Hallo zusammen,
ich habe den auf dem beigefügten Bild ersichtlichen Fototubus erworben. Leider habe ich das Problem, dass er überhaupt nicht parfokal ist – der Fokus unterscheidet sich deutlich vom Okularbild.
Gibt es an dem Tubus eine Möglichkeit zur Einstellung oder Justierung?
Ich werde als Direktprojektion ausführen. Ist das wirklich so viel schlechter als mit Relaisoptik?
Viele Grüße,
Daniel
Hallo Daniel,
leider ist eine Verstellmöglichkeit zum Parfokalitätsabgleich an diesem Tubus nicht vorgesehen. Du kannst ein stellbares Okular versuchen.
Wie willst Du die Kamera adaptieren? Mit afokaler Projektion oder durch Anheben des Okulares?
Hallo Jürgen,
ich kann die Kamera am Adapter so weit hochstellen, bis der Bildkreis passt. Aktuell verwende ich ein KPL 10er, das etwas besser funktioniert als mein 2,5-fach Projektiv, dann den M42 auf MFT Adapter
Mit ,,verstellbarem Okular" meinst du z.B. ein KPL mit Dioptrieneinstellung?
Viele Grüße
Hallo Daniel,
ja, ich meine ein Okular mit Dioptrienverstellung. In Deiner Auflistung sehe ich keine Relaisoptik, willst Du also das Bild direkt auf den Chip projizieren? Dann muss das Okular etwas angehoben werden.
Wenn ich das Okular anhebe wird die Parfocalität noch schlechter🙈
Warum sollte ich das machen wird das Bild besser dadurch?
Das kpl mit Dioptrien Einstellung hat es etwas besser gemacht aber noch nicht perfekt... mit Relaisoptic habe ich ein bisschen experimentiert aber so wirklich besser wurde das Bild nicht
Lg Daniel
Hallo Daniel,
Dein Fototubus sollte eigentlich parfokal sein, wenn nicht etwas die Grundjustage des Mikroskops stimmt. Schau mal durch das Okular des Fototubus (Dioptrieneinstellung Null), stell so das Präparat scharf ein und schau anschließend durch den Bino. Eigentlich sollte dann auch dort alles scharf sein.
An Deinem Foto oben fallen mir 2 Dinge auf:
1. Du hast einen Schiebetubus nach Jentzsch. Hast Du dann auch die Korrektur für die Änderung der optischen Weglänge an beiden Stutzen des Binos eingestellt? An den Rändeln der beiden Stutzen sind Zahlen von 55 bis 75 aufgeprägt; da musst Du an beiden den Wert Deines Augenabstandes einstellen.
2. Die beiden KPl 10/20 Okulare scheinen unterschiedlich an der Dioptrienkorrektur eingestellt; ist das Absicht?
Bist Du Brillenträger? Dann solltest Du für die Einstellung der Parfokalität Brille tragen.
Zur Relaisoptik kommen wir dann nachher. Wahrscheinlich wird sich dann auch Rolf melden und Hybrid-Okulare empfehlen; aber vorher sollten wir mal die Situation an Deinem Mikroskop klären.
Hallo Jürgen,
Vielen Dank für deine Geduld mit mir🙂 Ich schätze deine Mühen wirklich sehr☺️
Zu Punkt1: man lernt nie aus, ich dachte das ist eine Dioptrien Einstellung 🙈 ist nun Deiner Anleitung nach eingestellt 👍
Punkt 2 die sind beide komplett auf minus damit es etwas mehr Richtung parfocalität geht.
Ich bin Linsenträger und trage die natürlich auch.
Lg Daniel
Hallo Daniel,
die beiden KPl im Bino sind ja neuerer Bauart, was bedeutet, dass sie unten in einer Einsenkung einen kleinen, quer gestellten Metallzylinder haben; der wiederum hat eine Nut, in die der Rand des Okularstutzens greifen soll (der Sinn dieser Einrichtung hat sich mir noch nicht ganz erschlossen, die Nut ist für manche Okularstutzen -besonders von älteren, massiver gebauten Tuben- nicht breit genug, sodass das Okular nicht in die richtige Position kommen kann, sprich, nicht tief genug sitzt. Diese Dinger habe ich deswegen bei meinen Okularen entfernt. Schau mal, ob das evtl. die Ursache ist.
