Guten Abend,
ein weiteres Kästchen im Nachlass hat noch 5 Zentrierplättchen zum Vorschein gebracht und vielleicht hat jemanden hier im Forum ja Bedarf an genau diesen... daher bei Interesse herzlich gerne melden.
Beste Grüße
Gerhard
Hallo Gerhard,
du kennst die Rubrik "Mikro-Markt: Biete" und die geltenden Regeln?
Gruß
Peter
Hallo Peter,
vielen Dank für deine Nachricht und ja natürlich sind mir die Regeln vertraut. Ich hätte vielleicht dazu schreiben sollen, dass ich sie nur wieder interessierte Hände geben möchte und etwas unentgeltlich abzugeben, ist ja explizit nicht der Sinn des Mikromarktes - wie mir bereits mit Hinweis auf die Nennung einer klare Preisvorstellung erklärt wurde.
Herzliche Grüße und Dir einen schönen Abend
Gerhard
Zitat von: GW in Juni 15, 2025, 19:47:38 NACHMITTAGS...etwas unentgeltlich abzugeben, ist ja explizit nicht der Sinn des Mikromarktes - wie mir bereits mit Hinweis auf die Nennung einer klare Preisvorstellung erklärt wurde....
Hallo Gerhard,
die Preisangebe "
unentgeltlich" ist eine regelkonforme klare Preisvorstellung.
Viele Grüße,
Rolf
Hallo,
diese Zentrier-Objektträger eignen sich auch sehr gut, um Poltische zu zentrieren oder für Justierarbeiten, z.B. wenn man mal Prismen in einem Binotubus justieren muss..
LG Gerd
Hallo Rolf,
vielen Dank für die Richtigstellung und da hatte der Kollege dann eine andere Interpretation.
Der Mikromarkt ist damit natürlich der beste Weg.
Beste Grüße
Gerhard
Hallo Gerd,
ganz herzlichen Dank für die fachliche Einordnung, ich hatte ehrlich gesagt nicht gewusst wozu man es verwenden könnte.
Darf ich mal eine persönliche Frage stellen und vielleicht befinde ich mich damit schon im nächsten Fettnäpfchen :) Ich bin hier natürlich ein Neuling und weit entfernt davon die Welt der Mikroskopie zu verstehen und mache dies nur, um die schönen Nachlass-Stücke aus meiner weiteren Verwandtschaft zu erhalten bzw. nicht in den Container der Haushaltsauflösung wandern zu sehen.
Ich komme eigentlich aus der Astronomie & Himmelsteleskopen. Natürlich haben wir es dort auch immer wieder mal mit Leuten zu tun, die gerne im Forum Expertise abgreifen möchten, um damit ihre Verkaufsanzeigen einen professionellen Touch zu verleihen - aber in der Mikroskopie scheint mir dies doch um einen deutlichen Faktor gravierender zu sein und weit häufiger zu passieren. Denn seit ich hier eigentlich mit großer Freude meine Fundstücke vorstelle und schrittweise besser verstehen lerne wozu sie dienen, sind mir bestimmt schon knapp 10 "Verdachts-Emails" geschickt worden, die einen Missbrauch vermutet hatten - ist das so krass im Bereich der Mikroskopie?
Herzliche Grüße
Gerhard
Hallo Gerhard,
nur zu Info, wozu diese Zentrierobjekte gehören: Sie wurden jedem dreh- und zentrierbaren Kreuztisch beigegeben; die Serien-Nr. des Tisches, zu dem sie ganz spezifisch gehörten, wurde immer auf ihnen angegeben. Um die Zentrierung der Drehbewegung einzustellen oder zu prüfen, musste man an der Kreuzführung des Tisches die angegebenen Koordinaten einstellen; mit der Mittenzentrierung des Tisches musste man dann nur noch das Fadenkreuz des Objektträgers zur Deckung bringen mit dem Strichkreuz eines Fadenkreuzokulares, dann war die Drehachse mittig. Das geht natürlich dtl schneller, als wenn man sich da selbst herantasten muss.
So ein Hilfsobjekt für die Mittenzentrierung kann man sich natürlich mit einem Fadenkreuz auch selbst erstellen, wenn man einen von Deinen OTs hat.
Hallo Jürgen,
vielen Dank für deine sehr hilfreiche Beschreibung und daran sieht man einfach wie professionell und durchdacht das Produktportfolio dieser Produzenten von Qualitätsoptiken war.
Vielleicht hatte der Onkel so viele Kreuztische selbst im Gebrauch oder er hatte sie selbst einmal als Bündel erhalten. Damit ist jetzt auf jeden Fall der Einsatzzweck wie auch die Vorgehensweise klar - besten Dank nochmals.
