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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: JMB in Dezember 22, 2025, 19:34:06 NACHMITTAGS

Titel: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: JMB in Dezember 22, 2025, 19:34:06 NACHMITTAGS
Liebe Mikroskopiker,

ich möchte gerne meine Canon EOS 450D an mein Leica DMRB adaptieren. Ich habe den normalen trinokularen Aufsatz, ohne irgend einen weitere Tubus. Versuchsweise habe ich mal die Kamera ohne Objektiv über die Austrittsöffnung des Trinos gehalten und eine direkte Adaptation über ein kurzes, etwas 50 mm langes Rohr sollte klappen. Ich suche nun den genauen Abstand Trinokular zur Auflage Kamera, damit ich hier ein billiges 3d Druckteil in Auftrag geben kann. Der Schwalbenschwanz-Einsatz für die Trinoseite und ein Adapter zum Anschluss der Kamera sind bereits konstruiert. Mir fehlt aber noch die genaue Länge des Rohres. Kann hier jemand von euch helfen?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße,

Jens
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Daniel Scheibenstock in Dezember 23, 2025, 09:02:42 VORMITTAG
Hallo Jens,

zeig mal her was du da bereits hast eventuell kann ich dir Tipps geben. :)

Wenn du es Ordentlich haben willst kontaktiere Diana W. aus dem Forum die weiß (fast) alles übder Leica :-)

lg Daniel
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Schuhmicro in Dezember 25, 2025, 01:52:45 VORMITTAG
Hallo Jens,

ich würde dir raten deine Konstruktion zu überdenken und Kamera seitig solch einen Adapter zu verwenden
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T2-Eos.jpg

Der Adapter-ring hat ein Gewinde M42x0,75 6mm +10mm frei geschnitten, dadurch hättest du die Möglichkeit /z.B. mit einer Kontermutter) das Adptermass um 10 mm verstellbar zu machen, es ist eine Ringschwalbe im Innern, damit der Drehwinkel unabhängig von der Höhe verstellt werden kann, aus hartem schwarz eloxiertem Aluminium gemacht  rastet das Bayonett mit einem zufriedenen klicken ein.

Ich besitze 2 gebrauchte "Profi" Adaptierungen, eine davon war teuer und muss wohl neu um die 1500-2000 Euro gekostet haben, bei beiden lässt sich das Adaptermass nicht verstellen und natürlich gibt es ein Bild (Heissschmelzkleber bastel-Lösung) aber das ist nicht so gut wie es eben sein könnte bei meiner Canon am Orthoplan.

Einen solchen Adapter-ring habe ich (Damals noch fuer 6 EUR) gekauft um damit eine 3. Adaption zu machen, eine verstellbare natürlich die wirklich passt.

Gruss
Martin
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter V. in Dezember 25, 2025, 06:48:02 VORMITTAG
Hallo Jens,

ich kann Martin nur zustimmen. Ich würde auch den Adapter so konstruieren, dass er mit einem Gewinde für die Aufnahme eines T2-Adapters endet. Das Gewinde sollte in der Tat so konstruiert sein, dass der T2-Adapter um einige Millimeter in der Höhe verstellt werden kann, um somit eine exakte Parfokalität herzustellen. Die T2-Adapter gibt es für kleines Geld bei Amazon oder Ebay, wobei ich nicht unbedingt den allerbilligsten nehmen würde. Falls sich noch niemand wegen der Länge gemeldet hat, kann ich sie heute gerne einmal für Dich ausmessen. Ich habe mehrere Adapter für verschiedenen Mikroskope, die so konstruiert sind. Falls an Deinem DMRB kein Vergrößerungswechsler ist, solltest Du überlegen, ggf. noch einen Telekonverter Kenko Teleplus 1,4 zwischen Kamera und Adapter zu platzieren, da es bei parfokaler Einstelliung einer APS-C Kamera wie der EOS 450 D ansonsten eine leichte Vignettierung gibt.


Herzliche Grüße
Peter
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: JMB in Dezember 25, 2025, 14:59:41 NACHMITTAGS
Liebe Mikroskopiker,

erst mal vielen Dank an Daniel, Martin und Peter für die Antworten, bzw. Tipps. Ihr habt mir schon sehr viel weiter geholfen.
@Martin: ein über einen kurzen Weg verstellbarer T2 Adapter ist eine sehr gute Idee, die ich weiter verfolgen werde.

@Peter: und ein Telekonverter ist auch ein sehr guter Tipp.

Ich habe noch etwas herumprobiert. Die Länge des Rohres müsste etwa 51 mm betragen. Dann habe ich sowohl über die Okulare als auch über die Kamera ein scharfes Bild. Ich benötige also:
- Ringschwalbe und kurzes Rohr (ca. 40 mm) zum einsetzten in das Trinokular
- über kurzen Weg verstellbaren T2-EOS Adapter (ca. 10-20 mm), der auf ersterem befestigt wird (kleben)
- Telekonverter (1,4) um randliche Abschattungen zu vermeiden

Vielen Dank euch und habt ruhige Feiertage,

Jens
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: HCLange in Dezember 25, 2025, 15:23:41 NACHMITTAGS
Hallo Jens,

das exakte Maß von der DMR-Fototubus Ringschwalbenauflage bis zum Zwischenbild ist 94,4 mm. Da braucht es dann keine Feinverstellung mehr...

Frohes Fest wünscht
Christoph
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: A. Büschlen in Dezember 25, 2025, 16:11:15 NACHMITTAGS
Hallo Christoph,

ich habe eine Verständnisfrage zu:
Zitatdas exakte Maß von der DMR-Fototubus Ringschwalbenauflage bis zum Zwischenbild ist 94,4 mm. Da braucht es dann keine Feinverstellung mehr...


Die Kamera wird ja am Fotoausgang montiert und nicht an der Ringschwalbenauflage. Oder...?

Grüsse Arnold Büschlen
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: HCLange in Dezember 25, 2025, 16:20:14 NACHMITTAGS
Hallo Arnold,

gemeint ist die Ringschwalbenaufnahme oben auf dem Trinotubus.
Jens hatte die Zwischenbildlage schon relativ genau gemessen.

HG Christoph
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: A. Büschlen in Dezember 25, 2025, 16:37:22 NACHMITTAGS
Danke Christoph,

Aber oben am Trinotubus ist doch einfach ein Rohr mit Stellschraube?

Grüsse Arnold
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: A. Büschlen in Dezember 25, 2025, 16:50:50 NACHMITTAGS
Hallo Christoph,

ein Nachtrag:

Mir war die Unterschiedlichkeit der angebotenen Tuben für das Leitz DMR nicht bewusst. Ich musste die gedruckte Produktedokumentation zu Hilfe nehmen. Nun ist mir klar, was ihr mit Ringschwalbe meint. ;)

Jens: Kannst du uns ein Bild von deinem Fototubus zeigen?

Grüsse Arnold
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: JMB in Dezember 25, 2025, 17:14:30 NACHMITTAGS
Liebe Mikroskopiker,

mit den nun zu Verfügung stehenden Informationen (danke Christoph) habe ich mich mal an eine 3-D Skizze des Tubus gewagt. Oben mit Anschluss für die EOS, unten die Ringschwalbe für den DMRB-Trinotubus.

@Arnold: bei mir ist oben auf dem Trinokulartubus nur die Aufnahme für eine Ringschwalbe. Es gibt keinen Tubus.

