Hallo,
Ich habe mir letzte Woche eine wiederaufladbare (USB C) UV Taschenlampe schicken lassen.
Diese wollte ich allgemein nutzen aber auch für das Mikroskop.
Mir ist aufgefallen das der Leuchtfleck warm wird, wenn man die Lampe über Hand führt.
Auch mit Wärmebildkamera ist ein Wärmefleck erkennbar, wenn man eine Stelle paar Sekunden anstrahlt.
Jetzt ist meine Frage, wie gefährlich ist diese Lampe, wenn ich die fürs Mikroskop nutze? Ich habe
ein paar botanische Schnitte, diese leuchten auch hell auf wenn man die mit der UV Lampe bestrahlt.
Da die Lampe nicht unters Mikroskop passt, wollte ich mit eine Vorrichtung anfertigen worin ein kleiner Oberflächenspiegel mit 45 Grad montiert ist welcher das Licht nach oben zum Kondensor richtet.
Darf ich das so machen oder soll ich noch UV Filter einbauen welche in die Okulare geschraubt werden?
Gruss
Michael
Hallo,
ZitatDa die Lampe nicht unters Mikroskop passt,
möchtest Du etwa damit im Durchlicht arbeiten? :o Also quasi diese UV-Taschenlampe anstatt der normalen Mikroskopbeleutung? Davon würde ich
dringendst abraten, vorm allem, wenn Du keinen sicheren UV-Sperrfilter oberhalb des Präparates im Strahlengang hast!
Das hat übrigens nichts damit zu tun, ob Du Wärme spürst oder nicht.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Michael,
die Idee hatte ich auch schon. Aber ohne Filter ist es erstens gesundheitlich problematisch und zweitens ein relativ unbefriedigendes Erlebnis. Du kannst zwar ungefiltert über die Kamera beobachten, aber ohne Filter wird das Anregungslicht alle interessanten Ereignisse im Präparat überstrahlen. Ich persönlich bin mittlerweile der Meinung, dass die Durchlichtfluoreszenz der EPI-FL deutlich unterlegen ist.
Wenn du Konkreter werden willst, sag mal was du für ein Mikroskop hast :-)
lg Daniel
Hallo,
Peter: Ich habe es nicht gewagt durchs Mikroskop zu schauen. Weil ich mir der unsichtbaren Gefahr bewusst bin. Letztendlich möchte ich dies auch nur in Verbindung mit der Kamera machen. Vorrangig will ich die UV-Lampe bei Diatomeen einsetzen. UV Sperrfilter habe ich noch nicht.
Daniel:
Ich benutze das Lomo Mikroskop MBI-11. http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/LOMO-MBI-11.pdf (http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/LOMO-MBI-11.pdf)
Gruss
Michael
Hallo Michael,
sollte kein Problem sein! Das MBI-11 kann Auflicht und hat normalerweise im Filterrad einen UV-Sperrfilter (kann man aber auch nachträglich reinfriemeln). Im Grunde brauchst Du aber andere Objektive; die von Lomo sind mit ф gekennzeichnet.
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Jetzt bin ich ein wenig verwirrt, ein Filterrad habe ich nicht. Ich habe Schieber die das zwischen Durchlicht, Mischlicht und Auflicht wechseln.
Hallo Michael,
Hier werden, glaube ich, gerade verschiedene Beleuchtungsverfahren und der damit verbundenen Anwendungszweck verwechselt. Du willst UV-Licht im Durchlicht nutzen um eine höhere Auflösung zu erzielen, richtig?
Oder geht es dir um Fluoreszenzanwendung?
Und bitte deine 10Watt Lampe mit recht hartem UV-Licht 365nm weder auf Haut noch direkt bzw indirekt (Reflektion!) Richtung Auge richten! Diese Art und auch Dosis an Strahlung ist tatsächlich schädlich. Und tückischerweise nimmt man auch nicht wahr das sie einem gerade die (Netz)Haut verbrutzelt...
Je nach Anwendungszweck ist es bei dieser Wellenlänge wichtig zu wissen, welche Kamera du verwenden willst...
LG Holger
Hallo Michael,
Peter Höbel - mit dem ich soeben noch aus anderen Gründen telefoniert habe - ist wohl derjenige, der sich am meisten mit UV-Mikroskopie bei Diatomeen beschäftigt hat. Am besten wendest Du Dich mit Fragen zu diesem Thema (z.B. per PN) direkt an ihn. Im Forum ist er unter peter-h angemeldet.