PS: Gerne führe ich die Diskussion hier offen weiter, weil möglicherweise auch andere davon etwas für sich mitnehmen können. Wenn Du das nicht willst, dann gerne auch per PM oder Telefon.
Ja diese 2 Bolzen sind tatsächlich drinnen, aber eine Wechsel der Okulare ändert nichts an der Thematik.
Wir können das gerne in aller Öffentlichkeit besprechen. Wer weiß wem es noch helfen mag🙂
(Ich hoffe ja insgeheim das ich nicht der einzige bin der die kompensationsfunktion des schiebetubus nicht gekannt hat😅)
Abend Jürgen,
Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Metallzylinder zur Ausrichtung der Strichplatte, zB bei Verwendung am Siedentopftubus, dient.
(Der Zylinder kann auch schonmal stören, wenn man den Einstecktubus des Okulars rausschrauben will)
Grüße
Peter
Hallo Peter,
das könnte passen; warum dann aber dieser Schlitz in dem kleinen Zylinder? Und nicht jeder Siedentopf hat die entsprechenden Aussparungen im Stutzen.
Hallo Daniel,
wenn der Abgleich auch mit anderen Okularen im Bino nicht stimmt, dann stimmt etwas Grundlegendes nicht. Stell doch einmal ein Präparat über den Bino scharf und montiere ihn dann um auf den oberen (Foto)Port. Die Schärfe müsste dann erhalten bleiben.
Noch zur Funktion des Foto-Schiebetubus: Der erlaubt den Abgleich von Okularaustritts- und Eintrittspupille der Relaisoptik, die können mit diesem Tubus sehr elegant in Deckung gebracht werden. Die Position kann dann mittels der kleinen Rändelschraube an der Seite dann festgestellt werden. Es gab dann als Folgeprodukt das Non-plus-ultra, den Fototubus M mit Aufsetzring 40. Damit konnte man die Parfokalität und die Pupillenlage sehr einfach einstellen.
Noch zur Relais-Optik: bei Verwendung eines KPl 10/20 solltest Du bei MFT ein Kameraobjektiv mit Brennweite 35 bis 40mm einschrauben, Einstellung Unendlich. Dann solltest Du den nahezu maximal möglichen Ausschnitt ohne oder mit nur minimaler Vignettierung fotographisch abbilden können.
Hallo Jürgen,
mit dem kleinen Schlitz endet der Zylinder eben mit dem Rest des Einstecktubus. Ich denke damit das Kompatibel am einfachen Schiebetubus nach Jentzsch ist.
Das nicht jeder Siedentopftubus kerben hat, jetzt wo du es sagst.
Grüße
Peter
Hallo Peter,
der kleine Zylinder lässt sich ja lateral um ca. 1-1,5 mm verschieben, sodass der Schlitz mit dem Rand des Tubusstutzens in Deckung gebracht werden kann; das wäre dann die Position für Tuben ohne Kerbe. Das Problem ist nur, dass bei älteren Tuben die Rohrwände etwas dicker sind als bei den neueren, dann sitzt das Okular notorisch zu weit außen, stimmt also die Abgleichläng nicht. Deshalb habe ich bei mir die Dinger rausgenommen (aber aufgehoben, kann man ja wieder einfach einsetzen).
Zitat von: Jürgen Boschert in Juli 29, 2025, 22:47:17 NACHMITTAGSwenn der Abgleich auch mit anderen Okularen im Bino nicht stimmt, dann stimmt etwas Grundlegendes nicht. Stell doch einmal ein Präparat über den Bino scharf und montiere ihn dann um auf den oberen (Foto)Port. Die Schärfe müsste dann erhalten bleiben.
Noch zur Relais-Optik: bei Verwendung eines KPl 10/20 solltest Du bei MFT ein Kameraobjektiv mit Brennweite 35 bis 40mm einschrauben, Einstellung Unendlich. Dann solltest Du den nahezu maximal möglichen Ausschnitt ohne oder mit nur minimaler Vignettierung fotographisch abbilden können.
Hallo Jürgen,
die Schärfe bleibt dabei tatsächlich erhalten.
