Hallo,
ab und zu ist es nötig auf die wunderbare Möglichkeit von per 3D gedruckten hilfreichen Kleinteilen zuzugreifen zu können.
Dazu diente mir bislang meine örtliche Stadtbibliothek die auch 3 D Drucke anfertigt. Da ich selber weder einen 3D Drucker noch programmierkenntnisse besitze, greife ich hierfür auf die STL-Dateien die von Enthusiasten zum Download frei ins Netz gestellt werden zurück.
Momentan habe ich jedoch das Problem das ein kleiner Filteradapter von der Stadtbibliothek leider nicht so erstellt werden kann wie er vorgesehen ist und das obwohl der Entwickler sogar die Einstellungsvorgaben benennt, die freundlichen Mitarbeiter der Stadtbibliothek denken das dies ein Problem einer an ihrem Drucker fehlenden kleinen Düse ist die leider momentan nicht beschafft werden kann.
Deshalb möchte ich gerne auf diesem Wege einmal das Forum nutzen um zu fragen ob jemand in der Lage ist auch 3 D Drucke anzufertigen, es handelt sich um 3 Kleinteile alle in schwarz.Leider lassen sich die Dateien hier nicht als Anhang einfügen, deshalb findet ihr die Dateien hier: https://c.gmx.net/@573367542576322505/jFfZNTrQ5CYnO_w2KbnERg
Es geht darum das 2 der 3 Dateien sowohl eine Außen- wie auch eine Innenkante besitzen ( als Filter-Halterung ) , ich aber leider nur diese Adapter mit der Außenkante gefertigt bekommen habe....
Hier noch kurz die Vorgaben des Entwicklers:Sobald die erforderlichen STL-Dateien vorliegen, besteht der nächste Schritt darin, diese mit einer Slicer-Software zu verarbeiten. Dabei werden GCODE-Dateien erzeugt, die mit Ihrem jeweiligen 3D-Druckermodell kompatibel sind.
Die genaue Vorgehensweise bei der Verwendung der Slicer-Software geht über den Umfang dieses Dokuments hinaus. Es gibt jedoch einige empfohlene Slicing-Einstellungen:
Konfigurieren Sie den Slicer für die Erstellung von GCODE-Dateien mit einer Standarddüse von 0,4 mm.
Verwenden Sie eine Schichthöhe von 0,2 mm.
Stellen Sie eine Wandstärke von drei Schichten ein.
Wählen Sie eine Fülldichte (Infill) von mindestens 20 %.
Die einzelnen Bauteile wurden so konstruiert, dass für einen erfolgreichen Druck weder Stützstrukturen (Supports) noch Rafts oder Brims erforderlich sind.
mit besten Grüßen
Peter
Hallo Peter,
die Konstruktion ist schon sehr gewagt für eine 0.4 mm Druckerdüse. Der obere umlaufende Rand hat nur 0.3 mm Wandstärke bei 4 mm Höhe. Man kann zwar die Druckbreite prinzipiell dünn einstellen, aber das Ergebnis hat dann weder hohe Maßhaltigkeit noch sinnvolle Festigkeit.
Filteradapter.jpg
Hubert
Hallo Hubert, grundsätzlich richtig, allerdings ist dieser 3D-Druck als Filterhalter für dünne Folien zum Einschub in den Kondensor vorgesehen.
Ich hatte bereits davor einen ähnlichen Adapter und die Stabilität war dafür ausreichend.
Gruß Peter
Hallo Peter,
ich verstehe zwar nicht den technischen Grund für die dünne Wand, aber in Ordnung. Der Fehler dürfte ein Einstellproblem des Slicers durch die Stadtbibliothek sein, und nicht an einer notwendigen feineren Düse liegen (die angegebenen 0.4 mm sind Standard).
