Moin ihr Lieben.
Hat schon mal jemand die beiden Versionen des Protamis verglichen?
Gibt es da qualitative Unterschiede?
Grüße, Thomas.
Hallo Thomas,
meinst Du den Unterschied bei den Tischen, oder was meinst Du mit Versionen?
Beste Grüße Stefan
Version 1
https://www.antique-microscopes.com/photos/protami_microscope_3127.htm
Version 2
https://www.antique-microscopes.com/photos/protami.htm
Eine Frage: das erste Protami habe ich noch nie original gesehen, hatte das eigentlich auch schon die Halterung für Immersionsflüssigkeit unter dem Tisch? Ich finde die Taschenmikroskope auch sehr spannend und interessant umgesetzt
Ich habe gestern die erste Version gekauft.
Ich werde berichten.
Hallo zusammen,
das Immersionsöl-Fläschchen ist doch im Text beschrieben. Bei der älteren Version ist es im Fuß untergebracht, bei der neueren am Tisch angehängt. Von den Abbildungen her sieht es so aus, als hätte die neuere Ausgabe einen solideren Fokusmechanismus.
Hallo Thomas,
ich habe die neuere Version. Beide vergeichen konnte ich noch nicht.
Wenn du auch auf die Kornrade kommen solltest könnten wir unsere Exemplare evt. nebeneinander vergleichen?
Viele Grüße,
Oliver
Hallo Thomas & Oliver,
Ich hätte die Nummer 4143 - wahrscheinlich also das frühe Modell. Leider etwas zu schwer um es heute Abend zu unserem Mikroskopie-Treff 'Sande' mitzubringen, aber wir könnten die beiden Modelle bei Gelegenheit in Ruhe vergleichen.
Wobei der Behälter für Immersionsöl an meinem Protami leider fehlt.
Grüße und - @Oliver: Bis heute Abend!
Alfons
Lieber Alfons,
ZitatLeider etwas zu schwer um es heute Abend zu unserem Mikroskopie-Treff 'Sande' mitzubringen
und ich dachte immer das sei ein Reisemikroskop 8)
Herzliche Grüße,
Olaf
Lieber Olaf,
" ich dachte immer das sei ein Reisemikroskop" - es kommt eben, wie immer, darauf an: Ob Expedition, mit 20 Trägern und Sänfte, oder Exkursion, mit der Botanisiertrommel und Plankton- oder Schmetterlingsnetz!
Hensoldt-Protami-Tami-0.jpg
Links das Protami, mit 1,13 Kg eher ein Schwergewicht für die Expeditionen mit Trägern, und rechts das modernere Tami, mit 450 gr eher ein leichtgewichtiges Taschenmikroskop.
Hensoldt-Protami-Tami.jpg
Nr. 4.143 ist ein recht Frühes - aber nicht das erste Modell - und Nr 49.915 eines der Letzten. Immerhin eine Produktion von ca. 50.000 Mikroskopen!
Der Behälter für das Immersionsöl wurde beim allerersten Modell unter dem Tisch angeschraubt, beim Späteren (meinem) in einer Schwalbenschwanznut unter dem Tisch eingeschoben.
Hensoldt-Protami-Tami-2.jpg
Hensoldt-Protami-Tami-3.jpg
Bei meinem Protami fehlt leider der Behälter für das Immersionsöl:
Protami-1.jpg
Wohingegen das Objektiv trotz seiner winzigen Größe doch mit einer Apertur von 1,3 imponiert. Dazu passt auch der hochaperturige Kondensor mit Irisblende.
Protami-2.jpg
Dafür überzeugt das neuere Tami mit einem umlegbaren und dadurch bequemeren Stativ sowie einem - etwas fummeligen - Spiegel.
Tami-2.jpg
Um ehrlich zu seine: Beide Mikroskope habe ich noch nie benutzt, sollte dies aber mal bei Gelegenheit nachholen! Am besten zu unserem ZOOM-Stammtisch am Sonntag!
