Liebe Forist-en-innen ,
in einer Sandprobe die zu der Schwermineral-Analyse genommen wurde, finden sich nach dem Trennungsgang mit einer Flüssigkeit der Dichte 2,89 g/cm³ ein hoher Anteil an einem opaken Mineral. Mögliche Kandidaten sind Hämatit, Goethit und Limonit (Farbe).
Die Korn Sortierung (Siebung) liegt zwischen 160µm bis 315µm. Die opaken Bestandteile bewegen sich alle im unteren Korngrenzen-Bereich, zeigen aber mal rundliche, oolithische, mal bruchartige Gestalt.
Zur genaueren Bestimmung habe ich mit einem sehr starken Magneten (960mT) diese Mineralkörner extrahieren können. Wegen ihrer sehr schwachen magnetischen Eigenschaften werden diese Minerale als antiferromagnetisch bezeichnet. Ich habe aber die Möglichkeit, ihre magnetische Suszeptibilität χ sehr genau zu bestimmen. Die Messung an 3,26 Gramm dieser Körner ergab ein χvol von 0,000049 (SI). In der Literatur findet man die Angaben in Masse -spezifischer – Suszeptibilität χmass. . Zur Umrechnung verwendet man die Dichteangaben der Minerale Hämatit, Goethit und Limonit, 5,2 g/cm³; 4,2 g/cm³ und 3,8 g/cm³ respektive. Das führt im Ergebnis dazu, dass sich die Werte alle überlappen und eine eindeutige Zuordnung nicht möglich ist.
Also habe ich versucht, die Dichte, da diese für die 3 Phasen sehr unterschiedlich ist, nach dem archimedischen Prinzip in Wasser zu bestimmen. Damit komme ich nach mühsamer Sortierung
( Bild zeigt noch stark inhomogene Sortierung)auf 3,4 g/cm³.
Gründe dafür könnte Porosität in den Körnern sein und da der Abstand zu den anderen Mineralen doch noch reichlich ist, liegt die Annahme nahe, dass es sich um Limonit handelt.
Bin um Anregung zur weiteren Bestimmung dankbar.
lG
Jürgen
(https://www2.pic-upload.de/img/37566430/IMG_5644.jpg) (https://www.pic-upload.de)
Lieber Jürgen,
Limonit ist ja kein Mineral, sondern eine Mischung aus Goethit und Lepidokrokit (und evtl. auch Hämatit). Da wird die Unterscheidung schwierig werden.
Vom Aussehen her passt "Bohnerz" ja ganz gut: https://de.wikipedia.org/wiki/Bohnerz
Viele Grüsse
Florian
Hallo Jürgen,
die Bohnerze, waren auch mein erster Gedanke. Dann würde ich noch das Siderit (https://de.wikipedia.org/wiki/Siderit) in den Hut werfen. Das bildet zuweilen auch solche "Bohnen". Das sollte dann mit erwärmter Salzsäure schäumen. Aber ich tippe vom Gefühl her auch eher auf limonitisches Bohnerz.
LG Gerd
Hallo Jürgen,
die Dichte von Limonit wird mit 3,3 - 3,9 g/cm3, die von Goethit mit 4,0 - 4,4 g/cm3 angegeben. Beide enthalten von Natur aus Wasser. Ansonsten wäre noch der Glanz ein Unterscheidungskriterium, aber nicht bei den hier gezeigten nassen Körnern.
lG
Michael
Hallo Florian und Gerd,
vielen Dank für eure Anregungen.
@ Michael,
das Bild wurde unter der Stereolupe gemacht und die Körner werden im trockenen Zustand durch die angebaute Lampe beleuchtet.
Hier noch mal eine höhere Vergrößerung, auch im trockenzustand
Die Angaben der Dichte scheint z.Z. der einzige Anhaltspunkt zu sein.
Meinst du den Glanz der ,,Kruste", oder den nach dem Anschleifen?
Bei den etwas dunkleren Körnern gibt es sowas wie eine Innen-Reflexion.
Ein Anschliff eines Streupräparates würde vielleicht Klarheit schaffen.
lG
Jürgen
(https://www2.pic-upload.de/img/37566480/IMG_5646.jpg) (https://www.pic-upload.de)
Hallo Jürgen,
da sind sicher auch noch alle möglichen Tonminerale drin. Wie weit Du da mit der Dichte alleine weiterkommst?
Viele Grüsse
Florian
Hallo Florian,
diese Fraktion hat schon den Trennungsgang hinter sich. Hier sollte also nur Sachen über 2.85 Dichte übrig sein. Was ich in der Kürze googlen konnte liegen Tone knapp darunter.
lG
Jürgen
Ich meine, dass die in den Bohnen mit verbacken sind.
Zitat von: Florian D. in Januar 09, 2026, 16:25:58 NACHMITTAGSIch meine, dass die in den Bohnen mit verbacken sind.
Hallo Florian ,
es stimmt, die Körner lassen sich relativ einfach zerreiben. Übrig bleiben erdige, teils sandige Brösel.
Dabei sind die Dunkleren etwas widerstandsfähiger .
lG
Jürgen