Wenn bei den beiden Objekten mit dünnem oberen Rand diese nicht gedruckt wurden, muss der Wandgenerator des Slicers auf "Arachne" gestellt werden statt auf "Classic" oder "Standard" (Bez. je nach Hersteller), weil dann die Linienbreite dynamisch erzeugt wird und die sehr dünnen oberen Wände erkannt werden. Gegebenenfalls müsste zusätzlich die Außenwandbreite explizit auf 0.3-0.35 mm gestellt werden wenn der Slicer diese dünnen Wände dann trotzdem nicht erkennt. Und die Druckgeschwindigkeit für äußere Wände sollte begrenzt werden (z.B. max. 50mm/s) weil die warmen dünnen Wände beim Drucken sehr labil sind.
Hubert
Vielen Dank Hubert für deinen Hinweis, gerne gebe ich das an den Mitarbeiter der Stadtbibliothek so weiter und melde mich dann ob es geklappt hat.
Viele Grüße
Peter
Hallo Peter,
ich habe auch keinen 3D Drucker weil sich das für eventuell ein kleines Teil pro Jahr nicht lohnt, man findet immer einen Bekannten der den Druck übernehmen kann. Sinnvoller ist aber die Eigenkonstruktion von Bauteilen. Und ich verwende auch einen Slicer auf dem PC um Modelle vor dem Druck zu kontrollieren.
Hier als Beispiel der Druckablauf eines Deiner Teile, rechts Standard-Einstellung für den Wandgenerator, links mit Einstellung "Arachne". Rechts wird die dünne, oben aufgesetzte Wand ignoriert und nicht gedruckt, sie wird nur durch einen sichtbaren Rest der grauen Oberfläche des ursprünglichen 3D-Modells angedeutet. Links wird sie durch viele sehr dünne Einzellagen aufgebaut.
Hubert
Filteradapter2.jpg
Die Extrusionsbreite wird in der Tat nicht fest durch die Düse vorgegeben. Man kann mit einer 0,4 mm Düse durchaus auch 0,3 mm breit drucken. Es ist allerdings nicht ideal, wenn die Extrusionsbreite im Vergleich zur Höhe so schmal ist. So grob Faktor zwei, d.h. 0,4/0,2 oder halt 0,3/0,15 funktioniert gut.
Falls der Drucker mechanisch dünnere Schichten erlaubt, wäre das also vorteilhaft. Die Schichtdicke sollte zu den Schritten des Antriebs passen. Leider sind die im Slicer nicht hinterlegt, sondern man muss das wissen. Ansonsten werden die Schichten verschieden dick, was man unter dem Mikroskop sieht.
Die Abhängigkeit der Hohlräume von Extrusionsbreite und Schichtdicke bedeutet, dass der Materialfluss (flow) angepasst werden sollte. Meine Erfahrung mit PETG ist, dass ich bei 0,1 mm Schichtdicke und 0,33 mm Extrusionsbreite einen Flow von 93,5 habe. Bei gröberer Extrusion ist das mehr. Hier zählt jedes Prozent für das Ergebnis, denn was zuviel ist, schmiert, kleckst und zieht Fäden. Die Slicer kriegen das oft nicht gut hin, darum bin ich kein Freund variabler Extrusionsbreiten.
So filigrane Sachen druckt man am besten langsam. 50 mm/s sind vielleicht schon etwas viel. 30 mm/s oder 40 mm/s könnten noch besser sein. Dazu unbedingt den Bauteillüfter einschalten. Manche Slicer erlauben eine minimale Layerzeit vorzugeben und drucken langsamer, um die einzuhalten: 10 s sind eine gute Zeit, damit alles schön abkühlen kann, bevor die nächste Schicht kommt.
Ich finde die Konstruktion nicht sehr gelungen. Das wird sehr empfindlich! Warum muss das so fein sein?
Hallo Peter,
ich war neugierig und hab´mal den Drucker angeworfen. Ergebnis anbei. Sicher noch noch nicht optimal aber optimierbar. Wenn Du das Teil haben möchtest bitte eine PN.
Grüße Roland