Hallo zusammen
Euch noch ein gutes Neues Jahr!
Wenn ich mein Axioskop 50 von einem 5 fach Objektivrevolver auf einen 6 fachen umrüsten will, muss ich dann das gesamte Stativ ausstauschen?
Die Modelle 45 14 05 und 45 14 07 wäre dann vielelleicht eine Option.
Aber es sollte doch auch möglich sein, nur den Revolver zu tauschen, oder?
Aktuell ist vermutlich der Revolver/das Stativ 45 14 08 verbaut, also 5 fach mit DIC Option.
Viele Grüsse
Oliver
Hallo zusammen
Wenn möglich, würde ich gerne den 6er Objektivrevolver von einem Axioskop 20 Stativ auf mein Axioskop 50 transferieren.
Wie gehe ich da am besten vor?
Welche Schrauben muss/darf ich gefahrlos lösen?
Viele Grüsse
Oliver
Hallo -
das habe ich vor 10 Jahren gemacht, allerdings den 6er RMS gegen einen 5er DIC M27. Anleitung kann ich nicht mehr geben lediglich die Info: Es geht, wenn man etwas Erfahrung beim Mikroskopschrauben hat.
Gruß
Rolf
Hallo Rolf
Die verblombten Schrauben haben mich etwas abgeschreckt, ok, aber in dem Fall einfach mal probieren?
Viele Grüsse
Oliver
Hallo Oliver,
Die abgebildeten Schrauben auf keinen Fall lösen!
Es reicht, die Inbus-Schraube mitten im Revolver selbst zu lösen, dann kann man ihn abnehmen. Vorsicht, da sind viele kleine Kugeln drin. Benutz solides Werkzeug, die Schraube kann recht fest sitzen.
Den Umbau habe ich von 6-fach auf 5-fach DIC durchgeführt.
Viele Grüße
Alexander
Zitat von: Aljoscha in Februar 08, 2026, 22:53:38 NACHMITTAGSHallo Oliver,
Die abgebildeten Schrauben auf keinen Fall lösen!
Es reicht, die Inbus-Schraube mitten im Revolver selbst zu lösen, dann kann man ihn abnehmen. Vorsicht, da sind viele kleine Kugeln drin. Benutz solides Werkzeug, die Schraube kann recht fest sitzen.
Den Umbau habe ich von 6-fach auf 5-fach DIC durchgeführt.
Viele Grüße
Alexander
Hallo Alexander
Danke für die Info.
Was für Kugeln sind das denn genau?
Bei mir geht es in die umgekehrte Richtung, da für mich gerade ein 6er Revolver interessanter ist.
Für DIC fehlt dann doch noch das nötige Kleingeld.
Viele Grüsse
Oliver
Hallo Oliver,
Der Revolver ist kugelgelagert. Die Kugeln können herausfallen.
Viele Grüße
Alexander
Zitat von: Aljoscha in Februar 09, 2026, 07:28:14 VORMITTAGHallo Oliver,
Der Revolver ist kugelgelagert. Die Kugeln können herausfallen.
Viele Grüße
Alexander
Hallo Alexander
Kann man die Kugeln nachkaufen?
Bei beiden Revolvern fehlen schon welche.
Sie kleben anscheinend auch nicht noch irgendwo.
Habe beide Revolver nun wieder installiert, aber am jeweils anderen Mik.
Bei 6er gab es keine Unterlegscheibe. Dafür waren am 5er zwei.
Habe nun jeweils eine untergelegt.
Der 6er schlakert nun nicht mehr so.
Aber wahrscheinlich braucht es doch zwei Unterlegscheiben, oder?
Viele Grüsse und Danke
Oliver
Hallo Oliver,
miss mal den Durchmesser der Kugeln und gib mir Bescheid. Ich bin rel. sicher dass ich welche in meinem Fundus habe.
Grüße
Stephan Hiller
Kugellagerkugeln kann man in fast beliebigem Durchmesser separat kaufen, allerdings meistens nur in recht großen Mengen. Wenn man großes Glück hat und zufällig Kugeln aus (alten oder neuen) Fahrradlagern vom Durchmesser her passen, ist das eine gute Möglichkeit. Man braucht dazu den exakten Durchmesser. Über einen Händler für Wälzlager kann man da sicher auch was machen. Zur Not kann man ein Lager "schlachten" um an die Kugeln zu kommen, zweckmäßigerweise eines, das man zerlegen kann, z.B. ein zweireihiges Pendelkugellager oder ein Axiallager, vorrausgesetzt, man kann ausfindig machen, welchen Kugeldurchmesser das hat.
Viele Grüße, Jochen
Halb so wild!
1000 Kugeln von 2 mm sind eine kleine Schachtel.
Teuer wird es erst, wenn man die alle sehr eng toleriert haben will...
