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Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: Hans-Jürgen Koch in Februar 17, 2026, 15:45:41 NACHMITTAGS

Titel: Botanik: Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch in Februar 17, 2026, 15:45:41 NACHMITTAGS
Der Cissusblättrige Ahorn stammt ursprünglich aus den Bergwäldern Japans. Er kommt dort im südlichen Teil Hokkaidōs, auf Honshū, Kyushu und Shikoku vor. Er wächst dort in sommergrünen Laubwäldern, auf Honshū in Höhenlagen von 200 bis 1300 Meter.

Auf japanisch heißt dieser Ahorn Mitsude-kaede ( dt. ,,dreihändiger Ahorn").

Bild 01 Habitus, Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567895/1.jpg)
Quelle:  Bruce Marlin - Own work http://www.cirrusimage.com/tree_maple_ivy-leaved.htm, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3174879

Die rund 120 – 150  Ahorn – Arten besitzen typische Spaltfrüchte, die bei Reife in 2 einsamige, geflügelte Nüsschen zerfallen.

Der Cissusblättrige Ahorn ist ein kleiner Baum oder Großstrauch, der bis zu zehn Meter, in Ausnahmefällen bis zu 20 Meter hoch wird. Die Baumkrone ist rund und breit mit dicht stehenden waagerechten Ästen. Die Triebe sind olivgrün, sonnenseits rötlich, und anfangs behaart, später kahl.
Der Baum ist zweihäusig.
Zweihäusig (Diözie) bedeutet bei Pflanzen, dass es getrennte männliche und weibliche Individuen gibt: Eine Pflanze trägt entweder nur männliche Blüten (mit Staubblättern) oder nur weibliche Blüten (mit Fruchtblättern), nie beides zusammen. Dies erzwingt die Fremdbestäubung, verhindert Inzucht und sichert genetische Vielfalt, wobei nur die weiblichen PflanzenFrüchte bilden können.

Was bedeutet ,,cissusblättrig ?

,,Cissus-blättrig" (oder cissifolium) ist ein botanischer Begriff, der beschreibt, dass die Blätter einer Pflanze denen der Gattung Cissus (Klimmen) ähneln; Beispiele: Efeu (Hedera), Wilder Wein (Parthenocissus tricuspidata), Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris).

Systematik:

Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie:    Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Unterfamilie:    Rosskastaniengewächse (Hippocastanoideae)
Gattung:    Ahorne (Acer)
Art:    Cissusblättriger Ahorn
Wissenschaftlicher Name: Acer cissifolium
Trivialname: Jungfern-Ahorn,  Klimmenblättriger Ahorn,  Weinblättriger Ahorn
Syn.: Negundo cissifolium
Englische Bezeichnung: Cissus-leaved maple

Negundo cissifolium: Ein wissenschaftliches Synonym, unter dem die Art früher (z. B. durch Siebold & Zuccarini) beschrieben wurde.

Philipp Franz Balthasar Siebold, war ein bayerischer Arzt, Japan- und Naturforscher, Ethnologe, Botaniker und Sammler. Er lebte von 1823 bis 1829 sowie von 1859 bis 1862 in Japan.



Bild 02 Blätter, Cissusblättriger  Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567931/2.jpg)
Quelle: Qwert1234's file
Urheber: Qwert1234

Die Blätter sind gegenständlich angeordnet. Ihre Form ist sehr variabel, wobei häufig, handförmig gelappte Spreiten auftreten.
Die Blätter erinnern an manche Arten der Gattung Cissus aus der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae). Sie sind dreizählig mit deutlich gestielten Blättchen. Diese sind verkehrt-eiförmig, zugespitzt, scharf grob gesägt, bewimpert, oberseits hellgrün und kahl. Das mittlere Blättchen erreicht eine Länge von fünf bis zehn Zentimetern an einem ein bis zwei Zentimeter langen Stielchen, die seitlichen Blättchen sind etwas kleiner.
Der Blattstiel ist drahtartig dünn.

Bild 03 Blattunterseite, Cissusblättriger  Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567894/3.jpg)
Quelle: http://www.treefinder.at/gehoelze/gehoelz.php?gehoelz=652

Bild 04 Stamm, Cissusblättriger  Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567897/4.jpg)
Quelle:  Photo by David J. Stang - source: David Stang. First published at ZipcodeZoo.com, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=63072957

An älteren Zweigen ist die Rinde grau und bleibt lange glatt, wird aber an Ästen und Stamm im Lauf der Jahre rau.

