgende Serie von leica gestoßen:
http://www.leica-microsystems.com/products/digital-microscopes/details/product/leica-dvm2000-1/
oder eben das DVM3000 und DVM 5000. Könnte das jemand dem VHX 600 gegenüberstellen?
Ich hoffe das ist nicht wieder zuviel verlangt, aber evtl. gibt es ja konkrete Unterschiede, die genannt werden können.
Grüße
Jayy
Wenn man es gewissenhaft macht, dann sind es schon einige Stunden Arbeit.
Das ist klassische Beratung und die sollte dann auch bezahlt werden, Ihr Unternehmen stellt doch auch seine Leistungen in Rechnung, oder?
Werner Jülich
Achso, ich dachte wir sind hier in einem Forum, wo man kostenlos Fragen darf.
Wenn jemand nicht antworten möchte bzw. die Antwort für zu aufwendig hält muss er ja nicht antworten....da bringt eine solche Antwort absolut niemandem etwas!
Zitat von: Jayy in März 18, 2010, 14:43:51 NACHMITTAGS
Achso, ich dachte wir sind hier in einem Forum, wo man kostenlos Fragen darf.
Wenn jemand nicht antworten möchte bzw. die Antwort für zu aufwendig hält muss er ja nicht antworten....da bringt eine solche Antwort absolut niemandem etwas!
Sie dürfen kostenlos Fragen stellen, so viele Sie wollen.
Aber kein Geschäftsmann und Unternehmer, der mit Beratung sein Geld verdient, muß seine Zeit grenzenlos spendieren, wenn die Fragen eine echte Fachberatung erfordern, die Herrn J.s Kunden normalerweise suchen und auch gerne bezahlen. Eine Arbeitsstunde eines Geschäftsinhabers und Unternehmers können Sie mal rein kostenmäßig mit 200 Euro ansetzen. Wenn der Fachmann von Ihnen weniger verlangt, können Siei froh sein.
Wir sind hier im Forum froh, daß Herr J. seine große und profunde Berufserfahrung hier unentgeltlich darbietet und treffende und knackige Antworten gibt. Wenn aber Fragen so gestellt werden, daß man sie ohne tagelange Arbeit gar nicht beantworten kann, dann ist das schon etwas anderes,
Auch Sie können Herrn J. dafür danken, daß er sich die Zeit nimmt, hier jedermann zu beraten, anstatt ihn unverschämt anzumosern.
KH
ZitatAchso, ich dachte wir sind hier in einem Forum, wo man kostenlos Fragen darf.
Wenn jemand nicht antworten möchte bzw. die Antwort für zu aufwendig hält muss er ja nicht antworten....da bringt eine solche Antwort absolut niemandem etwas!
Das sehe ich nicht so.
Mir kommt das Ganze vor, wie eine Anfrage eines unbedarften Schülers, der eine Hausarbeit verfassen soll und bei der Mikroskopie gelandet ist. Und da er lebenstüchtig, aber faul ist landet er per Tante Guugl hier und sagt naßforsch:
hallo Leute ich bin der FoXXi könnt Ihr mir mal erklären.. Aber bitte etwas ausführlicher und nicht nur Links und so und mit vielen Bildern und ein paar Diagramme sollns auch sein. Und dann bitte bald, weil ich das bis zum 15. haben muss! Wäre Euch irre dankbar!Im Klartext; (auch wenn mir jetzt wieder jemand unfreundliches Reagieren auf unschuldige neue Gäste, die keinen Bock haben sich vorzustellen vorwirft):
Wenn man im Auftrag einer Firma eine Recherche macht, dann halte ich es für unseriös in einem Forum auf dem Armenwege die Fachleute einzuspannen für eine aufwendige Arbeit, die man sonst üblicher Weise bezahlen muss. Guter Rat kann nicht billig sein, genauso wie gute Qualität!
EDIT: ich sehe gerade KH-Ost war schneller als KH-West sieht es aber ebenso nüchtern! Gruß aus dem sonnigen Nordschwarzwald! :)
Hallo,
ich bin weder ein Schüler der seine hausarbeit machen muss noch zu blöd/ zu faul mir Sachen anzueignen. Ich bin an dem thema interessiert, aber leider fehlt mir tagesgeschäftsbedingt die notwendige Zeit und ich hatte mir hier Hilfe erhofft um ggf. schneller rein zu kommen.
Ich habe auch keine tiefe Analyse beider Systeme erwartet, sondern evtl. einfach nur ein KLEINES Statement von jemandem der beide Geräte kennt, wie z.B. Gerät X hat nicht so vielfältige Auswertemöglichkeiten wie Gerät Y....oder wie auch immer.
Nunja, wie in den meisten Foren gibt es wohl auch hier Forenzicken, bei denen man bloß aufpassen muss was und wie man es schreibt, um ihnen in ihrer kleinen Welt nicht zu nahe zu kommen. Btw, was heisst keinen Bock haben mich vorzustellen? Soll ich hier meinen Lebenslauf posten, bevor ich hier EINE Frage stellen darf? Wenn dem so ist, dann soll der Admin erst vorgestellte Member zum posten freigeben...
Wie auch immer, ich erwarte von hier nichts mehr und bin raus hier, ist mir einfach zu blöd so ein dummes Gelaber.
Spart euch die Antworten, ich bin raus...
