Hallo zusammen
Ich würde gerne den Plastiktubus von einem Okularpaar 44 42 32 auf ein anderes 45 50 43 wechseln, da mich dort die Einsatze im Blickfeld stören.
Leider lässt sich ein Tubus nicht lösen.
Gibt es gegebenenfalls einen Trick mit dem man nachhelfen kann.
Viele Grüsse
Oliver
Man verzeihe mir die dumme Frage, aber das Oberteil ist aus Metall, richtig?
Aufgrund des großen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Plastik würde ich als erstes versuchen, das Oberteil mit der Linse mit der Hand warm zu halten und gleichzeitig das Kunststoffunterteil bis einschließlich zum Gewinde hin mal mit einem Coldpack aus den Gefrierfach runterzukühlen. Vielleicht hilft das bißchen dann schon.
Zitat von: Mikromanagement in März 30, 2026, 23:35:01 NACHMITTAGSda mich dort die Einsatze im Blickfeld stören.
Was sollen das für Einsätze sein? Normalerweise kann man die Einsätze entfernen indem man sie raus schraubt. Dafür ist auch das Rändel am unteren Hülsenende gedacht.
Hallo zusammen
@Florian
Interessanter Ansatz, probiere ich heute Abend wahrscheinlich mal.
@Steffen
Es handelt sich bei den Einsätzen um ein Messkreuz und beim zweiten um einen Fotoeinsatz. Insbesondere zweiteres benötige ich nicht.
Leider hängen an beiden Einsätzen Partikel, die ich nicht recht wegbekommen.
Das Gewinde habe ich gesehen, aber herausdrehen lassen sich die Einsätze nicht.
Ich habe auch schon den Tipp bekommen, diese einfach herauszudrücken. Aber ich habe den Eindruck, dass die Einsätze eher brechen, bevor sie herausspringen.
Viele Grüsse
Oliver
Hallo zusammen,
Zitat... Dafür ist auch das Rändel am unteren Hülsenende gedacht. ...
Leider nein, es gab zwei Konstruktionen, eine bei der das so ist, die andere ist zwar das Rändel da, nicht aber ein getrennter Einsatz.
Drücken auf keinen Fall; die Auflage für die Strichplatten ist zum Mikroskop hin gerichtet. Man muss die Steckhülse herausschrauben und kann dann von der Oberseite her die Platte entfernen. Die sind i.d.R noch durch einen Sprengring fixiert. Formatplatten sind oft noch in ihrer Position mit einem Lacksiegel gesichert.
Hallo -
leider gehen meine Antworten etwas durcheinander - ich wollte eine genauere Beschreibung für Oliver per PM schicken, konnte dort aber kein Foto unterbringen und habe sie direkt ins Forum gesetzt - aber leider nicht an diesen thread angehängt weil ich den in der Eile übersehen hatte - man findet sie jetzt unter den Methoden:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=53740.0
Viele Grüße
Rolf
Hallo -
@Oliver -
dummerweise habe ich erst jetzt die Fotos von meinem Angebot studiert. Es handelt sich um WPLs 23 mit geripptem Tubuseinsatz, nicht den glatten. Die Skaleneinsätze sind also anders zu wechseln - ist bei mir lange her. Näheres siehe P.Mitteilung.
Gruß
Rolf
Hallo,
Sehe ich wie Jürgen. Zum Herausdrehen beide Teile sehr fest mit zugeschnittenem alten Fahrradschlauch umwickeln und dann von Hand drehen. Auf keinen Fall mit Zange oder Schraubstock versuchen. Oder du besorgst dir noch eine passende baby-boa. Da kannst du evtl etwas mehr Kraft ausüben, ohne etwas zu beschädigen...und das ist doch sowieso in vielerlei Hinsicht das Instrument für uns Foristen...ich habe jedenfalls drei davon in verschiedenen Grössen...
VG Jörg
+1 für die Baby-Boa, die zu erwähnen hatte ich völlig vergessen.
Das Ding ist zwar kein Allheilmittel, aber für verschraubte Hülsen jeglicher Art wirklich Gold wert. Und ein runtergekühltes Teil kann man damit dann auch schön lösen ohne es direkt wieder durch Körperwärme aufzuheizen.
wobei man zum dem Thema Kühlen im Gefrierfach bei W-Kpls durchaus geteilter Meinung sein kann. Nicht dass du dann zwar das Okular getrennt, aber dafür auch eine delaminierte Optik hast....Ich sehe das zwar grundsätzlich nicht gar so kritisch, aber würde es trotzdem nicht empfehlen und erstmal ohne Schockfrosten versuchen.