Herzliche Grüße zum Wochenende,
Alfons
Moin in die Runde,
ich habe beide Versionen bei Exkursionen und Expeditionen ausgiebig benutzt.
Das Protami ist ähnlich wie das Metami von der Auflösung her ziemlich gut. Vom Handling her für mich aber zu fummelig. Das Tami habe ich für die schnelle Durchsicht eigentlich immer dabei, die optische Qualität ist für diesen Zweck ausreichend.
Für unterwegs finde ich als Kompromiss zwischen Handling, Gewicht und optischer Qualität die (Kinder)Mikroskope von Olympus für Rucksackreisen und gelegentliches Durchmustern gelungen.
Aber je nach Reisesituation, Verkehrsmittel, Häufigkeit, Dokumentations- und Auflösungserfordernissen und natürlich dem Geldbeutel bietet der (historische) Markt ein breites Spektrum von Instrumenten. Wenn man diese Instrumente tatsächlich auf Reisen benutzt, ist auch die Möglichkeit des Verlustes oder der Beschädigung in die Bewertung mit einzubeziehen. Bei hochpreisigen Instrumenten kann das zu klugen Verwendungsbeschränkungen führen.
Exkurs: Zum Lomara, über das im Alten Forum ein sehr guter Beitrag existiert, könnte ich Details zum Entwickler, Hersteller usw. ergänzen, aber im alten Forum kann man nicht mehr schreiben. Wie kann man das sinnvoll zusammenführen?
Bei Fernreisen sind die Reaktionen auf solche Instrumente im Handgepäck oder im Aufgabegepäck sehr unterschiedlich.
Zwischen interessierten Blick durch Okulare, absolutem Desinteresse, Griff des Sicherheitsbeamten zur Schusswaffe, aber auch stundenlangen Gesprächen mit Sicherheitsbeamten auch auf höherer Ebene mit verpassen des Fluges habe ich da schon vieles erlebt. Bei größeren Geräten wie dem Wild M11 hat es sich aus meiner Sicht bewährt, das Instrument komplett auseinandergenommen in einer eigenständigen Box zu transportieren. Man kann die Schrauben mit Inbus vereinheitlichen, so dass man diese Instrumente dann auch bei der Ankunft schnell wieder zusammenbauen kann.
Vielleicht könnte man ja mal eine Liste von häufigeren Reisemikroskopen erstellen mit Bewertungsrubriken, für welche Reisetyp wie gut geeignet ergänzt ist.
Grüße in die Runde
CMB
So, das Protami ist angekommen.
Es ist wirklich erschreckend/erstaunlich winzig. 😁
Das Arbeiten mit dem Mikroskop ist in der Tat fummelig.
Wenn man nicht gerade das 100er braucht, geht es aber ganz gut.
Bei dieser ersten Version, muss der untere Deckel mit dem Immersionsölnapf abgeschraubt werden, wenn man mikroskopieren möchte.
Sonst stößt der Spiegel an den Minibehälter.
Die optische Qualität ist gut.
Nicht überragend, aber gut.
Mechanisch gibt es nichts zu meckern.
Alles läuft hervorragend und geschmeidig.
Nun habe ich endlich mein Protami und die liebe Seele hat Ruh.
Größenvergleich mit einem Leitz 100 NPL.
IMG_6640.jpeg
Der Napf(Glas) für das Immersionsöl.
IMG_6642.jpeg
Größenvergleich mit deinem Zeiss Mikroskop.
IMG_6641.jpeg
Hallo Thomas (und alle anderen Freunde historischer Kleinmikroskope),
Dank Dir für die schöne Darstellung deines Gerätchens.
Da ich kein Sammler dieser Mikroskope bin und nur selten in die Pampa ein Mikroskop mitnehme, bleibts bei mir bei einem kleinen Leitz-Reisemikroskop mit Klappfuß und Klapptisch. Diese konnte ich in schlechterem Zustand aber mit dem kleinen Kondensor, aber fehlender original Aperturblende erwerben und sanieren, weshalb es jetzt auch kein Sammlerstück von erheblichem Wert ist und deshalb in die Wildnis darf. Vorteil auch: es passen alle meine kurzen Leitz-Objektive dran.
