Hallo Zusammen,
Ich möchte euch einmal einen groben Entwurf eines Themas zeigen, an dem ich mich versuchen möchte.
Es geht um kleine Porträts mikroskopischer Tiere. Im angefügten Beispiel habe ich Muschelkrebse ausgewählt und dazu in einem eher dokumentarischen Stil gesprochen.
Die Form ist aktuell noch recht roh – es gibt zahlreiche Sprechfehler, und auch das Skript ist noch deutlich überarbeitungsfähig. Dennoch würde ich mich sehr über eure Einschätzung freuen, insbesondere zur grundsätzlichen Wirkung und zum Ansatz.
Liebe Grüße,
Daniel
https://youtu.be/E6MJ4vEEuYM?is=FEOleRFfeyrejKuj
Hallo Daniel,
ich finde den Ansatz gut. Und auch dass du den Text selber eingesprochen und keine KI-Stimme verwendet hast. Was ich ändern würde ist der Schnitt. Durch kürzere Einstellungen und schnellere Schnittfolgen würde der Film lebendiger und dynamischer wirken.
Grüße
Alex
Hallo Alex,
Danke für deine Tipps, die Befürchtung das es etwas langatmig wirkt hatte ich auch schon 😂
Liebe Grüße Daniel
Ps.: das mit KI habe ich probiert, das hat so eine gewisse Tonalität die einfach nervig wirkt. Irgend wie Billig
Hallo Daniel,
sehr schöne Aufnahmen, der gesprochene Text passt auch bestens! Die gewählte Beleuchtung wirkt sehr professionell.
Einen Skalenbalken würde ich mir noch wünschen. Bei Arten, die man selbst noch nicht kennt, wäre eine Größeninfo hilfreich.
LG
Jürgen
Hallo Jürgen,
Da bin ich noch am überlegen wie ich das am Stereomikroskop machen soll. Ich habe eine Rastung aber diese muss ich nicht unbedingt anfahren das heißt je nach Auschnitt bin ich eventuell in einer zwischenposition. Nicht ganz trivial.
Was ich könnte: sie am Leica vermessen und das einfügen....
Danke für den Hinweis 🙂
Liebe Grüße Daniel
Hallo Daniel,
auch ich finde deine Idee, Porträts von mikroskopisch kleinen Lebewesen in Videos zu zeigen, sehr gut. Es findet sich bestimmt ein größerer Kreis von Interessierten Menschen ,vor allem auch Kindern, welche hierdurch ihr Wissen erweitern wollen. Zu KI generierten Sprechern gebe ich dir recht. Deine Stimme im Video finde ich absolut passend und angenehm. Ich hatte vor Jahren auch eine mit KI generierte Stimme in ein Video eingefügt, was ich aber im Nachgang nicht mehr gut fand.
https://www.youtube.com/watch?v=RYdNJIsEGq8
Gruß von Siegfried
Guten Morgen Siegfried,
Ich habe mir dein Video angesehen. Ja man merkt es irgend wie immer das die Stimme von der Ki kommt. Auf der anderen Seite kostet es Überwindung selbst etwas einzusprechen, und es fällt einem auf wie schlampig man stellenweise in der Aussprache ist ( bin ja als Österreicher aus der Schweizer Nähe doppelt gehandicapt😂😂).
Was du richtig erkannt hast es soll nicht nur unbedingt die Profis ansprechen, sondern eine recht allgemeine Infoquelle darstellen.
Danke für deine Zeit und deine Einschätzung 🙂
Liebe Grüße Daniel
Hallo Daniel,
ein sehr guter Ansatz und grundsätzlich gut umgesetzt. In Kürze meine "Kritikpunkte" im Negativen und Positiven:
1) Bildqualität super
2) Musikuntermalung angemessen und angenehm
3) Deine Stimme ist absolut angenehm, die leicht österreichische Färbung empfinde ich sogar als Positivum und angenehmer als Hannoveraner Hochdeutsch. Die Sprachgeschwindigkeit ist ebenfalls sehr gut. Kurzum: Das sollte auf jeden Fall so bleiben und daran gibt es meines Erachtens gar nicht zu verbessern.