Ich habe außerdem an allen drei Positionen dasselbe Okular verwendet – dennoch bleibt der Unterschied zwischen Bino-Tubus und Fotoport bestehen:
Beim 16er Objektiv beträgt der Fokusunterschied etwa zwei Umdrehungen am Feintrieb, beim 40er etwa eine Viertelumdrehung.
liebe Grüße,
Daniel
ps.: noch ein Foto vom Adapter
Lieber Daniel,
ich denke jetzt haben wir den Fehler: Dein letztes Foto zeigt ja den Einblick von oben in den Fototubus; da sieht es so aus, als sei der Okularstutzen nicht vollständig eingedreht (Stirnlochschraube). Um da dran zu kommen, entferne bitte die Anschlagschraube, die sich gegenüber der dünnen Rändelschraube befindet mit der man die Position des Auszugs fixieren kann. Dann lassen sich die beiden Rohr auseinander nehmen. Jetzt kommt man bequem mit einem Stirnlochschlüssel ran und kann den Okularstutzen fest eindrehen. Mit diesem Mechanismus kann man in sehr begrenztem Umfang auch einen Feinabgleich der Parfokalität machen.
War das die Lösung?
Hallo zäme,
ich klinke mich da kurz ein. Ich benutze diese Kameraadaption seit langem an meinem Universal. Als binokularer Tubus verwende ich dabei den mit der Nr. 47 30 12. -
Da ich einen zweiten Tubus besitze, habe ich diesen kurz zerlegt. Nicht der Okularstutzen kann eingedreht werden, sondern die Platte mit den Stirnlöchern. Der Okularstutzen ist an dieser Platte fest verbaut. Der Weg beträgt ca. 3mm. Ist dieser Weg für einen Abgleich gedacht?
Grüsse Arnold
IMG_Zeiss Tubus .JPG
Hallo Arnold,
wir meinen da beide dasselbe. Die Stirnlochplatte ist sicher "werkseitig" nicht zum Abgleich gedacht, sondern sollte fest eingedreht werden. In Daniels Bild sieht es so aus, dass dies nicht der Fall ist. Werkseitig entspricht dieser Tubus der Normlänge von 160mm. Die Parfokalität sollte man daher durch Verstellen am Beobachtungstubus herstellen.
Hallo,
dieser Tubus:
IMG_Zeiss tubus II.JPG
wäre dann eine Alternative. Hier kann das Rohr mit dem Okularstutzen im Bereich von ca. 6mm abgeglichen werden.
Grüsse Arnold
Hallo Arnold,
hatte ich weiter oben schon erwähnt. Das ist der Fototubus M. Dazu gehört der sog. Aufsetzring 40 (das ist eigentlich ein weiterer Tubus mit Klemmmechanismus), der wiederum eine Ringschwalbenaufnahme hat. Dieses System gab es auch an allen neueren Trinokulartuben (denen mit Knickbrücke) sowie für die Stemis SV8, SR, SV6, SV11 (bei diesen als Zwischentubus) sowie für das DR als Zusatzmodul für den Objektivschlitten. M.E. ist dies das universellste, je angebotene System für die Kameraanpassung.
Hallo Jürgen,
ZitatDazu gehört der sog. Aufsetzring 40
ja, wenn vorhanden. Oder dann mit der Teilen der "Panzerfaust" mit denen sehr gut unterschiedliche Kameras adaptiert werden können.
Grüsse Arnold
Das ist leider schon komplett eingedreht
Ich habe nun mal ein Kameraobjektiv dazwischen geschaltet. Damit wird der Fehler kleiner und prinzipiell tolerierbar. Das einzige Problem jetzt man sieht gnadenlos jeden dreck 🙈
Hallo Daniel,
nein, die Stirnlochplatte ist nicht ganz eingedreht. Das müsste dann so aussehen:Fotoschiebetubus.JPG
Schraube das Teil einmal ab; vielleicht hat da jemand eine Distanzscheibe druntergelegt, oder das Fett ist übel verharzt, oder ... .
Muss übel verharzt sein es bewegt sich kein bisschen. Ich muss es morgen mal mit in die Firma nehmen und dort mit besserem Werkzeug dran🤨
Danke schonmal an alle, ich melde mich morgen zu dem Thema wieder☺️
Hallo Daniel,
ein weitere, unschöne Möglichkeit ist, dass jemand das Teil einmal zerlegt und beim Zusammenbau das Gewinde verkantet hat. Also vorsichtig zu Werke gehen. Das kann von einem Fachmann mit Drehbank oft gerettet werden.
Guten Morgen zusammen,
die Teile sind beide in Ordnung, allerdings scheint meine Version tatsächlich etwas abzuweichen. Oben gibt es einen Anschlag, der ein planbündiges Eindrehen verhindert.
