Liebes Forumsmitglieder,
Untersucht wurde ein Spross einer nicht näher definierten Rose (Rosa sp.). Die Schnitte wurden mit einem Handmikrotom Jung Hn40 angefertigt. Als Schneidwerkzeug kam eine Shavettenklinge in einem Halter zum Einsatz. Die Schnittdicke betrug ca. 30 µm. Das gesamte Vorgehen dient ausdrücklich der methodischen Erprobung und Optimierung der eigenen Arbeitsweise sowie der kontinuierlichen Übung in der Schnitterstellung.
Ein Querschnitt verlief durch zwei Dornen, wodurch Dorn- und Sprossgewebe innerhalb desselben Präparats vergleichend dargestellt werden konnten.
Zunächst wurden ungefärbte Schnitte untersucht und dokumentiert. Die Bildaufnahme erfolgte in Hellfeld (HF), polarisiertem Licht (POL), DIC sowie im Fluoreszenzmodus. In den ungefärbten Präparaten waren mehrfach Luftblasen vorhanden, die teils als Artefakte störend wirkten, die wacker Methode hilft aber ist nicht der weißheit letzter Schluss . Vlt mal in Glyzerin ?
Färbung und Einbettung
Ein Teil der Schnitte wurde mit Methylenblau und Safranin gefärbt. Nach der Färbung erfolgte die Entwässerung über Alkohol, anschließend wurden die Präparate in Euparal eingebettet.
Ergänzend wurden frische, ungefärbte Schnitte direkt über Alkohol entwässert und ohne vorherige Färbung in Euparal überführt, um den Einfluss der Lösungsmittel und des Einbettmediums auf Eigenfarbe und Fluoreszenz gezielt zu untersuchen.
Beobachtungen
Während der Alkoholbehandlung zeigte sich deutlich, dass Chlorophyll aus dem Pflanzengewebe extrahiert wird. Dies äußert sich im Hellfeld durch den Verlust der grünen Eigenfarbe und im Fluoreszenzmodus durch das weitgehende Verschwinden der chlorophylltypischen Autofluoreszenz.
Bei den in Euparal eingebetteten Präparaten fällt zudem eine ausgeprägte Eigenfluoreszenz des Einbettmediums auf. Diese erzeugt ein erhöhtes Hintergrundsignal, dessen Intensität von der verwendeten Filterkombination und der Belichtungszeit abhängt, und kann die Interpretation schwach fluoreszierender Gewebestrukturen deutlich erschweren.
Anmerkung zur Methodik
Die Kombination aus Alkoholentwässerung und Euparal-Einbettung erweist sich für strukturelle Untersuchungen im Hellfeld als gut geeignet. Für fluoreszenzoptische Fragestellungen, insbesondere bei chlorophyllhaltigem Pflanzenmaterial, sind jedoch Einschränkungen zu berücksichtigen. Die vorliegenden Präparate sind daher primär als methodische Testserie und als Übungsmaterial zur Weiterentwicklung der eigenen Präparationstechnik zu verstehen.
Liebe Grüße,
Daniel
1. 470nm, PanoramaUnbenannt 91.jpeg
2. 470nm Panorama für FarbenblindeUnbenannt 91.jpeg
3. Pol Panorama Unbenannt 96.jpeg
4. DIC Panorama Frisch in wasser Unbenannt 97.jpeg
5. HF Panorama gefärbtUnbenannt 92.jpeg
6. Dic detail gefärbtUnbenannt 93.jpeg
7. Dic detail gefärbtUnbenannt 103.jpeg
8. Dic Detail gefärbtUnbenannt 104.jpeg
9 Pol Detail gefärbtUnbenannt 101.jpeg
10. Pol Detail gefärbt
11. HF in euparal Panorama Unbenannt 99.jpeg
12. Din in euparal PanoramaUnbenannt 100.jpeg
Lieber Daniel,
klasse! Sehr schöne Schnitte und Färbung.
Einzige Einschränkung: Eine Rose hat (trotz des Sprichwortes "Keine Rose ohne D.") Stacheln und keine Dornen.
Deinen Beitrag nehme ich gerne in die Botanik-Liste auf.
Beste Grüße
Peter
Liebe Peter,
Das mit den Stacheln und Dornen werde ich nie mehr lernen 🙈🙈🙈
Danke für das Lob, mir hat das alles zusammen wirklich Freude bereitet da ich von Schnitt zu Schnitt bessere Ergebnisse bekomme😊
Liebe Grüße Daniel
Das schreib ich am Wochenende 100 mal: Siehst du im Querschnitt Leitbündel → Dorn.
Siehst du nur Epidermis und Rinde → Stachel.
Hallo Daniel,
dein Beitrag gefällt mir sehr gut.