Bild 05 Blüten, Cissusblättriger  Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567898/5.jpg)
Quelle: Cephas - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=132451333

Blüten in aufrechten bis überhängenden Doldenrispen.

Die Blüten erscheinen erst nach den Blättern. Sie sind klein, gelbgrün, in fünf bis zehn langen, aufrechten oder übergeneigten, behaarten Trauben, die 20 bis 50 Blüten enthalten. Die einzelne Blüte besteht aus vier Kelch- und vier Kronblättern.
Männliche Blüten enthalten vier, selten fünf Staubblätter, das Gynoeceum fehlt komplett. Ebenso sind bei weiblichen Blüten keine Rudimente der Staubblätter sichtbar.

Das Gynoeceum bildet die Gesamtheit der Fruchtblätter einer Blüte.

Rudimente in Blüten sind zurückgebildete, funktionslos gewordene oder in ihrer Funktion stark eingeschränkte Blütenteile. Sie sind Überbleibsel aus der evolutionären Entwicklung und ein Beleg dafür, dass die Vorfahren einer Pflanzenart anders strukturierte Blüten besaßen.

Bild 06 Frucht, Cissusblättriger  Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567899/6.jpg)
Author: Krzysztof Golik

Spaltfrüchte mit zwei Schraubenfliegersamen.

Die Früchte sind Spaltfrüchte mit spitzwinklig zueinander stehenden hellroten Flügeln, deren Spitze stark nach innen gebogen ist. Ein Same mit Flügel misst etwa 2,5 bis 3 Zentimeter.

Es heißt, Leonardo da Vinci hatte die Idee der ,,Luftschraube", die er um 1490 n. Chr, skizzierte, nachdem er die geflügelten Ahornsamen bei ihrem Flug beobachtet hatte.
Da Vinci war berühmt für seine spiegelverkehrten Aufzeichnungen – dauerte es deshalb noch 450 Jahre bis der erste Helikopter abhob ?

Bild 07 Blätter, Herbstfärbung, Cissusblättriger  Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567932/7.jpg)
Quelle:Jean-Pol GRANDMONT - Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4894640

Die Herbstfärbung ist orange bis scharlachrot, wobei sich die Blätter im Außenbereich der Krone früher verfärben als die im Kroneninnern.

In Mitteleuropa wird der Cissusblättrige  Ahorn (Acer cissifolium)  sehr selten gepflanzt und ist fast nur in Botanischen Gärten und Sammlungen anzutreffen.

Meine Pflanzenproben habe ich im August 2024 im Arboretum Bad Grund – WeltWald Harz gesammelt.

https://www.landesforsten.de/erleben/unsere-naturtalente/weltwald-harz/

Teil 1
Spross, Querschnitt
35 Mikrometer

Bild 08 Schnittstellen,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567900/8.jpg)
Foto: H.-J_Koch

Bild 09 Übersicht, ungefärbter Schnitt,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567901/9.jpg)
Ahorn mit Reifholz, d. h. Ohne farbliche Ausprägung des Kernbereiches.

Bild 10 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567903/10.jpg)

Bild 11 Negativaufnahe, ungefärbter Schnitt,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567905/11.jpg)

Bild 12 Übersicht, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567904/12.jpg)
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 13 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567906/13.jpg)

W-3A-Färbung nach Wacker (Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)

Arbeitsablauf:
1.Pflanzenprobe liegt in 30 % Ethanol.
2. Aqua dest. 3x wechseln je 1 Minute.
3. Vorfärbung Acridinrotlösung 7 Minuten
4. 1x auswaschen mit Aqua dest. .
5. Acriflavinlösung (differenzieren bis gerade keine Farbwolken mehr abgehen - Lupenkontrolle) ca.15 Sekunden !!
6. 2 x auswaschen mit Aqua dest..
7. Nachfärbung Astrablaulösung 1 Minuten
Bei der Nachfärbung mit Astrablau eine Mischung aus Astrablau und Acriflavin im Verhältnis 3 : 1 verwendet (blau + gelb = grün).

Tipp:
Eine schöne Variante erhält man, wenn man in der letzten Färbestufe eine Mischung aus Astrablau und Acriflavin im Verhältnis 3:1 verwendet. (3 Tropfen Astrablau und 1 Tropfen Acriflavin separat ansetzen und Gemisch mit der Pipette übertragen.
8. Auswaschen mit Aqua dest. bis keine Farbstoffreste verbleiben.
9. Entwässern mit 3x gewechseltem Isopropylalkohol (99,9 %)
10. Einschluss in Euparal.

