Umfrage
Frage:
Meine Erfahrungen beim Selbstbau von differentiellem Interferenzkontrast (auch im weiteren Sinne) sind....
Antwort 1: nicht vorhanden
Stimmen: 18
Antwort 2: vorhanden
Stimmen: 7
Antwort 3: habe davon gehört, dass es möglich ist
Stimmen: 4
Antwort 4: glaube nicht, dass ein Selbstbau möglich ist
Stimmen: 12
Antwort 5: habe keine guten Erfahrungen gemacht/ es wieder aufgegeben
Stimmen: 3
Antwort 6: habe bessere Erfahrungen gemacht, welche in etwa an ein durchschnittliches DIK von Herstellern heranreicht bzw mir genügt
Stimmen: 4
Wertes Forum, Freunde des Interferenzkontrasts,
ein kleines Meinungsbild zu einem besonderen Thema, dem Selbstbau von Interferenzkontrast-Einrichtungen; und zwar nicht zu Mess sondern Kontrastzwecken.
Wie dies beim DIK der Fall ist: also Erhöhung des Kantenkontrastes und Darstellung von Phasenobjekten.
Der genaue Aufbau ist erst einmal nicht von Belang.
Jeder hat 2 Stimmen um neben den ersten zwei Möglichkeiten (ob überhaupt Erfahrung vorhanden) auch noch die anderen zu beantworten.
Hoffe auf rege Teilnahme. Bitte Titelzeile oben anklicken zur Abstimmung (anonym).
Beste Grüße Stefan
Guten Morgen,
kleine Erinnerung und Bitte um die wenigen Sekunden Eurer Zeit für 2 Klicks zum Thema Selbstbau von Interferenzkontrast-Einrichtungen; Bitte Titelzeile oben anklicken zur Abstimmung (anonym).
Beste Grüße Stefan
Besten Dank für Eure Teilnahme,
etwa ein Drittel der Teilnehmer hat Erfahrung mit dem Selbstbau von differentiellem Interferenzkontrast und etwa die Hälfte glaubt nicht dass dies möglich sei.
Beste Grüße Stefan
Hallo Stefan,
Danke für deine Umfrage. Sie ist natürlich anonym durchgeführt. Ich habe zwar auch zwei DIC-Einrichtungen, Pluta und Jenaval-Kontrast. Mich würde aber aus rein technischer Neugierde interessieren wie die vier Umfrageteilnehmer, weiche bei:
"habe bessere Erfahrungen gemacht, welche in etwa an ein durchschnittliches DIK von Herstellern heranreicht bzw mir genügt"
angekreutzt haben, den Selbstbau realisiert haben. Vielleicht stellt ein Mikrofreund seine Lösung hier einmal vor. 8)
neugieriger Gruß von Siegfried
Hallo,
mir ist völlig unklar, wie man im Selbstbau ein DIK-Prisma hinkriegen will.
Viele Grüße
Alexander
Zitat von: Aljoscha in Juli 07, 2025, 08:14:15 VORMITTAGHallo,
mir ist völlig unklar, wie man im Selbstbau ein DIK-Prisma hinkriegen will.
Viele Grüße
Alexander
Servus,
Meine Phantasie reicht soweit das jemand Prismen kauft und die in Mühevoller Arbeit irgendwo im Strahlengang platzieren kann bis es passt.... Selber Prismen schnitzen wird wahrscheinlich nicht sehr häufig passieren 🫣
Lg Daniel
Hallo,
es gab mal im MIKROKOSMOS eine Anleitung: siehe Anlage
Viele Grüße!
Rainer
Hallo Rainer,
ich vermute das ist eher eine schiefe Beleuchtung die da raus kommt. Die Bilder ide dort als beweis angeführt werden. sind ja nicht sehr aussagekräftig, hat das jemand mal nachgebaut?
lg Daniel
Hallo zusammen,
das ist schon "richtiger DIC"; halt nicht mit zwei, sondern nur einem Wollaston-Prisma. Im Kondensor wird statt des Prismas eine exzentrisch gelagerte Spaltblende verwendet. Die Methode wurde schon recht früh auch technisch umgesetzt, in jüngster Zeit von Zeiss für den Plas-DIC wieder (modifiziert) aufgegriffen. Der wesentliche Nachteil ist, dass durch die Blende die Beleuchtungsapertur azimutal sehr stark eingeschränkt wird.