Liebe Grüße,

Jens
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: A. Büschlen in Dezember 25, 2025, 17:36:28 NACHMITTAGS
Danke Jens.

Gruss Arnold
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter V. in Dezember 25, 2025, 20:17:18 NACHMITTAGS
Hallo Jens,

das scheint zunächst einmal korrekt. Was soll denn die schwarze Fläche mit der Längsstreifung oben sein?

Hezrliche Grüße
Peter
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: JMB in Dezember 26, 2025, 14:49:33 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

an dieser Stelle ist nur die Darstellung des EOS-Anschlusses etwas eigenartig. Zum besseren Verständnis habe ich nochmals eine etwas vereinfachte / klarere Zeichnung des Tubuses angehängt.

Liebe Grüße,

Jens
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Schuhmicro in Dezember 26, 2025, 17:31:44 NACHMITTAGS
Hallo Jens, Peter
@Peter
    die schwarze Fläche mit der Längsstreifung sind ganz viele ebene Rechteckflächen, die zusammen einen Zylindermantel angenähert bilden,
    das Innere der Bohrung. Warum so kompliziert?, Weil das Canon Bayonett mit einem anderen CAD gezeichnet wurde.
@Alle die das interessiert
    die Rechnung: das Auflagemass ist bei Canon Kameras mit EF-S 44mm, der Adapter ist 50,4mm
                                                                        44mm+50,4mm=94,4mm
@Jens
Adapter.jpg
Gruss
Martin
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Dezember 26, 2025, 18:32:13 NACHMITTAGS
Grüß´ Dich Martin,
Soll jemand dieses Teil nach Deiner Zeichnung auf einer Drehbank fertigen? Dann fehlen aber noch einige Maße
Gruß vom Inschenör Peter W
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: JMB in Dezember 26, 2025, 19:29:29 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

der Tubus soll 3d gedruckt werden und ich habe nur die für die Fragestellung wichtigen Maße angegeben.

Mit freundlichen Grüßen,

Jens
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Schuhmicro in Dezember 26, 2025, 20:36:19 NACHMITTAGS
Hallo Peter W,

die Zeichnung ist von Jens und hat den Vorteil, dass die gesamte Adaption mitsamt dem Bajonett nur aus einem Teil besteht (günstig zu Drucken).

Auf einem 5-Achsen Fräsdrehzentrum liesse sich das Teil durchaus herstellen, wirtschaftlich wäre das allerdings IMHO nicht.

Die von mir am Anfang vorgeschlagene Lösung wäre verstellbar aus 3 Einzelteilen (Tubus + 2 Kaufteile (Kamera-Bajonett) aus Metall) der Tubus druckbar, aber bevorzugt auf einer Drehbank herstellbar und durch Austausch eines (7 Euro) Kaufteils an jede beliebige grosse Kamera passend.

Gruss
Martin
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Daniel Scheibenstock in Dezember 26, 2025, 20:38:55 NACHMITTAGS
Hallo Jens,

Auf kurz oder lang wirst du es wahrscheinlich eh drehen lassen das Teil. Ich war mit meinen 3D gedruckten Adaptern nie wirklich zufrieden. Aber als Muster zur Prüfung der Masse ist es Genial...

Lg Daniel
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Schuhmicro in Dezember 26, 2025, 20:47:15 NACHMITTAGS
Hallo Jens und Daniel

ein bisschen dicker könntest Du das noch machen (rot markiert), der Wadapter soll ja nicht zu sehr wackeln.

16 Rippen hohl (in blau abgedeutet) könnten das noch stabiler machen, was meint ihr dazu?

Adapter.jpg

Gruss
Martin
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: JMB in Dezember 27, 2025, 08:18:19 VORMITTAG
Hallo Daniel, Hallo Martin,

vielen Dank für eure Tipps. Ich habe den Boden nun noch etwas dicker gemacht. Das sollte eigentlich reichen. Die Kamera ist ja nicht sehr schwehr. Und wenn nicht, dann halt nochmal etwas stabiler drucken lassen.

Ich habe das ganze jetzt mal bestellt und melde mich, sobald ich den Tubus habe.

Liebe Grüße an euch,

Jens
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: JMB in Januar 07, 2026, 19:30:30 NACHMITTAGS
Liebe Mikroskopierende,

der Adapter ist gekommen und ich habe ihn natürlich gleich getestet. Erst mal das Positive:
- Der Adapter passt gut an die Kamera und ebenfalls gut in die Ringschwalbenaufnahme des Trinokulars
- Die Konstruktion ist stabil genug und trägt die Kamera ohne Probleme
- Die Bilder in den Okularen und von der Kamera sind (zentral) parfokal

Aber natürlich ist meine Konstruktion noch nicht perfekt. Erstens gibt es randliche Abschattungen (wie ja von Peter schon prophezeit), ein Telekonverter wäre hier also sicher eine sinnvolle Anschaffung. Zweitens sind die Randbereiche deutlich unscharf. Für mich ein Zeichen, dass der Adapter noch etwas kürzer gehört (? was sind hier eure Meinungen / Erfahrungen?). Ich habe durch unterlegen des Adapters mit Objekträgern den Abstand Kamera - Trinokular versucht etwas zu erhöhen, aber das bringt keine Verbesserung des Bildes. Wahrscheinlich werde ich den Adapter doch auf der EOS-Anschluss-Seite etwas kürzen und dann einen Alu-EOS-Adapter aufkleben, um die Kamera zu befestigen.

Hier noch ein Bild des Adapters, des eingebauten Adapters und einmal eine Aufnahme mit einem PL Fluotar 25 x mit Vergrößerungswechsler auf 1 x und auf 1,6 x.

Liebe Grüße in die Runde,

Jens
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Bernhard Lebeda in Januar 07, 2026, 20:28:08 NACHMITTAGS
Hallo Jens

Du kannst auch ein 40mm Pancake Objektiv dazwischen schalten.


Viele Mikrogrüße

Bernhard
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter V. in Januar 07, 2026, 22:19:16 NACHMITTAGS
Hallo,

Pancake geht nicht! Es wird ja hier das Bild direkt auf den Chip projiziert, also ohne Okular. Und meiner Ansicht nach ist das so in Ordnung, auch die Randunschärfe. Ich würde am Adapter nichts ändern. Mit dem notwendigen Telekonverter verschwindet ja der unscharfe und vignettierte Bereich. Im Grunde macht der 1.4 Telekonverter das, was die Linse des 1.6x Vergrößerungswechslers macht, eben nur 1.4x.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Stephan Hiller in Januar 07, 2026, 22:22:28 NACHMITTAGS
Hallo Jens,