@Arnold: Deine Version sieht meiner recht ähnlich – kannst du sie plan eindrehen wie Jürgen, oder steht sie bei dir auch über?
Schon spannend, was da wieder im Umlauf ist 😉
Liebe Grüße
Daniel
P.S.: Ich könnte das Teil zur Not auch auf der Drehbank etwas anpassen...
Hallo,
Zitat@Arnold: Deine Version sieht meiner recht ähnlich – kannst du sie plan eindrehen wie Jürgen, oder steht sie bei dir auch über?
Daniel: Bi mir ist die Konstruktion gleich wie bei deinem Tubus.
Ich gehe davon aus, dass Zeiss das schon richtig konstruiert hatte. ;)
Halt nicht für alle digitale Kamera Typen >:(
Grüsse Arnold
Hallo zusammen,
das hat doch nichts mit dem Kameratyp zu tun. Irgendwo stimmt da optisch die Tubuslänge nicht.
Hallo Daniel.
noch ein Versuch: Hast Du einen einfachen Geradtubus greifbar. Dann montiere den auf den Fotoausgang, nimm ein nicht stellbares Okular und stelle scharf. Mit demselben Okular im Beobachtungstubus müsst die Schärfe erhalten bleiben. Ebenso müsste die Schärfe bleiben, wenn Du den einfachen Geradtubus gegen den Fototubus tauschst und dort dasselbe Okular einsetzt.
Hallo Daniel,
ganz einfach, der Tubus muß eine Länge haben von 120mm, zwischen Auflage unten und oben. Ich bin auch sicher, daß er die hat.
Die obere Ringschwalbe war vorgesehen für die Aufnahme einer Kameraeinheit, mit Objektiv f=125 (alte Version, mit Okular 8x) oder f=62,5mm (neue Version, mit Okular 10x). Beide für Vollformat.
Herzliche Grüße
Christoph
es geht ja nicht um die optische Adaptierung, sondern darum, dass Daniel keine Parfokalität erzeugen kann. Irgendwo stimmt da die Tubuslänge nicht.
Mein erster Gedanke war ja, dass es an den Okularen liegt, die im Bino stecken, bin auch mittlerweile überzeugt, dass wirklich da das Problem liegt. Die neueren Okulargehäuse harmonieren nicht immer mit den Schiebetuben; deren freier Rand oberhalb der Auflage am Rändel für die Dioptrieneinstellung ist kürzer als die Ringmulde zwischen äußerer Okularfassung und der eigentlichen Auflage innen. Dadurch können die Okulare dann nicht in die vorgesehene Position eintauchen. Das ist nur bei den Pol-Schiebetuben anders; dort ist die Okularverstellung als sog. Zentralhelicoid ausgeführt. Dadurch tritt -bei Einstellung auf einen üblichen Augenabstand- eine innere Hülse bei Verdrehen heraus, sodass nun genügend Abstand auch für die neueren Okulare ihre Anschlagsposition erreichen können. Zur Verdeutlichung habe ich zwei Bilder angehängt zuerst die beiden Tubusarten im Überblick, rechts die Pol-Version, links die normale Ausführung. Der jeweils linke Stutzen ist maximal herausgedreht der rechte ist jeweils auf einen Augenabstand von ca. 65mm eingestellt; , am Poltubus habe ich zusätzlich noch das linke Okular etwas herausgezogen. Die zweite Aufnahme zeigt den linken Okularstutzen des Nicht-Pol-Tubus mit einem vollständig eingesetzten Okulare älterer Bauart; man sieht, das oberhalb des Rändels zur Verstellung des Stutzens und Auflage des Okulares nur ein ca. 1mm breiter Überstand ist, das reicht für die neueren Okulare nicht aus, um in die korrekte Position zu kommen; daher muss Daniel seine Okulare auch in den Minusbereich verstellen.
es bleibt spannend: ich werde am abend mal mit einem andren Bino probieren:IMG_0328.jpg
Er hat diese Ausnehmungen für die seltsamen Bolzen im Okular – kann das irgendwelche Nachteile haben, die ich nicht auf dem Schirm habe?
liebe Grüße,
Daniel
Hallo Daniel,
mit dem sollte es gehen.
ja, das klappt auch nicht. ein weiteres experiment führt mich zu der Annahme das es echt am Phototubus liegt.
