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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Thomas Böder in August 31, 2026, 09:00:10 VORMITTAG

Titel: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: Thomas Böder in August 31, 2026, 09:00:10 VORMITTAG
Moin ihr Lieben,

ein guter Freund von mir ist seit Kurzem Imker.
Da er natürlich weiß, dass ich mit reichlich Mikroskopen ausgestattet bin, kam die Frage auf, ob ich seinen Honig auf Pollen analysieren könnte.
Theoretisch geht das wohl.
Datenbänke für Pollen wird es sicherlich geben.
Wie gehe ich aber bei der Probenvorbereitung vor?
Gefühlt würde ich sagen, Honig in Wasser verdünnen, zentrifugieren, wieder verdünnen usw.
Und dann den Bodensatz pipettieren und ab unter das Mikroskop.
Passt das so?

Grüße, Thomas.
Titel: Aw: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: RainerTeubner in August 31, 2026, 10:53:10 VORMITTAG
Hallo Thomas,

im MIKROKOSMOS gab es mal einige Artikel zu dem Thema, die Vorschriften sind praxisnah und amateurfreundlich, den Artikel der MVM sollte man nicht vergessen.Pollen sammeln und präparieren.pdf

Viele Grüße!

Rainer
Titel: Aw: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: hajowemo in August 31, 2026, 11:09:32 VORMITTAG
Lieber Thomas,
im Anhang eine Doku von mir.
Lieben Gruß
Jochen
Titel: Aw: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: Thomas Böder in August 31, 2026, 11:18:27 VORMITTAG
Sehr schön Jungs!!!
Vielen Dank.
Titel: Aw: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: Peter V. in August 31, 2026, 11:25:09 VORMITTAG
Hallo,

und wenn Du es genau wissen willst:

https://www.academia.edu/36119604/Illustrated_Pollen_Terminology

480 Seiten, reichlich bebildert. Für "umme"...

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Aw: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: hajowemo in August 31, 2026, 11:28:06 VORMITTAG
Hallo,
Noch was.
Gruß Jochen
Titel: Aw: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: dicentra in September 01, 2026, 07:34:41 VORMITTAG
Hallo Thomas,

wenn es um Honiganalyse geht wäre der Mann, der als "Astore" hier im Forum auftritt, ein guter Ansprechpartner. Er ist selbst auch Imker und hat bei einem unserer TMG-Treffen schon mal über das Thema sehr interessant referiert.

Viele Grüße,
Oli
Titel: Aw: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: Carsten Wieczorrek in September 01, 2026, 16:02:09 NACHMITTAGS
Hallo,
Wer es verbindlich haben möchte, schaue hier nach:
DIN 10760, Untersuchung von Honig - Bestimmung der relativen Pollenhäufigkeit.
Carsten
Titel: Aw: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: Peter V. in September 01, 2026, 17:22:13 NACHMITTAGS
Hallo,

 ;D  ...wäre auch ein Wunder, wenn es dafür nicht auch eine DIN gäbe!

Genormte Grüße
Peter
Titel: Aw: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: witweb in September 01, 2026, 19:29:27 NACHMITTAGS
Hi,
auch interessant:

Besuch im Honiglabor - Teil 1 (Wassergehalt, Pollenanalyse...) (https://www.youtube.com/watch?v=sgFvlsKUq2E)
Besuch im Honiglabor - Teil 2 (Ergebnisse, Kosten) (https://www.youtube.com/watch?v=m7EtIKX0ddw)

Zuckersüße Grüße
Michael
Titel: Aw: Wie Honig analysieren?
Beitrag von: Gerd Schmahl in September 01, 2026, 21:02:48 NACHMITTAGS
Hallo,
Jochen hat ja schon sehr schönes Material geliefert. In seiner Doku sind auch Literaturangeben. Ich möchte hier besonders verweisen auf
,,Apidologie der Methodik der Melissopalyologie" von 1970
der Internationalen Kommission für Bienenbotanik der I.U.B.S.
von J. LOUVEAUX, Anna MAURIZIO und G. VORWOHL.

Darin wird unterschieden zwischen der "Laborprobe" (mindestens 100g besser 200g)
und der "Testprobe" (10g auf 0,1g genau abgewogen).
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Testprobe erst nach gründlichen Aufrühren der Laborprobe aus dieser gewonnen wird, da sich Pollen und andere Honigbestandteile absetzen (und das unterschiedlich schnell), wenn der Honig flüssig ins Glas gegeben wird. In der Praxis ist immer ein ganzes Glas Honig gut aufzurühren, wenn man belastbare Ergebnisse erhalten will. Schließlich geht es dabei auch um eine quantitative und nicht nur um eine qualitative Analyse der Pollen. Die Anteile der einzelnen Pollenarten entscheiden darüber, wie der Honig deklariert und in Verkehr gebracht werden darf. Da Bienen natürlich immer viele Quellen nutzen, ist die Sortenabgrenzung immer an Grenzwerte gebunden. Für das öffentliche Inverkehrbringen, also für den Verkauf ist deshalb immer eine Honiganalyse von einem zertifizierten Labor notwendig. Natürlich wird jeder Hobbyimker, der die Möglichkeit dazu hat, seinen Honig auch mal selber analysieren wollen, aber immer dann, wenn der Honig öffentlich als Sortenhonig (Lindenblütenhonig, Rapshonig, Waldhonig) verkauft wird, kommt man um ein zertifiziertes Labor nicht umhin.
LG Gerd