die Canon EOS 450 D hat einen APS-C CMOS-Sensor mit 22,5 x 15 mm. Wenn ich alles richtig verstehe koppelst du über deinen 3-D gedruckten Adapter die Kamera optik-los an die Tubuslinse des DMRB an.
Kannst du Angaben zur Sehfeldzahl deiner Okulare machen und welche Größe des Okularbildes auf den Chip übertragen wird? Ich habe das bei der optik-losen Ankopplung einer EOS an das Zeiss Axioskop 50 in diesem Beitrag (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=50965.msg372054#msg372054) auch gemacht wobei die Randbereiche des abgnommenen Bildes deutlich schärfer waren obwohl das übertragene Bildfeld dort sehr groß ist.
Ich bin etwas erstaunt dass die Randbereiche des auf den Sensor deiner EOS 450D Kamera übertragenen Bildes so wenig Plan erscheinen. Was für ein Objektiv hast du für die Bilder des Objektmikrometers verwendet?
Das Leica DMRB wird ja als exzellentes Mikroskop gehandelt und es würde mich sehr erstaunen wenn das auskorrigierte Bild der Tubuslinse so starke Bildunschärfen im Randbereich aufweist. Ich kann mir das eigentlich nur erklären dass die Unschärfe von den Objektiven herrührt. Über einen kürzeren Adapter wirst du die Randunschärfen sicherlich nicht beseitigen können. Bei den randlichen "Abschattungen" solltest du überrüfen ob da nicht ein Ausleuchtungsproblem vorliegt. Eine Vignettierung sieht normalerweise anders aus. In meinem Beitrag kann man eine ähnliche vielleicht nicht so starke "Abschattung" erkennen, diese ist aber einer nicht über das Bild homogenen Ausleuchtung geschuldet und kann über das Verwenden einer Großfeldlinse oder eines Kondensors mit niedrigerer Apertur eliminiert werden. 
Und ich würde auch keinen Telekonverter verwenden. Letztendlich möchte man bei so einer Ankopplung ja möglichst Optik-los arbeiten um Problemen mit Staub oder anderen Verschmutzungen auf Linsen so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen.

Grüße

Stephan Hiller 
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter V. in Januar 07, 2026, 23:39:39 NACHMITTAGS
Hallo Stephan,

ich habe aber an dem DMRB den gleichen Effekt mit einer APS Canon.  Allerdings habe ich an einem Axioskop ebenfalls eine Canon quasi direkt auf den Fotostutzen ,,gelegt" und auch für dieses Mikroskop seinerzeit extra einen originalen Optovar-Schieber gekauft, weil das Bild ohne Nachvergrößerung deutlich vignettiert war.
Ich kann morgen einmal ein Bild an meinem DMRB ohne Telekonverter aufnehmen und dann können wir vergleichen. Ich nutze den Telekonverter deshalb, weil ich keinen Vergrößerungswechsler an meinem DMRB habe. Es ist übrigens bei Leica so, dass die Okulare tatsächlich auch noch eine korrigierende Funktion haben, ich weiß nur nicht mehr genau, ob sich das auf die Bildfeldebnung bezieht. Bei Leica ist das Bild der Tubuslinse nicht vollständig auskorrigiert. Mit einer MFT-Kamera hätte man das Problem übrigens gar nicht. Der ,,negative" Effekt von ,,mehr Glas im Strahlengang" wird meines Erachtens auch deutlich überschätzt.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Daniel Scheibenstock in Januar 07, 2026, 23:54:10 NACHMITTAGS
Hallo Zusammen,

Ich lese hier als dmrb Besotzer natürlich mit🙂

das mit den Mft Kameras kann ich bestätigen, meine Arbeitet Tadelos und bildet ohne Für mich sichtliche Fehler ab. Wenn gewünscht mach ich mal ein Foto von einem Kalibrier-Objektträger,

Liebe Grüße Daniel
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Schuhmicro in Januar 08, 2026, 01:43:24 VORMITTAG
Hallo Jens,

Dein Bild (1x PL Fluotar 25X) ist rechts wesentlich mehr unscharf als links, also unsymmetrisch, ausserdem solltest Du bei einem Feld xon 25 ca.1mm scharf sehen können. Ich hab neulich ein Leitz Pl Apo 25/0,65  170/0,17  gekauft, das ist noch ziemlich scharf am  Rand durchs Okular sichtbar 101 TeilStriche.

Wie sieht bei dir das Bild durchs Okular aus?

Toleranzen beim 3D-Druck sind hoch, Es ist daher durchaus möglich dass dein Adapter ein bisschen schräg auf der Ringschwalbe draufsitzt.

Testen: Du könntest einseitig etwas unterlegen, geschätzt .1-.3mm Papier Post-it könnten das schon verbessern, soviel unterlegen bis der unscharfe Bereich in der BildMitte ist (in X und Y L/R/oben/unten)  und hoffentlich kleiner.

Hast Du ein Deckglas auf deinem Objektmikrometer?
 
Gruss
Martin
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Changhee in Januar 08, 2026, 08:27:19 VORMITTAG
Dear JMB,

When purchasing a T2-EOS adapter, you must purchase a product with an AF chip to use all of this camera functionality of 450D.

Best Regards,
changhee
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter V. in Januar 08, 2026, 08:55:54 VORMITTAG
Hello changhee,

no, for photomicrography a simple mechanical connection between microscope and camera is sufficient.

Regards Peter
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: jcs in Januar 08, 2026, 10:51:40 VORMITTAG
Hallo Jens,

bei einer Chip-Größe von 22,5x15mm² hast Du eine Bilddiagonale von 27mm. Ds sprengt den Rahmen, den ein Bildfeld mit Durchmesser von 25mm gut abdecken kann. Mit einer optiklosen Adaption werden sich Vignettierungen und Bildfeldkrümmung auf die Bildqualität negativ auswirken. Wie Daniel und Peter schrieben, hast Du das Problem mit mft-Kameras nicht, die passen ziemlich perfekt auf ein Bildfeld mit Durchmesser von 22mm.

Hast Du 22mm- oder 25mm-Okulare? Beim Leica-DM-System sind manche Trinokular-Tuben nur für 22mm-Okulare gedacht (ist zumindest beim Leica-DM-System so. Bei DMRB kenne ich mich zu wenig aus).

Zitat von: Peter V. in Januar 07, 2026, 23:39:39 NACHMITTAGSEs ist übrigens bei Leica so, dass die Okulare tatsächlich auch noch eine korrigierende Funktion haben, ich weiß nur nicht mehr genau, ob sich das auf die Bildfeldebnung bezieht. Bei Leica ist das Bild der Tubuslinse nicht vollständig auskorrigiert.

Details zur Korrektur der Linsenfehler beim Leica HC-System findet man in folgender Broschüre:

https://wie-tec.de/mediafiles/Sonstiges/Mikroskop/Leica/leica_delta_hc.pdf (https://wie-tec.de/mediafiles/Sonstiges/Mikroskop/Leica/leica_delta_hc.pdf)

Dort sieht man (Seite 10), dass, wie Peter schreibt, verbliebene Bildfeldkrümmungen von den Okularen kompensiert werden. Allerdings dürften die Korrekturen sehr gering sein. Zumindest habe ich bei mir mit einer optiklosen Adaption einer mft-Kamera noch nie Probleme mit Bildfeldkrümmung bemerkt.

LG
Jürgen
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: rhamvossen in Januar 08, 2026, 13:44:18 NACHMITTAGS
Hallo,

Also, eigentlich ist das DMRB so etwas wie ein Primostar "Plus" ;)  :D

Aber im Ernst, das die Bildfeldkrümmung durch Okulare korrigiert werden muss, das finde ich doch ziemlich komisch in solches modernes High-End Gerät. Wie die Kpl-Okulare von Zeiss in Endlich-Zeiten. Wo liegt hier das Problem, die Tubuslinse oder die Objektive?

Und ist es nicht besser die Kamera ans Mikroskop an zu passen statt das Optische System an der Kamera, also Mft statt APS-C? Zusätzliche Optik mach das Bild bestimmt nicht besser. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter V. in Januar 08, 2026, 13:57:55 NACHMITTAGS
Hallo,

@Rolf:

ZitatAber im Ernst, das die Bildfeldkrümmung durch Okulare korrigiert werden muss, das finde ich doch ziemlich komisch in solches modernes High-End Gerät. Wie die Kpl-Okulare von Zeiss in Endlich-Zeiten. Wo liegt hier das Problem, die Tubuslinse oder die Objektive?