VG Jörg
sehe grad, das scheint ein 10x20 Unendlich Okuklar zu sein, dann sollte Kühlen nicht stören , sorry
Grüße Jörg
Hallo zusammen
Ich war etwas skeptisch, aber der Tipp von Florian mit dem Kühlpack hat funktioniert.
Nun konnte ich den zweiten Plastiktubus von 10x20 Okularen lösen.
@Florian Vielen Dank nochmal!
Aber bezüglich der Einsätze bei den 10x23 Okularen bin ich immer noch ratlos.
Der Ring scheint kein Spannring zu sein. Ich kann auch das Material nicht genau bestimmen.
Später wahrscheinlich mehr von mir.
Viele Grüsse
Oliver
Hallo zusammen
Den Ring fotografisch festzuhalten gelingt mir leider kaum.
Wenn ich mit dem Fingernagel etwas daran kratze, habe ich das Gefühl, dass es sich sogar um einen Keramikring handelt könnte. Seltsam, vermutlich täusche ich mich.
Jeden falls ist er massiv, aus einem Stück, sicher kein Draht.
Kerben/Ritzen die man zum fixieren/ herausdrehen nutzen könnte, gibt es, nicht wie sonst üblich, keine.
Aufgrund der Größe des Einsatzes kann dieser eigentlich nur Richtung Gewinde entnommen werden können. Aber ohne Möglichkeit den Ring richtig drehen zu können, wird wohl schwierig.
Viele Grüsse
Oliver
Hallo Oliver -
die Qualität der Bilder wäre ausreichend -
aber mach doch jetzt noch ähnliche Fotos von der anderen Seite, dass man sieht ob noch irgendein Ring auf dem Rand der Einlage sitzt oder ob diese einfach auf den Ring draufgedrückt ist. Du könntest beim Fotografieren ja auch noch mit einer Taschenlampe reinleuchten.
Gruß
Rolf
Hallo zusammen,
bei dem Ring handelt es sich m.E. um die Feldblende. Die Strichplatten kommen von der anderen Seite drauf und sind dort immer irgendwie fixiert, bei den neueren Geräten mit einem einfachen Sprengring, bei den älteren mit einem Gewindering. Insofern mach mal ein Bild von oben rein, wie Rolf vorgeschlagen hat.
Die andere Variante -und nach der sieht es für mich nach den Fotos aus: Lässt sich der Rändelring nicht auch noch herausschrauben?
@Oliver: prima, freut mich, daß es geklappt hat!
@Jörg: genau um Streß auf die Linse zu minimieren, habe ich eben nicht geschrieben, daß das ganze Okular tiefgekühlt werden soll, sondern nur das Plastikteil. Daß Zeiss- Optiken da ein wenig mimosig sind, hab ich dank des Forums auch gelernt ;-)
Hallo zusammen
Zitat von: Jürgen Boschert in März 31, 2026, 23:52:49 NACHMITTAGSInsofern mach mal ein Bild von oben rein, wie Rolf vorgeschlagen hat.
Die andere Variante -und nach der sieht es für mich nach den Fotos aus: Lässt sich der Rändelring nicht auch noch herausschrauben?
Hier mal ein Foto von oben.
@Jürgen: Der Rädelring ist nicht herausschraubbar. Das Foto täuscht.
Viele Grüsse
Oliver
Hallo Oliver,
einen Spreng-/Klemmring sehe ich nicht: Ergo, die Mikrometerplatte ist eingeklebt! Es lebe die Gewinnoptimierung!
Bevor Du mit Lösungsmittel (insbesondere Xylol oder Azeton da dran gehst teste vorsichtig an einer Stelle die Beständigkeit des Kunststoffes; nach meiner Erfahrung ist die von Zeiss an Okularen verwendete Plaste nicht lömiresistent!
Dann evtl. erwärmen mit einem Fön und versuchen, die Platte in Richtung der zu den Okularlinsen gerichteten Öffnung herauszudrücken.
Hallo Jürgen
Ich bilde mir auch ein, dass ich kleine Kleberreste sehe. Kann es aber nicht genau sagen.
