Ich bemühe mich gerade ein Leeuwenhoek Mikroskop zu bauen.
Nun habe ich gestern versucht aus Glasrundstäben kleine Kugellinsen zu basteln.
So wie in diesem Video:
https://youtu.be/A7kogB5yKbs?si=PuRGjzk_m55X3LDX
Es scheitert schon mal daran, dass ich es gar nicht schaffe, so schöne lange Fäden zu ziehen.
Und wenn ich dann mal einen halbwegs langen Faden hatte, sind die erhofften Kugeln eher unbrauchbare Tropfen geworden.
Hat schon mal jemand diesbezüglich Erfolg gehabt?
Grüße, Thomas.
Lieber Thomas,
Am leichtesten geht es, wenn man eine feine Pasteurpipette aus Glas verwendet und deren lange feine Spitze senkrecht in die Flamme hält.
Dazu verwende ich einen Mikro-Gasbrenner mit feiner Flamme.
Auch mit einer Haematokrit-Kapillare funkioniert es.
Falls der bei dieser Methode verbleibende, relativ dicke 'Stiel' stört, kann man die Kapillare vorher über der Flamme fein ausziehen und den feinen Faden dann zu einer Kugel schmelzen.
Der 'Stiel' ist mitunter von Vorteil, wenn man die Linse zwischen zwei Blechen fixieren möchte.
Viel Erfolg!
Alfons
Hallo Alfons,
danke für deine Tipps.
Ich habe jetzt 0,1mm Kapillarröhrchen bei Amazon gefunden.
Das sollte doch schon mal halbwegs passen, oder?
Vermutlich wird jede Kapillare geeignet sein. Vorsicht wäre nur bei den 'heparinisierten' Röhrchen geboten: Solche Antikoagulantien verbrennen beim Erhitzen und hinterlassen möglicherweise dunkle Spuren.
Ich habe mir jetzt erstmal 3 Kugellinsen in China bestellt.
2, 3 und 4mm
Bis die da sind, werde ich mich weiter mit dem Brenner beschäftigen. ;D
Moin Thomas.
Die Chinesen, wie ich sie liebe(nicht).
Egal welche Truppe bei mir verwechseln sie mm mit cm :(
Mit freundlichen Grüßen
Malte Vaupel