Hallo in die Runde,
der Vorschlag ist doch gar nicht so schlecht:
Schreiben erst nach Vorstellung! (wie Acrobat reader)
Das würde manchen Ärger sparen > s.a. Troll
Gruß
Wolfgang
Vorsicht. Dem Forum tut eine niedrige Einstiegshürde zum Schnuppern nicht schlecht. Ich denke, die Quote der Klebenbleiber ist nicht so schlecht und man sollte nicht zu leichtfertig darauf verzichten.
Werner Jülich
Zitat von: Werner Jülich in März 19, 2010, 14:00:41 NACHMITTAGS
Vorsicht. Dem Forum tut eine niedrige Einstiegshürde zum Schnuppern nicht schlecht. Ich denke, die Quote der Klebenbleiber ist nicht so schlecht und man sollte nicht zu leichtfertig darauf verzichten.
Danke, Herr Jülich!
das haben Sie schön kurz und prägnant formuliert.
Bedauerlich, dass jetzt schon wieder die unsägliche Forums-Büttelei mit überflüssigen Unterstellungen und Forderungen nach Einhaltung selbstgestrickter Regeln losgeht. Das hat hier nichts - aber auch gar nichts - zu suchen und gehört gelöscht!
Wir benutzen bei der Arbeit einen Vorgänger des VHX 600 mit geringerer (aber völlig ausreichender) Auflösung. Das Gerät unterscheidet sich von den Angeboten anderer Hersteller v.a. durch die extrem hohe Integration von Mikroskop, bildgebendem System und der Bildbearbeitung. Das ist im Prinzip gut und macht daraus ein transportables, kompaktes und (scheinbar) leicht zu erlernendes Werkzeug.
Allerdings hat dies auch eine Menge Nachteile:
- einige der Möglichkeiten, z.B. das "Überfliegen" der vorher (in langwieriger Arbeit zusammengestellten) 3D-Oberflächen bietet keinen nennenswerten Nutzen da die Oberflächen i.a. voller Artefakte sind. Ich halte das für einen Marketing-Gag, es sei denn, man brauchte dies auch schon vor der Vorführung durch den adretten Herrn von K.
- wie schon angesprochen kann auch die Firma K. nicht die Physik austricksen: erhöhte Schärfentiefe geht auf Kosten eines anderen wichtigen Parameters. Die wurden bereits genannt
- Vermeintlich einfache Maßnahmen zur Kontrastverbesserung führen teilweise wieder zu Artefakten, die bei einer Bildanalyse richtig stören
- die Integration bringt es mit sich, dass Produkte von anderer Hersteller schwer oder gar nicht zu adaptieren sind. Proprietäre Dateiformate und die (ansonsten günstige) geschlossene Bauweise machen Anpassungen an die eigenen Bedürfnisse schwer - es sei denn, man hat greift immer tiefer ins Budget, um den adretten Herrn von K. um eine K.-interne Lösung zu bitten
Damit wird so ein System sehr schnell genauso komplex, aber
teurer als Baukasten-Geräte der "großen Vier" oder Speziallösungen kleinerer Firmen, die Baugruppen der "Großen" einsetzen. Es ist deshalb auch nicht so leicht möglich, die K.-Geräte mit denen anderer Hersteller zu vergleichen.
Umso wichtiger ist es aber, bei der Leistungsbeschreibung die
eigenen Fragestellungen und die speziellen Anforderungen an allererste Stelle zu setzen. Das können nur (ausschließlich!) diejenigen, die diese Aufgaben kennen und mit deren Bearbeitung Erfahrungen gesammelt haben. Die Forderung
ZitatEs sollte nur ein "Komplettsystem" sein, also nichts wo man selber noch irgendwelches Know-How reinbringen muss um es letztendlich zu nutzen.
halte ich für sehr problematisch! Aus meiner Erfahrung mit Vorführungen der Firma K. kann ich bestätigen, dass man offensichtlich auf genau diese Haltung setzt, während die "großen Vier" i.a. durch Personen repräsentiert werden, die nicht nur die eigenen Geräte gut vorführen können, sondern zuerst die Anforderungen des Kunden kennenlernen wollen.
Leider habe ich schon reichlich Geräte in meinem Arbeitsumfeld gesehen, die für eine "black-box" (Probe rein - Ergebnisbericht raus) gehalten werden, bei denen man sich nicht mit deren komplexer Technik beschäftigen muss, sondern die - automatisch und in 3D - so hübsche "Lösungen" liefern, wie sie auf den WWW-Siten von Keyence präsentiert werden. Da haben häufig die Nichtfachleute den Kauf entschieden. Schade drum.
Eine ordentliche Leistungsbeschreibung und die Ausschreibung für ein Gerät in dieser finanziellen Größenordnung erfordern bei Ungeübten (wie mir) mehrere
Arbeitstage und die Einbindung eines oder mehrer erfahrener Praktiker. Man kann das sicher auch schneller schaffen, aber ohne eigene Kenntnis der technischen Zusammenänge wird das -fast garantiert - ein teurer Flopp.
Schönen Gruß, Thomas
Hallo Thomas,
ich stimme Dir zu.
Gruß
Wolfgang
Hallo Thomas,
vielen Dank für die wertvolle Antwort. Ich werde die von dir genannten Punkte mit unseren Anwendern besprechen.
Schönen Start in die Woche
Jayy