Hallo und seid herzlichst gegrüßt!
Ich weiß ich hab mich noch nicht hier vorgestellt, werde das aber bald nachholen... versprochen.
Mich würde gerne interessieren, warum ich bei meinem Trinotubus am Mikroskop es nicht schaffe binokular zu sehen, es aber sehr wohl an meinem Feldstecher (dessen Okulare haben Augenmuscheln) nahezu einwandfrei möglich ist.
Dazu möchte ich noch erwähnen, daß ich seit Jahren eine permanente Augenentzündung habe; mein Visus ist links noch ca. 5 Prozent und rechts ca. 50 Prozent. Ich mikroskopiere also von vorne herein mit einem starken handicap komme damit aber dennoch zurecht. Meine Frau und die ist normal-sichtig schafft es übrigens am Mikroskop auch nicht binokular zu sehen und laut Ihrer Aussage hat Sie das auch noch nie hinbekommen. Sie ist mir also keine Hilfe den Fehler zu finden.
Mich würde jetzt einfach nur interessieren, ob der Fehler beim Anwender zu suchen ist, oder ob der Trino-Kopf (Siedntopf-Tubus) beim TRansport einen Schlag wegbekommen hat und eventuell defekt ist. Sollte letzteres der Fall sein, wie kann ich das herausfinden?
Gruß Sven
Hallo Sven,
das hört sich in der Tat nach einem Schaden an. Wie man das konkretisieren könnte, weiß ich leider auch nicht, es sei denn Du wohntest irgendwo im Umkreis von 100 km um Darmstadt oder Du fändest jemand im Umkreis (s. Mikes Mikro Map, ganz oben, Mitte). Um was für ein Gerät bzw. welchen Tubus handelt es sich denn?
Herzliche Grüße
Detlef
Sie erwarten doch nicht etwa ein Stereobild für räumliches Sehen?
Sie haben nichts von der Augenabstand-Einstellung erwähnt. Die haben Sie doch gemacht?
Gruß KH
Hallo,
na wenn ich jetzt sage um welches es sich handelt gibts hier wieder haue! Ich machs aber trotzdem:
Es ist ein Bresser. Und bevor gleich mega Kommentare kommen sag ich auch gleich dazu, daß ich damit im Grunde genommen sehr zufrieden bin. Allerdings hab ich auch einiges am Original getauscht, es sind nicht mehr die Original-Objektive, sondern die Novex-Plan und auch nicht mehr die Bresser Okulare... Mit der 5-MP-cam am Trinotubus spielt das Ding auch einwandfrei, Fotos mit meiner EOS 400 D klappen auch einwandfrei. Es ist halt nur das Sehen durch die Okulare...
Irgendwie bekomme ichs net gebacken einen einzigen runden Kreis zu sehen. Ich hab meist 2 ganz knappe. Mache ich den Augenabstand größer wirds schlechter. Mache ich ihn enger hab ich das Gefühl ich hoppe zwischen den Augen hin und her aber sehe net mit beiden.
Gruß Sven
Hallo Herr Henkel,
ich erwarte nicht ein Stereo-Sehen und ja ich hab mir Gedanken um den Augenabstand gemacht...
Kann auch sein, daß es mit meinem Augendefekt zusammen hängt und beim Mikro eben sich extremer auswirkt als am Feldstecher.
Gruß Sven
Hallo Sven,
so Leid es mir tut, aber das Problem kenne ich von einem, an sonst gut erhaltenen, Meopta Bino.
Transportschaden heißt das Zauberwort. Entweder ich habe einen Gesichtskreis, dann sind die Bilder doppelt,
oder ich justiere die Okularstutzen, dann habe ich ein gutes Bild, aber zwei Kreise.
Da die Prismenblöcke scheinbar verklebt sind, lässt sich da nichts justieren; ich hab ihn weggetan -leider!
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
danke für die Antwort.
Ich befürchte auch, daß es ein Schaden ist. Wenn ja lässt sich das auch nicht mehr genau sagen wo und wann das passiert ist. Ob nun nach dem Kauf auf dem Weg zu mir, oder obs bei mir bei den letzten 2 Reisen passiert ist. Bei mir hatte es seinerzeit an Zeit gemangelt und ich hab das Mikro net ausprobiert bevor ich auf die Reise ging. Festgestellt hab ichs erst vor Ort im Hotel als ichs benutzen wollte.