Folgender Aufbau ist parfocal:IMG_0330.jpg
Hallo Daniel,
d.h., mit diesen beiden Binos hast Du gleiche Schärfelage? Und hattest Du das mit einem einfachen Geradtubus versucht, wie ich in Beitrag #27 vorgeschlagen hatte?
Hallo Daniel,
Christoph hatte ja die "Messmethode" vorgeschlagen. Die wirksame Tubuslänge des Fototubus sollten 120mm sein. Einfacher messen kannst Du die Gesamtlänge mit Schwalbe; das müssten dann 126mm sein.
Zitat von: Jürgen Boschert in Juli 31, 2025, 17:13:49 NACHMITTAGSHallo Daniel,
d.h., mit diesen beiden Binos hast Du gleiche Schärfelage? Und hattest Du das mit einem einfachen Geradtubus versucht, wie ich in Beitrag #27 vorgeschlagen hatte?
Einen geraden Tubus habe ich leider nicht. Aber der Aufbau (das am Bild ist mit 2 unterschiedlichen) mit 2 gleichen Binos gibt ein Parfocales Bild . Ich messe nachher mal die Länge aus🙂. Also alle Binos in jeder Kombination funktionieren!
Mit dem Stahllineal passen die Werte, ich werde nachher mal mit dem Messschieber nach messen
Hallo Daniel,
in Deinem Beitrag mit der #32 hast Du oben einen für das IM35 gedachten Tubus aufgesetzt mit älteren KPl10 W (18), im Beobachtungsport sitzt ein Schiebetubus mit Okularen KPl10/20 neuerer Bauart. In Deinem ersten Post hast Du einen Knicktubus für Großgeräte mit den neueren 10/20 Okularen montiert. Setz die älteren KPl W einmal in diesen Knicktubus und montiere ihn mit dem Fototubus am Mikroskop. Hast Du dann Parfokalität?
Zitat von: Jürgen Boschert in Juli 31, 2025, 17:42:27 NACHMITTAGSHallo Daniel,
Christoph hatte ja die "Messmethode" vorgeschlagen. Die wirksame Tubuslänge des Fototubus sollten 120mm sein. Einfacher messen kannst Du die Gesamtlänge mit Schwalbe; das müssten dann 126mm sein.
Hallo Jürgen,
ich glaub ich spinne. Da ist der Fehler: ich messe mit Schwalbe 125,3mm ohne 120,25 . das würde heißen es ist zu kurz oder zu lang... ein Verlängern auf 126 bringt nichts...
Setz die älteren KPl W einmal in diesen Knicktubus und montiere ihn mit dem Fototubus am Mikroskop. Hast Du dann Parfokalität?nein auch das klappt nicht...
liebe Grüße,
Daniel
Hallo Daniel,
dein Tubus ist 120mm lang, die +0,25mm sind Meßfehler durch schrägen Ansatz des Meßschiebers (Zentrierabsatz der Ringschwalbe hat größeren Durchmesser als der Okularstutzen). Die Ringschwalbe hat eine Höhe von 5,3mm. Also hat der Tubus die korrekte Länge.
Die herausziehbaren Stifte an Okularen dienen der präzisen Orientierung in den Ausfräsungen der Tubusrohre, z.B. für Polarisation. Die dafür geeigneten Binotuben haben eine aufwändige Ausrichtung der Tubusrohre in immer dieselbe Lage beim Schwenken.
Die alten Jentzsch Binotuben sind denkbar ungeeignet fürs Fotografieren.
Foto-Parfokalität kann man ohnehin nur erwarten, wenn fokussierbare Okulare mit Strichplatten an den Einblicktuben verwendet werden
HG Christoph
Hallo Christoph,
mit allem einverstanden, nur: warum hälst Du die Jentzsch-Tuben für ungeeignet, mit denen habe ich keinerlei Problem beim Fotographieren?
Hallo Daniel,
der Fototubus hat die richtige Länge. Mein Vorschlag zum Vorgehen: Nimm ein stellbares Okular, lege eine Strichplatte ein (bitte richtig herum), stell diese scharf und setze dieses Okular zunächst in den am Fotoausgang installierten Fototubus ein. Stell so ein Präparat scharf. Auf der Beobachtungsseite nimm bitte den Knicktubus setze das Strichplattenokular dort ein (oder ein zweites mit scharf eingestellter Strichplatte); dann müsste auch hier das Präparat scharf zu sehen sein, sonst stimmt irgendetwas grundlegendes nicht.