Hallo,
ja ich kenne ein Beispiel, und habe das Stefan/Purkinje schon geschrieben:
Verwendet wurden gekaufte Prismen von Zeiss.
Wolf, R. : Differentieller Durchlicht-Interferenzkontrast nach Nomarski mit Planapochromaten, Kondensoren langer Schnittweite und anderen Modifikationen in:
Mikroskopie Bd. 30 1974, S. 17-30.
Der Verfasser, der sicherlich einigen Forenteilnehmer noch persönlich bekannt gewesen ist, hat u.a. Kombis von Zeiss-Objektiven, -Prismen, -Kondensorfrontlinsen getestet. Für DIK-'Konstrukteure'ein lesenswerter Artikel.
Die Aufnahmen wurden dann Bestandteil eines Films über eine Entwicklung der Gallmücke Wachtliella p. für das IWF(Göttingen). Ich finde die Qualität der Aufnahmen auch heute noch bemerkenswert.
Seht selbst: https://av.tib.eu/media/25865
(DIK ab 4.03').
Grüße,
Michael/M59
Hallo,
die Firma BW-Optik hat früher einen Eigenbau-Spaltblenden-DIK mit nur einem Prisma verkauft:
https://www.bw-optik.de/dik-einrichtung-bw-o-11-a-jenamed-1-2.html
Ich habe ihn hier und er funktioniert so la la, die Einstellung der Spaltblende ist schon recht frickelig und es ist (zumindest in meiner Erinnerung) auch ein zum Teil ordentlicher Gradient vorhanden. Es ist eben auch alles eine Frage des Anspruchs.
Vielleicht outen sich aber auch noch diejenigen Teilnehmer der Umfrage, die selbst Erfahrungen mit einen "Eigenbau-DIK" angegeben haben.
Die Prismen wird man sicher nicht selbst herstellen können, aber man kann natürlich mit irgendwelchen Wollaston-Prismen und entsprechenden Kenntnisse einen mehr oder weniger gut funktionierenden DIK zusammen"basteln".
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Forenmitglieder,
Allerdings für 1400€, in einer alten Broschüre (2014 ?) wurde ca. die Hälfte dieses Preises verlangt.
Mich hat mal interessiert, ob es auch eine Adaption an ein Gerät der vorherigen Mikroval-Version gibt. Die Antwort war, könne man machen, aber kostet extra ...
Grüße,
Michael
Hallo werte Interesierte,
zuerst freut es mich, dass sich trotz Sommerloch doch wohl einige dafür interessieren.
Welche möglichen Motivationen gibt es für einen Selbstbau:
• häufig natürlich Knappheit der (funktionierenden) Einrichtungen und damit auch ihr Preis; das Problem ist jedoch, dass so ein Selbstbau eines Nomarski-DIKs sicher nichts für Anfänger ist und wohl auch Fortgeschrittene bereits daran gescheitert sind (s.o.).
• dass man, womöglich neben einer existierenden DIK-Einrichtung noch überzähliges an Prismen etc. angesammelt hat welches man ggf verwenden möchte um damit halbwegs leistbar z.B.
• dem Mikroskopiker-Nachwuchs eine "differentielle" Freude machen zu können (da wäre der oben erwähnte MK Artikel von Neubert mit Spaltblende und einem passenden oberen Nomarski-Prisma ein möglicher Anfang)
• höherwertige Optik (Planapos) verwenden möchte wie es u.a. R. Wolf in dem oben von Michael zitierten Artikel tut (eher Modifikation als denn ein kompletter Selbstbau).
• es schön wäre ein leichtere Version eines Differentiellen Kontrasts für ein Reise- oder Exkursionsmikroskop zu haben....
(läßt sich bestimmt noch fortsetzen)
Zu guter Letzt, ja es ist sicher immer eine Frage des Anspruchs und der erzielbaren Ergebnisse, noch die vieleicht auch provokante Frage ob es denn unbedingt ein "DIK" mit Wollaston oder Nomarski-Prismen sein muss? Es soll auch prismenlosen Interferenzkontrast geben.
Evtl. sind ja auch manche in letzter Zeit an Nomarskis aus einer alten PZO-Quelle gekommen, aber auch diese scheint zu versiegen.
Nicht jeder will ja in Ermangelung von Prismen gleich zum Hämmerchen greifen müssen:
Halle.jpg
(Triggerwarnung: Ironie!)
