In den letzten Wochen war hier alles gefroren und nur ein langsam fließender Entwässerungsgraben war eisfrei. An einer Stelle speist dieser Graben eine kleinen Teich der auch eisfrei blieb. In diesem Gewässer findet man aber neben Bachflohkrebsen und Eintagsfliegennymphen nur cyclopoide Ruderfußkrebse. Vor allem größere Arten sind hier recht häufig. Bestimmt habe ich aber keines der Tiere.
So wurden Copepoden meine wichtigsten Fotomotive in diesem Spätwinter. Copepoden kommen meiner Meinung nach am bestem im Dunkelfeld, oder Dunkelfeld/pol, zum Teil plus Auflicht.
Alle Tiere unbestimmt.
Dorsale Ansicht
(https://live.staticflickr.com/65535/55087413368_2ced721bed_o.jpg)
Ventrale Ansicht
(https://live.staticflickr.com/65535/55083782719_d64304faba_o.jpg)
Ventrale Ansicht (Wahrscheinlich Eucyclops)
(https://live.staticflickr.com/65535/55075003246_f08d8d77f3_o.jpg)
Dorsal (wahrscheinlich Eucyclops)
(https://live.staticflickr.com/65535/55072867654_6378a994f5_o.jpg)
Ventral
(https://live.staticflickr.com/65535/55056627987_704832e739_o.jpg)
Dorsal
(https://live.staticflickr.com/65535/55094550053_95cf7f33a7_o.jpg)
Dorsal
(https://live.staticflickr.com/65535/55054189398_221aa46873_o.jpg)
Im polarisierten Licht kann man dann Aufnahmen ala Nikon Small World machen :)
(https://live.staticflickr.com/65535/55095573626_3229ac144d_o.jpg)
(https://live.staticflickr.com/65535/55089111996_dd4917d198_o.jpg)
(https://live.staticflickr.com/65535/55059207913_36e77263b4_o.jpg)
Mein persönliches Lieblingsfoto eines Copepoden in diesem Winter gelang mir aber dann an einem Harpacticoida (mit angehängter Spermatophore), den ich in einem mittlerweile wieder zugänglichen Tümpel gefunden habe. Ein Foto in ventraler Ansicht.
(https://live.staticflickr.com/65535/55099714966_41e0efb399_o.jpg)
Gruß
Christian
Hallo Christian
freue mich, dass "Deine" kleinen Kerle auch wieder da sind. Super Aufnahmen, danke fürs Teilen!
Hallo Christian,
Was für eine Galerie!!!
Umwerfend schön!
Vielen Dank Holger
Hallo Christian,
was für geniale Bilder. Wie immer eine umwerfende Qualität von Dir. Vielen Dank für´s Zeigen.
Viele Grüße
Gerald
Hallo Christian,
wie immer herrliche und atemberaubende Ansichten. Ganz toll!
Hallo Christian,
auch ich habe mich sehr über Deine fantastischen Fotos gefreut und den Faden in die Linkliste (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48342) aufgenommen.
LG Gerd
Hallo Christian,
wie immer eine wahre Freude - wirklich PERFEKT - Danke für das Zeigen!
Grüße
Kurt
Danke für die lobenden Worte. Es freut mich, dass die Bilder gefallen.
(https://live.staticflickr.com/65535/54895443330_86e3844c38_o.jpg)
Guten Abend Christian,
wirklich wahre Kunstwerke! Sicherlich hast Du schon mehrfach erklärt wie diese Meisterwerke entstanden sind. Kannst Du trotzdem nochmal ganz kurz etwas zur Erstellung/Workflow sagen?
Ehrfürchtige, bewundernde Grüße
Michael
Hallo Christian
Du bist da in einer eigenen Liga unterwegs, spitze :)
Liebe Grüße
Gerhard
Danke Gerhard. Das weiß ich sehr zu schätzen.
Hallo Michael
Da ist gar nicht so viel Workflow. Gefangen wird mit Planktonnetz, dann werden Tiere mit 2,5 mL Plastikpipette aus Probenbehälter in Färbenapf verbracht, was gar nicht so einfach ist, weil Copepoden wohl die größte Beschleunigung im Tierreich haben dürften, sie sind also sehr schwer zu fangen. Inspiziert wird mit einem kleinem Motic Stereomikroskop und dann mit Ethanol fixiert. Man darf generell nicht zu viel Ethanol zugeben weil sonst Proteine in den Tieren ausfallen und diese im Inneren milchig werden, so ca. 50-70 Prozent im Napf sind ideal. Die Tiere sind innerhalb von Sekunden betäubt und innerhalb von wenigen Minuten tot. Ethanol wird dann durch VE-Wasser ersetzt und die Tiere auf Objektträger pipettiert. Wasser ist visköser als Ethanol/Wasser-Gemisch und neigt weniger zum Einschluss kleinster Luftblasen. Sehr wichtig sind Deckgläser mit Füßchen aus Bienenwachs-Vaseline-Gemisch. damit die Tiere nicht gequetscht werden. Ich habe ein Set mit unterschiedlichen Abständen. Das Tier ist nun unter dem Deckglas und kann durch vorsichtiges Verschieben des Deckglases noch in die gewünschte Position orientiert werden. Man sollte dann noch einige Minuten warten, weil die Tiere dazu neigen die Antennen auszustrecken, und auch das Urosom, der Schwanz, sich oft noch ausstreckt. Dann wird der Stack fotografiert und anschließend mit Helicon Focus gerendert. Nachbearbeitung in Photoshop.... das wars. Für die größeren Tiere verwende ich das SPlanApo 4 und für die kleineren das SPlanApo 10, wobei ich oft den Abstand der Kamera zum Projektiv extrem verringere damit das Tier komplett ins Bild passt. Ich verwende seit 2 Jahren eine Sony a7r3 Vollformat.
Edit: Bei den größeren Tieren ist oft noch zusätzliches Auflicht nötig, da diese oft stark pigmentiert sind,. Hierzu verwende ich zwei LED mit Schwanenhalsleuchten, ähnlich der Jansjö, nur dimmbar und mit drei verschieden Farbtemperaturen und Diffusor aus einem Teil einer Milchgetränk-Plastikflasche.
Hier noch ein Beispiel für eine frontale Orientierung eines Harpacticoiden Copepoden in frontale Ansicht, was auch durch die Deckgläser mit Wachsfüßchen möglich war.
(https://live.staticflickr.com/65535/54272124405_955a82dcf0_o.jpg)
Hallo Christian,
Danke für die Details Deines Workflows.
ZitatSehr wichtig sind Deckgläser mit Füßchen aus Bienenwachs-Vaseline-Gemisch. damit die Tiere nicht gequetscht werden. Ich habe ein Set mit unterschiedlichen Abständen.
Wie muss ich mir diese Sets vorstellen? Sind das vorbereitete Deckgläser mit verschieden dicken Füßchen oder verschieden viskose Bienenwachs-Vaseline-Gemische?
LG Gerd
Hallo Gerd
Das sind mehrere Deckgläser mit verschieden dicken Füßchen
Hallo Christian,
das sind wieder unglaublich schöne Bilder !
LG
Gerhard
Guten Tag Christian,
vielen Dank für Deine Erläuterungen! Es ist wirklich extrem beeindruckend was Du da hinbekommst.
Viele Grüße
Michael
Hallo Christian,
diese Bilder sind schon einmalig! Ich bin begeistert!!
Viele Grüße
Werner
Danke Werner