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Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: Rawfoto in Mai 16, 2026, 20:10:35 NACHMITTAGS

Titel: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Rawfoto in Mai 16, 2026, 20:10:35 NACHMITTAGS
Liebe KollegInnen

Für eine Ausstellung über Mikrofotografie will ich auch gerne 6 Stück Diatomeenbilder zeigen, dazu fehlt es mir aber noch an Erfahrung. Daher bitte ich Euch um Tipps, wie ihr da vorgehen würdet.

Das Folgende Bild ist mit Hellfeld entstanden, Olympus BX-60, UPlanSAPO 40x Na:095 Trocken und zeigt die Diatomee Kittonia elaborata.

(https://www.naturfoto-zimmert.com/wp-content/uploads/2026/05/Diatome-Kittonia-elaborata-2026-05-16-17-34-44-BR8S1-Single-Retusche-004_filtered-WEB-1400-x-933-Pix.jpg)

Würdet ihr da mit DIC drangehen, funktioniert das denn mit so vielen Schichten?

Zusammengerechnet habe ich die ca. 400 Bilder in 2 Paketen

Gespannte Grüße

Gerhard
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: RainerTeubner in Mai 16, 2026, 21:12:52 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,

 mir fällt auf, daß die Diatomee sehr duftig (high key) dargestellt wird. Wenn das so von Dir gewollt ist, ist es in Ordnung.
Ich hab mir mal erlaubt, die Kontraste zu spreizen (automatisch, mit gimp), das Bild zu entsättigen (Diatomeen benötigen im allgemeinen keine Farbe) und den Hintergrund zu putzen, der bei der automatischen Kontrastspreizung unruhig wird.
Das Ergebis anbei.

Glückwunsch zu dem schönen Präparat!

Viele Grüße!

Rainer


Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Lupus in Mai 17, 2026, 17:30:00 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,

ich würde sagen dass DIC für Ausstellungsfotos - sofern es auf technisch möglichst realitätsnahe Darstellung ankommt - eine ungeeignete Technik für Diatomeen ist. Zwar erhält man einen viel höheren Helligkeitskontrast, und das könnte für die Darstellung einzelner schwach brechender Strukturen sinnvoll und sogar notwendig sein. Aber der allgemeine räumliche Eindruck, speziell von den auch im Hellfeld ausreichend gut kontrastierenden Schalenöffnungen, ist bei DIC in der Regel schlecht bis miserabel, jedenfalls nicht realitätsnah.
Hier ein Beispiel der Kittonia elaborata als REM-Aufnahme  https://live.staticflickr.com/65535/53507770018_8297ef8575_h.jpg
Bei DIC-Aufnahmen werden die Schalenöffnungen als Helligkeitsgradient dargestellt, ein Laie hat dann falsche Vorstellungen von der räumlichen Struktur.

Der geringe Kontrast im Hellfeld (der auch vom Brechungsindex des Einbettmediums abhängt), speziell wenn optimalerweise für geringe Interferenzartefakte und max. Auflösung mit möglichst offener Aperturblende gearbeitet wird, kann m.E. problemlos in der Nachbearbeitung erhöht werden wenn die Aufnahmen rauscharm sind. Und Du hast ja dazu an den rechten Histogrammrand belichtet.

Diatomeen sind optisch glasähnlich, im Hellfeld eigentlich fast wie geschliffene Trinkgläser im Gegenlicht. Um diesen Eindruck zu erreichen sollte m.E. Schwarz im Bild nicht vorkommen, max. eher mittlere Grautöne, aber auf jeden Fall "Glanzlichter". Nur wohl nicht so ausgeprägtes High-key wie in dem Beispiel, aber das ist auch Geschmacksache.

Hubert
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Peter Reil in Mai 17, 2026, 19:06:07 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,

bei deinem obigen Bild bin ich im ersten Moment erschrocken, weil es so hell ist.

Mein Tipp bei Diatomeen ist einfach: Invertieren! Vor schwarzem Hintergrund treten die glasähnlichen Körper zerbrechlich hervor. Das ist natürlich Geschmackssache.
Habe es gerade schnell ausprobiert (geht bestimmt noch viel besser), mir gefällt es.
(Wenn es dich stört, nehme ich das Bild wieder raus.)

