Hallo,
eigentlich wollte ich ohne jeden wissenschaftlichen Anspruch ein paar bunte Interphako-Bilder von netten Kieselalgen aus dem Objektträger "The super slide" von Watsons zeigen, den ich hier mal irgendwo unter "Historische Diatomeen-Präpate" vorgestellt habe. Ähnlich wie DIK bildet Interphako ja jeden Dreck ab, auch wenn man den im Durchlicht gar nicht sieht. Also habe ich angefangen, wie üblich, mit Affinity Photo das Bild zu putzen. Nach wenigen Klicks habe ich mich an Lupus Beitrag hier (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=54735.0) erinnert. Also: Auch mal Probieren.
Alle Photos wurden im Interphako mit dem CF250 Planapo 50x/0,95 erzeugt. Alle Fotos sind nicht gestackt. Alle Fotos wurden in Original-Größe mit einem Maßstab versehen. Und dann ab zu Gemini.
Ganz so einfach ist das nicht. Ich benutze Gemini AI Studio, und mit dem musste ich erst mal eine Weile diskutiern, Kieselalgen, Hintergrund putzen, biologische Struckturen dürfen auf Pixelebene nicht verändert werden und so weiter. Erstes Fazit: Das kann ich so nicht, ich bin ein Sprachmodell. Aber schau mal, was ich hier gebaut habe:
cleaner1.jpg
Bild 1 : Gemini Diatomeen-Putzer
Da lade ich dann eine Alge hoch. Im Originalformat PNG 6024 x 4024 Pixel.
Dann rechnet Gemini. Etwa 3 Sekunden.
cleaner2.jpg
Bild 2: Gemini erstes Ergebnis
Das Bild kann man dann herunter laden. In 6024 x 4024 Pixel. Oder vorher noch bearbeiten, da steckt echt eine kleine Bildbearbeitung mit drin. Habe ich aber noch nicht probiert. Ist es wirklich Pixel-getreu? Ja. Vielleicht. Ich habe es nicht überprüft. Google sagt JA. Und das glaube ich. Die ersten Bilder hatten ein Problem: die Ränder. Die Algen waren so knackig scharf, solche Bilder gibt es gar nicht. Echte Scheerenschnitte. Google: "Du hast doch gesagt, keine biologischen Pixel verfälschen." Ich habe jetzt eine Randunschärfe einbauen lassen (siehe Regler in den Bildern), damit die Bilder realistischer aussehen. 100% pixeltreu möchtet Ihr gar nicht.
Ja, die Ergebnisse sind noch nicht perfekt, aber ich hatte heute keine Lust mehr. Schon gar nicht, an den Reglern zu drehen UND vorher nachfragen, was die machen. Die entstammen nämlich nicht meinen Vorschlägen, höchstens meiner Kritk an Fehlern in den Versuchen. Um zu dem Ergebnis "gute Bilder in 3 Sekunden" zu kommen, muss man mindestens 2-3 Stunden einplanen. Für den Lernprozess. Man muss, für schnelle Verbesserungen, Screeshot der Fehler hochladen. Google sagt, das sei exakter als eine wörtliche Beschreibung. Hier kommen die ersten Ergebnisse:
interphako_bereinigt__DSC1567_1790183963540.jpg
Bild 3: Ergebnis 1
interphako_bereinigt__DSC1568_1790183941700.jpg
Bild 4: Ergebnis 2
interphako_bereinigt__DSC1569_1790183923074.jpg
Bild 5: Ergebnis 3
interphako_bereinigt__DSC1572_1790183882140.jpg
Bild 6: Ergebnis 4
Viel Spaß beim Betrachten,
Carsten