Glückauf Forum,
Am Sonntag waren wir im Landkreis Roth südlich von Nürnberg unterwegs. Ausser leckerem Karpfen gibt es dort zahlreiche Sandgruben, in deren Abfallschotter hin und wieder verkieseltes Holz aus dem Keuper und Perm zu finden ist. Ich habe zwei Stücke gefunden. Das eine sieht sehr nach Nadelholz aus. Das zweite ist sehr unregelmässig. Vielleicht haben Schnibbler ja eine Idee? Davon habe ich einen Schliff angefertigt.
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Viele Grüsse
Florian
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Habe bei Ebay einige verkieselte Hölzer aus Arenrath/ Eifel ersteigert. Eines davon scheint kein gymnospermenartiges Holz zu sein. Vielleicht ein Farn, o.ä? Hänge mal die unbearbeiteten Bilder an. Ich habe mit dem Auflicht 20x Ölobjektiv mit gekreuzten Polarisatoren durch eine polierte Fläche phototgrapiert. Vielleicht haben die Botaniker hier ja eine Idee?
Viele Grüsse
Florian
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Hier ein Dünnschliff von Holz aus Franken. In dem Holz ist auch das Mark erhalten, leider nicht sehr gut. Ich frage mich, ob es sich bei den netzartigen Zeichnungen im Mark um Siebzellen handelt. Leider weiss ich nicht, wie sowas aussehen soll.
Viele Grüsse
FIMG_10726.JPGlorian
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Hallo Florian,
auch dieses Stück scheint schon recht gelitten zu haben, bevor es verkieselte, auch wenn man noch schöne Zellstrukturen erkennen kann. Man sieht deutlich, das ganze Bereiche verschoben/gequetscht wurden. So ist der dreieckige Markbereich (im Übersichtsbild links unten und im 2. Bild fast bildfüllend aber um 180 Grad gedreht), sicher nicht dort "zu Hause" wo er jetzt liegt. Hier ist das Holz aufgerissen und das Mark hineingequetscht worden.
Warum im Mark langgestreckte Siebzellen auftreten sollten erschließt sich mir nicht. Mark wird meines Wissens i.d.R. von mehr oder weniger kugelförmigen Parenchymzellen gebildet. Die Siebzellen befinden sich bei Koniferen im Bast.
LG Gerd
Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht Holz von Cordaites ist. Auf diesem Bild (C) sieht man ähnliche Strukturen:
https://www.researchgate.net/figure/Anatomy-of-Cordaixylon-axis-Nova-Scotia-Museum-specimen-number-NSM006GF035001-A_fig2_281040171
Noch ein Bild des Marks im Längsschnitt (waagerecht):
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Vielleicht handelt es sich bei den quergestreiften Röhren dann um Protoxylem? Bilder C und H hier https://www.researchgate.net/figure/Anatomy-of-Cordaixylon-axis-Nova-Scotia-Museum-specimen-number-NSM006GF035001-A_fig2_281040171 sehen doch gar nicht so unähnlich aus.
Hier noch zwei Bilder von "Bäumchen", die in das Mark hineinzuwachsen scheinen. Vielleicht Sklerenchym, oder wie das auch heissen mag.
Viele Grüsse
Florian
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