Glückauf Forum,
die letzten 2 Wochen habe ich an einer Japan Rundreise teilgenommen. Diese führte auch in die Stadt Kagoshima, ganz im Süden Japans, vor dessen Toren der sehr aktive Vulkan Sakurajima als Insel liegt. Asche regnet regelmäßig auf diese Millionenstadt.
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Während unseres Besuches war er allerdings friedlich und hatte sein Haupt in Wolken verhüllt. Er liegt auf dem Rand der riesigen Aira-Caldera, die sich vor 26000 bis 29000 Jahren gebildet hat und fungiert nun sozusagen als Ventil für die in 15 km Tiefe liegende Magmakammer. Die Caldera bildet die Bucht von Kagoshima. Auf der Vulkaninsel führt ein schöner Wanderweg die Küste entlang eines Lavafeldes, welches sich 1914 bei einem grösseren Ausbruch gebildet hat. Dieses ist inzwischen dicht bewachsen und auch ein, wohl an Touristen gewöhnter, japanischer Dachs (Meles anakuma) hat dort seinen Bau errichtet.
Sakurajima-Kueste.jpg
Basalt.jpg
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Dachsbau:
Dachsbau.jpg
Natürlich wurde der Basalt beprobt und inzwischen zu einem ersten Dünnschliff weiterverarbeitet:
LPL:
Sakurajima-LPL.jpeg
XPL:
Sakurajima-XPL.jpeg
In einer wohl glasigen Masse mit feinsten Plagioklasnadeln (Fluidaltextur) finden sich grössere, stark zonierte und verzwillingte Plagioklase, Augitkristalle, sowie etwas Erz. Weder Olivin noch freien Quarz konnte ich finden. Insgesamt ein tholeiitischer Basalt, vom Inselbogentyp (IAB, island arch basalt). In der Literatur wird das Magma als IAB bis dacitisch beschrieben.
Hier noch ein Link zum Chemismus der Laven:
https://www.jstage.jst.go.jp/article/geochemj1966/25/1/25_1_17/_pdf
Viele Grüsse
Florian
Hallo Florian,
Ich kenne mich in der Geologie nicht aus, aber die geringe Scheu des Dachses ist interessant. Ich habe in 38 Jahren nur ein Mal einen gesehen und der konnte nicht schnell genug das Weite suchen😅
Danke für den Einblick in die Geologie auch wenn ich wenig davon verstehe,
Liebe Grüße Daniel
Hallo Daniel,
ja, einen Dachs hatte ich in Deutschland in freier Natur nur ein mal in weiter Ferne gesehen.
Gestern habe ich noch zwei weitere Schliffe gemacht, die sehen aber auch nicht wesentlich anders aus.
Viele Grüsse
Florian