Hello all,
Now, I do have examples of a 'proper' SEM 3D series, in this case a large brackish benthic species: Odontella turgida (probably better known under its older name Cerataulus turgidus). Huge thingy, and of course it bumps down with its horns on the stub. So you have to tilt the stage to be able to look at it sideways. Nice one to compare it with the 'synthetic 3D' images from Picolay.
The series of 4 images is made with the SEM stage tilted in 15 degree steps between 0 and 45 degrees.
The cross-eye double photo is with the stage tilted 15 and 30 degrees. With a massive 15 degrees difference it is a bit hard on the eyes, but still works OK for me.
Last images are Picolay trials of the first(30 degrees tilted) image, LR combi and anaglyph.
Again, the pores play up, and trying to increase viewing angle or Z-height isn't helpfull. So usage here is limited to the default 3 degrees viewing angle setting. Still, overal there is a feeling of depth added to the image.
Enjoy, René
Dear René,
Thanks again for sharing your interesting experiments!
These are very complex pictures for the PICOLAY luminance -> depth map transformation (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?msg=390860) routine. Remember that every specific degree of grey will go to the same depth...
Nevertheless the PICOLAY result below the '15-30°-tilt' image seems much better then the tilted one. First, 15° is too much for crossviewing. Furthermore, an overlay of tilted SEM images will not result in correct stereo images (as the background will look tilted as well). For correct stereo images one should move the specimen only to the side (as shown in our article in BIOspectrum 2016 (https://www.picolay.de/BIOspektrum2016/3D-Mikroskopie_BIOspektrum2_2016.pdf)).
Dankeschön und viele Grüße,
Heribert
Zitat von: Heribert Cypionka in April 12, 2026, 20:22:06 NACHMITTAGSNevertheless the PICOLAY result below the '15-30°-tilt' image seems much better then the tilted one. First, 15° is too much for crossviewing. Furthermore, an overlay of tilted SEM images will not result in correct stereo images (as the background will look tilted as well).
Mir gefallen die "echten" Stereobildpaare von Rene ehrlich gestanden besser. So sind beispielsweise die Durchmesser der Löcher im Boden der Diatomee in Renes Bildern recht konstant, während sie beim "synthetischen" REM-Bild sehr unterschiedlich groß in den beiden gekippten Aufnahmen sind.
Naturgemäß tauchen beim physikalischen Kippen neue Strukturen auf und andere verschwinde, so z.B. der Durchgang rechts unten, der in der 15°-Aufnahme sichtbar ist, bei 30° nicht mehr. Für mich wirken auch die steilen Flanken der Diatomee im synthetischen Bild etwas unnatürlich, vermutlich weil das Auge/Gehirn erwartet, dass Teile der Flanken im gekippten Bild deutlicher zum Vorschein kommen sollten. Diese Info kann man aus einer einzelnen REM-Aufnahme naturgemäß nicht erzeugen.
Für Stereo-Aufnahmen am REM bitet Kippen gegenüber Verschieben den Vorteil, dass das gesamte Objekt im Bild bleibt. Beim Verschieben wandern immer Teile aus dem Bildfeld heraus und gehen so verloren. Kippen entspricht auch eher dem natürlichen Stereo-Sehen, bei dem ja ebenfalls der Blickwinkel zwischen linkem und rechtem Auge variiert. Durch Wahl des Kippwinkels und die Wahl des euzentrischen Punktes kann man die Aufnahmen auch recht gut an das jeweilige Objekt anpassen.
Wen's interessiert, hier ein Link zu einer Arbeit (Kapitel 4) von mir über Stereo-REM in der Materialwissenschaft (ist schon 30 Jahre alt, damals waren erstmals gute digitale Bilder am REM verfügbar) :
https://www.tuwien.at/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=141957&token=54a9608f20693e6e49b54437d96e18cd2510f277 (https://www.tuwien.at/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=141957&token=54a9608f20693e6e49b54437d96e18cd2510f277)
LG
Jürgen
Hallo Jürgen,
das Bild ist für die Luminanz -> Tiefenkarte-Methode grundsätzlich nicht geeignet,
- Einmal lassen sich wegen der in vielen Schichten auftretenden gleichen Grautöne -> Fifty shades of grey ;) die Tiefen nicht klar zuordnen
- Dann das Problem mit den dunklen Spots, das ich schon in dem anderen Faden erläutert hatte.
Die beiden von René gezeigten Bilder sind in der Qualität einzeln klar besser, aber als Stereobild unerträglich. Mit 15° unterscheiden sich die Bilder für eine Fusion zu sehr. An der linken Seite ist die Kante einmal konkav, einmal konvex. Die dunkle Öffnung unten rechts ist nur auf einem Bild zu sehen. Außerdem handelt es sich um ein Bild für den Parallelblick. Der funktioniert aber damit gar nicht.
Ich hab's mit PICOLAY umgewandelt für den Kreuzblick:
SBS_cross.jpg
und auch ein Anaglyphenbild draus gemacht<.
anaglyph_15°.jpg
Man sieht viel zu viel Tiefe und bekommt Kopfschmerzen, wenn man länger darauf schauen sollte.
Liebe Grüße,
Heribert