Hier seine Webseite:
http://mikroskopie-ph.de/
http://www.mikroskopie-ph.de/Beleuchtung-LED.html
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Holger,
Ich verwende die Okularkamera von Swift.
https://www.amazon.de/SWIFT-EC5R-0-Megapixel-Mikroskop-Farbfotografie-Okularhalterung/dp/B0DGLJSDCP/ref=asc_df_B0DGLJSDCP?mcid=4a55d98cd0f23481a8a81fd9a62f6ec3&th=1&psc=1&hvocijid=17127265726481528752-B0DGLJSDCP-&hvexpln=75&tag=googshopde-21&linkCode=df0&hvadid=696184104678&hvpos=&hvnetw=g&hvrand=17127265726481528752&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9044305&hvtargid=pla-2281435176178&psc=1&gad_source=1 (https://www.amazon.de/SWIFT-EC5R-0-Megapixel-Mikroskop-Farbfotografie-Okularhalterung/dp/B0DGLJSDCP/ref=asc_df_B0DGLJSDCP?mcid=4a55d98cd0f23481a8a81fd9a62f6ec3&th=1&psc=1&hvocijid=17127265726481528752-B0DGLJSDCP-&hvexpln=75&tag=googshopde-21&linkCode=df0&hvadid=696184104678&hvpos=&hvnetw=g&hvrand=17127265726481528752&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9044305&hvtargid=pla-2281435176178&psc=1&gad_source=1)
Das Live Bild zeigt ein SW Bild. Habe die Cam leicht von der Seite angestrahlt, nicht dem vollem Strahl ausgesetzt. Zu dem bin ich mit der Belichtungszeit runter gegangen.
Und zur Frage der Auflösung, ja das ist der Gedanke dazu.
Ich hatte ledeglich die UV Lampe über die Planzen Schnitt Präparate geführt, um zu sehen ob sich da etwas tut. Ich habe die --nicht-- unters
Mikroskop gelegt und dann angestrahlt. Bei Fluoreszenzanwendung wird es ja von oben angestrahlt und nicht von unten. Für solche Anwendungen bin
ich nicht ausgerüsetet.
LG
Michael
Peter V:
Vielen Dank für den Hinweis. Ja in der Tat die Seite hatte ich mir schon vor einiger Zeit angesehen.
Da fing ich gerade mit Diatomeen an.
Die Seite werde ich jetzt genauer studieren.
Gruss
Michael
Hallo Michael,
Um die höhere Auflösung bei 365nm sinnvoll nutzen zu können brauchst du eine Kamera, ohne die üblichen Schutzfilter die vor dem Sensor verbaut sind. Normalerweise sind dort UV Schutzfilter verbaut. Wenn das der Fall ist nutzt du nur den (geringen) Anteil der es dennoch bis zum Sensor schafft, bzw die Restemissionen anderer Wellenlängen z.b. im blauen Bereich, die in geringem Anteil ebenfalls von den UV LED's abgegeben wird.
Mit einer nicht auf UV ausgelegten Kamera fährst du mit Blaulicht für deine Zwecke wohl besser.
Giebt's auch als Taschenlampe.
Auch bei Blaulicht ist da schon ein deutlicher Auflösungsgewinn zu erreichen.
Grüße Holger
*allerdings hätte die "andere" Anwendung in Form der Auflichtfluoreszenz auch bei Diatomeen seinen Reiz:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2855.0
Hallo Michael,
ich empfehle Dir die Seite von Jonanthan:
https://diatomimaging.com/articles/
Er macht extrem gute Bilder und erklärt in dem pdf seinen setup.
Es ist leider nicht so einfach....
lG
Anne
Hallo Michael,
falls Du erstmal nicht eine monochrome/UV-taugliche Kamera anschaffen willst, kann ich fürs Erste die Verwendung eines strengen grünen Interferenzfilters empfehlen.
Beste Grüße Stefan
Hallo Michael,
ich meine nicht die "Schieber", sondern das Filterrad direkt unter der Tubusaufnahme.
Ich häng mal Bilder dran.
Grüße
Wolfgang
Hallo,
Anne: Danke für den Link. Ich werde mich da vorsichtig heran tasten. Mit UV Licht spielt man nicht herum.
Stefan: Ich verwende beim fotografieren sowieso einen einfachen Glas Grünfilter. Das bringt im SW Modus (Sättigung komlett runter geregelt) schon bessere Bilder.
LG
Michael
Hallo Wolfgang,
Ein solches Filterrad habe ich nicht. Es scheint also eine andere Version des Miks zu sein.
LG
Michael
Hallo,
Weil ich über Camera ein recht stark verrauschtes Bild bekomme, habe ich mal etwas gesucht woran es
liegen könnte.
Höchst wahrscheinlich liegt es am Prisma, welches ich in den Strahlengang ziehen muss, damit das Licht
zum Fototubus gelangt.
Testweise habe ich das Prisma von oben mit der UV Leuchte angestrahlt, dabei wirkt das Glas des Prismas
grünlich matt trübe. Demnach ist dies nicht für UV Anwendungen geeignet.