Beste Grüße Stefan
Hallo <stefan,
das Bild erinnert mich sehr an meine Assistentenzeit. Bei manchen OPs musste mit einem Meißel gearbeitet werden,; als Assistent durfte man den Hammer führen; da hat mein Chef immer gesagt: Ich halte und wenn ich mit dem Kopf nicke, dann draufhauen! Er hatte einen hinterhältigen Humor und bewusst diese Formulierung gewählt; es hat ihm aber nie jemand Schaden zugefügt.
Hallo,
ich bin sehr gespannt, wann (ob) hier jemand seinen Selbstbau DIK vorstellt.
Das würde mich wirklich interessieren.
Gruß
Peter
Hallo Stefan,
jetzt mal (und das meine ich auch ohne Ironie): Wir hatten doch letztens eine ewig lange Diskussion über die wesentlich einfachere Schiefe Beleuchtung als weitestgehend dem DIC ebenbürtiges Verfahren. Ich war zwar bei hochaperturigen Objektiven nicht zufrieden mit den von mir erzielten Ergebnissen der S.B., andere aber anscheinend durchaus. Warum sollte man dann solche Klimmzüge machen und sich (außer aus grundsätzlichem Interesse) an einem DIK-Selbstbau versuchen?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo,
da ist mir jetzt noch eingefallen, daß ein Holländer oder Däne mit Tesa und anderem einen DIK ählichen Effekt erzeugt hat. Es gab sogar darüber einen Film. Ich finde aber die Links dazu nicht mehr. Wenn jemand noch weiss wo man es im Netz findet, wäre ich dankbar.
Gruß von Siegfried
Oh man.... Viel zu spannend das Thema.......:)))IMG_9337.jpeg
Schauen wir mal was raus kommt😉
Lg Daniel
Ps.: war das eventuell oblique Illumination nach jansen?
Zitat von: Siegfried in Juli 07, 2025, 18:37:03 NACHMITTAGSHallo,
da ist mir jetzt noch eingefallen, daß ein Holländer oder Däne mit Tesa und anderem einen DIK ählichen Effekt erzeugt hat. Es gab sogar darüber einen Film. Ich finde aber die Links dazu nicht mehr. Wenn jemand noch weiss wo man es im Netz findet, wäre ich dankbar.
Gruß von Siegfried
Hallo Siegfried,
der Holländer ist ein Däne ;)
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=50087.msg366110#msg366110
Herzliche Grüße
Peter
Hallo,
Wenn ich die KRISTIANSEN ILLUMINATION richtig verstanden habe, ist es ledeglich eine weichgezeichnete schiefe Beleuchtung. Richtig?
Bei meiner Adaption; variable ringförmige Beleuchtung aus Polfiltern; wäre dieser Zusatz durchaus noch
denkbar. Durch Ausschwenken des Filterhalters kann ich auch reine schiefe Beleuchtung machen.
Für echtes DIC müsste ein komplett fertiges Zusatzgerät her oder ein neues Mik.
Gruss
Michael
Ich darf berichten: mein Experiment hat so ca. funktioniert. Eine Blende und ein Objektiv habe ich zum Laufen gebracht. Wäre durchaus interessant wenn es den Zeiss zentralschieber Dic wie Sand am Meer geben würde.... ;)
Danke Peter für den Link zum Dänen. 8)
lg von Sigi
Liebe Foristen,
der DIC mit einem Prisma und einer Spaltblende ist in Plutas ,,Advanced Light Microscopy" umfänglich beschrieben. Ich habe dann einen entsprechenden Zeiss-WL Umbau hier veröffentlicht:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=33130.msg244028#msg244028
Einen noch einfacheren Umbau mit einem Leitz ICR Prisma (als Zwischenring am Objektiv) habe ich im letzten Jahr auch realisiert, aber nicht besonders dokumentiert. Wenn aber ein Interesse besteht, kann ich es machen.
Die Bestelarbeit liegt beim Spaltblendenkondensor. Er muss einfach zu bedienen sein. Das ist beim PZO-Kondensor gegeben. Die passende Kondensoraufnahme ist evtl. ein weiteres mechanisches Problemchen.
Die Lichtausbeute ist übrigens trotz Spaltblende erstaunlich gut. Dazu hat Göke in seinem Buch ,,Moderne Methoden der Lichtmikroskopie" bemerkt: ,,Mit Hilfe von Testdiatomeen kann man sich davon überzeugen, dass Auflösung und Bildkontrast besser sind, als man das bei eingeschränkter Beleuchtungsapertur glauben möchte".