Na ja, jeder Hersteller hat hier seine eigene Philosophie. Man kann es auch machen wie zum Beispiel Nikon, die sämtliche Korrekturen ins Objektiv verlegt haben, was dazu führt, dass sie diese überlangen Riesenobjektive haben (wenn ich das richtig verstanden habe).
Man sollte auch bedenken, dass die Hersteller die Mikroskope nicht dafür konstruiert haben, dass wir mittels Direktprojektion unsere modernen Digitalkameras nutzen. Die Hersteller hatten ihre eigenen Fotosysteme und dort auch noch kompensierende Linsen in den analogen Fotoeinrichtungen oder ihren c-mount-Adaptern.
Wie ich aber schon schrieb, halte ich diese Angst vor "zu viel Linsen im Strahlengang" für etwas übertrieben. Ein Telekonverter (der nach meinem Gefühl nur eine einzige Linse ist) dürfte da wohl nicht wirklich etwas machen und die Qualität der Bilder derer, die mit Leica-Mikroskopen arbeiten, spricht wohl für sich. Wer einen Telekonverter nicht mag, muss entweder sein Bild beschneiden oder sich eine MFT-Kamera kaufen.

ZitatUnd ist es nicht besser die Kamera ans Mikroskop an zu passen statt das Optische System an der Kamera, also Mft statt APS-C? Zusätzliche Optik mach das Bild bestimmt nicht besser.

Klar  ;)  Aber entweder hat ein Anwender seine Gründe, eine bestimmte Kamera zu bevorzugen (zum Beispiel, weil ihm Software, sonstige Funktionalitäten etc. besser gefallen und manchmal nur, weil man die Menüphilosophie einer Kamera besser kennt oder sich daran gewöhnt hat. Oder weil man einfach die Kamera, die man schon hat, verwenden und sich nicht eine neue Kamera nur fürs Mikroskop kaufen möchte.

Hier noch drei Bilder, die ich auf die Schnelle an meinem DMRB aufgenommen habe: Objektiv HC PL Apo 20, Canon EOS 70D

Bild 1: Direktadaption auf APS
Bild 2: Mit zwischengschaltetem 1.4-Telekonverter
Bild 3: Bild freihändig mit dem Smartphone durch das Okular

(Bitte nicht an der ungleichmäßigen Ausleuchtung stören, es handelt sich um einen LED-Umbau in einem nicht zentrierbaren Lampenhaus mit seitlicher Einspiegelung des Beobachtungslichtes durch eine Blitzeinrichtung; da ist sicher nicht alles ganz optimal - mich stört es aber nicht und im realen Bild fällt das auch nicht auf).
Strichplattenfotografie macht selten glücklich  ;) Man findet immer irgendwas... Aber wichtig "is auf'm Platz"

Herzliche Grüße
Peter

20 mit Konv.jpg

20 ohne Konv.jpg

Screenshot_20260108_134307_Gallery.jpg
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: jcs in Januar 08, 2026, 14:37:57 NACHMITTAGS
Zitat von: rhamvossen in Januar 08, 2026, 13:44:18 NACHMITTAGSHallo,

Also, eigentlich ist das DMRB so etwas wie ein Primostar "Plus" ;)  :D

Gegen das Primostar gibt es nichts zu sagen, aber die Leica HC-Optik ist schon eine ander Nummer.

Die großen Bildfelder, die hochwertige Mikroskope ermöglichen, haben vor allem bei Betrachtung mit dem menschlichen Auge einen großen Vorteil: Die Auflösung des Auges ist relativ schlecht, wenn ich einen Überblick über die Probe haben will, brauche ich daher ein großes Bildfeld (z.B. 25 bzw. 22mm anstatt 18mm).

Bei digitaler Mikrophotographie habe ich das Problem nicht: Die Auflösung der Kameras ist so hoch, dass ich digital vergrößern kann. Für eine Überblicksaufnahme kann man somit ein Objektiv mit kleinerer Vergrößerug wählen und mit einem relativ kleinen Sensor (z.B. mft) den Sweet-Spot des Bildfeldes abfotografieren. Da habe ich dann weder Probleme mit Vignettierung oder Bildfeldkrümmung. Die Auflösung des Objektivs gegen den Bildrand wird naturgemäß schlechter als in der Mitte, da macht die hohe Pixeldichte des Sensors am Bildrand dann noch weniger Sinn.

Deswegen haben die professionellen Mikroskopkameras vergleichsweise kleine Sensoren, APS-C oder Kleinbildformat wird da praktisch niemals verwendet.

LG
Jürgen
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: rhamvossen in Januar 08, 2026, 15:28:37 NACHMITTAGS
Hallo Jürgen,

ZitatDie großen Bildfelder, die hochwertige Mikroskope ermöglichen, haben vor allem bei Betrachtung mit dem menschlichen Auge einen großen Vorteil: Die Auflösung des Auges ist relativ schlecht, wenn ich einen Überblick über die Probe haben will, brauche ich daher ein großes Bildfeld (z.B. 25 bzw. 22mm anstatt 18mm).

Ich denke grosse Bildfelder ist Geschmachssache. Ich habe die Größe des Bildfelds nie als ein Qualitätsmerkmal gesehen, auch weil ich ein grosseres Sehfeld (SFZ 20 oder mehr) persönlich nervig finde. Ich gebe regelmäßig Workshops und da können die Leute durch verschiedene Okulare mit underschiedliche Sehfelder schauen. Es ist fast immer so das die niedrigen Sehfelder als angenähmer empfunden werden. Ich finde schon der Blick am Axiolab nervig. Und sage jetzt nicht: daran muss man sich gewöhnen. Das sagte man früher auch über Schuhe, die nicht richtig passten.

Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter V. in Januar 08, 2026, 15:30:09 NACHMITTAGS
Hallo Rolf,

das ist halt - wie so vieles im Leben - Geschmacksache.  ;)

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: JMB in Januar 08, 2026, 18:51:40 NACHMITTAGS
Liebe Mikroskopierenden,

vielen Dank für eure rege Teilnahme zu diesem Thema.
Ich habe mich mal etwas genauer mit meiner Adaptation beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Adapter doch schon ganz gut ist. Besonders die Bilder von Peter mit und ohne Telekonverter zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin (allerdings finde ich, dass bei meiner Adaptation die Unschärfe im Randbereich deutlich stärker ausgeprägt ist als bei Peter). Den wohl einseitig etwas schiefen Adapter habe ich durch unterlegen von Papier (wie von Martin vorgeschlagen) schon etwas mehr in die richtige Lage bringen können, aber hier muss ich sicher noch etwas pröbeln.
Aber mir scheint, dass eine "klassische" Adaptation über Okular und 40 mm Pancake sicher auch eine gute Lösung wäre. Zumindst ist mir nun klar, dass bei einer direkten Projektion auf den Chip ein Telekonverter sehr hilfreich ist.
Die beiden angehängten Bilder sind nochmal Objektiv Pl Fluotar 20 und Vergrößerungswechsler auf 1 x und auf 1,6 x.