Jedenfalls lässt sich der Ring null bewegen.
Viele Grüsse
Oliver
Zitat von: Mikromanagement in April 02, 2026, 21:18:08 NACHMITTAGSHallo Jürgen
Ich bilde mir auch ein, dass ich kleine Kleberreste sehe. Kann es aber nicht genau sagen.
Jedenfalls lässt sich der Ring null bewegen.
Viele Grüsse
Oliver
Zoom mal das obere Bild in Deinem Post von 18:43h ordentlich ran. Da sieht man recht gut, daß die Platte mit einer feinen Klebenaht ähnlich einer Silikon-Dreiecksfuge in der Außenkante befestigt sein dürfte, solange mich meine Tiefenwahrnehmung nicht narrt - ich tippe auf einen weichen mattschwarzen PU-Kleber oder ähnliches. Mit viel Glück kommt Dir das Glas entgegen, wenn Du diese Naht komplett wegkratzt...
Hallo Florian
Mit meinem Handy bekomme ich leider keine exakten Fotos hin.
Aber vielleicht noch zur Info, die Einsatzplättchen lassen sich einen Millimeter anheben, sind also freibeweglich.
Nur der Ring darunter sitzt fest.
Viele Grüsse
Oliver
Zitat von: Mikromanagement in April 02, 2026, 23:20:02 NACHMITTAGSAber vielleicht noch zur Info, die Einsatzplättchen lassen sich einen Millimeter anheben, sind also freibeweglich.
Nur der Ring darunter sitzt fest.
Hallo, Oliver,
dann hab ich das Photo und Deinen vorherigen Kommentar in der Tat mißverstanden.
Dann nochmal zur Sicherheit der aktuelle Zustand:
- die Strichplatte klappert frei im Gehäuse herum (1mm anhebbar) und sollte sich damit auch frei drehen lassen.
- Um die Platte herum ist das Plastik gefühlt aus einem Stück.
Richtig?
Falls ja, hätte ich dazu ein paar Fragen/Bitten:
- was ist der hellere Bereich am Rand der Glasplatte in dem obigen Photo? Ist das schon der Rand des Glases? Bei einem ganz normal rechtwinklig geschliffenen Glas würde ich erwarten, daß da weniger von sichtbar ist, daher die Frage.
- Im Bild oben dürfte die Glasplatte der Schwerkraft folgend ganz unten liegen. Kannst Du zur Orientierung noch ein Bild ergänzen, wo sie so weit wie möglich oben sitzt? (Mit einem Q-Tip o.ä. hochdrücken und dann möglichst aus demselben Winkel photographieren)
- Nimmt Dir bitte mal eine Lupe (oder ein ungedrehtes Okular) und such alle sichtbaren Flächen des Kunststoffkörpers außen und soweit möglich innen nach Spalten ab, die auf ein zweites Teil hindeuten, und zeig uns die. Damit sollte sich hoffentlich herausfinden lassen, wie die Geschichte montiert wurde.
Hallo -
wenn ich die Okulare zurück habe werde ich das mit der Skala unangetastet lassen und beim anderen, dessen Foto-Einlage von geringem Nutzen ist etwas härter dran gehen.
Vorab habe ich bei einem 44 42 32 (E-PL 10x/20 ohne Einlage) mit Nadel und Schublehre das Profil abgetastet und zeige einen halben Längsschnitt (Copyright bei mir) im Foto.
Es sieht in diesem Fall so aus, dass das untere Dreieck den Rand der Sichtblende (D= 20 mm) bildet, während in die nächste Stufe die Glasscheibe eingelegt wird, die mit der obersten Stufe (22 mm) und Wand dann eine 0,5 mm Rinne bildet, in welche dann die (Klebe?)-Sicherung eingebracht wird. Oder der Plastiktubus wird vorher erwärmt und schrumpft beim Abkühlen die Scheibe fest.
Wie dem auch sei - dem Klang meines Alphorns wird auch diese nicht widerstehen (frei nach Erika Fuchs in Mickimaus)
Allerdings habe ich festgestellt, dass es sich bei meinen 4 Okulartypen jedesmals um eine m.o.w. unterschiedliche Konstruktion handelt ...