4) Tatsächlich nach meinem Empfinden zu lang(atmig). 5 Minuten wären ungefähr angemessen gewesen.
KI-generierte Stimmen finde ich übrgens abtörnend und meist schaue ich Videos, bei denen ich am Anfang feststelle, dass die Stimme KI-generiert ist, gar nicht weiter.
Kennst Du die Videos von Martin Kristiansen?
https://www.youtube.com/@mymicroscopicworld/videos
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Daniel Scheibenstock in April 23, 2026, 21:58:17 NACHMITTAGSDennoch würde ich mich sehr über eure Einschätzung freuen, insbesondere zur grundsätzlichen Wirkung und zum Ansatz.
Hallo Daniel,
ein sehr schöner Ansatz und da Du unsere Einschätzung hören möchtest (das soll jetzt nicht negativ rüberkommen, einfach was mir auffällt):
- Du hast eine sehr angenehme Stimme, auf keinen Fall KI wählen.
- bis Minute 5 hast Du meiner Ansicht nach Durchlicht-Dunkelfeld gewählt. Öfters sind die Muschelkrebse im Schatten, ich hätte hier Auflicht-Dunkelfeld verwendet oder zumindest eine Mischung.
- die Hintergrundmusik stört mich, da sie sich in sehr kurzen Schleifen immer wiederholt. Ggf. noch dezenter oder längere Sequenzen (wenn man bei so einem Video mit Sprache überhaupt eine Hintergrundmusik braucht - mir ist das zu viel).
- wie schon von meinen Vorgängern angesprochen für mich zu lange. Aber es kommt auf die Zielgruppe an und es war je ein erster (gelungener) Versuch.
Mit welcher Software schneidest Du? Ich verwende Davinci resolve und bin sehr mit der kostenlosen Variante zufrieden. Hat gerade in den Schärfefunktionen ein paar beeindruckende Tools (da muss man aber sich über viele Tutorials einarbeiten).
Freue mich auf weitere Videos von Dir.
Viele Grüße aus dem sonnigen Chiemgau.
Gerald
Hallo Peter,
vielen Dank für deinen Zuspruch und deine Hilfe – das motiviert sehr 😊
Den Martin kenne ich sogar, er ist ja der Erfinder der gleichnamigen Beleuchtungstechnik 😉
Hallo Gerald,
ich bin kritikfähig, und jede Rückmeldung ist für mich ein Gewinn im Prozess des Fortschritts 😉
Das mit der Musik habe ich mir gestern noch einmal genauer angesehen: Kommerzielle Dokus arbeiten oft mit einer Mischung aus Atmo-Sounds und Musik, je nach Szene. Das werde ich auch einmal ausprobieren 😊
Auflicht-Dunkelfeld schaue ich mir ebenfalls an, wie ich das umsetzen kann – danke für den Tipp!
Ich arbeite bereits mit DaVinci. Der Ton im Video kommt aus GarageBand, aufgenommen über ein Presonus-Interface mit einem Mackie-Studiomikrofon ins iPad. Beim nächsten Mal mache ich das am Mac mit Logic.
liebe Grüße,
Daniel
Hallo Daniel,
ich möchte auch gerne meinen Senf dazugeben.
Die Videoaufnahmen finde ich sehr gelungen, bei der Sprache gehört unbedingt ein Pop-Filter vor das Mikrofon und die Musik würde ich etwas mehr in den Hintergrund bzw. leiser machen.
Und generell ist die Idee sehr gut!
Liebe Grüße
Karl
Hallo Karl,
Ja das ist eine gute Idee, das müsste sogar beim Mikro dabei gewesen sein. Ich hätte ja auch gerne noch einen Deesser eingesetzt aber den gibt es nicht in GarageBand 😅
Liebe Grüße Daniel
Hallo Daniel,
Das freut mich sehr, das du unter die Dokumentarfilmer gehst! :)
Dein Debüt ist auch schonmal gelungen.
Was deine Stimme die Länge der Einstellungen und die Beleuchtung angeht, wurde vieles ja schon gesagt. Auch gut gefallen haben mir deine Ausführungen zu der verborgenen Welt im Kleinen. Das vermittelt auch dem Zuschauer der diese "Welt" neu kennenlernt Faszination für das Thema und eine Vorstellung von dem, was er da überhaupt sieht.