Liebe Grüße von der Ostsee,

Jens
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter V. in Januar 08, 2026, 19:01:14 NACHMITTAGS
Hallo,

die " klasssiche"Adaption über Okular und Pankcake ist aber schon aufwändiger (auch in Bezug auf die Konstruktion des Adapters). Und meines Erachtens nicht erforderlich. Es gibt ja einige DMR-Nutzer im Forum, die mit sehr guten Bildergebnissen aufwarten, z.B. Stefan Krall (SnoK) oder Roli Durrer (Schraube). Beide arbeiten mit einer Direktprojektion auf eine APS-Kamera (Sony Alpha 6400). Bedenke, dass wir im realen Mikroskopikerleben selten Strichplatten mikroskopieren und fotografieren und die Bildfehler, die das Objektmikrometer gnadenlos aufdeckt, im normalen Mikrofoto meist gar nicht zur Darstellung kommen. Welches Objekt ist schon über das ganze Bildfeld plan? So plan wie das Objektmikrometer? Weder ein Tümpelobjekt noch ein Pflanzenschnitt. Ich würde an Deiner Stelle erst einmal mit der Adaption arbeiten.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter T. in Januar 08, 2026, 19:17:36 NACHMITTAGS
Hallo Jens,

ich kann mich Peter (V.) da nur anschließen. Zu lange zu versuchen, schon im Vorfeld eine Perfektion zu erreichen, kann nicht klappen, weil Du ja im Moment noch gar nicht weißt, wie Deine jetzige Adaption sich in der Praxis (!) auswirkt. Ich würde das jetzt machen und loslegen. Wenn Du dann noch das Bedürfnis nach Verbesserung hast, rüstest Du eben nach.

Schöne Grüße

Peter
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Schuhmicro in Januar 08, 2026, 21:03:13 NACHMITTAGS
Hallo Jens

die Randschärfe ist jetzt symmetrisch, aber die Abschattung des Randes ist jetzt links stärker und rechts schwächer geworden.

Die Abschattung des Randes könnte von der Tubuslinse herkommen, soweit ich das verstanden habe ist die Abschattung unabhängig vom Objektiv vorhanden. Möglich dass Du eine andere Tubuslinse wie Peter hast und deshalb Peters Bild schärfer ist am Rand.

Da der Adapter neu ist habe ich vermutet, dass der Adapter schief aufliegt, das kann es aber nicht (nur) sein, irgendwas anderes ist da IMHO nicht perfekt symmetrisch.

Hast Du ein Deckglas auf deinem Objektmikrometer?

Gruss
Martin
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Kay Hoerster in Januar 09, 2026, 12:40:08 NACHMITTAGS
Zitat von: Peter V. in Januar 08, 2026, 13:57:55 NACHMITTAGSHallo,

@Rolf:

...
Wie ich aber schon schrieb, halte ich diese Angst vor "zu viel Linsen im Strahlengang" für etwas übertrieben. Ein Telekonverter (der nach meinem Gefühl nur eine einzige Linse ist) dürfte da wohl nicht wirklich etwas machen und die Qualität der Bilder derer, die mit Leica-Mikroskopen arbeiten, spricht wohl für sich. Wer einen Telekonverter nicht mag, muss entweder sein Bild beschneiden oder sich eine MFT-Kamera kaufen.

...

Herzliche Grüße
Peter


Hallo zusammen, Peter's Annahme, ein Telekonverter bestehe 'gefühlt' nur aus einer Linse, wird wohl nicht ganz stimmen  ;) ...schauen wir uns einfach mal exemplarisch einen 2x Konverter von Olympus (https://olypedia.de/index.php?title=Teleconverter_2xA) an. Da sind schon ein wenig mehr Linsen verbaut, selbst einfache Barlow Linsen bei Teleskopen (dienen auch zur Brennweitenverlängerung) oder auch Vorsatzlinsen bei Stereomikroskopen haben mindestens 2 Linsen (wenn es nicht gerade sie ganz primitiven Chinakracher sind)...Auch die modernen AF-Telekonverter z.B. von Canon sind sehr komplex aufgebaut und verschlechtern die Abbildung des Objektivs kaum merkbar bis gar nicht. Mit einen 1-linsigen Zerstreuungsglied ist das nicht machbar...Also, ein wenig mehr Glas im Strahlengang kommt da schon zusammen, denn eine Barlow Linse oder ein Telekonverter haben meist auch eine bildfeldebnende Wirkung. Und dieser Umstand könnte bei der oben von JMB gezeigten Adaption durchaus schon einen positiven Effekt bringen. Konverter, z.B. mit M42 Gewinde oder auch T2 Gewinde, kosten nicht viel und sind gut Second Hand in den bekannten Verkaufsplattformen zu beschaffen.
Ich bin der Meinung, einen preiswerten Versuch sind sie immer Wert. Die Pancake-Okular-Lösung bringt auch mindestens 6 - 7 Linsen zusätzlich in den Strahlengang (3 vom Okular, 4 vom Pancake).

Zur bildfeldebnenden Wirkung von Telekonvertern resp. Barlow-Linsen oder Zerstreuungsoptiken z.B. noch eine Anwendung: Vielleicht kennen einige von euch noch die Beroflex 500mm Teleobjektive (im Fachjargon auch Wundertüte genannt). Hier befindet sich hinter dem Hauptobjektiv, welches eine geschätzte Brennweite von ca. 250 - 300 hat, eine Negativoptik, die die Hauptbrennweite vergrößert (auf 500 mm) und gleichzeitig maßgeblich auch das Bildfeld des Gesamtsystems ebnet. Das Hauptobjektiv selbst hat eine merklich starke Bildfeldwölbung ohne Einsatz des Negativglieds, mit Negativglied ist die Ebnung schon für Kleinbildformat gut gegeben.

Ich würde erstmal mit einem Konverter weitere Versuche machen. Der Konverter der alten NOVOFLEX Schnellschußobjektive soll übrigens auch recht brauchbar sein. Die werden meist für 25 - 30 € angeboten. Aber ein wenig mechanische Anpassung wird wohl nötig sein, wenn man nicht den hochpreisigen Canon-Konverter nutzen will.

Wichtig bei Verwendung von Telekonvertern oder dgl. ist die Einhaltung der Abstände zwischen Negativ-Linse und Bildebene, deswegen sind die Konverter für Kameraobjektive gut zu verwenden, weil hier der Abstand ja aufs System angestimmt ist. Sie sollten systemkonform angebaut werden, es bringt wenig, wenn ich einen Konverter für KB-Spiegelreflexkameras (ca. 45 mm Auflagemaß) versuche an eine spiegellose Digitalkamera im Abstand von 18 - 20 mm anzubringen, da ändern sich mindestens der Vergrößerungsfaktor und der Fokusweg im Fotostutzen, das wird man kaum parfokal zum Blick durchs Okular hinbekommen.

Viele Grüße Kay
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Stephan Hiller in Januar 09, 2026, 12:42:43 NACHMITTAGS
Zitat von: jcs in Januar 08, 2026, 14:37:57 NACHMITTAGS
Zitat von: rhamvossen in Januar 08, 2026, 13:44:18 NACHMITTAGSHallo,

Also, eigentlich ist das DMRB so etwas wie ein Primostar "Plus" ;)  :D

Gegen das Primostar gibt es nichts zu sagen, aber die Leica HC-Optik ist schon eine ander Nummer.

Die großen Bildfelder, die hochwertige Mikroskope ermöglichen, haben vor allem bei Betrachtung mit dem menschlichen Auge einen großen Vorteil: Die Auflösung des Auges ist relativ schlecht, wenn ich einen Überblick über die Probe haben will, brauche ich daher ein großes Bildfeld (z.B. 25 bzw. 22mm anstatt 18mm).

