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Bibliothek => Mikro-Know-How => Technik => Thema gestartet von: A. Büschlen in Januar 03, 2026, 16:10:54 NACHMITTAGS

Titel: Leitz Aristoplan: Fragen zur Kameraadaption und zum Phasenkontrast
Beitrag von: A. Büschlen in Januar 03, 2026, 16:10:54 NACHMITTAGS
Hallo,

z.Z. beschäftige ich mich mit einem Leitz Aristoplan das bei mir steht und beschäftigt werden will ;) .

Ausgerüstet mit all den guten Tools aus der Zeit von >1985.
Fototubus FSA-GW-R, Tubusfaktor 1,25x, mit den Okularen 10x/26 Periplan GW Brille; Pl Fluotare mit und ohne Sternchen (beide geben mit DIC ein gutes Bild!) am 6-fach Revolver 0,8x. Der Universal-Kondesor ist mit Ph Blenden und DIC Prismen ausgerüstet.

Die Adaption einer Canon EOS 700D mit dem 40mm Pankake möchte ich realisieren. Dabei zeigt sich im Bild, dass dies nicht regelmässig augeleuchtet ist: Gegen den Rand hin heller als im Zentrum.

Muss ich da mit dem Kameraobjektiv näher an das Okular fahren?

Und im Phasenkontrastbild zeigen sich im Kamerabild Abildungen vom PH Ring. Reflexionen?! Kann dies durch Schmutz im Kondesor Bereich verursacht werden?

Was meint ihr dazu?

SchmetterlingFlügelschuppe im Phasenkontrast; Objektiv Leitz Pl Fluotar 25//0.60 PHACO 2 160/0.17
Balken 20µm.
Ph Aristoplan 25 0.60 1200 .JPG


Titel: Aw: Leitz Aristoplan: Fragen zur Kameraadaption und zum Phasenkontrast
Beitrag von: purkinje in Januar 03, 2026, 20:23:00 NACHMITTAGS
Hallo Arnold,
mir sind solche Miniaturabbildungen von Blenden oder auch Interferenzstreifen von Dic Prismen bisher nur bei Luftblasen oder den  Glashohlkügelchen von Jürgen im Präparat oder Bläschen etwas darunter, evtl im Kitt der oberen Kondensorlinse untergekommen.
Beste Grüße Stefan
Titel: Aw: Leitz Aristoplan: Fragen zur Kameraadaption und zum Phasenkontrast
Beitrag von: A. Büschlen in Januar 03, 2026, 22:09:35 NACHMITTAGS
Hallo Stefan,

vermutlich zeigen sich diese "Strukturen" im Tubus und hier nur für die Kamera sichtbar.
Denn:
- In den Okularen sind sie nicht sichtbar.
- Auch beim Wechsel von Kondensor, Objektivrevolver und Objektiv zeigen sich die "Strukturen".
- Beim bewegen von dem Präparat wandern die "Strukturen" nicht mit.
- Auch bei einer anderen Kamera zeigen sich diese "Strukturen".

Also, ich wechsle den Tubus mit Fotoausgang und berichte.

Grüsse Arnold
Titel: Aw: Leitz Aristoplan: Fragen zur Kameraadaption und zum Phasenkontrast
Beitrag von: Jürgen Boschert in Januar 04, 2026, 00:12:17 VORMITTAG
Hallo Arnold,

solche Erscheinungen kenne ich von Staub irgendwo auf inneren Flächen. Dieser wird nicht scharf abgebildet sondern sondern als Bild der Aperturblendenebene; wenn Du also eine Ph-Blende eingeschwenkt hast, eben eine Abbild dieser. Hilft nur: Putzen, alles, an das man rankommt.
Titel: Aw: Leitz Aristoplan: Fragen zur Kameraadaption und zum Phasenkontrast
Beitrag von: Peter_le in Januar 04, 2026, 00:22:11 VORMITTAG
Guten Abend Arnold,

Die Aperturblendenebene wird in Bläschen natürlich abgebildet. Und es sieht so aus, als wäre die Phasenblende ein Kunststoffteil aus einem Stück, d.h. der Ring wird mit Mercedesstern gehalten.

So wie hier:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?msg=364119

Ansonsten könnte es sein, dass die Aperturblendenebene in irgendeiner Optik abgebildet wird, gespiegelt wird etc. Weiß ich auch nicht.

Dass es am Rand heller wird ist u.U. Auch denkbar. Vielleicht ist es auch ein seltsamer Hotspot. Vielleicht liegt es einfach auch nur am Beleuchtungsstrahlengang.

Peter