Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Himalaya bis nach Ostasien.
Die Koreanische Abelie ist in Nord – Korea in der Provinz Pyong-yan am Fuße des Maengsan – Gebirges beheimatet.
Die Koreanische Abelie ist ein sommergrünes Gehölz mit einer Wuchshöhe von ca. 1,5 Meter. Sie bildet flache Wurzeln und hat grünes Laub.
Abelia mosanensis zeigt einen breitaufrechten Wuchs mit hängenden, borstigen und behaarten Zweigen.
Der Name Abelia stammt aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie ,,Atem"
Die Art gelangte als Saatgut über den Botanischen Garten Salaspils in
Lettland nach Mitteleuropa (sowie Nordamerika) und ist seit Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durch H. J. Albrecht und die Firma Kordes - Jungpflanzen im Handel.
Besonderheiten gegenüber anderen Abeliaceae: Im Vergleich zu Abelia grandiflora oder Abelia x grandiflora zeigt Abelia mosanensis spezifische Blütenformen und Laubstruktur, sowie regionale Anpassungen an kühleres, feuchteres Klima. Die Art besitzt oft eine subtile, elegante Zierwirkung durch Blütenstände in Traubenformen und eine eher zurückhaltende, aber aromatische Blüte.
Vermehrung: Wie bei vielen Abelia-Arten durch Stecklinge (Halbstängel) oder durch Vermehrung über Samen; Stecklinge nach der Blüte führen oft zu rascherer Etablierung.
Abelia mosanensis wird nicht medizinisch verwendet. In der Literatur und Praxis dient sie vor allem als Zierpflanze in Gärten und Parks. Es gibt keine bekannten pharmakologischen oder medizinischen Anwendungen dieser Art.
Systematik:Ordnung: Kardenartige Dipsacales
Familie: Geißblattgewächse Caprifoliaceae
Unterfamilie: Linnaeoideae
Gattung: Abelien Abelia
Art: Koreanische Abelie
Wissenschaftlicher Name: Abelia mosanensis
Trivialname: Mosan-Abelia, Abelia, Adelia chinensis. Adelia uniflora
Englische Bezeichnung: Korean Abelia
Taxonomie und Name: Abelia mosanensis ist eine Art der Familie Caprifoliaceae (früher häufig als Abeliaceae geführt). Sie gehört zur Gattung Abelia. Das Epitheton bezieht sich auf die Region Mansan/Den-Man in Korea, wo sie vorkommt.
Zur Gattung Abelia werden 3 - 4 Arten gezählt.
Die Gattung ,,Abelia" wurde 1818 von
Robert Brown (1773 – 1858) nach
Clarke Abel (1789 – 1826) benannt, der Abelia chinensis 1816/17 in China entdeckt hat.
Robert Brown war schottischer Arzt und Botaniker.
Clarke Abel war ein britischer Arzt, Naturforscher und Botaniker.
Fossil ist die Gattung seit dem Tertiär nachgewiesen.
Das Tertiär ist die Zeitspanne zwischen dem Massenaussterben am Ende der Kreidezeit, von dem auch die großen Dinosaurier betroffen waren, und dem Beginn des jüngsten Eiszeitalters.
Bild 01 Habitus, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557414/1.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Bild 02 Blätter, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557413/2.jpg)
Foto: H.-J_Koch
In den Herbstmonaten nehmen die Blätter eine herrlich orangerote Färbung an und ist allein dadurch eine Bereicherung für jeden Pflanzenfreund.
Die Blätter sind gegenständig, einfach, oft glanzlos grün.
Bild 03 Zweig mit Blütenständen, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557522/3.jpg)
Urheber: Salicyna
Die zwittrigen Trichterblüten sind fünfzipfelig und tragen vier Staubblätter. Die Blüten stehen in Rispen an den Triebenden. Ein schöner Kontrast zu den weißen Blüten sind die fünf bronzefarbenen Kelchblätter, die sie umgeben.
Die Pflanze trägt kleine, zart wirkende Blüten in der Regel in aufrechten Rispen oder Ähren, oft weißlich bis zart rosé.
Die Kelchblätter (Sepalen) sind 8 – 10 mm lang, Kelchzipfel 2- 5 mm, zur Fruchtzeit bleibend.
Der Kelch ist sehr entwickelt, groß: Krone trichterförmig, an der Basis meist mit einer sackförmigen Erweiterung.
Die rosafarbenen Knospen sind in Büscheln an den Triebspitzen angeordnet. Wie kleine Sternchen zieren die geöffneten Blüten den Strauch, ihr starker Duft lockt Schmetterlinge und andere Insekten magisch an.
Blüte: Abelia mosanensis blüht typischerweise im späten Frühjahr bis Frühsommer. Die Blüten zeigen ein schmale Röhrenform, was den Charme der Gattung ausmacht.
Blütezeit: Mai - JuniBild 04 Fruchtstand, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557415/4.jpg)
Verfasser: Salicyna
Teil 1
Spross, Querschnitt
30 Mikrometer
Bild 05 Schnittstellen, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557416/5.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Der Spross ist schwierig zu schneiden. Die Schnitte rollen sich auf und die Rinde löst sich ab.