(Das ist übrigens auch der Grund warum ich mich für ein günstiges Bresser als Reisemikroskop entschieden hab; das will keiner klauen wenns mal offen im Hotelzimmer rumsteht.)
Bevor ich den Kopf allerdings zur Seite lege lasse ich Ihn nochmals besser beim Optiker prüfen.
Gruß Sven
Hallo Sven,
Sie sind gewiss nicht allein mit diesem Problem: Ziemlich viele Menschen haben ein Problem mit dem binokularen Durchblick.
Das kann verschiedene Ursachen haben, entweder in der Optik des Mikroskops oder in der Physiologie/Anatomie der Augen. Diese beiden Ursachen gilt es zu trennen.
1) Eine Dejustierung der Optik im Strahlenteiler des Tubus: Um diese zu erkennen, schauen Sie mit Ihrem besseren Auge (dem 'Leitauge') abwechselnd durch die beiden Tuben/Okulare: Die Bilder müssen in Ausschnitt, Helligkeit und Schärfe exakt gleich sein. Achten sie auf Strukturen am Rand des Sehfelds: Sind diese in beiden Bildern gleich zu erkennen? Oder decken sich die beiden Bilder nicht? Dann liegt es am Tubus des Mikroskops.
2) Eine unterschiedliche Ausrichtung der Augen (leichtes Schielen): Schauen Sie mit beiden Augen durch die Okulare und blinzeln Sie dazu abwechselnd, so dass sie in schnellem Wechsel das Bild mit dem linken bzw. rechten Auge sehen: Wahrscheinlich 'hüpfen' nun die Bilder leicht seitlich und/oder in der Höhe. Das kann an der Justierung (Blickrichtung) des Tubus liegen (ist aber eher unwahrscheinlich, wenn Sie bei Punkt 1) nichts bemerkt haben) oder, und dies ist wahrscheinlich der Fall, an der Ausrichtung Ihrer Augen. Also einem leichten (oder deutlichen) Schielen.
Um dies zu bestätigen, heben Sie den Blick aus dem Mikroskop und schauen Sie auf ein Objekt in der Ferne, wobei Sie weiter in schneller Folge 'blinzeln', also dieses Objekt abwechselnd durch linke bzw. rechte Auge fixieren. Wenn das Bild (es geht auch mit der Bildschirm, auf den Sie eben schauen) jetzt ebenso 'hin- und herwackelt', so liegt der Fehler an ihren Augen. Diese sind dann in Ruhestellung nicht ganz parallel ausgerichtet. Bei normaler Helligkeit und starkem Bildkontrast kompensiert das Gehirn diesen Bildversatz, indem die Augenmuskeln ein entsprechendes Signal erhalten. Dabei spielt das Leitauge eine wichtige Rolle, indem es die Lage des Bildes vorgibt, nach der sich das andere Auge orientiert.
Beim Blick durch den Binokulartubus, speziell nach Ermüdung und bei fehlendem Kontrast funktioniert diese Rückkopplung nicht: Sie sehen doppelt.
Sie müssen also zunächst den Fehler lokalisieren: Liegt es am Binokulartubus oder in der Ausrichtung Ihrer Augen.
Eine Dejustierung des Tubus können Sie mit etwas Geschick selbst beheben und dabei meist auch eine gewisse Korrektur ihres Augenfehlers bewirken (falls es daran liegen sollte!). Allerdings verursacht ein so auf den persönlichen Augenfehler justiertes Mikroskop dann bei Normalsichtigen Probleme.
Viel Erfolg und guten Durchblick!
Alfons
Hallo Sven,
ZitatBevor ich den Kopf allerdings zur Seite lege lasse ich Ihn nochmals besser beim Optiker prüfen.
Davor würde ich erst mal einen Mikroskopiker um Rat und Test bitten. Ich kenne mehrere, die mit einem Bino (wohlgemerkt nicht Stemi!) nicht klar kommen. Der Fehler kann also auch beim Anwender liegen!
Hallo und danke für die Antworten.
Ich werde die Lösungsvorschläge morgen mal ausgiebigst ausprobieren. Vielleicht komme ich ja darauf an was es letztendlich liegt.
