Wünsche Allen, einen unbeschadeten "Rutsch" gehabt zu haben !
Bin über dieses Video gestolpert, möchte ich Euch nicht vorenthalten:
Habe es beim "Querlesen" noch nicht komplett begriffen, scheint aber plausibel zu sein.
Gruß - Werner
Danke Werner,
wurde irgendwann die Rechnerleistung erwähnt?
Ich denke, da müsste ich erst einmal investieren.
Frohes neues Jahr
Jürgen
Hallo und allen ein gutes Neues Jahr!
Ganz so neu die Anwendung ja nicht. Anbei ein barrierfreier Artikel mit Anwendungsbeipielen. Diejenigen, die sich weniger für die mathematischen Grundlagen interessieren, können gleich zu einigen Beispielaufnahmen 'blättern'. Noch gibt es keinen Grund Objektive hoher Vergrösserung einzumotten.
Wie im Artikel erwähnt, sind bereits farbige Aufnahmen möglich. Sicher eine spannende Entwicklung. ... aber nicht die Art von Mikroskopie die ich im Hobby betreiben möchte.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jmi.70001
Grüße,
Michael/M59
Hallo Werner,
ich finde ja den engl wiki-Eintrag ganz gut als Einstieg ins Thema Ptychografie:
https://en.wikipedia.org/wiki/Ptychography (https://en.wikipedia.org/wiki/Ptychography)
Die zum Video (das ich auch schon mal verlinkt hatte) passende Veröffentlichung: Multiplexed coded illumination for Fourier Ptychography with an LED array microscope (https://opg.optica.org/boe/fulltext.cfm?uri=boe-5-7-2376&id=294149) verdeutlicht auch noch etwas.
Beste Grüße und gutes Neues Stefan
Hallo,
Das Video kenne ich.
Ich finde es sehr interessant, was eigentlich unmnöglich scheint, ist dennoch möglich.
Für ein (1) Bild scheint es praktikabel zu sein, aber wenn es um Bilder für Stacking Aufnahmen
geht, ist der Zeitaufwand doch recht hoch.
Ich werde es nicht anwenden, da mir die mathematischen und programmiertechnischen Hintergründe fehlen.
LG
Michael
Hallo,
nur kurz der Hinweis: Martin hatte hier (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=47379.msg349226#msg349226) schon einmal ein Bild mit dem (einfacheren) Ptychografie-System µlight von leida.fr (http://leida.fr/) gezeigt.
Die Stärken dieser Systeme liegen neben der Quantifizierung sicher in Miniaturisierung and Automatisierung. Also Voraussetzungen für zB Massenscreening von Zellkulturen, pathologischen Schnitten oder technischer Qualitätskontrolle. Weniger das fein kontrastierte und hoch aufgelöste farbige Einzelbild, schon gar nicht bei stark beweglichen Objekten.
Allgemein firmiert das alles unter label-free imaging bzw. quantitative phase imaging (QPI).
Beste Grüße Stefan
Hallo Michael,
eine kleine To- do Liste fürs Hobby:
- geeignetes LED Panel finden
- geeignete Schaltung finden/ bauen die jede LED des panels einzeln ansteuert.
- geeignete Kamera finden
- Mikroskopstativ umbauen
- bei einem Panel 12x12: ergeben sich also 144 Aufnahmen im RAWformat (pi mal Daumen: 2-6 Gigabyte Speicherplatz und .....'viel' mehr im Tif format zur Weiterverarbeitung
- Nur für statische Objekte geeignet.
- alle '144' Aufnahmen verrechnen: Da gibt es noch keine Software 'von der Stange', aber da werden die Hürden mit KI Hilfe sicher kleiner werden.
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Die gute Nachricht ist aber: Man verwendet ja Objektive kleiner Vergrößerung, also hat man eine größere Tiefenschärfe, braucht also weniger Stackaufnahmen.
Ich bin noch nicht überzeugt, dass sich diese Technologie in der professionellen Bildauswertung durchsetzt, aber warten wir es ab!
Michael/M59
Edit:typos
Hallo und noch ein gesundes neues Jahr,
anbei ein weiterer Link mit ein ziemlich umfassenden Darstellung der Herausforderungen und Entwicklungen:
Smart Imaging Lab - Fourier Ptychography https://share.google/skAGzF7fwy6nG2RjF
Unrealistisch scheint ein Hobby-Experiment ja nicht. Auch die Softwarealgorithmen gibt's bereits in Python.
LG Tino
Hallo,
die meisten Beispiele zeigen ziemlich dünne Phasenobjekte (oder sogar Amplitudenobjekte wie die Auflösungstestbilder), da ist die Rückrechnung aus Phase und Amplitude relativ einfach. Spätestens bei dicken Phasenobjekten wo man mit Stacking arbeiten würde wird es kompliziert.
Hubert
Vielleicht auch noch ein paar Bemerkungen zur möglichen Verbesserung der Auflösung.
Demonstriert wurden bspw. eine rekonstruierte NA=1,45 mit Objektiv 40x/0.75 und Kondensor 0.7,
sowie NA=1,6 mit Objektiv 10x/0.40 und immergierten Kondensor 1.2.
Ist schon recht beeindruckend.
Lg Tino
Hallo Hubert,
ein dickes Sample ist Mikroskopisch sicherlich immer ein Problem, auch im neuen Jahr "There is no free lunch". Unter Punkt 4.2 im verlinkten Artikel, kann man aber anscheinend durch die Multiplikation eines "phase-factors" digital Refokussieren. Aber ob die Verwaschung aufgrund des dicken Samples dadurch verbessert wird, kann ich nicht sagen.
Lg Tino
Ps. Aber alles ohne große Kenntnisse, nur schnell überflogen.
Und hier noch eine interessante Publikation mit einer tollen Beschreibung zum Opensource-Selbstbau.
"Low-cost, sub-micron resolution, wide-field computational microscopy using opensource hardware" https://www.nature.com/articles/s41598-019-43845-9
Hier wurden jeweils 256 8 Megapixelbilder aufgenommen und zur Rekonstruktion verwendet. Die analytische Rekonstruktion dauert auf einer gewöhnlichen Workstation anscheinend <1min, wobei zukunftig KI in Form von "Neuronalen Netzwerken" wohl ziemliches Verbesserungspotential hat.
Lg Tino