Der Morgenländische Lebensbaum ist die einzige Art der Gattung Platycladus. Er gehört zu den Zypressengewächsen (Cupressaceae) Beheimatet ist er in Asien, in Europa wurde und wird er gelegentlich als Zierpflanze angebaut.
Er kann bis zu 20 m hoch werden. Die Blätter sind schuppenförmig und ein bis drei Millimeter lang.
Mein Exemplar habe ich in Istrien gefunden.
Hier ein Zweig mit den recht typischen Zapfen
Bild 1 (Wikimedia Commons, Autor: Daniel Fuchs)
Daniel_Fuchs.CC-BY-SA.Platycladus_orientalis.jpg
Ich habe mir die Sprossachse und die Blätter angeschaut. Gefärbt wurde mit FCA nach Etzold, die Schnitte sind in der Regel 30 µm dick.
Die Sprossachse ist deutlich verholzt
Bild 2
(https://www2.pic-upload.de/img/37560677/Posa2.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Hier ein Detailbild
Bild 3
(https://www2.pic-upload.de/img/37560679/Posa6.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Und hier ein Schnitt mit dem Abgang eines Ästchens
Bild 4
(https://www2.pic-upload.de/img/37560678/Posa3.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Das Xylem in der Übersicht. Bemerkenswert ist, dass diese Art keine Harzkanäle im Xylem ausbildet
Bild 5
(https://www2.pic-upload.de/img/37560676/Posa1.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Harzkanäle finden sich im Rindenparenchym
Bild 6
(https://www2.pic-upload.de/img/37560680/Posa4.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Aufgrund der schuppenförmigen Anordnung zeigen die Blätter im Querschnitt unterschiedliche Formen, je nachdem, wo die Schnittebene gerade liegt. Ich zeige einige Beispiele
Bild 7
(https://www2.pic-upload.de/img/37560683/Pob1.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Man sieht hier bereits, dass das Palisadenparenchym auf beiden Seiten des Blattes angelegt ist. Weiterhin finden sich im Mesophyll Epithelzellen, die hier wohl für die Produktion von Harz zuständig sind und dieses an die großlumigen Zellen im Blattinneren abgeben, aus denen sich die Harzkanäle bilden.
Das hier noch mal im Detail
Bild 8
(https://www2.pic-upload.de/img/37560695/Pob14.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Um die großlumigen Speicherzellen, deren Zellwand sich schon zum Teil auflöst, gruppieren sich die harzproduzierenden Epithelzellen.
Einige weitere Beispiele von Blattquerschnitten, zum Teil mit gut erkennbaren Harzkanälen.
Bild 9
(https://www2.pic-upload.de/img/37560690/Pob9.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Bild 10
(https://www2.pic-upload.de/img/37560692/Pob11.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Bild 11
(https://www2.pic-upload.de/img/37560686/Pob4.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Bild 12
(https://www2.pic-upload.de/img/37560687/Pob6.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Bild 13
(https://www2.pic-upload.de/img/37560682/Pob3.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Und hier noch im polarisierten Licht
Bild 14
(https://www2.pic-upload.de/img/37560694/Pob12.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Bild 15
(https://www2.pic-upload.de/img/37560684/Pob2.jpg) (https://www.pic-upload.de/)
Wie immer freue ich mich über Kommentare, Berichtigungen und Ergänzungen.
Nice work, like the development of the resin channels.
Best, Maarten
Hi Maarten,
thank you. This "dynamic" plant anatomy is my favorite topic.
Best
Peter
Grß´ Dich Namensvetter,
Gratulation zu diesem hervorragenden Beitrag.
Ich erstarre wieder einmal in Ehrfurcht
Gruß Peter W
Hallo Peter,
auch Dir besten Dank!
Lieber Peter,
eine gelungene Arbeit.
Die sehr kleinen Teile (schuppenförmige Blätter 1 bis 3 mm lang) gefallen mir sehr gut.
Eine Negativaufnahme vom Bild Nr. 10.
(https://www2.pic-upload.de/img/37560824/Pob11.jpg)
Gruß
Hans-Jürgen
Lieber Hans-Jürgen,
besten Dank!
Die Negativaufnahme ist wirklich eindrucksvoll, manche Strukturen scheinen dadurch noch besser zur Geltung zu kommen. Muss ich auch in mein Repertoire aufnehmen.