Beste Grüße Stefan
Hallo Thomas,
Glückwunsch zu diesem Stück. Die Größenvergleiche, die Du hier zeigst, sind echt der Hammer. Danke!
Hallo Thomas,
Erst jetzt bemerke ich an meinem 'Protami II' die Vertiefung mit Gewinde (im Bild kaum erkennbar) im abschraubbaren Boden:
Protami II Boden mit Gewinde.jpg
Offenbar konnte auch bei diesem Gerät 'Irgendetwas' im Fuß befestigt werden. Bestimmt nicht das Fläschchen mit Immersionsöl, denn dieses hängt unten am Objekttisch. Das Gewinde (Durchmesser ca. 21 mm) ist sehr fein und wirkt unbenutzt.
Auffallend schlecht ist die Erhaltung der Lackierung der Aufbewahrungskapsel meines Protamis. Laut dem verlinkten Internet-Artikel wurde die II. Version 1935 eingeführt, mit einer Nummer höher als 3127 (geschätztes Produktionsjahr 1932). Seit Produktionsbeginn 1925 also ca. 400 Mikroskope pro Jahr.
Meines hat die Nummer 4143, müsste also ca. 2 Jahre nach der Nr. 3127 produziert worden sein - bei angenommen 500 Geräten pro Jahr. Also deutlich vor dem Krieg.
Wobei das im verlinkten Artikel beschriebene Nr. 13270 auch noch als Vorkriegsproduktion eingeordnet wird.
=> Deshalb die Frage, welche Nummer hat Deines - oder andere Protamis?
Herzliche Sonntagsgrüße,
Alfons
Moin Alfons.
Ich habe die Nummer 3095.
Hallo Alfons,
mein 2013 verkauftes Protami hatte die Nummer 36810.
Gruß
CMB
Meine beiden Tamis haben die Nummern 47312 und 48915. Deren Produktion lief anscheinend bis in die frühen Achtziger-Jahre
Im Mappes-Museum steht ein Protami mit der Nummer 43207, das offenbar schon vor 1939 erworben wurde.
Somit hatten wohl die Tamis und die Protamis eigene Nummer-Serien.
Die Bildqualität wird deutlich besser, wenn man nicht beide Tuben herauszieht.
Logisch eigentlich. 😬
Weiterhin passt die kleine Akku LED Leuchte aus China ziemlich exakt unter das Mikroskop.
Fast luftsaugend.
Muss man nur den Spiegel rausnehmen, was aber schnell erledigt ist.
vielen Dank für all die Informationen und Beiträge!!! sehr spannend und wirklich Neues, jetzt muss ich auch gelegentlich in meinem Fuss nachsschauen, werde berichten wenn es etwas spannendes gibt
Ich habe da mal was gebastelt.
LED Beleuchtung für das Protami.
Gedruckt mit 100% Füllung.
Das Gewinde hat 56,6x0,75.
Das habe ich aber geschnitten.
IMG_6689.jpeg
IMG_6690.jpeg
IMG_6691.jpeg
Hallo Thomas,
eine tolle Lösung... als ich mein Protami vor 14 Jahren verkauft habe, war sowas noch nicht möglich...
Grüße in die Runde
CMB
Hallo Thomas,
wie hast du das Gewinde geschnitten?
Drehmaschine? Sehe keinen Freistich.
Liebe Grüße und viel Spaß mit dem neuen Mikro
Rudolf
Drehmaschine per Hand gedreht.
Freistich ist eigentlich nicht notwendig.
Hallo Thomas,
genial.
Nimmst eine Wendeplatte her?
Voll/Teil oder nur einen Gewindemeisel?