Hier traut sich ein einfacher Amateurs, einem Fachmann einen Rat zu geben....  ;)

Gruß
Peter

Rumgespielt.jpg
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Rawfoto in Mai 18, 2026, 05:56:59 VORMITTAG
Guten Morgen Rainer, Hubert und Peter

Bei Diatomeen bin ich bei weitem kein Fachmann, daher bin ich über jeden Tipp dankbar und hoffe noch weitere zu bekommen.

Da gibt es bei der Aufnahme und der Bildbearbeitung noch einiges zu lernen. Der Hintergrund ist dann am Ende leicht zu tauschen.

Gespannte Grüße

Gerhard

Ps: an den Präparaten liegt es eindeutig nicht, da habe ich in den letzten beiden Jahren einiges zusammengesammelt .-)
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: rlu in Mai 18, 2026, 12:13:12 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,

die inverse Version ist nicht schlecht.
Hier noch in 3D, quick and dirty

2026-05-18 12_10_58-PICOLAY_ pyRL_zax40_pd1_vie3_x0_y0_z0.jpg.jpg

2026-05-18 12_12_42-.jpg

Liebe Grüße
Rudolf
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: anne in Mai 18, 2026, 13:51:44 NACHMITTAGS
Lieber Gerhard,
ich kann mir nicht vorstellen, dass Dein Bild so von Dir in einer Ausstellung gezeigt werden würde...(oder doch?), das ist doch kein "normales Hellfeld", so völlig blass und ohne Kontrast. (oder stimmt mit meinem Monitor etwas nicht?), Oder ganz schlechter RI beim Harz?
Hast Du das Bild absichtlich so verändert oder aufgenommen? Willst Du diesen Effekt?
Was willst Du hören?
Es ist sauber gestackt, das beherrscht du ohne unsere laienhafte Auskunft als Profifotograf und mit der vorhanden Technik sowieso. Bestimmt stimmt auch alles andere was man einstellen kann (Histogramm usw.), Du bist ja Profi.
Wie auch bei allen Wettbewerben kommen bei einer solchen Ausstellung plakative Bilder am besten an, dass weißt Du aber als Profifotograf auch. Daher ist mir nicht klar was Du mit Deiner Fragestellung erreichen willst.
Nimms mir nicht krumm, aber ich verstehe nicht was Du mit dem Zeigen dieses Bildes bezwecken willst.
lG
anne
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Rawfoto in Mai 19, 2026, 16:21:53 NACHMITTAGS
Liebe KollegInnen, liebe Anne

Was will ich lernen? Wie man mit Diatomeen zu einem ansprechenden Bild kommt. Ich bin mit meinen Ergebnissen nicht zufrieden.

Wo will ich hin? Duftige, räumliche Darstellung auf einer Bildhöhe von 70 bis 85cm

Diatomeen sind für mich glasähnliche Gebilde, also ist der Start für mich ein weiches Bild (wie gelernt). Kontrast dazugeben ist kein Problem, Kontrast wieder weg zu bekommen geht nicht ohne Qualitätsverlust. Das macht man im Film und in der Fotografie so.

Ich bin sehr froh über die Interpretationen, die Kollegen bereits in diesem Faden gezeigt haben, auf die Farbumkehr bin ich selbst nicht gekommen. Ist aber eine spannende Anregung.

Also ja, das gezeigte Bild ist das Ausgangsprodukt für die Bildbearbeitung, der Hintergrund ist z.B. auch noch nicht retuschiert. So würde ich das natürlich nie in einer Ausstellung zeigen.

Ich habe schon mit den Olympus DIC Systemen Versuche unternommen, aber wieder gelöscht. Gerade bei so räumlichen Diatomeen ist das zum Vergessen (oder ich mache was falsch?).

Schiefe Beleuchtung und Dunkelfeld sind natürlich auch möglich ...

Ich zeige einmal ein Bild auf Basis des Feedbacks, Hintergrund ist getauscht:

(https://www.naturfoto-zimmert.com/wp-content/uploads/2026/05/Beide-Schichten-zusammen-2026-05-16-17-34-44-BR8S1-Single-Retusche-004_filtered-WEB-1400-x-933-Pix-hoeherer-Kontrast-und-Hintergrund.jpg)

So richtig am Ziel bin ich aber noch nicht, aber das Feedback der Kollegen ist bereits eingeflossen.