Beste Grüße von Jürgen aus Hagen
Hallo Peter,
Zitat von: Peter V. in Juli 07, 2025, 18:14:27 NACHMITTAGSjetzt mal (und das meine ich auch ohne Ironie): Wir hatten doch letztens eine ewig lange Diskussion über die wesentlich einfachere Schiefe Beleuchtung als weitestgehend dem DIC ebenbürtiges Verfahren. Ich war zwar bei hochaperturigen Objektiven nicht zufrieden mit den von mir erzielten Ergebnissen der S.B., andere aber anscheinend durchaus. Warum sollte man dann solche Klimmzüge machen und sich (außer aus grundsätzlichem Interesse) an einem DIK-Selbstbau versuchen?
Zur den verschiedenen Motivlagen hatte ich oben ja bereits geschrieben. Allerdings gibt es auch grundsätzliche Punkte:
1.) einen auch durchaus subjektiven, ich empfinde beim gut eingestellten DIK v.a. mit höheren Aperturen (>0,65) den Bildeindruck prima vista als deutlich schöner, kontrastreicher, "gläserner" (liegt wohl an den zusätzlichen Pol-Effekten)
2.) ich halte bei höheren Aperturen (>0,65) die technischen Anforderungen bei der schiefen Beleuchtung,
besonders wenn man diese jederzeit so auch wiederholbar hinbekommen möchte, nicht für völlig trivial:
- Blendenlage in der Fokusebene des Kondensors, der ja auch noch apl.-achromatisch sein sollte
- die Feinjustage der Blende sollte mechanisiert sein.
Beste Grüße Stefan
Hallo Stefan,
Zitat...liegt wohl an den zusätzlichen Pol-Effekten
das kann allerdings andererseits objektiv auch ein Nachteil sein, weil das Bild durch doppelbrechende Objekteigenschaften beeinflusst wird.
Zitatich halte bei höheren Aperturen (>0,65) die technischen Anforderungen bei der schiefen Beleuchtung, besonders wenn man diese jederzeit so auch wiederholbar hinbekommen möchte, nicht für völlig trivial
der Bau und die Justierung eines DIK-Systems ist ja wohl erst recht nicht trivial, während die Positionierung und die erwähnte Justage der schlichten Blende für schiefe Beleuchtung schon ziemlich trivial ist (trivial heißt ja nicht dass man etwas ganz einfaches nicht auch falsch machen kann). ;)
Hubert
Hallo Freunde des Schäglichts und der differenziellen Kontraste,
Ich habe zwar nur die Vergleichsmöglichkeit zwischen meinem adaptierten Pluta und verschiedenen Kondensoren für schräge Beleuchtung,
aber
meine (subjektive) Meinung zu dem Thema ist folgende:
Bei geringen Vergrößerungen (bis etwa 20-40 fach), relativ "dicken" Organismen und Wasserschichten sind die Ergebnisse mit schräger Beleuchtung eigentlich immer besser.
Soweit so gut.
Der "dreidimensionale" Eindruck ist hier deutlicher und ganz wichtig, er lässt sich gezielt steuern. Auch ohne perfekt (50:50) ausgeleuchtete Objektivapertur.
Bei mittleren Vergrößerungen kommt es dann aber ganz auf das Objekt an. Algen oder andere Objekte mit größeren Phasenunterschieden sehen auch da im Schräglicht irgendwie "knackiger" aus, zeigen aber weniger Details. Das gilt meiner Meinung nach sogar auch noch oft beim 40er Wasserimmersion (1,15), wenn das Objekt wie oben erwähnt beschaffen ist. In plattgepressten Ciliaten erkenne ich aber sowohl durchs Okular als auch in Aufnahmen deutlich mehr Details im DIC.
Trotz auskorrigiertem und immergiertem Kondensor. Und das mit (bei mir) weniger Friemelei (die gibt es beim Pluta ja auch), juchhu!
Ab dem 40er mit Apertur 1,30 geht dann aber wirklich nichts mehr über den Interferenzkontrast. Auch weil dann im Schräglicht die Strukturen ober und unterhalb der scharfen Ebene mehr stören als nutzen.
Grüße Holger
Hallo,
Wer spiegel für die Astronomie schleifen kann kann noch lange nicht feldspat dünn und plan für dik prisma schleifen
Dann muß auch noch die Richtung stimmen, da unterscheiden sich Schmidt und normaski.
