Hallo,
bin gerade über diesen schönen kleinen Beitrag des MDR-Sachsen gestolpert (2:43min), der den 70jährigen Ameisenforscher Bernhard Seifert vor und die eingewanderte Große Drüsenameise Tapinoma magnum. (https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/goerlitz-weisswasser-zittau/ameisen-experte-tapinoma-magnum-druesenameise-100.html)
Neben einem sehr schönen Leica-Stereo-Mikroskop M165 kommt bei ihm das gute alte SMXX-Stereomikroskop von Zeiss-Jena zum Einsatz und Er zeigt auch einen sehr interessanten Eigenbau einer "Affenschaukel", den er schon seit 1981 benutzt.
LG Gerd
Interessant! Was kann eigentlich das Leica-Monster mehr als die graue Maus daneben?
Hallo,
ich denke, dass es da schon marginale Unterschiede gibt ;)
Eine bessere Ergonomie, ein wesentlich größeres Sehfeld, ein klarerers, helleres und besser aufgelöstes Bild und eine deutlich höhere Vergrößerung mit Zoom.
Das Leica hat eine 16.5 fache Zoom-Ratio und das SMXX eine Schaltwalze bis max. 4x
Hier kannst Du beide Mikroskope vergleichen:
https://mikroskop-online.de/Mikroskop%20BDA/30-157d-1%20%20Stereomikroskop%20SM%20XX.pdf
https://www.mikroskope.de/shop/leica-m165-c/
Aber wie man sieht, hat auch das ca. 60 Jahre alte kleine Stemi noch durchaus seine Berechtigung und ist für die Präparation praktischer als das große Leica.
Hezrliche Grüße
Peter
Hallo,
vor allem kann man an dem Leica wirklich fotografieren.
LG Gerd
Hi,
danke für die Antworten. Das Riesenmöbel, das ist mir schon klar, kostet nicht ohne Grund ein paar Mark mehr. Aber man muss es, außer zu bezahlen, auch nutzen können. Ich meine, wenn die Augen im Alter schlechter sind als die Optik. Kann aber auch sein, dass man gerade dann eine gute Optik braucht. Beim Hören ist es das Letztgenannte.
Die Affenschaukel ist auch nett. Die scheint mir zum Preis, dass sie nur eine Richtung hat, robuster als ein Kugelkopf.
Insgesamt ein Video mit immens hoher Dichte an interessanten Informationen, die Ameisen nicht zu vergessen.
Viele Grüße
Michael
Hallo Michael,
der gute Mann hat ja sein Leben lang an Stereomikroskopen gesessen und das ist ja auch nicht bei ihm zu Hause in der Privatwohnung, sondern bei Senkenbergs am Görlitzer Naturkundemuseum. Laut Wikipedia, gilt Bernhard Seifert (https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Seifert_(Biologe)) als einer der führenden Ameisenforscher. Ich finde, da darf man schon ein ordentliches Mikroskop nutzen.
LG Gerd
Na klar! Hab ich anders geklungen?
Hallo Gerd,
Danke fürs Teilen war sehr interessant 💪😊
Liebe Grüße Daniel
Hallo Michael,
nee, so war das auch nicht gemeint, aber mir ist noch was anderes aufgefallen:
ZitatDie Affenschaukel ist auch nett. Die scheint mir zum Preis, dass sie nur eine Richtung hat, robuster als ein Kugelkopf.
Die hat nicht nur eine Richtung: Du kannst schließlich auch das ganze Ding auf dem Tisch des Mikroskopes drehen. Wichtig finde ich vor allem die leichte Drehbarkeit. Das bietet nicht jeder Kugelkopf. Ich habe zwei davon. Der eine - ein original Zeiss-Jena zu eben dem von Seifert benutzen alten SMXX - geht sehr leicht zu bewegen. Ein anderer - eine Konstruktion aus einer Halbkugel aus Eisen und einem Neodym-Magneten-Ring lässt sich sehr viel schwerer bewegen. Da brauchst Du beide Hände.
Der unschlagbare Vorteil gegenüber den Kugelköpfen ist aber die Drehung auch über 90 Grad hinweg, um die aufgeklebten Tiere auch etwas von unten ansehen zu können. Das schafft kein Kugelkopf, den ich kenne.
LG Gerd