Hallo Daniel,
weil sie nie exakt parfokal sind, die Einstellskalen sind nur ein grober Anhalt.
Wenn du die Scharfstellung des Kamerabilds mit den Betrachtungsokularen vornehmen willst (so sind heute alle Mikroskopsysteme aufgebaut), kannst du nur mit Siedentopf-Tuben oder ähnlich gebauten Tuben sinnvoll arbeiten.
Herzliche Grüße
Christoph
Hallo Christoph,
natürlich sind solche Skalen immer nur ein Anhaltspunkt und nie korrekt.
Mein reguläres Vorgehen: Einfacher gerader Tubus am Fotoport (bzw. 100% Foto bei Trinokular mit in der Länge nicht veränderbarem Tubus für den Kameraanschluss). Fokussieren eines Präparates entweder visuell mit Okular mit Strichplatte oder mit Kamera mit Relaisobjektiv (Einstellung Unendlich) über nicht verstellbarem Okular im Fototubus via Monitor. Schärfeabgleich mit stellbaren Okularen im Beobachtungsbino. Dann hat man mit den Jentzsch-Tuben im Prinzip ja eine zusätzliche Option, da man diese Anpassung über die Korrekturstutzen vornehmen und dann trotzdem noch ein stellbares Okular mit Strichplatte verwenden kann. Mache ich da einen Denkfehler?
Hallo Zusammen,
Ich möchte mal einen zwischen Bericht geben:
Ich habe 0,3mm entfernt (die Wahnsinnstat passierte schon heute Mittag!)auf der drehbank. Jetzt hat die optische Länge genau die 120mm. Mit einem 32mm Objektiv als relaioptik und einem 10 objektiv als Projektiv ist das ganze ziemlich gut.
Ohne relaioptik wills nicht klappen🤨
Liebe Grüße Daniel
Hallo Daniel,
ZitatIch werde als Direktprojektion ausführen.
Es ist kein Direktprojektion was du machen willst. Mit Direktprojektion wird das Bild vom Objektiv direkt (ohne Okular/Projektiv) auf dem Kamerasensor projiziert.
ZitatIst das wirklich so viel schlechter als mit Relaisoptik?
Ich halte die Fotogafie mittels
Projektiv für die bessere Methode. Du hasst selber schon erfahren das die Afokale Fotografie empfindlicher ist für Staub im/auf Okulare und Kamera-Objektiv. Aber Zeiss-West hat nie gute Projektive gebaut, wie z.B. die FK/NFK Projektive von Olympus.
ZitatOhne relaioptik wills nicht klappen
Ich empfehle dir Kamera-Adaptionen nicht mit Mikroskope wie dein Universal zu testen aber mit ein ganz normales Zeiss Standard mit der Alteren Schiebe-Trinotubus oder Einfachen Gerader Tubus. Damit wirst du mit Verlängerten Okulare oder Hybrid-Okulare (beschieben auf meinem HP) ein 100% Foto-Parfokale Adaption Bekommen, also ohne Relais-Optik. Im Algemeinem teste ich eine Kamera-adaption auch an ein Hufeisenstativ. Mit das richtige Projektiv hat man da in 2 Minuten Zeit eine ganz Parfokale Adaption. Warum? Weil es ein einfaches System ist wo man mit ein Lineal einfach und genau die Tubuslänge überprüfen kan. Und sich keine zusätzliche (potenziell störende) optische Elementen zwischen Objektiv und Okular befinden. Es ist eigentlich ein Foto-Tubus. Wenn z.B. alles klappt am Hufeisenstativ und nicht an einem System-Mikroskop dann stimmt etwas am System-Mikroskop nicht.
@Christoph
ZitatDie alten Jentzsch Binotuben sind denkbar ungeeignet fürs Fotografieren.
Wenn das so wäre dan hatte ich nie Foto-Parfokale Adaptionen mit Zeiss, Leitz und Olympus Mikroskope bekommen. Also, die Aussage stimmt nicht.
Beste Grüsse,
Rolf
Hallo zusammen,
ich klinke mich hier aus. Warum? Eigentlich wollte ich Daniels Problem fehlender Parfokalität zwischen Beobachtungstubus und Fototubus systematisch lösen und ihn schrittweise an die optimale Vorgehensweise heranführen. Es gab nun einige Querschläger und auch etwas Ungeduld. Zum Schluss war ich auch nicht mehr sicher, ob Daniel und ich überhaupt noch von den gleichen Dingen reden. Das alles soll kein Vorwurf sein; Vielmehr habe ich gelernt, dass es so nicht funktioniert. Ich werde demnächst ein PDF einstellen, in dem ich einiges über die verschiedenen Fotoadaptionen (Zeiss-West) und mein Vorgehen zum Abgleich mit dem Fototubus schildere.