Bw Optik hat einzelprismen nutzbar gemacht
Ich modifiziere neutral Filter um mit schiefer Beleuchtung zu plastischer Abbildung für 3d zu gelangen.
Grüße von der Mosel.
Hallo Holger,
das ist ein sehr interessanter Bericht Deiner Erfahrungen.
Als ich in den 90ern 'am forschen' war, hat die benachbarte Arbeitsgruppe gehobene Elektrophysiologie des Nervensystems betrieben. An den dicken noch vitalen Gehirnschnitten wurde mit Mikroelektroden an einzelnen Zellen abgeleitet und stimuliert. Sie wurden mit DIK nicht glücklich und erdachten den Dodt-Kontrast (https://www.scientifica.uk.com/learning-zone/dodt-gradient-contrast), diese schiefe Beleuchtung mit einem Mattscheiben-Gradienten (und IR-Beleuchtung) wird heute von diversen Firmen angeboten. Auch hier kamen übrigens oft Wasserimmersionen zum Einsatz, da die slices ja von Nährlösung umspült sein mussten um etwas durchzuhalten.
Nur als Beispiel:
Ich bin also nun wirklich kein erklärter Gegner der schiefen Beleuchtung Re! Schiefe Beleuchtung als "DIY-DIK" ?! (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48860.0), aber es lohnt halt immer, so wie Du sich die verschiedenen Optionen offen zu halten und die jeweiligen Grenzen der Methoden auszuloten.
Beste Grüße Stefan
Hallo Alfons,
die schiefe Beleuchtung von (Verlaufs)Interferenzfiltern aller Art ist eine der schönen aber weitgehend vergessenen Methoden, die natürlich auch ihre Grenzen hat.
Bis zu welcher Apertur konntest Du deine Variante gut verwenden?
Zeige mal den von J.R. Meyer-Arendt and H. Appelt (letzter ist vielen durch sein Buch bekannt) in den 70ern beschriebene Aufbau:
MAAp.jpg
und hänge den kurzen MK Artikel dazu an.
Beste Grüße Stefan
Werte Freunde der Strahlversetzung,
interessant fand ich an den Kommentaren hier, dass dem einen entweder die sehr low-tec Tesa-Variante (K. illumination) oder den anderen gleich der Selbstbau mit klassischer Anordnung von Wollaston oder Nomarski-Prismen in den Sinn kamen beim Stichwort "Selbstbau" oder DIY.
Auch als Anregung und zum darüber Nachdenken und zur weiteren Diskussion: der klassische DIK wird ja immer beschrieben als ein zweiteiliges System der Strahltrennung und beinahe zwingend -wiedervereinigung.
Die Frage ist, ist dem wirklich so, bzw ist das so unbedingt von Nöten? Und dabei muss einem ja nicht nur der Aufbau mit einer Schlitzblende unten und einem oberen Prisma (s.o.) in den Sinn kommen.
Ich begann mal vor Jahren bei der Lektüre eines Artikels von Jaromír Plášek darüber zu sinieren:
Transmitted-light microscopy for biology: a physicist's point of view pt2, Proc. Roy. Micros. Soc 1998 p 196ff (https://microscopist.co.uk/files/wp-content/uploads/2017/04/transmitted-light-explanation-part-2.pdf) (besonders die im Link als S. 6 bezeichnete führt dazu weiter aus)
Beste Grüße Stefan
Guten Abend in die Runde!
Weil der Wunsch geäußert wurde, dass sich vielleicht jemand, der oben angegeben hat, dass er gute Resultate mit einem Selbstbau-DIC erreicht hat, noch einmal melden möge, will ich das hiermit tun.
Ich habe 1996 in Hagen einen recht umfangreichen Vortrag über Aufbau, Möglichkeiten und Handhabung pankratischer (Zoom-) Systeme im Mikroskopbau gehalten. Speziell ausgerichtet auf die Verwendung der pankratischen Kondensoren, wie sie zum Nf-Stativ von ZEISS JENA erhältlich waren. In diesem Zusammenhang habe ich sehr genau beschrieben und umfangreich bebildert, wie man diese Stativ-Kondensor-Kombination mit einer recht universell verwendbaren DIC-Einrichtung ausstatten kann.