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Michael K. in Mai 19, 2026, 16:42:04 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,


Du sagtest glasartig, Glas ist immer etwas bläulich wenn es nicht eingefärbt ist. Ich habe bei deinem
Bild den blauen Kanal leicht erhöht.
Im Bild selber gibt es noch Stackingfehler. Auch die Flecken in den Poren würde ich reduzieren oder
ganz löschen. Ich habe es mal am linken Porenrand und etwas zur Mitte hin gemacht.
Ich nehme an das das Originalbild viel höher aufgelöst ist als hier das Forumsbild.

Hier erst mal das leicht abgeänderte Bild.


LG
Michael

Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: jcs in Mai 19, 2026, 17:15:13 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,

in meinem Verständnis willst Du für die Ausstellung ein Kunstwerk darstellen und keine wissenschaftliche Abbildung. Für eine wissenschaftliche Abbildung ist eine korrekte, möglichst naturgetreue Darstellung der beobachteten Organismen das Ziel. In so einem Fall wäre ich z.B. mit Stacking sehr vorsichtig, da es bei transparenten Objekten sehr leicht zu Artefakten kommt. Für eine künstlerische Darstellung gelten klarerweise andere Regeln, und die Freiheit in der Darstellung ist naturgemäß viel größer.

Beide Ansätze haben ihren Wert und sind legitim. Ich würde mich nur klar für einen Ansatz entscheiden und keinesfalls versuchen, alle Aspekte der künstlerischen und wissenschaftlichen Mikrofotografie unter einen Hut zu bringen. Deine Aufnahmen gefallen mir eigentlich beide recht gut, die zweite allerdings besser. Sie vermittelt die "Luftigkeit" dieser Glasskelette recht schön und hat dennoch ausreichend Kontrast. Sie wirkt fast wie eine Bleistiftzeichnung, deshalb würde ich auch bei s/w-Darstellung bleiben. Hintergrund sollte natürlich sauber sein, ausgedruckt auf schönem Papier wird das dann sicher ein Blickfang.

LG
Jürgen
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Lupus in Mai 19, 2026, 17:27:53 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,

ZitatIch habe schon mit den Olympus DIC Systemen Versuche unternommen, aber wieder gelöscht. Gerade bei so räumlichen Diatomeen ist das zum Vergessen (oder ich mache was falsch).

Schiefe Beleuchtung und Dunkelfeld sind natürlich auch möglich ...
zum Thema DIC habe ich im vorangegangenen Beitrag schon meine kritische Meinung geäußert. Anne hat früher schon einmal die gleiche Diatome sowohl in HF als auch DIC abgebildet - da sieht man den Unterschied. M.E. ist DIC grundsätzlich nicht geeignet für Deinen Zweck.
Siehe 1. und 3. Bild:    https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=26296.msg197661;topicseen#msg197661
Das Gleiche gilt auch für die von Dir erwähnte schiefe Beleuchtung, da ist im Ergebnis kein Unterschied zum DIC.

Ich hatte im Rahmen einer Diskussion über ringförmige Beleuchtung einmal vier Beleuchtungsmethoden an einer Diatomee demonstriert: Offene Aperturblende, abgeblendete Aperturblende (zur Kontraststeigerung), ringförmige Beleuchtung (wegen behaupteter höherer Auflösung) und schiefe Beleuchtung (zur Kontrasterhöhung und um den Reliefeffekt zu erhalten).

(https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?action=dlattach;attach=45379;preview)

https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48001.msg363637;topicseen#msg363637

Bei den drei Alternativen zur offenen Aperturblende sehe ich nur Nachteile in der Objektwiedergabe, insbesondere Beugungsartefakte und verzerrte Darstellung der Strukturen sowie stärkere Interferenzeffekte bei Änderung der Fokuslage (hell-dunkel Übergang der Schalenöffnungen).

Eine weitere Alternative könnte Auflicht vor schwarzem Hintergrund sein, da hast Du selbst zu Zeiten des "Foto des Monats" ein Bild ausgezeichnet. Mit der Methode kann der glasartige Charakter sehr gut hervorgehoben werden wenn der Brechungsindexunterschied nicht eingebetteter Diatomeen sehr groß wird:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=31664.msg234775;topicseen#msg234775
Oder hier:  https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=28246.msg211396;topicseen#msg211396

Hubert
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Rawfoto in Mai 19, 2026, 17:43:45 NACHMITTAGS
Danke Michael

Das mit dem Blauanteil ist ein wirklich guter Tipp, muss mich damit spielen.

Ja, das Bild gibt es zum Glück höher aufgelöst, ist mit der Nikkon Z9 aufgenommen. Für das Forum herunter gerechnet.