Liege ich mit der Annahme richtig? Die Kamera selber zeigt mit ein helles weisses Bild in der auch die UV LED erkennbar ist. Die Cam dürfte somit für UV geeignet sein.
Liege ich mit der Annahme bezüglich des Prismas richtig?
Wenn ja, gibts Abhilfe?
Gruss
Michael
Hallo Michael,
ein Sperrfilter (s. Liftboys post oben) ob nun in einem Filterrad oder unter dem Prisma eingelegt wird Abhilfe schaffen. Dieser läßt im Optimalfall nur das jeweils emittierte Licht durch und nicht mehr (viel) UV.
(Falls Du dir den Lomo Fluoreszenzilluminator zulegen solltes ,ich hab noch irgendwo den kompletten Lomo-Filtersatz)
Beste Grüße Stefan
Hallo Stefan,
Das Problem ist das ich ja keine emittierenden Objekte habe. Mit dem UV Licht möchte ich ja Diatomeen
durch- oder beleuchten. Ich glaube das mir ein Gelbfilter wenig nützt. Im Grunde soll ja die normale
Mikroskopbeleuchtung durch eine UV Beleuchtung ersetzt werden, bzw schnell gewechselt werden wenn ich
mit UV Licht fotografieren möchte.
LG
Michael
Hallo Michael,
sorry mein Denkfehler; aber was Du jenseits des anscheinend untauglichem Prismas bedenken solltest, das alles andere aus Glas im Strahlengang evtl. so ähnlich aussehen könnte. Auch bezweifle ich das Du mit der Kamera UV-Licht detektieren wirst können (wir sehen ja auf deinem Bild blaues sichtbares Licht). Da du geschrieben hast, dass ein einfacher Grünfilter schon was bringt, würde ich wirklich zuerst noch einen Versuch mit einem grünen Interferenzfilter machen. Die UV-Mikroskopeure mit guten Ergebnisssen haben doch alle ein recht spezielles setup (v.a. was Kamera und Objektive betrifft, das Leitz Apo 90/1,4 von Peter Höbel dürfte noch das günstigste Objektiv gewesen sein) und bewegen sich teils auch recht schmalbandig im UV und nicht im Mischlicht zu Blau.
Beste Grüße Stefan
Hallo Michael,
normale Farbkameras sind aufgrund der Farbfilter vor den Pixeln nicht so richtig empfindlich im UV. Siehe beispielweise hier: https://astrojolo.com/gears/colour-camera-versus-mono-price-of-comfort/
Ich denke das bei 365nm eine echte monochrome Kamera, möglichst ohne UV/IR-Sperrfilter nötig ist. Der Schwarz/Weiß-Modus der Farbkamera ist nur per Software emuliert, also sinnlos. Viele normale Gläser, wie N-BK7, bspw. in Prismen, absorbieren bei 350nm fast vollständig. Und bei gekitteten Baugruppen ists noch kristischer, da kommt mglw. noch eine kräftige Fluoreszenz hinzu.
Vg Tino
Hallo Michael,
nachdem ich hier meinen Namen gelesen habe gebe ich gerne auch meinen Senf dazu.
UV-Mikroskopie zur Steigerung der Auflösung funktioniert recht gut, wenn man ....
Und da gibt es viele Fallstricke.
Man nehme:
1. eine kräftige UV-LED z.B. von Nichia mit 365nm.
2. ein Kondensor der auch UV tauglich ist.
3. das Präparat muß in einem UV transparentem Medium sein. Nie in Pleurax !
4. ein Objektiv welches UV tranparent ist
5. keine weiteren Optiken, Prismen, Strahlenteiler, Tubuslinsen im Strahlengang
6. eine monochrome Kamera z.B. aus dem Bereich Astronomie. z.B. ZWO ASI 178MM
7. wenn nötig eine UV geeignete Barlowlinse zur Nachvergrößerung aus dem Bereich Astro
8. viel Zeit und Geduld ;D
9. kleine Warnung: UV schädigt oft das Präparat bzw. das Einbettmedium. Ich habe mir einige schöne Präparate hierdurch verdorben. :(
Das andere Thema ist die UV Anregung zur Fluoreszenz. Hier nur der kleine Hinweis, keine gelben Glasfilter nehmen, fluoreszieren selbst. Es gibt gute Folienfilter.
Viel Spass an dem Thema
Peter
Hallo Peter,
So wie es aussieht muss ich wohl ein anderes Mikroskop als UV Mikroskop hernehmen. Ist auch einfacher
als ständig mein Hauptgerät umzu bauen.
Da steht "Nie in Pleurax" erklärt es auch warum ich nie auch nur ansatzweise Bilder hin bekommen habe.
Das ganze scheint eine Wissenschaft für sich zu sein. Nun gut so ist es halt.
Gruss
Michael