Hallo zusammen,
Ich bin am überlegen ob ich mir eine Zentrifuge zulegen soll. Im Prinzip genügt mir eine
Mini Zentrifuge für kleine Eppendorfgefässe. Letztens habe ich testweise ein Epigefäss mit Diatomeensuspension an ein Faden gehangen und paar Min geschleudert. Das Abtrennen von Kleinstmaterial
"Dreck" geht damit viel schneller als das Absetzen lassen. Oft liest man es soll mit 400g o.ä. zentrifuriert werden. Ich nehme an das damit Gramm gemeint ist. Aber wie errechne ich das?
Welche von den Kleinen ist denn zu empfehlen? Alternativ wäre natürlich Eigenbau.
Gruss
Michael
Hallo Michael,
ich nutze eine Handzentrifuge (Hettich?), die hab ich vor Jahren gebraucht gekauft und in der ganzen Zeit einmal ölen müssen. Weniger Wartungsaufwand geht kaum...
Zentrifugiert wird nach Gefühl - passt immer!
Hallo Michael,
ich habe diese Zentrifuge:
https://laboreinkauf.de/gebrauchte-handzentrifuge-hettich-1011-mit-rotor-1012-fuer-2-zentrifugenglaeser-33
Meine hatte ich in Ebay für 25€ gefunden.
Ich benutze diese aber praktisch nie, da ich Angst habe die Diatomeen damit zu schädigen.
Ich arbeite lieber mit viel Geduld fürs Absetzen lassen und Sieben.
lG
Anne
Zitat von: Michael K. in Februar 19, 2025, 15:46:07 NACHMITTAGSOft liest man es soll mit 400g o.ä. zentrifuriert werden. Ich nehme an das damit Gramm gemeint ist. Aber wie errechne ich das?
Hallo Michael,
"g" steht hier nicht für Gramm sondern für die Zentrifugalbeschleunigung. 1 g entspricht der Fallbeschleunigung durch die Erdgravitation.
Den Wert für g berechnest Du so:
g = 1,118 x 10
-5 x Rotorradius in cm x U/min
2400 g sind ein recht kleiner Wert, das schafft jede Zentrifuge. Meine Eppendorf Minispin liefert bis zu 13.000 g. Bei der Auswahl ist lediglich wichtig, dass die Drehzahl geregelt werden kann, sonst liegst Du bei jeder Zentrifuge deutlich über den 400.
Viele Grüße
Alexander
Hallo,
Danke erst mal für die Antworten.
Ich werde mit einen Röhrchenhalter selber fertigen. An Motoren und Steuerung mangelt es nicht.
Ich werde das Ding natürlich nicht an seltenem Material testen. Pelose habe ich ja noch
reichlich.
Gruss
Michael
Hallo Michael,
bei selbstbau Zentrifugen vor allem mit bürstenlosen Motoren würde ich empfehlen den Rotor in einer Metallschüssel mit Deckel zu installieren, wenn sich so ein Rotor oder Röhrchen mal zerlegt will man eher nicht in der Schusslinie stehen.
Viele Grüße
Kay
ich hab die 2 zentrifugen:
die handzentrifuge mit 10mL,
und die 4000U/min. elektrische mini mit 2mL volumen.
und wenn zentrifugieren nicht geht, nehm ich eines meiner OT-siebe aus kunststoff.
eintropfen und mehrfach leicht anheben und absenken, reicht.
Hallo zusammen,
Zitat von: anne in Februar 19, 2025, 15:54:48 NACHMITTAGSIch benutze diese aber praktisch nie, da ich Angst habe die Diatomeen damit zu schädigen.
Ich arbeite lieber mit viel Geduld fürs Absetzen lassen und Sieben.
Also ich kann Annes Worte hier nicht genug unterstreichen. Ich besitze ebenfalls die Hettich Handzentrifuge. Durch die eingebaute Übersetzung empfinde ich sie für Diatomeen einfach zu schnell/grob egal wie sachte man kurbelt. Besonders große Diatomeen leiden meiner Meinung nach durchs Schleudern.
Lieber etwas mehr Zeit aufwenden, absetzen lassen und sieben.
Viele Grüße
Marcel
Hallo,
Die Einwände sind berechtigt. Ich möchte das Ding ja nicht nur für Diatomeen nutzen. Bei grossen
ist die Gefahr sicher am grössten das die zerbrechen. Bei kleinen und Kleinsten sieht es aber
schon anders aus. Durch das testweise am Faden schleudern konnte ich eine kleine Wasserprobe
konzentrieren die ich schon länger stehen hatte. War übrigens eine Wasserprobe aus einem Bach der
am Stall lang läuft. Da sind viele Kleine Formen drin.
Evtl kann ich auch ein Adapter für mein Slide Ringing Table entwerfen und diesen für leichtes schleudern
nutzen.
Gruss
Michael
Moin
Vom Zentrifugieren habe ich mich auch verabschiedet.
Ich habe mir Pipettenspitzen gefertigt, welche vorne ein entsprechendes Sieb haben.
Je nach dem ob ich Dietomeen oder Radiolarien anreichere und abhängig vom Volumen, verwende ich unterschiedliche Spitzen.
Hallo,
meine Zentrifuge nutze ich hauptsächlich für das entfernen von Niederschlägen aus Farblösungen/ Eindeckmitteln, anreichern von Sedimenten/ Mikroorganismen und Chromatographie, wenn man erstmal eine hat finden sich die Einsatzmöglichkeiten fast wie von selbst.
Viele Grüße
Kay
Zitat von: Dr. Jekyll in Februar 22, 2025, 10:43:57 VORMITTAGIch habe mir Pipettenspitzen gefertigt, welche vorne ein entsprechendes Sieb haben.
Hallo Harald,
das intressiert mich jetzt aber genauer, wie fertigst die genau? Welche filter sind passend für das System?
liebe Grüße
Daniel
Hallo Daniel,
für Diatomeen nehme ich 0,025mm und für Radiolarien o,o7mm Edelstahl-Sieb.
Ich schneide die Pipettenspitzen etwas ab um die Öffnung zu vergrößern und lege ein ausgeschnittenes
Stück Sieb auf die Pipettenspitze. Dann glühe ich eine Stopfnadel und verschmelzen damit das Sieb vorsichtig mit der Pipettenspitze. Den überstehenden Rand des Siebes schneide ich mit einer Nagelschere bündig.
Danke für die rasche Antwort 🙂 Muss ich mal probieren