Gruß
Hans-Jürgen
Hallo Hans-Jürgen,
Danke für das Lob. Bald kann ich mit weiteren Färbungen experimentieren. Wacker (modifiziert) und Etzold sind im Zulauf, so wie noch ein paar andere Kleinigkeiten 🙂
Es bleibt spannend ☺️
Liebe Grüße Daniel
Lieber Daniel,
ob Stachel oder Dorn, Du bist in kurzeer Zeit ein perfekter Schnitter worn :)
Versuch mal deinen Dorn von einer Schlehe oder einer Zwetschge weg zu drücken, geht nicht!
die Stacheln einer Rose lassen sich leicht wegdrücken.
Die stachligen Kakteen haben auch Dornen :)
Liebe Grüße un weiterhin viel Freude am Schnippeln
Herbert
Lieber Herbert,
Durch die viele Unterstützung aus dem Forum und euch allen konnte ich ja jetzt in relativ kurzer Zeit eine recht beachtliche Steigerung der Qualität erreichen. Kritische Stimmen werden immer dankend angenommen.
Ich habe mich auf den erneuten Fehler in der Bezeichnung dem Thema mal angenommen. Ich denke das außerhalb der Botanik so gut wie niemandem der Unterschied geläufig ist und die Begriffe in einer Zufälligkeit verwendet werden die einem Ratespiel nahe kommen🙈😂
Vielen dank auch für dein Lob☺️
Liebe Grüße Daniel
Ps.: die Idee mit der Zwetschge gefällt mir dann könnte ich das Thema mal gegenüber stellen💪
Lieber Daniel,
ob Dorn oder Stachel wird im Sprachgebrauch meist nicht genau genommen.
Für die Botaniker sitzt der Stachel auf der Haut, der Dorn wächst aus den inneren Gewebe.
Es sticht beides, ich habe lieber Begegnung mit einem Stachel als mit einem Dorn.
Liebe Grüße
Herbert
Lieber Daniel,
jetzt muss ich einfach mal etwas schreiben, ist eigentlich schon lange überfällig.
Es ist beeindruckend, wie schnell Du, dank Deines Elanes und Deiner Beharrlichkeit, sowohl mit dem Fotographieren am Mikroskop wie vor allem auch der Schnitttechnik vorangekommen bist; beides hat inzwischen ein wirklich beachtlich hohes Niveau erreicht!
Hallo Daniel,
ich kann mich dem Beitrag von Jürgen nur anschließen.
Mir gefallen die Schnitte der Rose sehr gut, bin gespannt was du uns
im April oder Mai präsentierst wenn die Botanik so richtig erwacht ist
und Du ein wenig mehr Erfahrung mit der Färbung und dem Schneiden hast.
Liebe Grüße
Matthias
Zitat von: Herbert Dietrich in Januar 18, 2026, 12:59:57 NACHMITTAGSLieber Daniel,
ob Dorn oder Stachel wird im Sprachgebrauch meist nicht genau genommen.
Für die Botaniker sitzt der Stachel auf der Haut, der Dorn wächst aus den inneren Gewebe.
Es sticht beides, ich habe lieber Begegnung mit einem Stachel als mit einem Dorn.
Liebe Grüße
Herbert
Lieber Herbert,
Ich war heute schon auf der Suche nach anderen Pflanzen mit Dornen und Stacheln, aber leider nichts gefunden..... zumindest habe ich mich nicht gestochen 😅
Liebe grüße,
Daniel
Zitat von: Jürgen Boschert in Januar 18, 2026, 16:46:13 NACHMITTAGSLieber Daniel,
jetzt muss ich einfach mal etwas schreiben, ist eigentlich schon lange überfällig.
Es ist beeindruckend, wie schnell Du, dank Deines Elanes und Deiner Beharrlichkeit, sowohl mit dem Fotographieren am Mikroskop wie vor allem auch der Schnitttechnik vorangekommen bist; beides hat inzwischen ein wirklich beachtlich hohes Niveau erreicht!
Lieber Jürgen,
Auch deine Hilfsbereitschaft hat mir sehr geholfen, Dankeschön für die netten Worte🙂
Liebe grüße Daniel
Zitat von: Nordlicht in Januar 18, 2026, 18:56:19 NACHMITTAGSHallo Daniel,
ich kann mich dem Beitrag von Jürgen nur anschließen.
Mir gefallen die Schnitte der Rose sehr gut, bin gespannt was du uns
im April oder Mai präsentierst wenn die Botanik so richtig erwacht ist
und Du ein wenig mehr Erfahrung mit der Färbung und dem Schneiden hast.
Liebe Grüße
Matthias
Lieber Matthias,
Deine Präparate sind immer in Reichweite, und sind meine Motivation zum weiter üben da deine wirklich Weltklasse sind. Das mit dem schleifen der Messer wollte ich jetzt probieren aber meine Frau hat mir das Nassschleifpapier weg geschmissen das ich besorgt habe 😂 obwohl ich ziemlich gut mit verschiedenen Wechselklingen zurecht komme in dem Halter von dir,
Darf ich deine Präparate im Forum vorstellen?
Liebe Grüße Daniel