Liebe Grüße
Rudolf
Da isser:
IMG_6693.jpeg
Grüße, Thomas. :D
@ Thomas Böder:
Ich hatte an meiner EMCOMAT 7 früher das Problem mit dem Nachlauf beim Gewindeschneiden, besonders lästig bei Feingewinde. Als Abhilfe bestromte ich den Antriebsmotor (1phasiger-C-Motor) beim Ausschalten über ein zusätzliches Relais kurzzeitig mit einer Gleichspannung von 24V und etwa 4A. Jetzt blieb die Spindel wie gewünscht schlagartig stehen. Der Antriebs-Zahnriemen verkraftete den Impuls problemlos, bei Motoren unter 1kW kann man das machen, nur bei 2800 upm leidet er. Mit einem 12-V-Netzteil funktioniert das auch, 24 V braucht es nicht.
Gruß - Werner
Moin Werner,
bei sowas drehe ich das Futter mit der Hand.
Dann kann ich definitiv rechtzeitig stoppen.
Grüße, Thomas.
Hallo Thomas,
du hast ja eine Drehmaschine mit Leitspindel und vor allem mit einer Gewindeuhr(?).
Kennnst du das Video, insbesondere Methode zwei im hinteren Teil?
Damit kann man das Gewinde nach rechts, also vom Futter weg schneiden.
Ich habe das noch nicht probiert, aber das muss ich als nächstes probieren.
Der Vorteil liegt darin, dass man nicht Gefahr läuft mit einer geschlossen Schloßmutter in die Drehmaschine zu fahren. Man fährt ja immer nach außen. Also viel weniger Streß.
Innengewinde
https://youtu.be/DvWlizV4s8s
Außengewinde mit umgedrehten Schneidwerkzeug:
https://youtu.be/q7scadYptTI?t=816
Liebe Grüße
Rudolf
Hallo Tami Fans,
kann mir jemand sagen was ein ,,Opak Tami II" ist?
Seriennummer 13736. es hat eine Art Wechselobjektiv mit Schwalbe.
lG
Anne
Da steht so Einiges:
https://microscope-antiques.com/tamis.html
Hallo in die Runde! Ich habe zwei TAMI mit vierstelliger Nummer, etwa 1920ger Jahre. Der Schraubdeckel hat innen
eine Markierung, die 100 millilieter angibt.Man nehme also Proben aus einem Gewässer, und pippetiere wie üblich.
So konnnte man damals ungefähr abschätzen, wieviele Lebensformen sich im Gewässer befinden. Einfach und Genial.
Gute Grüße
Micha
Hallo Thomas,
bitte korrigiere mich falls ich es überlesen habe, aber das Opak wird dort nicht erwähnt?
lG
Anne
Kannst du mal Bilder zeigen?
Sehr gerne Thomas,
das dritte Bild zeigt wie man das Objektiv über die Schwalbe rausziehen kann. Es kann aber auch rausgeschraubt werden aus der Schwalbe. Es gibt wohl zwei Objektive, die auch auf der Skalierung als "T" und "M" angegeben sind. Ich habe das "M" für den höheren Vergößerungsbereich. Das "T" wäre dann wohl im Boden eingeschraubt gewesen (falls das jemand in der Krabbelkiste hat,... die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt).
Der Einschub für den Ölbehälter ist auch da, leider nur fehlt dieser. Ich bekomme auch ohne Öl ein knackiges Bild.
Vergößerungsbereich ist angegeben mit 40-760.
lG
anne
IMG_1721.jpeg
IMG_1722.jpeg
IMG_1724.jpeg
Das sieht aus wie ein Protami und nicht wie ein Tami.
Aber kein dreier Revolver, sondern "nur" ein Objektiv.
Dafür aber schnell wechselbar.
Was es alles gibt!!!
T steht übrigens für Tami-Objektiv, M demzufolge für Metami-Objektiv.
Im Boden eingeschraubt, wäre eigentlich der Minibehälter für das Immersionsöl.