Bei digitaler Mikrophotographie habe ich das Problem nicht: Die Auflösung der Kameras ist so hoch, dass ich digital vergrößern kann. Für eine Überblicksaufnahme kann man somit ein Objektiv mit kleinerer Vergrößerug wählen und mit einem relativ kleinen Sensor (z.B. mft) den Sweet-Spot des Bildfeldes abfotografieren. Da habe ich dann weder Probleme mit Vignettierung oder Bildfeldkrümmung. Die Auflösung des Objektivs gegen den Bildrand wird naturgemäß schlechter als in der Mitte, da macht die hohe Pixeldichte des Sensors am Bildrand dann noch weniger Sinn.

Deswegen haben die professionellen Mikroskopkameras vergleichsweise kleine Sensoren, APS-C oder Kleinbildformat wird da praktisch niemals verwendet.

LG
Jürgen


Hallo Jürgen,

wie kommst du darauf, dass APS-C oder Kleinbildformat in der Digitalphotographie bei Mikroskopikern die professionelle Mikrobilder schiessen praktisch  niemals verwendet wird. Mein Eindruck wenn ich ins Forum schaue ist eher, dass sehr sehr viele Mikroskopiker mit Canon Kameras die APS-C Sensoren haben Bilder machen. Aber vielleicht darf man die Hobby Mikroskopiker nicht mit den Mikroskopikern vergleichen die das Mikroskop beruflich nutzen und das entsprechende Kleingeld für professionelle Kameras aufbringen können, wobei hier oft andere Aspekte wie die reine Auflösung eine wichtige Rolle spielen.
Auch eine weitere Aussage möchte ich in Frage stellen: "Das menschliche Auge hat eine schlechte Auflösung". Ich weiss ja nicht ob 35 Jahre Transmissionselektronenmikroskopie meine Augen zu einem Adlerauge haben mutieren lassen aber ich empfinde jedes Okularbild im Lichtmikroskop deutlich besser als ein Bild von einer Digitalkamera. Ich denke die meisten Mikroskopiker werden mir da zustimmen.
Man kann ein Auge nicht mit dem starren Sensor einer Kamera vergleichen aber im Internet finden sich Angaben dass das menschliche Auge über 570 Megapixel haben könnte. Unser Sehen läuft aber komplett anders ab als das in der Digitalphotographie weshalb dieser Vergleich sicher hinkt aber mein optischer Eindruck ist und bleibt dass das Okularbild immer "schöner, schärfer, detailreicher, knackiger und farblich ausgewogener" wirkt als das Bild von einer Digitalkamera. Große Sehfelder haben ein anderes Problem: wir müssen das Auge ständig leicht bewegen um es zu übersehen und das kann auf Dauer ziemlich anstrengend sein. Trotzdem helfen solche großen Sehfelder beim Absuchen und Auffinden von Struktruren sehr.
Bitte nicht falsch verstehen. Digitalkameras sind toll und haben die Photographie revolutioniert. Ohne sie würden wir im TEM immer noch auf Leuchtschirme starren und uns mit analoger Technik wie Film und Entwicklung desselben quälen. Sie ergänzen und erweitern das was wir im Okular sehen können beträchtlich (z.B. durch Software und Bildbearbeitung), trotzdem möchte ich als Hobbymikroskopiker den Blick durch's Okular nicht missen und ein Mikroskop das nur mit einer digitalen Kamera ausgerüstet ist wäre für mich nichts.

Herzliche Grüße

Stephan Hiller
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter V. in Januar 09, 2026, 13:00:50 NACHMITTAGS
Hallo Stephan,

ich sollte zwar nicht für Dritte sprechen, aber ich denke, dass Jürgen etwas anderes gemeint hat. Es ist ein Unterschied, ob man Mikrofotografie so betreibt wie die meisten Mikroskopiker hier im Forum. Sprich: Mit mehr oder weniger "künstlerischen" Ambitionen, bei denen es nicht nur um die reine Dokumentation geht. Hier sind die dezidierten Mikroskopkameras sicher nicht die erste Wahl (ich hoffe, Momotaro-Helmut liest hier nicht mit  ;) ) und insofern auch nur minimal im Hobbyistenbereich verbreitet.

ZitatDeswegen haben die professionellen Mikroskopkameras vergleichsweise kleine Sensoren, APS-C oder Kleinbildformat wird da praktisch niemals verwendet.

Jürgen meint vermutlich den "professionellen" Laborbereich und Pathologen etc.. Dort werden ja tatsächlich zu praktisch 100 % c-mount-Kameras eingesetzt, die Gründe dafür sind vielfältig. Und diese Kameras haben die Mikroskophersteller auch nur im Blick und bieten dafür Adapterlösungen an. Eine rühmlich Ausnahme ist da Zeiss, die auch fertig konfektionierte Lösungen für Consumer-Kameras haben, die man aber bei allen anderen Mikroskopherstellern vergebens sucht.

Fakt ist, dass ein kleinerer Sensor natürlich alle Fehler, die sich im mehr oder weniger Randbereich des Sehfeldes befinden, nicht darstellt, weil es diese Bereiche schlicht nicht erfasst. Damit sage ich Dir natürlich nichts Neues.

Ich meine aber, dass Jürgen das so und nicht andes gemeint hat.

Hezrliche Grüße
Peter

Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: jcs in Januar 09, 2026, 15:12:28 NACHMITTAGS
Hallo Stephan,

Peter hat meine Antwort großteils vorweggenommen.

Bezüglich "Immersivität" des Okularbildes kann ich Dir nur zustimmen: Die modernen Optiken in Kombination mit optimierter Beleuchtung geben einen fantastischen Eindruck beim Blick durch's Okular. Die Bilder sind scharf bis an den Rand, und die typischen Fehler in optischen Systemen (Vignettierung, chrom. Aberrationen, Planarität, ...) sind erstaunlich gut korrigiert.

Wenn es allerdings um quantitative Messungen geht (Längenmessungen, Flächen, Strukturgrößen, ...) ist das digitale Bild erfahrungsgemäß unschlagbar, deshalb wird im beruflichen Umfeld immer mehr auf digitale Bilder zurückgegriffen. Wenn man den maximalen Informationsgehalt in hoher Qualität aus den Bildern extrahieren will, ist es sinnvoll, den digitalen Sensor an die jeweilige Optik anzupassen. Das wurde oben bereits erwähnt, und ich finde das einen guten Ansatz.

Hier ein konkretes Beispiel bezüglich Leica-HC-Optiken: Ich habe an meinem Leica DM 2000 noch einen Fluoreszenzkopf im Unendlichraum integriert. In dem Fall empfiehlt Leica, das Sehfeld mit 22mm zu begrenzen. In dieses Feld passen die mft-Sensoren ziemlich perfekt hinein.

Meine mft-Kamera ist optiklos adaptiert, versuchsweise habe ich schnell ein Bild meiner Testplatte inkl. Deckglas(Abstand zwischen den Strichen ist 10µm) mit dem HC PL Fluotar 20x gemacht, siehe Bild unten (JPG aus der Kamera, Helligkeit leicht angepasst). Es gibt da kaum etwas zu meckern aus meiner Sicht, bis auf ganz leichte chromatische Aberration am oberen Rand.