Bild 06 Übersicht, ungefärbter Schnitt, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557417/6.jpg)
Bild 07 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557419/7.jpg)
Bild 08 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557418/8.jpg)
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Bild 09 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557420/9.jpg)
Bild 10 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557422/10.jpg)
Bild 11 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557421/11.jpg)
W-3A-Färbung nach Wacker (
Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)
Arbeitsablauf:1.Pflanzenprobe liegt in 30 % Ethanol.
2. Aqua dest. 3x wechseln je 1 Minute.
3. Vorfärbung Acridinrotlösung 7 Minuten
4. 1x auswaschen mit Aqua dest. .
5. Acriflavinlösung (differenzieren bis gerade keine Farbwolken mehr abgehen - Lupenkontrolle) ca.15 Sekunden !!
6. 2 x auswaschen mit Aqua dest..
7. Nachfärbung Astrablaulösung 1 Minuten
Bei der Nachfärbung mit Astrablau eine Mischung aus Astrablau und Acriflavin im Verhältnis 3 : 1 verwendet (blau + gelb = grün).
Tipp:Eine schöne Variante erhält man, wenn man in der letzten Färbestufe eine Mischung aus Astrablau und Acriflavin im Verhältnis 3:1 verwendet. (3 Tropfen Astrablau und 1 Tropfen Acriflavin separat ansetzen und Gemisch mit der Pipette übertragen.
8. Auswaschen mit Aqua dest. bis keine Farbstoffreste verbleiben.
9. Entwässern mit 3x gewechseltem Isopropylalkohol (99,9 %)
10. Einschluss in Euparal.
Ergebnis:Zellwände blaugrün bis grün, verholzte Zellwände leuchtend rot, Zellwände der äußeren Hypodermis orangerot, Cuticula gelb, Zellwände der innenliegenden Hypodermis tiefrot.
Bei der Betrachtung wird eine Kontrastverbesserung bei Verwendung eines BG 38 Filters (blaugrün, 3 mm dick) erreicht.
Fotos: Nikon D5000, Sony Alpha 6000
Bild 12 Übersicht, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557423/12.jpg)
Bild 13 Detailaufnahme, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557426/13.jpg)
Bild 14 Detailaufnahme mit Beschriftung, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557424/14.jpg)
ST = Strahl, K = Kambium, PH = Phellem, XY = Xylem, SK = Sklerenchym
Ein unter der Rinde entstehendes
Phellem.Phellem, ein sekundäres Abschlussgewebe an älteren Sprossachsen und Wurzeln, aber auch als Wundverschluß beim Blattfall und dort, wo lebendes Parenchym (Grundgewebe) durch Verwundung freigelegt wurde.
Der Kork ist ein Gewebe von geschichtetem Bau, das aus regelmäßigen radial angeordneten Zellreihen besteht. Er kommt in Form dünner, grauer oder brauner und glatter Korkhäute oder dicker, außen rissiger Korkkrusten vor. Die Korkzellen dichten ihre Zellwände durch Auflagerung einer Suberin-Schicht (Suberin, Verkorkung) für den Wasser- und damit auch für den Gasdurchtritt (Transpiration) völlig ab.
Sie selbst sterben danach ab. Auf diese Abdichtung sowie auf das Fehlen von Interzellularen im Korkgewebe ist die sehr geringe Wasserdurchlässigkeit des Korks zurückzuführen, der in dieser Eigenschaft die Epidermis erheblich übertrifft.
Der Kork hat auch pilz- und bakterienabweisende Eigenschaften durch die in den Korkzellen gebildeten Gerbstoffderivate (Phlobaphene), die dem Kork auch die Braunfärbung verleihen.
Bei der Bildung der Borke werden dann in immer tiefer gelegenen, später dem sekundären Rindenmaterial zugehörigen Schichten weitere Korkkambien gebildet.
Bild 15 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557425/15.jpg)
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Bild 16 Markparenchym, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557427/16.jpg)
Teil 2
Spross, Längsschnitt
25 Mikrometer
W-3A-Färbung nach Wacker (
Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)
Bild 17 Übersicht, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557461/17.jpg)
Bild 18 Detailaufnahme mit Beschriftung, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557462/18.jpg)
MP = Markparenchym, P = Phellem, PH = Phloem, XY = Xylem
Bild 19 Detailaufnahme, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557460/19.jpg)
Bild 20 Detailaufnahme, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557465/20.jpg)
Bild 21 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557463/21.jpg)
Bild 22 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Koreanische Abelie Abelia mosanensis
(https://www2.pic-upload.de/img/37557464/22.jpg)
Verzeichnis der benutzten Literatur:Wikipedia; Freie Enzyklopädie
Peter A. Schmidt ,,Taschenlexikon der Gehölze", ISBN: 978-3-494-01448-7
P. Schmidt, U. Hecker ,,Die wildwachsenden und kultivierten Laub- und Nadelgehölze Mitteleuropas, ISBN: 978-3-494-01800-3
Mehr Bilder zur Koreanische Abelie Abelia mosanensis.
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=39992.0
Die Informationen für Beschreibungen werden von mir selbst aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Dabei benutze ich sowohl Bücher als auch Internet Quellen.
Ich recherchiere dann weiter, suche die zugrundeliegenden Studien heraus, werte sie aus und verbinde alles miteinander.
Beim Recherchieren öffnet sich oft nicht nur eine neue Tür, sondern gleich mehrere. Dahinter verbergen sich weitere spannende Informationen.
Für konstruktive Kritik bin ich ebenso offen wie für lobende Worte.
Hans-Jürgen