Hallo Rolf,
offenbar verwende ich die Begriffe an einigen Stellen nicht korrekt :D .
Am liebsten wäre mir letztlich eine Lösung, bei der ich die Kamera einfach über ein MFT-Bajonett montieren kann – so könnte ich sie unkompliziert von Mikroskop zu Mikroskop mitnehmen.
Hallo Jürgen,
Schade, dass du dich ausklinkst – ich schätze deine Expertise sehr! Die Idee, ein Dokument zu erstellen, finde ich trotzdem richtig gut. Mit den bisherigen Dokumenten hast du sicherlich schon vielen weitergeholfen. 🙂
Viele Grüße,
Daniel
Hallo Daniel,
ZitatAm liebsten wäre mir letztlich eine Lösung, bei der ich die Kamera einfach über ein MFT-Bajonett montieren kann – so könnte ich sie unkompliziert von Mikroskop zu Mikroskop mitnehmen.
Das Verstehen wir, das kan sowohl Afokal als mit ein Projektiv. Z.B. eins meiner Adaptionen am Zeiss Standard mit Projektiv und der IHGEE adapter (gibt es überhaupt etwas besseres?). Die Kamera nimmt man einfach und schnell ab:
(https://microscopievandenatuur.nl/sites/default/files/2021-03/Canon600D-Zeiss-Standard.jpg)
Hier sieht man auch der Vorteil des älteren Schiebetubus: es ist genügend Platz vorhanden, um den Adapter anzubringen und Abstand Projektiv-Kamerasensor varieren zu können. Mit dem neuere Knick Tri-tubus kann man der IHGEE kaum verwenden, der Teil am Tubus mit 25 mm Durchmesser (standard Aussendurchmesser für normale Endlich Mikroskoptuben) ist da viel zu kurz.
Beste Grüsse,
Rolf
Hallo zusammen,
prinzipiell hat sich die Fotoqualität ohnehin schon deutlich verbessert:
neu neu.jpg (25 NEOFLUAR / KPL10 / Olympus 12-32mm Pancake auf 32mm eingestellt)
@Rolf: Der von dir gezeigte Adapter ist ja nur noch gebraucht zu bekommen – aber als Inspiration für einen Eigenbau ist das auf jeden Fall ein guter Hinweis! :-)
lg Daniel
Hallo Daniel,
ZitatDer von dir gezeigte Adapter ist ja nur noch gebraucht zu bekommen
Stimmt, wie auch alle Zeiss Teile die du verwendest... ;)
Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
ich glaube wenn ich mir das zusammen suche... bin ich mit selber drehen schneller 8)
Hallo Zusammen,
anbei mal einen zwischenbericht:
P8112211.jpeg
Der Adapter wird mit drei Schrauben fixiert und zentriert – das funktioniert bereits sehr gut.
Das aktuell verwendete 25-mm-Objektiv zeigt im Fotomodus eine Vignettierung, liefert jedoch beim Filmen einen sehr guten Bildausschnitt.
IMG_0398.jpg
Wie stellt ihr Kamera und Objektiv ein?
Ich habe aktuell auf unendlich fokussiert und die Blende möglichst weit geöffnet.
liebe Grüße,
Daniel
Hallo Daniel,
ZitatWie stellt ihr Kamera und Objektiv ein?
Objektiv hast du schon richting eingestellt. Am Kamera kannst du am besten alle automatischen Funktionen ausschalten. Weissabgleich einstellen, ISO so niedrig wie möglich. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Zusammen,
Ich wollte mal zeigen wie weit ich bereits bin mit dem Thema. Ein anderes Vollmechanisches mft objektiv, eine bessere Mechanische Verbindung und ja es ist nochmals deutlich besser geworden:P8202196.jpegIMG_0705.jpegP8202247.jpeg
Lg Daniel
Ps entschuldigt den Schmutz auf dem Mikrometer🙈
Der Adapter ist übrigens eine Alugegenlichtblende, die über eine Passung sitzt:IMG_0704.jpeg