Hallo zusammen,
bei mir steht schon länger an eine Umrüstung auf LED.
Es geht bei mir zwar um den Axiovert 10 und Polyvar Met (jeweils Durchlicht und Auflicht), allerdings bezieht sich meine Frage generell auf LED Umrüstung und soll sich hier nicht spezifisch auf die o.g. Modelle beziehen.
Ich habe im Forum die Suchfunktion benutzt, und es scheint, dass das LED Thema vor einigen Jahren recht häufig diskutiert wurde und in der letzten Zeit kaum.
Mich interessiert vor allem, welches LED Modul im Jahr 2026 empfohlen wird. Beim recherchieren wurde oft das XM-L Modell von CREE erwähnt. Erstens gibt es X Varianten (CRI, Lichtfarbe etc) und zweitens gibt es von CREE auch X andere Modelle, die es zb vor einigen Jahren nicht gegeben hat. Was wären die Voraussetzungen für das optimale LED Modul? COB Modelle wurden eher negativ bewertet.
Gruss
Peter
Hallo Peter,
auch ich habe vor einigen Jahren die von mir regelmäßig genutzten Mikroskope mal mehr, mal weniger elegant auf LED umgerüstet. Dabei kam eigentlich immer eine Cree XML-T6(?) zum Einsatz. Warum? Weil ich davon 20 Stück bestellt hatte. Was der aktuelle Nachfolger der XML-T6 ist, weiß ich leider nicht.
Ich bevorzuge die Variante "warmweiß", das Bild ist für meine Augen deutlich angenehmer zu betrachten.
Im Normalbetrieb würde ich von noch lichtstärkeren LEDs abraten - zuviel ist zuviel. Die XML ist auch aus 4 einzelnen LEDs zusammengesetzt, wenn man sich Mühe gibt, kann man die Kreuzfuge zwischen den LEDs sogar abbilden. Der Vorteil ist die sehr kleine Leuchtfläche, die der einer originalen Mikroskoplampe recht nahe kommt.
Was heute Stand der Technik bei den LEDs ist, würde mich auch interessieren - inklusive Bezugsquelle, weil meine erloschen ist (die verkaufen jetzt "Grow"-Zubehör für den Züchter von Cannabis sativa L.)
Hallo,
ich bevorzuge auch die CREE XML oder XML2. Die haben nur eine(!) Leuchtfläche und Power genug.
Man kann auch die XHP50 oder XHP70 nehmen. Die haben 4 Leuchtflächen.
Es kommt dabei ganz auf die Schaltung an, mit der du sie betreiben willst. Je nachdem solltest du entsprechende Kühlung von Schaltung und LED vorsehen.
Als Lichtfarbe empfehle ich "neutral" (ca. 4500 K).
Gruß
Peter
Ich habe die LEDs anfangs mit einem einfachen Labornetzteil und Vorwiderstand betrieben, klappt immer noch prima.
Natürlich gibt's platzsparendere Lösungen, die wesentlich mehr kosten.
Mein Vorschlag: Ruf mal bei Lumitronix an und lass dich beraten. Maßstab wäre die Cree XML T2 bzw deren Datenblatt. Noch mehr Licht macht m.M.n. wenig Sinn.
Ich hab jetzt bei einer kurzen Suche außer den üblichen Verdächtigen aus China keinen seriösen Anbieter in Deutschland gefunden- muss aber nix heißen.
Hallo zusammen,
besten Dank für die Tips. Ich werde mal die technischen Daten von den vorgeschlagenen LED Typen studieren.
Die LEDS gibt es mit oder ohne eine Microlinse auf dem Modul. In den Beiträgen wurde eher zu der Variante ohne Linse geraten. Hat hier jemand hierzu noch eine Meinung? Und CRI würde ich möglichst hoch wählen, idealerweise die 90er Variante. Von der Farbtemperatur gibt es natürlich Alles, angefangen bei 2700, über 2800, 3000, etc.... Ich mg kaltes Licht nicht, ich denke, ich würde für den Anfang etwas um die 3000 nehmen.
Noch etwas betreffend der Anzahl der LED auf dem Modul: soweit ich mich erinnern kann, hatte die LED Ersatzleuchte von Zeiss (Kostenpunkt um die 750 Euro) ein LED Modul mit 4 Micro-LEDs, diese wurden extra selektiert, damit sie gleich stark und mit gleicher Farbtemperatur leuchten. Den Link hierzu habe ich nicht gerade zur Hand.
Dass man die LED auf einem Kühlkörper montieren sollte, ist mir klar. Habe noch genug Kupfer/Alu-teile von diversen CPU Kühlern, es finden sich sicher was passendes.
Betreffend dem LED Treiber würde ich zuerst mit einem Labornetzteil den optimalen Stromfluss ermitteln, dann kann ich eine passende Elektronik kaufen.
vg
Peter