Ausserdem glaube ich da auch zwischen den Zeilen, einen Vater und gleichzeitig auch einen Leser von Ernst Haeckel rauszuhöhren...🤔
Das gefällt mir ganz besonders.👍
Ich bin mal so frei und füge hier auch noch ein paar Dinge an, die ich für mich(!) als sinnvoll herausgestellt haben, wenn ich am Mikroskop filme.
(Nicht als Maß aller Dinge, da hat jeder sicher eigene Präferenzen und einen eigenen Stil, aber vielleicht taugt das ein oder andere ja als Anregung)
1. Eine Geschichte erzählen:
Ein durchgängiges Thema, ob es nun ein besonderes Verhalten, ein Lebensraum, oder eine bestimmte Gruppe Organismen ist. Eine Messagage die das gezeigte verbindet, ist schon mal die Basis die alles inhaltlich zusammenzusammenhält.
2.Der "Drehort":
Je nachdem was man mit der Kamera einfangen will, überlege ich schon vorher schon welcher "Aufbau" dafür am besten geeignet ist.
Objektträger oder Petrischale mit Probe oder einer Kultur oder vielleicht sogar ein Mikroaquarium?
3.Das Objektiv:
Gerade bei Videos ist nicht immer das Objektiv mit der höchsten NA die erste Wahl. Auflösung und Tiefenschärfe giebt es immer nur als Kompromiss.
4.Welches Beleuchtungsverfahren:
Je weniger Parameter bei der Aufnahme geändert werden, desto eher kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren, dein Motiv.
Ich entscheide mich fast immer vorher, ob ich nun DF, HF, DIC, Ph etc als Beleuchtungsverfahren verwende.
Dann probiere ich solange herum bis alles auf dem Monitor soweit wie möglich passt.
Da geht's um Dinge wie Bildausschnitt, Tiefenschärfe, Kondensorblende, oder das bereits angesprochene zusätzliches Licht bei Dunkelfeld. Wenn dann was interessantes passiert ist jeder Parameter der bereits passt, eine Sorge weniger.
5. Viel Geduld:
Ist wie beim Angeln. Wenn alles andere fertig ist sucht man sich eine vielversprechende Stelle und wartet.
Umhersuchen bringt oft nur Unruhe.
(Ausser es geht um "Flitzer" , aber das ist sowieso eine Sache für sich.)
Auch da macht es oft Sinn Auflösung, zu opfern und lieber eine kleinere Vergrößerung zu nehmen. Anschließend kann man dann den Bildausschnitt immer noch in der Nachbearbeitung anpassen.
So, jetzt hab ich bestimmt den Rahmen hier gesprengt.
Nix für ungut.
Und gut Licht
Holger
Hallo nochmal,
eine dezente(!) musikalische Untermalung finde ich sehr gut und nach meinem Geschmack in Deinem Video auch nicht zu aufdringlich; ok, vielleicht könnte es n o c h etwas leiser sein. Ganz ohne wäre es mir etwas zu "fad" - da würde einfach etwas fehlen.
Die Wiederholung weniger Töne ist vielleicht nicht so toll (mir jedoch tatsächlich gar nicht sofort aufgefallen ;) ), aber sicherlich ist es recht schwierig, passende Tondateien zu finden oder zu generieren.
Bei vielen mikroskopischen Hobby-Videos auf Youtube, die mit Musik unterlegt wurden (offenbar meist aus kostenlosen Musik-Datenbanken) ist mir diese viiiiel zu aufdringlich und oft unpassend. Vielmals ist das Ergebnis wirklich schrecklich und da wäre es dann "ohne" besser. Es wurde eben einfach "irgendetwas" Lizenzfreies genommen und man hat natürlich auch nur ein beschränkte Auswahl. Ich finde Deinen Ansatz, die musikalische Untermalung selbst dezent zu generieren, wesentlich gelungener.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob Du am Ball bleibst und wie sich dein vielversprechendes Projekt entwickelt.
Hezrliche Grüße
Peter
Hallo Daniel -
zur Zeit hört man ja überwiegend nur beunruhigende Dinge - umso mehr habe ich mich über deine sehr gelungene und beruhigende Darbietung zur Abendstunde gefreut!
