Hallo,
die Beleuchtungslösungen. die Zeiss für die Photomikroskope entwickelte waren aufwändige Konstruktionen und wegen der Quecksilberdampflampen sehr groß. Das Licht musste mehrfach umgelenkt bzw. bei der ,Seitenpfeife' um 90 Grad eingespiegelt werden.
Weder besitze ich den 'Rucksack' für die rückwärtige Beleuchtung, noch die Seitenpfeife, die auch eher selten angeboten wird. Neulich habe ich eine verpasst. Zum Glück!
Ein Beitrag von Peter Reil, der einmal seine Beleuchtungslösung an einem Olympusmikroskop zeigte, motivierte mich, endlich eine Lösung mit LEDs anzugehen. Nochmals vielen Dank für die Info Peter!
Meine Vorbedingung: Am Phomi wird nichts verändert, die LED soll wechselbar sein ohne den Kondensor IIIRS auszubauen, um z.B: ein Präparat mit verschiedenen Wellenlängen zu fotografieren und diese Fotos nach Bedarf kombinieren zu können.
Eine Werkstatt für feine Metallarbeiten oder 3D Druck steht mir nicht zur Verfügung. Meine Lösung ist deshalb eher rustikal gehalten.
Mein III RS verfügt über einen Lochblendenrevolver. Tests mit den gekauften LEDs zeigten, dass die Ausleuchtung durch die Verwendung von Linsen die den Abstrahlwinkel auf 45 oder 60 Grad. begrenzen verbessert wird. Mit den Linsen und einer einfachen Klemmvorrichtung lassen sich die LEDs gut zentrieren. Durch den simplen Federmechanismus lässt sich die LED Richtung Stativ drücken, am Kondensor vorbeischieben und wechseln.
Die Vorrichtung (wurde noch schwarz gestrichen): Die Scheiben sind 8 bzw 9 mm stark.
20260116_142706.JPG
LED mit Kühlkörper und Linse.
20260116_163033.JPG
....alles eingebaut:
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Gänseblümchentest (Präparat R. Wacker): Filtersatz 09
2026-01-10-15.37.20 ZS PMax.JPG
Statt der Holzscheiben bietet sich 3d Druck an. Allerdings ist der Kühlkörper für eine 3w LED hier eher knapp bemessen und wird recht warm. Da müsste man noch 'Abstandhalter' z.B. mit paar Schraube oder ähnlichem einplanen.
Grüße,
Michael/M59
Hallo Michael,
nur als Tipp: Wenn Du eine dickere Alu-Ronde statt Holz nimmst -gibt's in der Bucht auch als Zuschnitt, auch "freie" Händler sind nicht unbedingt teuer- und diese mit Wärmeleitpaste in die Hülse im Phomi einkoppelst, hast Du keine Kühlungsprobleme mehr; das ganze Stativ wird zum Kühlkörper.
Glückwunsch!
Hallo Michael,
Schöne Idee ☺️ und das Ergebnis ist ansprechend 💪
Liebe Grüße Daniel
Zitat von: Jürgen Boschert in Januar 16, 2026, 20:04:38 NACHMITTAGSHallo Michael,
nur als Tipp: Wenn Du eine dickere Alu-Ronde statt Holz nimmst -gibt's in der Bucht auch als Zuschnitt, auch "freie" Händler sind nicht unbedingt teuer- und diese mit Wärmeleitpaste in die Hülse im Phomi einkoppelst, hast Du keine Kühlungsprobleme mehr; das ganze Stativ wird zum Kühlkörper.
Hallo Jürgen,
ja mein erster Gedanke war einen Kühlkörper in die hintere Aussparung einzubauen und die Kabel durch den Fuss zu führen. Leider ist diese Kabelführung ohne den Ausbau von mindestens einer Linse und eines Umlenkspiegels nicht möglich.
Ich bin dann davon abgekommen, weil ich mir den Aus- und Rückbau nicht so einfach vorgestellt habe, aber auch weil ich gern die LEDs wie beschrieben möglichst einfach wechseln möchte.
Der Kühlkörper ist ausreichend dimensoniert, die höchste gemessene Temperatur im Dauerbetrieb sind etwa 75° C im inneren und 64° C auf der Rückseite des Kühlkörpers bei den 3w LEDs. Thermische Probleme gibt es keine, die LEDs halten das aus. Bei mir sorgt der Schraubenkopf der Druckplatte für einen kleinen Abstand zwischen Platte und Kühlkörper. Ob das für 3D Filamente zu warm wäre, wissen sicher die Druckexperten.
Die Linsen für die LEDs sind übrigens aus PMMA und nach Auskunft des Händlers UV-A durchlässig.
Grüße,
Michael/M59