Während einiger Monate zuvor hatte ich im Zusammenwirken mit "Kurt", der ja auch hier im Forum mit seinen ausgezeichneten DIC-Bildern bekannt ist, zwei unterschiedliche Einrichtungen "entwickelt", d.h. Kurt hatte das Stativ, die Kondensoren und weitere nötige Zubehörteile, vor allem aber auch das nötige technische Verständnis und Können und nicht zuletzt die Zeit und Spaß am Pröbeln und Experimentieren. Ich habe seinerzeit dazu die Idee und die diversen optischen Komponenten beigesteuert. Lange Telephongespräche waren die Folge und auch der eine oder andere Besuch im Westen wie im Osten, aber letztlich waren zunächst die Versuche mit Spaltblenden und dann auch mit zwei Nomarski-Prismen sehr erfolgreich.
Im Vortrag habe ich mit Dias belegen können, dass insbesondere das Verfahren mit den zwei Nomarski-Prismen durch den in seiner Brennweite veränderbaren Kondensor überaus variabel in Bezug auf die verwendbaren Objektive ist und ausgezeichnete Bilder liefert. Die schriftlichen Unterlagen zum Vortrag enthalten auch die genauen Beschreibungen der Einzelteile mit entsprechenden Bebilderungen.
Allerdings müssten sich am Text interessierte Leser wohl mit "Junio" in Verbindung setzen. Bilder könnte ich eventuell noch liefern. Das würde aber dauern weil diese zunächst digitalisiert werden müssten. Die CDs zu den damaligen Vorträgen sind zwar grundsätzlich noch lesbar, jedenfalls waren sie das beim letzten Versuch noch. Allerdings liegt auch der schon wieder einige Zeit zurück. Aber das vor bald 30 Jahren verwendete Bilddatenformat, mit dem ich damals über einen Filmrecorder die PPt-Dias belichtet habe, konnte ich bei diesem Versuch nicht mehr öffnen. Allerdings habe ich mir auch keine große Mühe gegeben.
Sollten noch Fragen sein ....
Freundliche Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
das ist interessant, weil ja bei verschiedenen Objektivbrennweiten und feststehender Aufspaltung des oberen Prismas nur die Variation der Beleuchtungsbrennweite oder die Verwendung unterschiedlich aufspaltender Kondensorprismen bleibt, wie dies bei vielen erhältlichen Systemen ja funktioniert. Gerade für höheraperturige Objektive (0,8-1,0) fehlt dann ein passendes Kondensorprisma.
Ich habe mich unlängst nur in ersten Schritten mit einer dritten Möglichkeit befasst: durch Kombination von zwei verstellbaren Prismen im Kondensor eine variable Aufspaltung (bei feststehender Kondensorbrennweite) hinzubekommen. Pluta hatte mal so ein System erdacht.
Beste Grüße Stefan
Hallo Stefan,
hast Du zu der erwähnten Pluta-Idee eine Quelle?
Und hier noch einmal eine allgemeine Frage zum Thema an die mitlesenden Foristen:
Ich hatte unter
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=38993.msg286911#msg286911
einmal meinen DIC-Eigenbau mit den Leitz ICR-Prismen beschrieben. Bei meinem Vorschlag sieht die Lösung recht aufwendig und komfortabel aus, da ich auf viele Zeiss-Bauteile und eine kleine Werkstatt zurückgreifen kann Es ist aber letztendlich eine 150 bis 200€-Lösung für ein gebrauchtes Prisma, 2 Polfilter und etwas Klebeband für eine improvisierte Spaltblende.
Ich würde mich sehr über relevante Rückmeldungen freuen.
Beste Grüße von Jürgen
Zitat von: junio in Juli 22, 2025, 16:44:30 NACHMITTAGSHallo Stefan,
hast Du zu der erwähnten Pluta-Idee eine Quelle?
...
Hallo Jürgen
vielleicht wirst du ja hier etwas finden
https://dbc.wroc.pl/dlibra/results?q=Maksymilian+Pluta&action=SimpleSearchAction&type=-6&p=0
Grüße vom Namensfetter
Hallo Jürgen,
bei Pluta wird ein System des variablen shears mittels zweier gleichsinniger Nomarski-Prismen, eines davon drehbar, dazwischen eine ebenfalls drehbare Halbwellenplatte, beschrieben.
Hier nur kurz der einfache Aufbau mit kondensorseitiger Schlitzblende:
vadic slit.jpg
Beste Grüße Stefan
P.S.: gesamtes pdf auf Anfrage gerne