Viele Grüße
Gerhard
Hallo Gerhard,
Jürgen hat es treffend erklärt. Diese Teile waren aber auch den einfachen Lg-Mikroskopen mit vereinfachten, drehbaren Kreuztisch (https://www.mikroskop-online.de/Mikroskop%20BDA/30-038d-1%20%20Lg-Mikroskope.pdf) (siehe S.9) beigelegt. Die Tische sind nicht nummeriert. Die angegebene Nummer dürfte deshalb die Mikroskop-Nr. sein, nicht die Tisch-Nr. das ist auch von daher sinnvoll, dass der gleiche Tisch an ein anderes Mikroskop geschraubt, nicht mehr an der gleichen Stelle zentriert sein muss.
Zu der "persönlichen" Frage: Die kann ich natürlich nur subjektiv beantworten:
Das Forum gehört einem Mikroskop-Händler und die Regeln sind deshalb auch klar und deutlich formuliert, was den Verkauf im Forum angeht. "Wissen abzugreifen", um woanders die Teile damit besser zu verkaufen, ist nicht verboten und es obliegt ja auch jedem Einzelnen, ob er sein Wissen preisgeben will oder nicht. Ich denke, dass in einem solchen Fall diejenigen am lautesten schreien, die selber Händlerambitionen haben, bzw. die gerne von Nichtwissenden ein Schnäppchen einkaufen würden. Die sind natürlich neidisch, wenn jemanden dergleichen "einfach zufliegt".
Hier noch eine interessante Seite, wo viele Zeiss-Dokumente veröffentlicht (https://www.mikroskop-online.de/Mikroskop%20Druckschriften.htm) sind. Da kannst Du in Bedienungsanleitungen und Katalogen auch selber stöbern.
LG Gerd
Was bedeuten die Stellungen I, II und III?
Auffällig ist, daß die Stellung II (fast, ich habe nur einmal 25,00 gesehen) immer, auch bei Abbildungen im Netz, 15,00 ist. Ist das quasi die Ausgangsstellung?
Grüße
Martin
Hallo Martin,
sehr gut beobachtet, das hatte ich glatt ausgeblendet. Ich denke, das sind dann Zentrierhilfen für den Fedorow´schen dreiachsigen Universaldrehtisch.
Im Zeiss Katalog 35. Ausgabe 1912/13 heißt es: "Die Gebrauchsanweisung für dieses Zentrierglas enthält die Druckschrift "Mikro 71"". Hat die jemand von euch?
Auch in diesem Katalog ist übrigens für die Position II der Wert 15,00 angegeben:
Zeiss_Kreuztisch_1913.jpg
Grüße
Martin
Hallo Jürgen,
ZitatIch denke, das sind dann Zentrierhilfen für den Fedorow´schen dreiachsigen Universaldrehtisch.
Das halte ich für ausgeschlossen. Die Universaldrehtische sind ausschließlich auf Pol-Stativen mit Drehtischen nutzbar und und haben selbst eine zentrierbare Grundplatte, wodurch die Zentrierung völlig unproblematisch ohne Hilfsobjekt möglich ist. Außerdem sind die Universal-Drehtische nur für Objektträger des Gießener Format (28x48 mm) geeignet und nicht für die deutlich größeren "normalen" Objektträger, wie bei diesen Präparaten.
Herzliche Grüße,
Olaf
Hallo Gerd,
nochmals vielen Dank und das war mir so nicht bewusst - damit ergeben natürlich auch die persönlichen Reaktionen inzwischen einen Sinn.
Danke Dir auch für den Link zu den Zeiss-Dokumenten - die Fülle ist wirklich beeindruckend.
Herzliche Grüße
Gerhard
Auf einer Abbildung von 1902 kann man die Nonien besser erkennen:
Zeiss_Kreuztisch_1902.jpg
Wie das ganze funktioniert wird auch im Strasburger, Botanisches Praktikum, 7. Aufl. 1923, S. 40f. erklärt.
Der Nonius II dient der Justierung des Objektträgers auf dem Kreuztisch. Anschließend werden die angegebenen Werte an den Nonien I und III eingestellt. Danach ist der Tisch auf die im Werk festgestellten Werte zentriert.
Wenn man nun ein Präparat durchmustert, kann man sich die Koordinaten (I und III) eines gefundenen Objekts notieren und später zuverlässig wieder auffinden.
Es ist auch deutlich erkennbar, daß die auf dem Zentrierglas angegebene Nr. 1841, auch auf dem Tisch eingraviert ist. Das macht auch Sinn, da der große Kreuztisch ein optionales, zukaufbares Zubehör war und nur mit dem zugehörigen Zentrierglas schnell zentrierbar war.
Grüße
Martin
Hallo Martin,
jetzt wird auch mir einiges Klarer. Ich hatte mich schon darüber gewundert, dass es drei Werte gibt. Bei den fest verbauten Tischen am Lg-Stativ waren es immer nur 2 Werte, weil es die II gar nicht gab.
LG Gerd