Ergebnis:
Zellwände blaugrün bis grün, verholzte Zellwände leuchtend rot, Zellwände der äußeren Hypodermis orangerot, Cuticula gelb, Zellwände der innenliegenden Hypodermis tiefrot.
Bei der Betrachtung wird eine Kontrastverbesserung bei Verwendung eines BG 38 Filters (blaugrün, 3 mm dick) erreicht.
Fotos: Nikon D5000, Sony Alpha 6000

Bild 14 Übersicht,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567908/14.jpg)

Bild 15 Detailaufnahme mit Beschriftung, Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567907/15.jpg)
XY = Xylem, PMS = primärer Markstrahl, MP = Markparenchym, PH = Phloem, J = Jahresringgrenze, PE = Periderm, RP = Rindenparenchym, SK = Sklerenchym. K = Kambium
Querschnitt durch das Holz vom Ahornzweig; Normalholzjahresring der Astunterseite mit Gefäßen im Holzfasergrundgewebe und längs ausgerichteten Holzstrahlen.

Bild 16 Detailaufnahme, Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567909/16.jpg)

Bild 17 Xylem, Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567911/17.jpg)

Bild 18 Kambium,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567910/18.jpg)

Bild 19 Detailaufnahme  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567912/19.jpg)

Bild 20 Übersicht, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567913/20.jpg)
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 21 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567916/21.jpg)

Bild 22 Lentizelle, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567914/22.jpg)

Die Durchlüftung der unter der Korkschicht noch vorhandenen primären Rinde erfolgt durch besondere Rindenporen oder Lentizellen.
Diese bestehen aus einem Haufen locker miteinander verbundener Zellen und sind an jungen Sprossachsen als vorspringende Warzen zu erkennen.


Teil 2
Spross, Längsschnitt
35 Mikrometer

W-3A-Färbung nach Wacker (Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)

Bild 23 Übersicht,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567915/23.jpg)

Bild 24 Detailaufnahme,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567918/24.jpg)

Bild 25 Detailaufnahme,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567919/25.jpg)

Bild 26 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567917/26.jpg)

Bild 27 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567920/27.jpg)

Bild 28 Markparenchym, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567921/28.jpg)

Teil 3
Blattstiel, Querschnitt
25 Mikrometer

Der Stiel (Petiolus) ist sehr zäh und widerstandsfähig  In der mikroskopischen Untersuchung zeigt sich eine Festigkeit, die beim Schneiden (z. B. für Präparate) eine scharfe Klingen erfordert. Die Mikrotom -Schnitte springen von der Klinge.

Morphologische Merkmale des Blattstiels:

Der Stiel ist auffallend lang und dünn, oft fast drahtartig in seiner Beschaffenheit.
Er ist charakteristisch rötlich bis tiefrot gefärbt, was in starkem Kontrast zu den grünen Blättchen steht.
Die Länge variiert zwischen 3 und 10 cm, womit der Stiel oft etwa so lang ist wie die gesamte Blattspreite.

Der Querschnitt ist meist annähernd kreisförmig bis breit-oval, oft mit einer leichten Abflachung oder Rinne (Sulcus) auf der adaxialen (oberen) Seite.

Epidermis: Die äußerste Schicht besteht aus einer einreihigen Lage, die von einer deutlichen Cuticula überzogen sind. Diese schützt vor Verdunstung und verleiht dem Stiel seine glatte Oberfläche.

Rindengewebe (Cortex): Unter der Epidermis liegt ein Festigungsgewebe aus Kollenchym, das dem dünnen Stiel seine Biegefestigkeit verleiht.

Zentralzylinder (Stele): Die Leitbündel sind in einem unterbrochenen Ring (einer Eustele ähnlich) angeordnet.

Leitbündel-Typ: Es handelt sich in der Regel um kollaterale Leitbündel, bei denen das Xylem (Wassertransport) nach innen und das Phloem (Nährstofftransport) nach außen orientiert ist.
Sklerenchym-Kappe: Über dem Phloem findet sich oft eine schützende Kappe aus Sklerenchymfasern, die für zusätzliche Stabilität sorgt.

Mark (Pith): Das Zentrum des Stiels besteht aus großlumigen, dünnwandigen Parenchymzellen, die als Speichergewebe dienen.

