Die Große Königslibelle (Anax imperator) ist eine der häufigsten heimischen Großlibellen.
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Die wasserbewohnende, carnivore Larve erklettert vor ihrer letzten Häutung Stengel von Wasserpflanzen und krallt sich dort fest. Nach der Häutung zur Libelle bleibt die abgestreifte Larvenhaut, die sog. Exuvie, an den Pflanzenstengeln hängen und kann eingesammelt und untersucht werden.
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Zum Beutefang dient der Libellenlarve die sog. Fangmaske, die sich in Ruhestellung zusammengeklappt unter dem Kopf befindet.
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Die Fangmaske kann zum Ergreifen einer Beute blitzartig vorgeschleudert werden.
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Am sog. Praementum befinden sich zwei spitze, bewegliche Zähne sowie eine Reihe verschiedener Zähne und Borsten, mittels derer die Beute festgehalten und zum Mund geführt wird.
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Die Struktur des Praementums und der Haltevorrichtung für die Beute wird deutlicher, wenn das Praementum von der Fangmaske abgetrennt, aufgehellt und dann mikroskopiert wird.
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Die ergriffene Beute wird dann zu den Mundwerkzeugen transportiert, zerkleinert und gefressen.
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Viele Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
eine sehr interessante Doku! Libellen und deren Larven haben mich schon immer fasziniert. Als Kind habe ich mir gelegentlich Kaulquappen mit nach hause genommen, in einem Aquarium gehalten und deren Entwicklung zum Frosch beobachtet. Gefüttert habe ich sie mit algenbewachsenen Blättern aus dem Tümpel. Als dann mal eine Libellenlarve dabei war habe ich dann gezielt nach ihnen gesucht.
Grüße
Alex
Lieber Bernd,
danke für diesen schönen und informativen Beitrag.
Hallo Bernd,
ein sehr schöner Beitrag und mal was ganz anderes!
Auch mich haben Libellen immer schon fasziniert und genau wie Alex habe ich immer ab dem Frühjahr Rückenschwimmer, Kaulquappen, Libellenlarven aufgezogen. (Okay, die Rückenschwimmer sind meistens weggeflogen.)
Sehr schöner Bericht, Bernd!
Ich habe den Einsatz der Fangmaske schon häufiger in meinen Probengläsern beobachtet. Deshalb ist es interessant, dieses Organ im Detail zu sehen. Gute Fotos, vielen Dank dafür!
Liebe Grüße
Manfred
Hallo Bernd,
sehr schöner und interessanter Beitrag, danke fürs Teilen.
Wie hast Du denn den Körper aufgehellt und wie mikroskopiert? Die Bilder sind Dir gut gelungen.
LG Frank
Hallo Frank,
es kamen so ziemlich alle Fototechniken zum Einsatz. Bild 1 und 2 wurden mit einem Tele-, Bild 3 mit einem Makroobjektiv aufgenommen. Bild 4, 6 und das letzte Bild (10) wurden mit einem Stereomikroskop und Auflicht, Bild 7 im Durchlicht aufgenommen, Bild 8 mit einem 2,5x Objektiv, Bild 9 mit einem 10x Objektiv am Durchlichtmikroskop. Mit Ausnahme von Bild 1 und 2 sind alle Bilder gestapelt.
Das abgetrennte Praementum habe ich zwei oder 3 Tage in Milchsäure aufgehellt. Dann wieder in Wasser überführt. Danach waren mehrere kleine Luftblasen in den spitzen Zähnen, die nach zwei Tagen in ca. 50% Isopropanol verschwunden waren. Anschließend wieder in Wasser überführt, ein Deckglas mit Vaselinefüßchen aufgelegt und mikroskopiert.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
danke für die Darstellung Deiner Vorgehensweise.
Den Einsatz von Milchsäure kannte ich noch nicht, interessant.
Zeige gerne noch mehr solcher Projekte.
LG Frank
Hallo Bernd,
tolle Aufnahmen! Hast du denn inzwischen das Buch mit den Exuvien?
Grüße
Stephan
Hallo Bernd,
auch ich habe Deinen Beitrag mit Freude gelesen. Der Schlupf einer Libelle ist immer wieder ein faszinierendes Schauspiel. Ich habe mir da schon manche Nacht um die Ohren geschlagen, um das an meinem Gartenteich zu beobachten (Fotos im Mikro-Café (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=44439)).
Eine Frage noch zur Milchsäure: Hast Du die 100%ig angewendet oder verdünnt?
LG Gerd
Hallo Gerd,
die Milchsäure habe ich konzentriert, also ca. 80%ig, eingesetzt.
Viele Grüße
Bernd