Gruß - Werner
Hallo Oliver,
die Kugeln sollten lt. Service Handbuch 1,5 mm DM haben. Auf deinen Bildern sehe ich an mehreren Stellen Kugeln die nicht mehr im Käfig sitzen. Sie solltst du unbedingt in den Kaäfig zurückbefördern!
Grüße
Stephan Hiller
Hallo Stephan
Alles was daneben klebte, habe ich zurückbefördert.
Die noch fehlenden Kugeln beim 6er Revolver, habe ich nun vom 5er transferiert, einschliesslich der 2. Unterlegscheiben.
Nun läuft der 6er Revolver das erste Mal ohne Probleme.
Ich habe aktuell zwei 100x Objektive verbaut (Neo-Fluar & Apochromat). Beide üben aber irgendwie etwas zu viel Druck auf das Deckglas aus.
Meinen Messschieber muss ich verlegt haben, daher kann ich die Kugeln nur mit dem Lineal abschätzen. Würde auch von ca. 1mm ausgehen.
Generell die Frage, mit was messt ihr die Deckglasdicke? Gibt es da empfehlenswerte Fabrikate bezüglich Messschieber?
Viele Grüsse
Oliver
Hallo Oliver,
für das Messen von Deckglasdicken verwende ich einen Bügelmessschieber, der in einem Elektronik-Shop gerade mal € 29,90 gekostet hat.
Der hat sich als einwandfrei funktionell erwiesen.
(Ich habe die Angewohnheit, qualitativ hochwertige Deckgläser von 0,15 oder 0,17 mm Dicke zu wählen und schätze dabei immer die Dicke des Mediums unter einem Deckglas ab oder messe diese sehr vorsichtig. Bei höher vergrößernden Trockenobjektiven zahlt sich das unbedingt aus.)
Solltest Du eine qualitativ hochwertige Marke bevorzugen, käme etwa einer von Mitutoyo (gebraucht oft günstig) infrage. Oder vielleicht dieses Set von HBO:
HBO Messschieber Set (https://www.hbm-machines.com/at/p/analoge-aussenmessschraubensatze-von-hbm?sku=00787&utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=23546754188&utm_content=&kb=ga_pm_23546754188_189962588821&gad_source=1&gad_campaignid=23546754188&gbraid=0AAAAA9WaKuCIzYjUfYlU4oj1wMIQaE-MQ&gclid=CjwKCAiAtLvMBhB_EiwA1u6_PpPbTM_b7VjlOmwu9XzXuDfGK3HLRfGrYEBp5Mu4ovenTvLziunjhhoCcx0QAvD_BwE)
Ach ja, bei Bügelmessschiebern gehört immer ein kleiner Schlüssel dazu, mit dem man die Null-Dicke justiert. Achtung, dieses kleine Ding verlegt man relativ leicht ... ;)
Liebe Grüße
Jakob
Zitat von: Mikromanagement in Februar 14, 2026, 00:13:04 VORMITTAGIch habe aktuell zwei 100x Objektive verbaut (Neo-Fluar & Apochromat). Beide üben aber irgendwie etwas zu viel Druck auf das Deckglas aus.
Hallo Oliver,
ein 100x Objektiv übt
keinen Druck auf das Deckglas aus. Da ist schließlich Öl dazwischen.
Irgendwas stimmt da nicht.
Gruß
Peter
Nicht ganz falsch angewendet, heißt der Präparateschutz wird nicht benötigt, wird das Deckglas nicht stärker auf das Präparat und den Objekträger gedrückt.
Durch die Immersion ändern sich die Druckverhältnisse tatsächlich. Das immergierte Objektiv zieht am Deckglas.
Hallo,
es soll renommierte Mikroskopiker geben, die noch nie im Leben je die Dicke eine Deckglases gemessen haben. ;) Ich fürchte sogar, diese Ignoranten stellen 99 Prozent der Mikroskopiker.
Also mal klar gesprochen: Für den normalen Mikroskopiker ohne allerhöchste Ansprüche und Highend-Optik gibt es wirklich keinen Grund, die Deckglasdicke zu messen. Sie steht ja auf den Deckglaspackungen und die Toleranzen liegen sicher im Bereich, der absolut keine Rolle spielt.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
ich oute mich mal als solcher Ingnorant. Deckgläschen verschiedenster Hersteller waren über Jahre mit Immersionsöl im Einsatz ohne irgendwelche feststellbare Probleme.
Die einzigen Probleme, die es gab, verursachte ein viel zu zähes Immersionsöl, das die Deckgläschen mitzog.
Gruß
Peter
Hallo zusammen
Habe meinen Messschieber nun doch gefunden.
