Liebe Freunde der Mikroskopie,
ich möchte euch hier kurz meinen gerade beendeten Umbau eines Leica DMRB auf LED vorstellen.
Der Hintergrund ist, dass dieses von mir kürzlich erworbene Gerät ein defektes Netzteil hatte, das sich auch nicht (vom mir) so ohne weiteres reparieren ließ (ich habe eine ganze Reihe der alten Kondensatoren getauscht, aber das hat nichts geholfen). Daher dann der Entschluss des Umbaus auf LED.
Hierzu habe ich die vorhandene Platine rausgeschmissen und durch ein regelbares Konstantstromnetzteil vom Meanwell ersetzt (LCM-60). Der Vorteil dieser Netzteil-Serie ist, dass man sie mit PWM, aber auch mit einem einfachen 100 kΩ Potentiometer dimmen kann (von 0 bis 100). Diesen Weg habe ich eingeschlagen.
Die Verkabelung des Netzteiles ist einfach. Will man aber die Möglichkeit erhalten von unterer auf obere Lichtquelle umzustellen, sollte man aufpassen, denn man benötigt dann zwei Netzteile (während der Umschaltphase mit nur einem Netzteil steigt die Spannung auf ein Maximum von ca. 60 V und das überlebt keine LED, ist mir passiert). Daher habe ich nun zwei dieser Netzteile verbaut.
Die im DMRB verbaute Status-LED lässt sich einfach integrieren, denn die LCM Serie hat einen frei belegbaren 12 V Ausgang (vor der LED wird ein Wiederstand benötigt).
Die LED (CREE XP-G3 R3 CRI 90+) wurde auf einen zufällig passenden und vorhandenen Kühlkörper aufgeklebt. Die Halterung der Halogenbirne wurde entfernt und hier der Kühlkörper angebracht (geklebt). Die vorhanden Einstellmöglichkeiten der Lampe bleiben dabei vollständig erhalten.
Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit,
Jens
Hallo Jens,
Schaut gut aus 🙂
Irgend wann wird auch meines umzubauen sein (der Zahn der Zeit🫣)
Wie hat sich die Bildqualität geändert? Beim Zeiss Universal habe ich eine deutliche Verbesserung erfahren.
Liebe Grüße Daniel
Hallo Daniel,
nicht merklich. Das LED-Licht hat halt ein etwas andere Licht-Farbe und man kann den Tageslichtfilter (BG12) weglassen. Aber das Gesichtsfeld ist gleichmäßig ausgeleuchtet bis zum 5er Objektiv herunter.
Etwas habe ich noch vergessen. An den verwendeten Konstantstromquellen kann man die Stromstärke vorwählen (von 500 bis 1400 mA). Derzeit betreibe ich meine LED am DMRB mit nur 500mA, was bisher mehr als ausreichend ist.
Liebe Grüße,
Jens
Hallo Jens,
ich vermute du schaltest die LED über die Netzversorgung zum Meanwell Steuergerät aus und ein und die LED bleibt fest an den Treiber angeschlossen.
Ich würde um mit einem Steuergerät für 2 LEDs auszukommen folgendes versuchen:
überbrücke den Ausgang für die LED Versorgung am Meanwell Treiber mit einem 1 oder 5 kOhm Widerstand. Damit fliesst auch bei kurzzeitig abgekoppelter LED (z. B. über einen Umschalter) ein geringer Strom und die Spannung wird nicht wie im Leerlauf auf 60 V oder 90 V hochgefahren. Damit sollte dann ein Umschalten der Versorgungsspannung auf eine weitere LED keine Katastrophe mehr auslösen.
Ich hab mir auch das Datenblatt des Meanwell LCM 60 mal angesehen. Kann über ein Poti die Helligkeit wirklich auf Null heruntergeregelt werden? Lt. Datenbaltt sind die unteren 6% nicht mehr definiert regelbar. Ist das so?
Der parallel geschaltete Widerstand könnte übrigens auch hierfür eine Lösung sein (nur so als Tipp).
Grüße
Stephan Hiller
Hallo Stephan,
erst mal vielen Dank für die Verbesserungsvorschläge der Schaltung. Nur eine Konstantstromquelle würde deutlich die Übersichtlichkeit erhöhen... Ich werde in den nächsten Tagen wohl nochmals Löten...
Bei mir funktioniert die Dimmung der LED bis Null und es flackert auch nichts. Nach den von dir vorgeschlagenen Umbauten werde ich nochmals Berichten.
Liebe Grüße und einen guten Rutsch,
Jens