Hallo,
Ein Leitz Aristoplan steht vor mir. Ausgerüstet mit endlich Optik. Fotoausgang mit den orig. Tubusrohr für TL 160mm ist vorhanden. Eine Canon EOS 700D ausgerüstet mit dem Canon 40mm Pankake soll über einem Periplan 10x Brille mit rotem Punkt adaptiert werden.
Wann genau ist die optimale Pupillenlage gegeben?
Arnold Büschlen
Hallo,
ich wiederhole meine obengestellte Frage und versuche mich in der Fragestellung zu präzisieren:
Ein Leitz Aristoplan steht vor mir. Ausgerüstet mit endlich Optik. Stativ, Objektive, Okulare und Fototubus mit Tubusrohr sind alle für endlich Optik TL160mm ausgelegt und vorhanden.
Eine Canon EOS 700D ausgerüstet mit dem Canon 40mm Pankake soll über einem Periplan 10x Brille mit rotem Punkt adaptiert werden.
Halte ich die Kamera ausgerüstet mit dem 40mm Pankake über das Okular im Fototubusrohr erhalte ich bereits ca. 7-8mm über der Austrittslinse vom Okular ein absolut parfokales Bild vom Objektmikrometer.
Die Theorie sagt, dass die Frontlinse vom Kameraobjektiv so nahe wie möglich an die Linse vom Okular das im Fototubus liegt, herangeführt werden soll.
Wo liegt nun die optimale Pupillenlage? Und wann ist sie gegeben?
Besten Dank für klärende Hinweise.
Arnold Büschlen
Hallo Arnold,
so ganz verstehe ich Deine Frage nicht. Wenn das Bild parfokal ist, ist genau das eben die korrekte Lage.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
bin ich wohl zu kritisch...?
Ich habe ja bereits langejährige Erfahrung bei endlich Optik mit Adaptionen am Zeiss Standard Universal und am Nikon Optiphot. Beide sind markentreu ausgerüstet. Bei diesen beiden Adaptionen ist der Abstand viel geringer.
Dank und Gruss
Arnold
Abend Arnold,
Ein Gesetz dass die beiden Optiken möglichst nah sein sollen gibt es meines Wissens nicht. Allerdings ist das oft das praktische Ergebnis von Zweckentfremdeten Kameraobjektiven.
Die Austrittspupille des Okulars und die Eintrittspupille des Objektivs müssen ineinanderfallen. Ansonsten gibt es Vignettierung.
Wenn das Auge zu weit vom Okular entfernt ist, passiert das auch.
Grüße
Peter
Mit der Parfokalität hat das Kameraobjektiv allerdings nichts zu tun (vermutlich vorausgesetzt, dass das Kamera-Objektiv auf unendlich eingestellt ist).
Heißt: Das Bild bleibt gleich scharf, wenn der Abstand Kameraobjektiv- Okular variiert wird, allerdings kommt irgendwann die Vignettierung.
Hallo Arnold,
Zitat von: A. Büschlen in Februar 08, 2026, 21:44:08 NACHMITTAGSbin ich wohl zu kritisch...?
Allzu kritisch ist der Abstand der Austrittspupille des Okulars und der Eintrittspupille des Kameraobjektivs nicht, sofern die Grundvorraussetzung (Pupillenlage des Objektivs ist nicht zu weit im Inneren des Objektivs->Vignettierung) erfüllt ist.
Hat man hingegen eine geeignete Kombination aus Okular und Objektiv, dann kann es sein, dass es da einen gewissen Spielraum im Abstand zwischen "Kameraobjektiv berührt Okular" und Objektiv ist ein Stück weit weg vom Okular" es kommt aber noch nicht zu Vignettien, gibt.
Ich denke davon ist hier die Rede, richtig?
Wie Peter ("Peter_le") schon richtig angeführt hat ändert sich innerhalb dieses Spielraum nichts an der Parfokalität.
Dennoch gibt der Theorie nach einen optimalen Abstand an dem die Ramsden Scheibe aus dem Okular genau mit der Pupillenlage des Objektivs übereinstimmt. Bei nicht optimalem Abstand wirkt die kleinere Apertur des Okulars sonst im dahinter angebrachten Objektiv wie eine Irisblende, die sich nicht an der vorgesehenen "optimalen Stelle" im Objektiv befindet. Das kann dann in der Theorie zu Bildfehlern führen.
Aber das macht in der Praxis sofern man nicht zu weit weg ist(->Vignetten) keinen großen Unterschied.
Ggf. verlierst du bei zu naher Entfernung auch etwas an Lichtmenge.
Auch das Thema Hotspots kann je nach Abstand einen Unterschied machen.
Also am besten mal mit fester Belichtungseinstellung geköhlert und mit leerem Objektträger pröbeln und schauen in welchem Abstand das "gleichmäßigste Weiß" auf den Sensor gebannt wird.
Auch als Anhaltspunkt kann die zugezogen Blende des Objektivs genommen werden.
Wenn die eine möglichst scharf begrenzte Vignette erzeugt sind die oben genannten Bedingungen erfüllt.
Hier noch ein Faden aus dem englischen Forum dazu:
https://www.microbehunter.com/microscopy-forum/viewtopic.php?t=10205 (https://www.microbehunter.com/microscopy-forum/viewtopic.php?t=10205)
LG und gut Licht, Holger
Hallo,
hier ist eine Grafik die den relativ großen Abstands-Spielraum bei Kameraobjektiven mit großer Blendenöffnung zeigt. Relevant ist in erster Linie dass der aus dem Okular austretende Lichtkegel nicht durch die Objektivblende vignettiert wird.
Theoretisch wäre es optimal wenn die Austrittspupille an der Stelle der Objektivblende läge weil Objektive hier minimale Bildfehler erzeugen. Aber die Strahlenbündel sind beim Mikroskop so schlank, dass dies in der Praxis keine Rolle spielt, da müsste das Objektiv schon schlecht korrigiert sein.
Ein Kriterium für den optimalen Abstand wäre höchstens das mögliche Auftreten von zufälligen Reflexionen bei bestimmten Abständen.
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=49627.msg363262;topicseen#msg363262
Hubert
Hallo,
Uaaahhhh, sorry!!! Klar, das Bild wird natürlich in diesem Fall nicht unscharf. Irgendwie war ich wohl duseligerweise gedanklich bei einer Unendlich-Adaption und habe das durcheinandergehauen.. :-[ .
Herzliche Grüße
Peter