Die Kugeln haben tatsächlich einen Durchmesser von 1.5 mm.
Habe auch.mal meine Deckgläser vermessen:
Bresser, 0.20 - 0.21 mm
Temu, 0.22 mm
Superior, W.Germany, 0.17 mm
Mit den letzteren funktioniert es nun auch besser mit den 100x Objektiven.
Von der Sauberkeit her gehen die Superior, die Bresser sind eine Katastrophe, aber das Material von Temu wäre dies bezüglich top gewesen.
Welches Material verwendet ihr denn so?
Viele Grüsse
Oliver
Carl Zeiss und die anderen Hersteller gravieren die Deckglasdicke, für die ein Objektiv gerechnet wurde, vermutlich nur aus Spaß auf ihre Objektive.
Zitat von: jochen53 in Februar 14, 2026, 16:49:50 NACHMITTAGSCarl Zeiss und die anderen Hersteller gravieren die Deckglasdicke, für die ein Objektiv gerechnet wurde, vermutlich nur aus Spaß auf ihre Objektive.
Bei den meisten Amateur Anwendern spielt das oft keine Rolle.
Bei speziellen Ölimmersions Apochromaten NA ≥ 1,4__ für
baut man sogar Deckglaskorrekturen.
Schließlich sind sie sogar auf ein spezielles gerechnet, denn der Brechungsindex ist über die Wellenlängen nicht konstant. Bei Flüssigkeiten ist die Änderung ausgeprägter.
Bei Ölimmersionen die für bedeckte oder unbedeckte Präparate gebaut sind ist die Abgleichlänge geringfügig anders.
Grüße
Peter
Hallo,
ZitatWelches Material verwendet ihr denn so?
alles, wo nicht Bresser draufsteht! ;) Nein, im Ernst: Die gängigen Deckgläser haben die Stärke No. 1 (0.13 - 0.16mm). Das passt gut zu der Angabe 0.17 auf den Objektiven, da man die Dicke der Schicht unter dem Deckglas mit einrechnet. Bekannte Marken sind Marienfeld (Superior), Knittel, Menzel (Epredia) und Hecht Assistent.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo zusammen
Etwas seltsam, einen Teil eurer Nachrichten habe ich gar nicht gesehen, als ich geschrieben habe.
Aber ok, dann "ziehen" die Objektive wohl eher über das Öl an den Deckgläsern.
Dann wäre die Frage, welches Immersionsöl ihr empfehlen würdet, bei dem der Effekt etwas weniger stark auftritt?
Viele Grüsse
Oliver
Hallo,
das in dieser Beziehung beste Immersionsöl ist das von Merck:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=35370.msg259114#msg259114
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Peter V. in Februar 14, 2026, 20:26:05 NACHMITTAGSHallo,
das in dieser Beziehung beste Immersionsöl ist das von Merck:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=35370.msg259114#msg259114
Herzliche Grüße
Peter
Das kann ich voll und ganz bestätigen. Das Merck Öl ist was die Fließeigenschaften angeht, das beste was ich bisher ausprobiert habe.
Eine winzige Menge Vaseline an den Ecken des Deckglases angebracht hilft auch gegen ungewolltes mitziehen.
LG Holger
Zitat von: Mikromanagement in Februar 14, 2026, 16:22:55 NACHMITTAGSHabe meinen Messschieber nun doch gefunden.
Die Kugeln haben tatsächlich einen Durchmesser von 1.5 mm.
Na dann hat das Service Handbuch ja diesmal Recht.
Und an so hochwertigen Immerionsobjektiven wie dem PlanApo 100x nA 1,4 solltest du wirklich auf die richtige Deckglasdicke achten: 0,13 bis 0,16 mm aber keinesfalls 0,22 mm. Bei dem geringen Arbeitsabstand kannst du dann u.U. gar nicht mehr auf dein Objekt unter dem zu dicken Deckglas fokussieren.
Grüße
Stephan Hiller
Hallo Oliver,
Zitat von: Mikromanagement in Februar 14, 2026, 16:22:55 NACHMITTAGSHabe meinen Messschieber nun doch gefunden.
Die Kugeln haben tatsächlich einen Durchmesser von 1.5 mm.
Na dann hat das Service Handbuch ja diesmal Recht.
Und an so hochwertigen Immerionsobjektiven wie dem PlanApo 100x nA 1,4 solltest du wirklich auf die richtige Deckglasdicke achten: 0,13 bis 0,16 mm aber keinesfalls 0,22 mm. Bei dem geringen Arbeitsabstand kannst du dann u.U. gar nicht mehr auf dein Objekt unter dem zu dicken Deckglas fokussieren und es besteht die Gefahr Deckglas und/oder die Objektivfrontlinse zu beschädigen.
Grüße
Stephan Hiller