@ Alfons Renz:
Die angesprochene Vorgehensweise hilft mir wirklich weiter. Danke schön. Das in 1 genannte hab ich schon ausprobiert. Die Bilder sind gleich, sofern ich das beurteilen kann.
Das unter 2 genannte gibt mir zu denken. Mein handicap mit den Augen ist zum Teil sehr schwankend und zur Zeit scheint sich auch wieder eine Verschlechterung anzukündigen. Vielleicht änderte sich dabei etwas bei meinen Augen das zu diesem Fehl-Sehen geführt hat, bzw. führt. Ich geh dieser Sache auf jeden Fall nach.
Zur Gegenkontrolle dachte ich mir ich könnte das mit einem Feldstecher ausprobieren. Allerdings weiß ich nicht ob man das vergleichen kann und denke jetzt sogar eher, daß ich damit falsch liege.
@Klaus Herrmann
Das wäre eine gute Idee und bestimmt würde sich jemand auch in Stuttgart finden? Wenn nicht dann bleibt immer noch der Gang zum Moll....pf in Stuttgart.
Gruß Sven
Hallo Sven,
ZitatDas wäre eine gute Idee und bestimmt würde sich jemand auch in Stuttgart finden? Wenn nicht dann bleibt immer noch der Gang zum Moll....pf in Stuttgart.
Den Gang zum teuren Optiker wollte ich Dir mit meinem Vorschlag eigentlich ersparen. Aber wenn Du im "Ländle" wohnst, dann gibt es sicher minimal 10 Experten, die dem Problem auf die Schliche kommen! Beim Mollenkopf bekommst Du dann noch eine Sehhilfe und ein neues Mikroskop und eine Erleichterung der Börse! ;)
Hallo,
@Klaus Herrmann:
Den Rat werde ich auch beherzigen und mich auf die Suche nach einem Kollegen hier in und um Stuttgart machen. Der Gang zum Mol....pf wäre nur der Ausweg wenn sich niemand finden würde.
Gruß Sven
Hallo Sven,
dann wäre der einfachste Weg am kommenden Freitag zum nächsten Treffen der Stuttgarter Mikroskopiker nach Hohenheim zu kommen. Da bringst Du das Mikroskop und Deine Augen mit. Dann stürzen sich ein paar der Experten auf Dich und das Mikroskop. Einer macht schon mal das Fenster auf, falls sich bei Prüfung der Fehler beim Mikroskop findet - oder bei Dir ;D
Nebenbei würdest Du: Polytrichum commune - Moos des Jahres 2010 mitbekommen, was sicher wieder ein Genuss wird!
Der schöne Brauch, dass jeder neue Gast am ersten Abend 50.- Euro für jedes anwesende Mitglied mitbringt wurde leider abgeschafft ;)
Wenn Du also Lust und Zeit hast: Beginn pünktlich 19:00 Garbenstr 30 Uni Hohenheim BIO II Hintereingang.
Falls Du Fragen hast schick mir eine PN!
Hallo und guten morgen...
... mein Problem hat sich von alleine gelöst.
Dank professioneller Hilfe weiß ich jetzt, daß der Tubus soweit in Ordnung ist. An dieser Stelle nochmals ein Danke an Klaus.
Seit gestern hab ich nun ein weiteres Mikroskop (Will) an dem ich anfänglich das selbe Problem hatte. Natürlich probiert man erst mal sein neu erstandenes Stück ausgiebigst aus; ich hab damit so ziemlich den ganzen Tag und Abend damit verbracht... Und was geschah dabei?
Auf einmal war mein Problem weg und ich habe einwandfrei ein klares rundes Bild gehabt, ohne Doppelbilder und sonstiges. Also lag das Problem beim Anwender, der wahrscheinlich ein optimales Bild erzwungen hat, sich wahrscheinlich zu sehr verkrampft hat und letztendlich das nicht bekommen hat was er wollte. Aber: Aus Erfahrung wird man ja bekanntlich schlau!
Grüße Sven
Hallo Sven
na bitte geht doch! Weisst Du was ich die ganze Zeit für einen Verdacht hatte: Du verwendest Brillenträgerokulare mit hoher Austrittspupille. Da kann es bisweilen schwierig sein, den richtigen Abstand zu finden!
Viele Grüsse
Bernhard