Danke, Retusche steht an wenn ich sicher bin das dieses Bild passt.

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Rawfoto in Mai 19, 2026, 17:49:37 NACHMITTAGS
Danke natürlich auch an Jürgen und Hubert

Danke auch auf die Verlinkung zu den Bildern von Anne ...

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: anne in Mai 19, 2026, 20:48:44 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,
aus heutiger Perspektive waren die Bilder von 2016, die ich von Kittonia elobarata gemacht hatte, die Hubert verlinkt hat  grauenhaft, Stackingfehler ohne Ende und auch ansonsten wären diese Bilder heute für mich keine Bilder mehr die ich zeigen würde und auch nicht mehr so machen würde. Ist schon erschreckend was man so schon ins Netz gestellt hat.....
Aber als Eindruck von DIC hilft es Dir evtl. weiter.
DIC gibt aber sicherlich keine duftige räumliche Darstellung.
lG
anne

P.S., evtl. wäre es fürs nächst Mal hilfreich, wenn Du vorher erklärt hättest, dass das erste Bild eine Art Rohbild ist.
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Peter T. in Mai 19, 2026, 23:21:24 NACHMITTAGS
Da möchte ich mich Jürgen anschließen: Kommt ganz darauf an, wofür das Bild gedacht ist. Soll es eine wissenschaftliche Abbildung sein oder ein Eyecatcher a la "was es nicht alles gibt"?

Über die "korrekte" Darstellung von Diatomeen wurde ja schon viel diskutiert. Schwierig, schwierig ...

Meine Einstellung: Alles, was Werbung macht für diese unglaublichen Strukturen, ist erlaubt.

Schöne Grüße

Peter
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: rlu in Mai 20, 2026, 00:53:36 VORMITTAG
Hallo Gerhard,

der Schatten fehlt in deinem Bild. Also vielleicht künstlich erzeugen oder evtl. gibt es auch eine andere Möglichkeit, das auf Basis der Tiefenkarte zu machen.
Vielleicht das Modell mit Knete nachbauen und den Schattenwurf studieren?

2026-05-20 00_51_06-REM_ Wieder mal Diatomeen _2_.jpg
hier wäre der Schatten da.

Liebe Grüße
Rudolf
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: rlu in Mai 20, 2026, 07:56:04 VORMITTAG
Hallo Gerhard,

das wäre ein Versuch, wenn die Diatomeen von oben links auf makroskopischer Ebene mit Licht bestrahlt wird.
Der Fokus liegt auf der glasartigen Struktur der Diatomeen und dem erzeugten Schattenwurf.
Zugegeben nicht sehr wissenschaftlich.

Glas_Diatomeen.jpg

Liebe Grüße
Rudolf

Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: rlu in Mai 20, 2026, 08:03:17 VORMITTAG
Hallo,

und hier noch ein Entwurf, wenn man etwas Farbe ins Spiel bringt:Glas_Diatomeen_schwarz.jpg

Liebe Grüße
Rudolf
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Michael K. in Mai 20, 2026, 15:08:57 NACHMITTAGS
Hallo Rudolf,


Das sind gute Bilder, mir bleibt da die Spuke weg. Ich frage mich wie du das gemacht hast.
Hast du da ein KI Tool benutzt? Oder hast du jede Pore einzeln händisch bearbeitet?


LG
Michael
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: purkinje in Mai 20, 2026, 18:05:26 NACHMITTAGS
elaborata, die Überarbeitete, wie wahr  ;)
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: rlu in Mai 20, 2026, 18:46:02 NACHMITTAGS
Hallo Michael, hallo Stefan,

elaborata = kunstvoll, anspruchsvoll, aufwendig ;-)
Danke für das Lob. We are the music-makers and we are the dreamers of dreams. Willy Wonka.
https://youtu.be/1M0eMkcc91E?t=38

With a little help of my friends.
Die nächste Idee wäre, REM und Durchlicht zu verheiraten, da die Strukturen nicht aufgelöst werden und zu Artefakten führen. Das was man im Ursprungsbild sieht, ist vermutlich nicht die Wahrheit verglichen mit den Oberflächen aus den  REM-Bildern. D.h. man benutzt KI, um sich der Realität möglichst anzunähern.

Der Hinweis mit dem Blaukanal fand ich gut.

Also der Weg wäre das Lichtbild mit KI-Elementen anzureichern, um eine höhere Auflösung zu suggerieren. Gleichzeitig bietet es sich an mit Licht, Schatten und Spiegelungen zu spielen.