Die Adaption ist in dem Fall sehr einfach und preisgünstig (Ofenrohr+mft-Adapter+gebrauchte mft-Kamera), und viel besser kann das Ergebnis in meinen Augen nicht werden.Oder anders gesagt, in Bezug auf das eigentliche Thread-Thema: Die Leica HC-Optiken sind grundsätzlich für digitale Photographie sehr gut geeignet, auch ohne Zwischenoptiken.

LG
Jürgen

P1004517.jpg
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Lupus in Januar 09, 2026, 16:54:50 NACHMITTAGS
Hallo,

Zitat... Auch die modernen AF-Telekonverter z.B. von Canon sind sehr komplex aufgebaut und verschlechtern die Abbildung des Objektivs kaum merkbar bis gar nicht. Mit einen 1-linsigen Zerstreuungsglied ist das nicht machbar.
Es ist ein großer Unterschied ob der Telekonverter an ein Kameraobjektiv montiert wird mit hoher bildseitiger numerischer Apertur, oder im schlanken Strahlengang eines Mikroskopobjektivs. Im 2. Fall ist eine einfache Linse je nach Vergrößerungsmaßstab durchaus verwendbar.

Hier ein Rechenbeispiel für ein Objektiv 40x (symbolisch links), Bildkreis 20 mm. Unten mit einlinsiger Barlowlinse. Der Bildfehler hält sich in Grenzen, die Kreise im Spotdiagramm (Zerstreuungskreis eines Objektpunktes mit 3 Wellenlängen) unten rechts zeigen die beugungsbedinge max. Auflösung an. Die mittlere Spalte der Spotdiagramme ist die beste Fokusebene.

Barlowlinse Bildfehler.jpg

Hubert
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: JMB in Januar 10, 2026, 09:07:35 VORMITTAG
Liebe Mikroskopierenden,

vielen Dank nochmals für eure guten Tipps. Wie von Peter V. und Peter T. geraten, werde ich erstmal mit meinem gedruckten Adapter arbeiten - dennoch werde ich wohl in einen 1.4 x Telekonverter investieren müssen. Da ich, im Gegensatz zu Peter V. Delta-Optik habe, zeigen meine Bilder einen stärkeren Abfall der Schärfe im randlichen Bereich der Bilder. Wie man dem von Jürgen verlinkten Leica Artikel zur HC-Optik entnehmen kann, spielen die Okulare im Delta-System eine größere Rolle bei der Korrektur der Bildfeldwölbung als im HC-System.
@Martin: über die randlichen Abschattungen in meinen Bildern bin ich mir noch nicht ganz im klaren. Es könnte an der von mir adaptieren LED liegen, die eventuell noch nicht ganz richtig ausgerichtet ist (allerdings schaut das Bild im Okular sehr gleichmäßig ausgeleuchtet aus)? Hier muss ich wohl noch etwas spielen...

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,

Jens
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: HCLange in Januar 10, 2026, 14:29:34 NACHMITTAGS
Hallo Jens,

warum Leica bei den DM-Mikroskopen kein auskorrigiertes Zwischenbild darstellt, hat sich mir bisher nicht erschlossen, zumal alle anderen Hersteller damit kein Problem haben. Somit ist eine Fotoadaption großer Felder nicht mehr trivial.
Auffällig ist bei Leica und Zeiss, daß deren Fotoadaptionen meist einen geringen Teil des Zwischenbilds nutzen. Ich finde es beschämend, wenn vom 25mm Bildfeld der Spitzenoptik nur ca. 18mm übrig bleiben.

Warum hier die meisten Mikroskopiker krampfhaft versuchen, APSC-Kameras zu verwenden, die noch zusätzliche Optiken erfordern, verstehe ich kaum. MFT-Kameragehäuse, die das Zwischenbild mit 21,5mm Diagonale optimal ausnutzen, kann man "fürn Appel undn Ei" gebraucht kaufen.

Zu DM-Mikroskopen mit Delta-Optik: Da hier offensichtlich die Tubuslinse keine Korrekturen vornimmt, läge es für mich nahe, diese mit Jena CF250 GF-Planachromaten zu verwenden. 25mm Zwischenbild, voll auskorrigiert, ohne Bildfeldwölbung...

Herzliche Grüße
Christoph
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: A. Büschlen in Januar 10, 2026, 15:38:54 NACHMITTAGS
Hallo Christoph,

ZitatZu DM-Mikroskopen mit Delta-Optik: Da hier offensichtlich die Tubuslinse keine Korrekturen vornimmt,

Nun würde mich nun doch interessieren warum du das so schreibst!

Denn Leica schreibt in: Das Mikrsokop Leica DM RXA zur Delta Optik:

..."Beide  chromatischen Abbildungsfehler, die chromatische Längs- und die chromatische Queraberation werden in den unendlich Objektiven und der dem Objektiv zugeordneten Tubuslinse vollständig auskorrigiert. Das heisst: Alle Abbildungsebenen sind farbfehlerfrei (chrome-free).

Was gilt jetzt?

Grüsse Arnold Büschlen
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: Peter V. in Januar 10, 2026, 16:27:16 NACHMITTAGS
Hallo,

es gibt schon jede Menge Threads zur Thema HC/Delta-Optik. Ich versuche mal, es zusammenzufassen.

Vorweg: Sowohl HC- als auch Delta-Optik sind Spitzenoptik und keine der beiden ist "besser". Da HC "moderner" erscheint und Leica damit ja auch geworben hat, könnte es den Schluss nahelegen, dass die "modernere" Optik auch die bessere sei. Tatsächlich wurde hier aber nichts verbessert, sondern es handelt sich nur um unterschiedliche Konzepte, wie man letztlich im Okular ein Spitzenbild erreicht. HC heißt ja "Harmonic Components" und damit meint Leica eine "harmonische" Aufteilung der diversen Korrekturen auf Objektiv, Tubuslinse und Okular. Der Begriff ist ein wenig euphemisierend, denn er impliziert ja irgendeine "Verbesserung". Harmonie ist schließlich etwas Tolles  ;)  Eine Verbesserung ist aber für den Nutzer durch HC nicht gegeben, eine Verbesserung gab es durch dieses Konzept nur für die Konstrukteure, denn es ist offenbar einfacher und "ökonomisch" sinnvoller für den Objektivbau, wenn ein Teil der Korrekturen in der Tubuslinse erfolgt und aus dem Objektiv ausgelagert werden kann. Aber nochmal: Der Verwender hat keinen Vorteil von HC oder Delta, die Qualität des Bildes ist gleichermaßen auf Spitzenniveau und es gibt meines Erachtens auch keine Vor- oder Nachteile für den Nutzer, auch nicht in Bezug auf die Kameraadaption.

Was die Kompatibilität betrifft: Delta-Optik kann auch an HC-Systemen eingesetzt werden, HC-Objektive mit geringer Einschränkung der Feldebnung auch an Delta-Systemen. HCX-Objektive sind für beide Systeme gleichermaßen geeignet.

Bei komplett passender Zusammenstellung  (Also HC-Objektive an HC-Stativen und Delta-Objektive an Delta-Systemen) gibt es grundsätzlich keine Unterschied in der Qualität eines Delta- oder HC-Systems. Wer sich ein DMR zulegen möchte, kann sich also guten Gewissens sowohl für ein Delta- als auch ein HC-System entscheiden. Er bekommt auf jeden Fall gleich gute Optik und macht mit beiden Systemen nicht falsch.

