Ich hab zwar noch keine Erfahrung mit Chemikalien aber das Salz ist recht leicht herzustellen. Etwas Salzsäure aus dem Baumarkt und eine wässrige Ammoniaklösung tut's schon. Genau genommen besteht ja Salzsäure aus gelösten Chloridionen, die mit den Ammoniumionen zu einem Salz reagieren. Ich hatte erst den Eindruck das Salz sublimiert und bildet einen Rauch, der nach Ammoniak riecht. Aber das passiert glaube ich nur da das Salz in der Lösung gesättigt ist. Eigentlich ist das Salz ja ein Feststoff.
Auf meiner Heizplatte haben 35°C ausgereicht um Kristalle zu bilden.
Ich weiß allerdings nicht, ob sie doppelbrechend sind. Gewisse Farbeffekte sieht man jedenfalls und die Aufnahmen sehen (bitte entschuldigt) einfach saugeil aus.
Im normalen Hellfeld sieht man sogar noch etwas mehr Polarisationseffekte als im Dunkelfeld.
Wie sieht genau die Kristallstruktur aus?
Viele Grüße
Christian
Die Kristallstruktur habe ich auf der Seite der Uni Potsdam gefunden.
https://www.uni-potsdam.de/fileadmin/projects/kristallographie/Strukturdatenbank/NH4Cl.jpg
Ähnlich kubisch raumzentriert wie Natiumchlorid. Aber die Kristalle sehen trotzdem völlig anders aus, die Frage mit der Doppelbrechung stelle ich mir immer noch. Wer weiß dazu was?
Hallo Christian,
wenn die Raumstruktur wie beim Natriumchlorid ist (kubisch) sollte es keine Doppelbrechung geben. Da wir es aber mit +/- frei wachsenden Kristallen zu tun haben, kann es natürlich vorkommen, dass Licht bei Reflexionen an den Flächen polarisiert wird, wie das reflektierte Licht einer Fensterscheibe. Da sieht man dann doch ein wenig was hinter dem Analysator, meist Konturen.
LG Gerd
Stimmt, reflektiertes Licht ist immer polarisiert. Aber wie sieht's mit der Kristallstruktur aus? Das Kristallgitter von Natriumchlorid und Ammoniumchlorid sieht zwar ähnlich aus aber die makroskopischen Kristalle sind doch völlig verschieden, oder?