W-3A-Färbung nach Wacker (Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)

Bild 29 dünner Blattstiel eingespannt in  Styrodur.
(https://www2.pic-upload.de/img/37567922/29.jpg)

Bild 30 Übersicht,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567923/30.jpg)

Bild 31 Übersicht, mit Beschriftung, Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567926/31.jpg)
XY = Xylem, PH = Phloem, SK = Sklerenchym, RP = Rindenparenchym, HY = Hypodermis, EP = Epidermis, CU = Cuticula

Bild 32 offen kollaterale Leitbündel,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567924/32.jpg)

Leitbündeltyp:
Das bedeutet, dass Xylem innen (adaxial) und Phloem außen (abaxial) direkt aneinandergrenzen und ein Kambium zwischen ihnen liegt, was typisch für zweikeimblättrige Pflanzen (Dikotyledonen) ist.

Anordnung: Die Leitbündel sind im Blattstiel oft in einem unregelmäßigen Ring oder einer Kreisstruktur angeordnet. Mikroskopische Untersuchungen zeigen beim Cissusblättrigen Ahorn ein markantes zentrales Leitbündelsystem, das von Festigungsgewebe (Sklerenchym) umgeben sein kann, was dem langen, dünnen Stiel seine drahtartige Stabilität verleiht.

Bild 33 Übersicht, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567925/33.jpg)

Bild 34 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567928/34.jpg)

Bild 35 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567929/35.jpg)

Bild 36 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz,  Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
(https://www2.pic-upload.de/img/37567927/36.jpg)

Quellen und weiterführende Informationen:

Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
Kosmos Baumführer Europa, ISBN: 978-3-440-11741-5
Taschenbuch der Gehölze, ISBN: 978-3-494-01448-7
Lexikon der Baum- und Straucharten, ISBN: 978-3-86820-123-9
Botanica, ISBN 3-8290-0868-6
Raven, Evert, Eichhorn ,,Biologie der Pflanzen", ISBN978-3-11-018531-7

Mit freundlichem Gruß

Hans-Jürgen
Titel: Aw: Botanik: Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
Beitrag von: Peter T. in Februar 17, 2026, 16:29:51 NACHMITTAGS
Lieber Hans-Jürgen,

ein sehr schöner Beitrag. Der Blattstiel ist wirklich prächtig, die Natur "denkt" sich doch immer die schönsten Muster aus.
Was mir besonders gut gefällt, sind die Stellen im Spross, an denen die Markstrahlen sich bogenförmig im Phloem fortsetzen (Bild 16, mittig).

Eine Frage zum Schneiden: Wenn ich Spross oder Blattstiel so weit aus der Fixierung ragen lasse, wie Du es in Bild 29 zeigst, habe ich oft das Problem, dass der Stiel umgebogen wird oder zumindest sich bewegt, so dass keine planen Schnitte entstehen. Erst wenn er nur noch kurz aus der Fixierung ragt (oder ganz eingeschlossen ist, wie z.B. in einer Möhre) werden die Schnitte gut. Gibt es da einen Trick oder geht das nur bei entsprechend harten Stielen?

Schöne Grüße

Peter
Titel: Aw: Botanik: Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch in Februar 18, 2026, 14:42:30 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

danke für dein Feedback.

Der dünne Blattstiel ist  fast drahtartig.

Bei diesem Probenhalter mir der Schraube bewegt sich nichts mehr.

Sollte die Pflanzenprobe sehr weich sein z. B. bei der Acker – Winde (Convolvulus arvensis) schneide ich den Blattstiel mit dem Styrodur (XPS).

Gruß nach München

Hans-Jürgen
Titel: Aw: Botanik: Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Februar 18, 2026, 16:22:01 NACHMITTAGS
Guten Tag, Hans-Jürgen, das ist wieder ein Feuerwerk! von Hans-Jürgen
Gratulation !
""dass der Stiel umgebogen wird oder zumindest sich bewegt, so dass keine planen Schnitte entstehen.""
Wie der Berliner sagt: det fiel mir oooch uff.
Ich benutze gegen das Umbiegen den Gegenhalter von Bob
Gruß Peter W
Titel: Aw: Botanik: Cissusblättriger Ahorn (Acer cissifolium)
Beitrag von: Peter T. in Februar 18, 2026, 23:26:22 NACHMITTAGS
Lieber Hans-Jürgen,


besten Dank für Deine Einschätzung! Solche praktischen Ratschläge sind sehr hilfreich.

Liebe Grüße nach Weyhe

Peter