Zur Beruhigung hat nicht zuletzt auch dein leichter allemannischer Akzent beigetragen -
trotz des fortschreitenden Höhenverlustes meines Gehörs konnte ich alles mühelos verstehen und die Musik hat dezent gepasst.
Ausländische, durch Profis nachsynchronisierte Filme versteht man ja auch gut, aber bei vielen deutschen Produktionen ist die Aussprache so schlampig, dass der Text trotz Akzentfreiheit wieder schwer verständlich wird, vor allem wenn noch die Filmmusik gnadenlos darüberfährt
Bin gespannt auf die nächst Produktion!
Rolf
Hallo Holger,
ich bin tatsächlich beides: Vater und mittlerweile auch ein großer Fan von Ernst Haeckel. Mir ging es darum, die Intention zu vermitteln, warum ich stundenlang durch die beiden Okulare schaue – und was es dabei alles zu entdecken gibt. Das ist gar nicht so leicht zu beschreiben, weil es viel mit dem Gefühl von Neugier zu tun hat.
Eine gewisse technische Affinität habe ich zwar, aber sie war nie mein eigentlicher Antrieb für die Anschaffung neuer Geräte. Es ging mir immer um diese energiegeladene Motivation, noch mehr zu sehen und zu verstehen.
Punkt 1: Gute Dokumentationen tragen den Zuschauer durch eine Geschichte und halten ihn dabei – das ist ein sehr guter Ansatz, den ich unbedingt weiterverfolgen möchte.
Punkt 2 (Drehort): Da war ich vermutlich tatsächlich etwas unkreativ. Unter dem Stereomikroskop hätte ich die ,,Landschaft" deutlich aktiver umgestalten können 😅
Punkte 3 und 4: Am Stereomikroskop habe ich aktuell nur zwei Möglichkeiten. Wenn es in Zukunft aufwendiger wird – würdest du dann eher eine ähnliche Beleuchtung am Durchlichtmikroskop wählen?
Punkt 5: Ich habe bereits überlegt, in 4K zu filmen. Damit hätte ich in der Nachbearbeitung deutlich mehr Spielraum und trotzdem noch genügend Auflösung für Full HD ☺️
Vielen Dank für deine Gedanken und deine Hilfe 🙏
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Hallo Peter,
ich habe mir gestern Abend – wie so oft – einige Dokumentationen angesehen und bewusst darauf geachtet, was die Profis machen. Wirklich ,,still" ist es eigentlich nie: Entweder laufen Atmo-Geräusche (Naturklänge) oder dezente Musik im Hintergrund. Oft sehr subtil, manchmal auch mit dynamischer Lautstärke.
Ich denke, du hast absolut recht – das Thema ist deutlich komplexer, als es auf den ersten Blick wirkt ☺️
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Hallo Rolf,
ich höre zwar noch gut, aber dass manche deutschen Produktionen schwer verständlich sind, sehe ich genauso. Mir war wichtig, das Ganze seriös zu halten und keinen reißerischen Social-Media-Beitrag daraus zu machen.
Gerade dort wird ja oft mit Ängsten gespielt – was angeblich alles Gefährliches in einem Tümpel lauert ... Das wollte ich bewusst vermeiden. Insofern freut es mich sehr, dass das gelungen ist. Vielen Dank auch für dein Feedback ☺️
Werte Haeckel-Fans,
hätte es zu Haeckels Zeiten Insta & Co. schon gegeben, hätten wir heute tausende von Reels und Posts, vieleicht nicht tanzend aber fröschejagend, durch Ceylon abenteuernd, immer perfekt mit Hut und gepflegtem Bart und das ganze mit Wagner unterlegt- also alles andere als dezent ;D Er war nämlich zu seiner Zeit ein wirklicher Medienstar und grandioser Selbstvermarkter. Da also kein social media damals, müssen wir uns mit den antiquarischen Resten von hunderttausenden seiner erschienen Bücher und seinen bisher erschlossenen fast 50.000 posts (vulgo Briefen) begnügen: Ernst Haeckel online-Briefedition (https://haeckel-briefwechsel-projekt.uni-jena.de/de)
Beste Grüße Stefan