Ich bin ja ein Fan von den Merano-Glasbläsern und natürlich auch von Leopold Blaschka.
Vielleicht gibt es ja einen Kunststoff, der sich ähnlich wie flüssiges Glas manipulieren lässt.

Ich finde Plastiken, hier stimmt der Name, sind eine gute Idee in Ausstellungen.

Liebe Grüße
Rudolf
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Rawfoto in Mai 20, 2026, 20:26:46 NACHMITTAGS
Guten Abend

Ich finde den Beitrag spitze, danke an alle Beiträge und ich freue mich auf die nächsten Beiträge.

Meine aktuelle Interpretation:

(http://www.naturfoto-zimmert.com/wp-content/uploads/2026/05/Beide-Schichten-zusammen-2026-05-16-17-34-44-BR8S1-Single-Retusche-004_filtered-WEB-1400-x-933-Pix-Tiefen-und-Lichter-gespreizt.jpg)

Lichter und Mitten gespreizt.

Morgen muss ich mir die Lichter einspiegeln von Photoshop näher ansehen, da hatte ich bei meinen Motiven noch nie damit zu tun. Aber eure Beiträge motivieren dazu.

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: rlu in Mai 21, 2026, 11:27:50 VORMITTAG
Hallo,

diesmal ohne KI, aber mit Handarbeit.

Das Konzept/Idee ist REM-Bilder, die die Oberflächenstruktur wahrheitsgetreu wiedergeben mit den Lichtbildaufnahmen zu vereinen. Dabei sollen die glasartigen Strukturen und das Lichtspiel erhalten bleiben, welches bei REM-Bildern fehlt. Insbesondere der dreidimensionale Eindruck, der durch den Schattenwurf entsteht. Das Beste aus beiden Ansichten.


Mashup_REM_Durchlicht_018.jpg

2026-05-21 10_16_09-Greenshot.jpg

Vielleicht noch eine Idee glasartiger? Ich muss warten.

Liebe Grüße
Rudolf

Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: rlu in Mai 21, 2026, 11:47:05 VORMITTAG
Hallo,

noch ein Entwurf

Mashup_REM_Durchlicht_020.jpg

Liebe Grüße
Rudolf

Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Lupus in Mai 21, 2026, 15:18:49 NACHMITTAGS
Hallo Rudolf,

das hat doch weder Ähnlichkeit mit den Details einer REM Aufnahme noch mit einem Mikrofoto.  ::)

Hubert
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: rlu in Mai 21, 2026, 15:32:06 NACHMITTAGS
Hallo Hubert,

das ist das was rauskommt, wenn man eine Frequenztrennung von dem angehängten REM-Bild vornimmt und die High-Frequency, also die Feinstruktur auf das Hellfeldbild projiziert. Das sollte die Oberflächenstruktur sein.
Diese Linsen im Hellfeldbild gibt es nicht; meine Meinung.

Ein großes Glasobjekt, das so aussieht wie diese Diatomeen, sollte die Richtung vorgeben.
Jetzt muss ich den Glaseffekt wieder einschalten.
Dazu braucht es aber wieder die KI.

Liebe Grüße
Rudolf
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: Lupus in Mai 21, 2026, 15:50:41 NACHMITTAGS
Hallo Rudolf,

die Oberflächenstruktur stimmt doch überhaupt nicht. Weder die der Diatomee in REM Auflösung noch ist die Struktur des Mikrofotos irgendwie richtig erkennbar.

Den spiegelnden Glaseffekt mit den auf die Schalenöffnungen aufgesetzten "Glasperlen" finde ich gruselig. So sieht man eine Diatomee nicht im Durchlicht. Im Auflicht bei nicht eingebetteten Diatomeen kann man eine Spiegelung an der Oberfläche erkennen (durch den sehr hohen Brechungsindexunterschied).

Hubert
Titel: Aw: Erfahrung bei der Fotografie von Diatomeen gesucht
Beitrag von: rlu in Mai 21, 2026, 16:16:58 NACHMITTAGS
Hallo Hubert,

warum soll die Oberflächenstruktur nicht stimmen. Die habe ich mir nicht ausgedacht, sie kommt von der REM-Aufnahme(siehe oben). Jetzt kann ich aber nicht die REM-Oberfläche nehmen, es muss ja durchscheinend sein.

Liebe Grüße
Rudolf