Viele Grüße
Rolf
Hallo Oliver,
ja, Zeiss hat die Okularfassungen ab den 70-igern "täglich" neu erfunden, will heißen, es gibt sehr viele verschiedene Versionen. Was auch noch sein kann: Augenseits der Feldblende gibt es ein kleine, kaum sichtbare Stufe, die dann als obere Sicherung dient; Platten würden dann nur bis es click macht eingedrückt.
Was Du versuchen Kannst: Versuche die Strichplatte mit einem Wattestäbchen nach oben herauszudrücken, indem Du ganz am Rand zur Feldblende damit Druck ausübst.
Hallo, Rolf,
genau so hätte ich das anhand der obigen Bilder auch erwartet. Dem widerspricht aber Olivers Aussage, daß die Strichplatte 1mm axial frei beweglich ist, und das bringe ich mit den vorhandenen Bildern noch nicht zusammen. Das spricht gegen "verklebt" und eher für eine weitere klemmende Verschraubung oder gar eine eingeclipste Platte.
(edit: ich sehe gerade, Jürgen Boschert wae schneller)
Hallo -
Um zu einem vorläufigen Schluss zu kommen:
Ich habe rumprobiert und es ist tatsächlich so, dass die Gläser nicht ausgetauscht werden können wie bei meinen anderen Objektiven mit Sprengringen.
Die Strichplatten sind nicht direkt eingeklebt sondern haben Spiel, sonst könnte es bei Temperaturwechsel Spannungen im Glas geben (stört Polarisiation) - der Ausdehnungskoeffizient Glas/Plastik ist doch sehr verschieden. Eine Sicherung mit Spreng- statt Schraubring vermeidet das auch.
Nach einigem Suchen habe ich auch noch einen indirekten Beweis gefunden - eine Objektivdose mit einem abgezogenen Etikett und daneben einem weiteren:
____________________
454075-0000-000 (01)
FORMATSTR.PL.10x
____________________
Das ist keine Objektivnummer sondern die Formatstrichplatte hat eine Extranummer und konnte offensichtlich nur im Plastik-Einschraubtubus eingebaut erworben werden, der konnte ja nicht sehr teuer gewesen sein.
Falls jemand mehr und/oder was anderes weiss - bitte um Info
Rolf
Das hatte ich nach den bisherigen Infos eigentlich schon erwartet, daß das als ein Teil verkauft wurde. Nur wie ist das Glas da hineingekommen und bekommt man es auf umgekehrtem Wege vielleicht wieder raus, auch wenn das ab Werk vielleicht nicht vorgesehen war?
Daß das Glas in die Spritzgußform eingelegt und direkt umspritzt wurde scheidet aus, dann hätte es kein Spiel mehr - die Montage muß also in einem zweiten Arbeitsschritt passiert sein.
Müßte ich das konstruieren, würde ich, wenn der Kunststoff so genau gespritzt werden kann, eine Schulter oder besser ein paar in das die Hülse nach innen ragende Nasen mit einer Preßpassung vorsehen, in die man das Glas dann nur mit einem Stempel und ausreichend Axialkraft hineinbekommt. Leider müßte man die Form des Glasrandes kennen, um zu wissen, ob auch ein Auspressen klappt... wenn der auf beiden Kanten eine gleichartige Fase hat, sollte es mit einem sauberen und ebenen Stempel aus z.B. POM mit möglichst großem Durchmesser, um die Biegespannungen klein zu halten funktionieren, das Glas in einem Stück auszupressen. Falls da aber nur einseitig eine Fase dran ist, geht dabei wahrscheinlich das Glas zu Bruch.
So oder so bräuchtest Du aber eine Drehmaschine, um die beiden Teile zu trennen - entweder durch Wegdrehen der Klemmschulter/Nasen oder um so einen Stempel zu anzufertigen... falls Du jemanden mit einer kennst, könnte sich ein Besuch unter Umständen lohnen.
Hallo Florian -
die Sache hat sich geklärt - die Okulare gehören zu dem Stemi 2000-C, das ich vor einem Jahrzehnt erworben habe. In dessen Anleitung sind auch die diversen Strichplatten erwähnt und folgende Tatsachen:
" Die Okulare W-Pl 10x/23 Br. foc sind für die Verwendung von Strichplatten vorgesehen"
(mit Abbildung der Teile)
" Zum Austausch der Strichplatte ganzes Fassungteil (2-5/1) herausschrauben und durch eines mit der gewünschten Strichplatte ersetzen"
Gruß
Rolf