Hallo zusammen,
jeder brauch es - (fast) jeder hat es - manchmal sieht es so oder so aus.
Was ist es?
Grüße
Kurt
Hallo,
Radiergummi?
Herzliche Grüße
Peter
.... nein, Radiergummi ist es nicht.
Hier eine Hilfestellung in Farbe und mit Hinweis.
Grüße
Kurt
Hi,
das zweite Bild zeigt eindeutig eine mikroskopische Rauhfasertapete.
Für sehr, sehr kleine Wände.
Hmm, irgendeine Schale einer Frucht? Nuss? Ei?
Lg
Anne
Ist das Schaum?
Hallo Kurt,
ich hab auch den ganzen Nachmittag nachgedacht, die Goggle Bildersuche benutzt, halb Hasenthal gefragt. Bin eigentlich nicht draufgekommen. jetzt rate ich einfach, ist es Waschpulver?
... jetzt mache ich mir echt Gedanken, ob das wirklich ein "leichtes Rätsel" ist....
Bis jetzt ist alles falsch!
Grüße
Kurt
Du warst im Baumarkt und hast dir Schleifpapier gekauft? -
OK, hattest du schon im Schrank. ;)
Grüße Matthias
Calcium?
...leider wieder alles falsch.
Kurt
Mattscheiben?
Grüße Andreas
Ist es eine Brausetablette einmal im trochenen Zustand (2. Bild) und einmal im feuchten Zustand also
Schaum (1.Bild) ?
...das Rätsel hat Andreas gelöst!!
Es sind die Oberflächen der Mattscheiben (Streuscheiben) von CZ-Jena und Leitz, siehe Bild.
Kann vielleicht jemand was zur Technologie der Herstellung slocher Mattscheiben sagen?
Nach meiner Kenntnis gibt es mit Flussäure geätzte und per Sandstrahl hergestellte Mattscheiben.
Ich habe selbst mal einen Objektträger mit HF geätzt, also mattiert. Leider habe ich ihn nicht mehr und kann somit die Oberfläche nicht untersuchen.
Grüße
Kurt
Lieber Kurt,
Danke für das (nicht so) leichte Rätsel. Mit Verlaub - die erste Beschreibung war das Schwierigste. Meine Frau würde schwören, noch nie im Leben eine Mattscheibe benötigt zu haben.
Die Lösung brachten die gut versteckten Hinweise, mein Ultropak und eine Mattscheibe aus meinem Fundus, die irgendwie so und so aussieht.
Grüße Andreas
Hallo Kurt,
ZitatKann vielleicht jemand was zur Technologie der Herstellung slocher Mattscheiben sagen?
die Mattscheibe von Zeiss ist durch Flußsäure geätztes Glas, üblichere einfache Mattscheiben wie das Beispiel von Leitz werden durch Schleifen mit bestimmter Körnung erzeugt.
Durch das Ätzen entstehen kugelkalottenförmige Ausbuchtungen wie man auch auf dem Foto sieht, die haben nahezu den gleichen Radius (auch wenn der Durchmesser variiert). Das Ganze wirkt wie ein Linsenraster konkaver Linsen mit sehr kurzer Brennweite. Dadurch erfolgt die Streuung relativ definiert in einem begrenzten Winkelbereich.
Im Gegensatz dazu haben geschliffene Mattscheiben durch das unregelmäßige Herausbrechen von Glasstücken eine statistisch verteilte Brechung in einem weiten Winkelbereich. Der Streuwinkel hat eine Art Gaußverteilung. Feineres Schleifmittel z.B. der Körnung 600 erzeugt wenig Streuung mit engem Streuwinkel von typisch 10° bei auf die Hälfte abgefallener Intensität, mit 220er Körnung erreicht man einen Streuwinkel von etwa 16° (bei noch gröberer Körnung ergibt sich keine große Steigerung der Streuung mehr). Die Gesamtwirkung ist hier sehr stark vom Abstand zur Lichtquelle abhängig.
Der Vorteil der "Linsenrastermattscheibe" ist, dass der Lichtverlust bei vergleichbarer Streuwirkung deutlich geringer ist. Wenn man z.B. bei Köhler-Beleuchtung die in die Kondensoraperturblende abgebildete Lichtquelle homogenisieren will, ergibt die geätzte Mattscheibe bei richtiger Position ein sehr unscharfes Lichtquellenbild ohne großen Lichthof außen herum wie bei einer geschliffenen Mattscheibe. D.h. der größte Teil des Lichts bleibt konzentriert innerhalb des Beleuchtungsstrahlenganges. Bei den frühen Zeiss-Standard Mikroskopen hat man z.B. die Kollektorlinse vor dem Umlenkspiegel unter der Leuchtfeldblende geätzt.
Es gibt übrigens noch eine dritte Art von Mattscheiben, sog. Volumenmattscheiben oder Milchglas/Opalglasscheiben. Hier wird die Streuung durch mikroskopisch kleine streuende Partikel im ganzen Volumen der Scheibe erzeugt. Das hat den stärksten Effekt, die Streulichtverteilung erreicht den Winkel eines sog. Lambert-Strahlers mit breiter, cosinusförmiger Streulichtverteilung.
Und daneben gibt es auch noch holografische Diffusoren (also definierte komplexe Beugungsgitter) mit steuerbarer Lichtverteilung.
Hubert
Hallo,
im MIKROKOSMOS gab es einen Artikel zu dem Thema. Aus irgendeinem Grunde ist er nicht gedruckt erschienen, das pdf findet ihr im Anhang.
Viele Grüße!
Rainer
Hallo zusammen,
ich danke allen, die an meinem Mattscheiben-Rätsel teilgenommen haben.
Hubert - Dir einen besonderen Dank für die fachlich sehr interessanten Ausführungen!
Rainer - Dir auch ein extra Dankeschön für die pdf, kannte ich bisher noch nicht.
Hier noch ein Bild einer geschliffenen Mattscheibe von CZ-Jena.
Grüße
Kurt
Hallo Kurt und alle Interessenten, ich habe vor einigen Jahren schon mal ein paar Infos zur Herstellung von Mattscheiben gegeben, insbesondere auch zu Mattscheiben mit Mikrolinsenstruktur, die im Präzisions-Spritzguss hergestellt wurden. Damals wurden die 6x6 Rollei Mittelformatkameras (6008 etc.) mit diesen HD-Scheiben ausgestattet, soweit ich mich erinnere, kamen sie von Mamiya.
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11421.0
Viele Grüße Kay
Hallo,
meines Wissens sind diese hochwertigen geätzten Mattschieben mit ein Grund dafür dafür, dass das Jenaval Contrast mit einem unfassbare langen linsenreichen Lichtweg durch den Kontrasttubus selbst im DIC mit dem 100er Objektiv mit einer regelrechten "Funzel" von sage und schreibe 25 Watt(!) noch ein ausreichend helles Bild liefert. Die "Lichtverwertung" dieses Mikroskops war in meinen Augen eine absolute Meisterleistung der seinerzeitigen Konstrukteure.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo werte Kenner des Jenaval Contrasts,
Vielleicht kann jemand von euch die Frage beantworten, welche konkreten Mattscheiben beim Jenaval Contrast verwendet worden sind? Sind das nicht eher holographische Gitter?
Beste Grüße Stefan
Hello Kurt,
It was an excellent riddle.
I was just taking the luminosity map of my scope, which explains why we need it-