Es existieren schon einige Threads zu diesem Thema. Es gibt eine Veröffentlichung von Leica (siehe PDF im Anhang), die allerdings auch recht viel euphemisierende Prosa enthält, wenn zum Beispiel von "entspannten Objektiven" die Rede ist  ;) 


ZitatHCS – ein Optiksystem mit Zukunft (Fortsetzung)
von K.-H. Schade et al.

Konkret bedeutet dies, daß ein Teil des
Beitrages der Objektive zur Korrektion der
Bildfeldwölbung nun durch den neuen, ge-
meinsamen Kompensationsanteil der
nachfolgenden Komponenten erfolgt. Die
Objektive werden hierdurch »entspann-
ter«, und es eröffnen sich neue Freiheits-
grade für spezielle Anwendungen.

Typisch für das HCS-System ist die Ver-
wendbarkeit aller bisherigen Objektive des
DELTA-Systems. Die Verwendung HC-ge-
zeichneter Objektive an DELTA-Mikrosko-
pen ist bei geringen Zugeständnissen an
die Feldkorrektion möglich


Ich sehe im HC-System eher einen Weg, die Objektivkonstruktionen effizienter zu gestalten.

ZitatAls wesentlich günstiger hat es sich er-
wiesen, im Rahmen des Gesamtsystems
»Mikroskop« die Korrektion bestimmter
optischer Aberrationen gesamtheitlich zu
betrachten und die Wirkungen auf meh-
rere Komponenten des Systems zu vertei-
len.

Zitat Christoph:
ZitatZu DM-Mikroskopen mit Delta-Optik: Da hier offensichtlich die Tubuslinse keine Korrekturen vornimmt, läge es für mich nahe, diese mit Jena CF250 GF-Planachromaten zu verwenden. 25mm Zwischenbild, voll auskorrigiert, ohne Bildfeldwölbung...

Das stimmt meines Erachtens nicht, dass beim delta-System die Tubuslins keine Korrekturen durchführt. Tatsächlich kann man mit Einschränkungen aber die CF250-Optik verwenden, allerdings muss man sich bewusst machen, dass dann der angegebene Vergrößerungsmaßstab nicht stimmt.

Soweit als Leica-DMR-Nutzer mein Bier zu dem Thema.

Herzliche Grüße
Peter


Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: HCLange in Januar 10, 2026, 17:50:38 NACHMITTAGS
Hallo Peter, Arnold,

Peter hat das alles sehr klar und zutreffend beschrieben.

Zur Abb. 3 im verlinkten Dokument :
Dort ist in den Grafiken für mich eindeutig zu erkennen, daß die Tubuslinse beim Delta-System keine Korrekturen für Astigmatismus und Bildfeldwölbung vornimmt.

Jena CF250 Objektive GF-Plan(apo) : Der Faktor bei Verwendung in DMR ist 0,8x. So war im Jenaval die Verwendung der GF-Objektive durchas vorgesehen, mit der Tubuslinse 0,8x (f=200mm), um auf Zwischenbildgröße 25mm (von 32mm) zu reduzieren.

Herzliche Grüße
Christoph
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: A. Büschlen in Januar 10, 2026, 17:57:00 NACHMITTAGS
Danke Christoph und Peter,

Astigmatismus und Bildfeldwölbung hatte ich übersehen.

Peter, danke für deinen Anhang.

Grüsse Arnold
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: rhamvossen in Januar 11, 2026, 13:53:43 NACHMITTAGS
Hallo Jürgen,

ZitatMeine mft-Kamera ist optiklos adaptiert, versuchsweise habe ich schnell ein Bild meiner Testplatte inkl. Deckglas(Abstand zwischen den Strichen ist 10µm) mit dem HC PL Fluotar 20x gemacht, siehe Bild unten (JPG aus der Kamera, Helligkeit leicht angepasst). Es gibt da kaum etwas zu meckern aus meiner Sicht, bis auf ganz leichte chromatische Aberration am oberen Rand

Die Strichplatte zeigt da ungefähr 580 μm, richtig? Wenn das so ist dann wird ein ziemlich kleines Teil des Sehfelds aufgenommen. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: jcs in Januar 11, 2026, 16:22:48 NACHMITTAGS
Hallo Rolf,

ich sehe eine Objektgröße von 630µm in meiner Aufnahme. Die mft-Chips haben 17,3x13mm² Sensorgröße, das entspricht einer Diagonale von 21,6mm. Der Sehfelddurchmesser in meinem Fall sind 22mm, d.h. der Sensor passt perfekt zum Sehfeld.

Ich habe noch den Fluoreszenzeinsatz am Mikroskop, dadurch machen sich am Sehfeldrand erste Vignettierungen bemerkbar. Da ich oft Panoramen aufnehme, stört das. Ich mache deshalb meistens quadratische Aufnahmen (d.h. 13x13mm², siehe das von Dir angesprochene Beispiel), um symmetrisch das kreisrunde Sehfeld abzudecken. Das entspricht dann einer Bilddiagonale von 18,4mm, was ich jetzt nicht als "kleinen Teil des Sehfelds" bezeichnen würde.

LG
Jürgen
Titel: Aw: Leica DMRB Canon EOS 450D
Beitrag von: momotaro in Januar 11, 2026, 19:23:43 NACHMITTAGS
Dear All,
Dear Peter,

... jetzt bin ich also doch noch über das von Dir hingehaltene Stöckchen gesprungen! 8)
Zitat"ich hoffe, Momotaro-Helmut liest hier nicht mit  ;)"
(Originalzitat Peter V.- Januar 09, 2026, 13:00:50 NACHMITTAGS)
Am besten die (viel geschmähte KI) fragen:

Die(meine) AxioCam 705 color verfügt über einen 2/3" (diagonal 11,1 mm) Chip mit einer Auflösung von 2464 x 2056 Pixeln und einer Pixelgröße von 3,45 µm. Der Kameraadapter 60N-C 2/3" 0.5x ist für diesen Sensortyp ausgelegt und liefert ein Bildfeld (Field of View, FOV) von 23 mm.

Chipgröße (Sensorgröße): Die ZEISS Axiocam 705 color (R2) verwendet einen SONY IMX250 Exmor CMOS-Sensor mit einer physikalischen Chipgröße von 8,5 mm x 7,1 mm, was einer Diagonale von 11,1 mm oder dem Format 2/3" entspricht.

Auflösung und Pixelgröße: Der Sensor hat 2464 (H) x 2056 (V) Pixel, insgesamt 5,07 Megapixel, mit einer Pixelgröße von 3,45 µm x 3,45 µm.

Kameraadapter: Der ZEISS Kameraadapter 60N-C 2/3" 0.5x ist speziell für Kameras mit 2/3" Sensoren und 60N-Schnittstelle konzipiert. Die 0.5x-Vergrößerung (Reduktionsfaktor) des Adapters ist auf die Sensorgröße abgestimmt, um ein optimales Bildfeld ohne signifikante Vignettierung oder Randabschattung zu gewährleisten.

Bildfeld (Field of View, FOV): Bei Verwendung des 60N-C 2/3" 0.5x Adapters wird ein Bildfeld von 23 mm auf dem Sensor abgebildet. Die effektive Vergrößerung des gesamten Mikroskopsystems reduziert sich durch den 0.5x-Faktor, wodurch ein größerer Bereich der Probe erfasst werden kann als mit einem 1.0x-Adapter.
(KI-Antworten können Fehler enthalten).

LG Helmut aka "momotaro"