Hallo,
mit einem 1.4er Kondensor kann ich das Sehfeld an einem Olympus BH2 bei Vernwedung des 4x-Objektivs nicht ausleuchten. Das funktioniert gut mit einen sehr flach bauenden Kondensor für das Leitz 1x / 0.04-Objektiv, wenn ich den direkt unter den Olympus-Kondensor halte. Das ist natürlich umständlich, denn ich muss ihn eben "halten".
Es gibt aber wohl auch eine Möglichkeit, "etwas" direkt auf den Lichtaustritt zu legen, um das ausgeleuchtete Feld zu erweitern. Nur was?? Irgendwo hatte ich so etwas vor Jahren mal im Forum gelesen, erinnere mich aber nicht mehr an den konkreten Thread.
Hezrliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
i.d.R. leuchten Kondensoren mit NA 0,9 oder 1,4 erst ab Objektiven 10 das GF vollständig aus. Deshalb kann man die Frontlinse wegklappen oder abschrauben. Manchmal kann man auch durch Unterbringen einer Linse mit ca. 60mm Brennweite zwischen Lichtdurchtritt im Mikroskopfuß und Kondensor die volle Ausleuchtung des GF etwa bis zum Objektiv 4 herab erwirken. Jürgen Stahlschmitt hatte dazu auch im Mikrokosmos-Artikel verfasst. Er hat dort -und ich meine mich auch an Beiträge von ihm im Forum dazu zu erinnern- Uhrmacherlupen empfohlen. Um eine möglichst homogene Ausleuchtung zu erzielen sollte die Linse (nahezu) plankonvex sein.
Lieber Jürgen,
es ist eben keine Klapplinse vorhanden und den K-Kopf abschrauben ist auch keine Option, weil ich viele Präparate schnell in der Übersicht und auch einmal in höherer Vergrößerung sehen möchte. Da wäre eine Linse, die man mal schnell auf den Lichtaustritt legt und auch wieder beiseite legen kann, praktisch.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo,
der Vorschlag von Jürgen war, eine einfache Linse z.B. mit 60 mm Brennweite in einem Abstand von etwa der Hälfte seiner Brennweite über der Leuchtfeldblende zu montieren (z.B. in einem Rohr das man auf die Lichtaustrittsöffnung stellt). Durch den geringen Linsenabstand von der LFB entsteht ein virtuelles, vergrößertes Bild der LFB etwa im Abstand der Linsenbrennweite vor der Linse, also noch vor der realen LFB. Vorausgesetzt dass die Linse einen deutlich größeren Durchmesser als die max. geöffnete LFB hat, sieht der Kondensor jetzt die fast um den Faktor 2 "vergrößerte" virtuelle Leuchtfeldblende und kann dadurch je nach optischer Qualität des Kondensors ein größeres Objektfeld ausleuchten.
Hubert
Hallo Peter,
wenn es dir nur um eine schnelle Übersicht geht, einfach den Kondensor absenken. Dann ist alles ausgeleuchtet.
Bei der Bildqualität muss man dabei ein paar Abstriche machen. ;)
Gruß
Peter
Hallo Peter
Ich wechsle einfach den Kondensor, absenken und eine Schraube aufschrauben und los gehts. Wenn du 1.25 nicht überschreitest kannst das Zurückwechseln auch lassen.
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Peter,
Hier noch das Bauprinzip aus dem bereits in dieser heutigen "Ausleuchtungs"-Diskussion zitierten Mikrokosmos-Artikel von Jürgen https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=53139.0
Leuchtfeldblende Vorsatzlinse.jpg
Hier das optische Prinzip der Leuchtfeldblendenabbildung, das virtuelle Bild entsteht vergrößert hinter der Linse in Verlängerung der gebrochenen Strahlen (gestrichelte Linien).
Leuchtfeldblende Vorsatzlinse 2.jpg
Hubert
Hallo,
@Peter: Ja, habe ich natürlich probiert. Aber dann kann ich die "Brillanz" eines Präparates nicht gut beurteilen. Und dauernd hoch und runter mit dem Kondensor möchte ich auch nicht.
@Gerhard: Gute Idee - dazu müsste ich aber einen Kondensor mit Klapplinse haben 8) "Olympisch" bin ich nicht so umfassend ausgrüstet...
@Hubert: Danke. Das kann ich tatsächlich auch mit dem (einlinsigen?) Kondensor für das Leitz Pl 1x erreichen, für den ich dann ebenfalls eine Trägerhülse anfertigen lassen müsste. Ich dachte, es wäre evtl. auch durch direkte Auflage einer Linse auf den Lichtaustritt möglich, aber das ist offenbar nicht so.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
da hilft tatsächlich eine Uhrmacherlupe - Du weißt schon, die, die man sich wie ein Monokel in die Augenhöhle klemmt. Damit bekommst Du das Gehäuse mit entsprechendem Abstand gleich mitgeliefert.
Hallo Jürgen,
bei diesen Uhrmacherlupen ist zwar vielleicht die Brennweite geeignet (z.B. mit einer gering vergrößernden 4x), aber kaum der Linsendurchmesser. Denn die Voraussetzung ist ein deutlich größerer Linsendurchmesser als die Leuchtfeldblende, statt typisch z.B. 20 mm sollte sie dann wenigstens 30 mm haben.
Hubert
Hallo,
na gut - so reichts für meinen Zweck auch erst einmal. Dass die "Hilfslinse" schief steht, stört auch nicht 8) Da ich hier gerade nur ein Cuttermesser zur Hand hatte, gings bei dem Material nicht besser.
Screenshot_20260118_193743_Gallery.jpg
Den Nutzen von Urinbechern in der Mikroskopie sollte man übrigens nicht unterschätzen, auch dieser Kollege aus der Pathologie hat ihn erkannt: ;)
https://www.frankenpost.de/inhalt.kulmbach-pathologie-rueckt-nah-ans-krankenbett.894f53ee-bd0b-4e14-a9fe-8bcc26d8e750.html
Hezrliche Grüße
Peter
... wenn ich mich recht erinnere, ging es damals um die Ausleuchtung des Objektivs 6,3 im DIC mit dem achr. aplan. Kondensor 1,4. Zeiss bot damals auch ein Kondensorprisma für die Kondensorfrontlinse 0,63 an, aber das Umschrauben der Frontlinse bei "laufendem Betrieb" ist ja wirklich umständlich.
Eine Linse mit der 60mm Brennweite liegt bei mir immer griffbereit beim Mikroskop, wenn es um den Einsatz schwach vergrößernder Objektive geht.
Beste Grüße von Jürgen
Zitat von: Peter V. in Januar 18, 2026, 19:41:07 NACHMITTAGSDen Nutzen von Urinbechern in der Mikroskopie sollte man übrigens nicht unterschätzen, auch dieser Kollege aus der Pathologie hat ihn erkannt: ;)
Den Nutzen von Urologen in der Mikroskopie sollte man übrigens auch nicht unterschätzen ;) Von Pathologen natürlich auch nicht ;)
It's pity, it is the 4x magnification that was decided on in the past :). And it's standard today. A small correction would suffice, and this 1.4 Olympus condenser (I guess it's apl-achr) would easily handle 5x. I use it with my 6.3x Leitz with a 0.8x reduction, so in total I have 5.04x, and that's on a wide-angle head.