Hallo zusammen,
In der vergangenen Woche habe ich ein kleines Salonpräparat aus Resten von heraus gesuchten Diatomeen
zusammen gestellt. Es sind einige OTs mit gesammelten Diatomeen die ich mal in der vergangenen Zeit heraus gesucht habe und verstaut und hin und wieder mal welche davon gebraucht habe.
Ich habe es so staubfrei wie möglich gelegt. Sobald ein Staubkörnchen zusehen war habe, ich es mit
winzigen Pinsel oder Legeborste entfernt. Im übrigen ist es mit wetMedium und von Hand gelgt.
Völlig staubfrei geht wahrscheinlich nur mit kleiner Kammer die mit etwas Luftüberdruck arbeitet, so das kein Staub rein kann.
Hier das Gesamtbild. Einzelbilder sind mit 10x Objektiv gemacht und später zusammengesetzt worden.
Salonpräp10x-Collage-A-1600px.jpg
Das gleiche nur mid dem 3,2x Objektiv und in sw.
Salonpräp3k2x-Gesamt-1600px.jpg
Ausschnitte mit 20x Objektiv:
Salonpräp20x-Teil-Ausschnitt-2-1600px.jpg
Salonpräp20x-Teil-Ausschnitt-1-1600px.jpg
Um es mal zu zeigen wie winzig das ist hier einige Bilder die am Lomo Stemi gemacht wurden:
Ich benutze meistens die 4x Einstellung.
Übersicht-Stemi-1x-1600px.jpg
Übersicht-Stemi-2x-1600px.jpg
Übersicht-Stemi-4x-1600px.jpg
Übersicht-Stemi-7x-1600px.jpg
Gruss
Michael
Hallo Michael,
einfach zauberhaft! Die Bilder mit dem Stemi nebst Legeborste sind schon krass. Schön, das mal mit Größenvergleich zu sehen.
(Alleine der Name "Salonpräparat" ist ja schon klasse. Ich sehe die Gesellschaft mit Monokel und Zylinder direkt vor mir. Kann sein, dass eine der Damen bei Deinem Präparat ihr Riechfläschchen verwenden musste. Chapeau!)
Hallo Michael,
einfach wundervoll, danke!
Hallo Michael,
auch ich bewundere Deine ruhige Hand.
Zum Staubschutz, der unter Heimlaborbedingungen sicher immer nur bedingt ist, habe ich einen Glaskasten um mein MBS-10 (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=40166) gebaut. Aber das wichtigste Werkzeug zur Staubvermeidung im Präparat ist eine Durchlicht-Polarisationseinrichtung am Stereomikroskop, in der jeder Fussel und (fast) jedes Staubkörnchen hell aufleuchtet. Das beginnt mit der Kontrolle der Objektträger und Deckgläser. Aber am wichtigsten ist vor dem Auflegen des Deckglases das Präparat nochmals zu kontrollieren und eventuell vorhandenen Staub oder Luftblasen an den Rand des Eindeckmitteltropfens zu ziehen, bevor man das Deckglas anbringt. Allerdings dauert der Prozess des Eindeckens bei meines Art von Präparaten nur wenige Minuten. Ein begonnenes Präparat, an dem man wiederholt an mehreren Tagen arbeitet staubfrei zu halten, das ist sicher nochmal eine ganze andere Herausforderung.
LG Gerd
Hallo,
Danke für die bisherigen Antworten.
Es ist nicht nur das Problem der staubfreiheit, sondern der Legegrund muss auch feucht sein / bleiben.
Ausser man arbeitet mit Schellack. Wenn da im klebrigen (Wenn Schellack warm ist) Zustand Staub drauf
kommt hat man ein Problem. Ich nutze momentan wetMedium da kann man Fremdkörper heraus ziehen.
Beim trocknen (180 Grad/40Min) decke ich es mit kleiner Petrischale ab.
Wenn beim eindecken mit Pleurax ein Fussel oder ähnliches rauf kommt wird der an den Rand gezogen.
Ich erhitze das DG mit dem PLX ca. 4h bei 105 Grad bis es im kalten Zustand fest genug ist.
Dann lege ich es auf ein OT und schmelze es kurz an.
Bei grossen DGs betropfe ich auch ein OT mit PLX und erhitze diesen und schmelze später das DG darauf.
LG
Michael