Liebe Mikrofotografen,
ein uraltes Thema und für viele hier schon langweilig :( , trotzdem diese Frage. Wie wird dieses Bild beurteilt?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/40659_43099306.jpg) Miniversion
Ca. 25 Jahre altes Präparat "Lilium candidum - Pollensack"
Zeiss Plan Apo 10/0,32 mit kleiner Zwischenoptik an eine neue 5 MPixel Kamera angepaßt. Die Kamera überstreicht eine Diagonale von 14,2 mm auf die Zwischenbildebene gerechnet. Zum Objektiv wurde ein entsprechendes Okular Kpl W 10x/18 Brille (zur Kompensation) verwendet und die C-Mount Kamera über ein 4-linsiges System adaptiert.
Alle Versuche und Rechnungen zur Anpassung waren sehr positiv. Trotzdem ist ein Bild oft aussagekräftiger als viele Messungen und Tests.
http://www.fotos-hochladen.net/100520234229c2ypxwa4q.jpg über 1 MB als 5 MPixel Bild
Ich freue mich über Anregungen, Kritik und Ratschläge zur Verbesserung.
Grüße
Peter Höbel
Guten Morgen
Also ich finde die Bildqualität o.k., aber um wirklich eine Beurteilung abgeben zu können würde ich folgende Daten benötigen:
Was ist mit den Daten vorher geschehen, z.B. RAW oder JPG und wenn zweites wurde in der Kamera bereits geschärft, der Kontrast verändert ... Ober, was wurde nachträglich mit dem Bild gemacht ==> Tonwert, Kontrast, Gradation, Unscharfmaskierung, ...
Da Bilder im "Digitalen Workflow" (ich habe da 2 Lehrbücher darüber geschrieben) stark optimiert werden können kann ich mich nur auf das Ergebnis beziehen. Wie gut die Daten aber bei der Aufnahme sind und welches Potential für die Optimierung haben kann ich so leider nicht beurteilen ...
Die mit Abstand beste Ausgangsbasis für eine Beurteilung ist ein RAW wie es aus der Kamera kommt! Ich empfehle daher ein RAW zu hinterlegen und wir können dann über den Link dieses herunterladen und beurteilen.
:-)
Gerhard
Hallo Peter
also ich habe nicht 2 Bücher über Bildbearbeitung geschrieben, und die Frage hieß auch nicht: wie findet ihr meine Kunst der Bildbearbeitung?" und auch nicht "wie beurteilt ihr die Kamera?" sondern schlicht: "wie wird dieses Bild beurteilt?"
Für mein schlichtes Gemüt: hervorragend!!
Viele Mikrogrüsse
Bernhard
Hallo zusammen,
mir geht es genau wie Bernhard.
Beste Grüße !
JB
Hallo,
auch ich finde das Bild super!
Ich wüsste aber auch gern welche C-Mount Kamera über ein 4-linsiges System adaptiert mit welcher Software
behilflich war.
Viele Grüsse
Joachim
Lieber Peter,
einwandfrei!
Handelt es sich um eine ImaginSource-Kamera? Mit der Firma hatte ich ein erstaunliches Erlebnis. Ich telefonierte lange mit einem Mitarbeiter wegen einer solchen Kamera, er bat um meine E-Mail-Adresse. Dann bekam ich von denen ein Schreiben indem sie mir sagten, diese Kameras seinen nur für die Industrieautomation vorgesehen. Und sie bedauerten mir nicht weiterhelfen zu können.
Liebe Grüße
Regi
Liebe Mikrofotografen,
bevor ich die rote Karte bekomme oder wegen Geheimniskrämerei gebannt werde, möchte ich dann doch lieber etwas mehr zur kleinen Kamera zeigen. Mein bisheriger "blauer Würfel" mit nur 1,3 MPixel hat mir immer sehr gute Dienste geleistet. Einfach an USB anstecken und eine recht gute Software konnte all meine Wünsche erfreuen. Schon einige Zeit her und ich zahlte dafür ca. 880.- Euro ! :(
Nun sind wieder Jahre verstrichen und die Entwicklung ruht nicht. So wurde auch eine neue sehr kleine Kamera von TIS entwickelt und ich kam in den Genuss als "beta-Tester" den Winzling zu begutachten.
Es gibt vermutlich eine inverse Funktion zwischen Pixelzahl und Kameragröße ;D
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/40690_1382193.jpg)
Der neue und hoffentlich auch bald lieferfähige Winzling ist mit einem 5 MPixel CMOS Sensor ausgestattet und wird über eine erweiterte Software von ImagingSource bedient. Noch gibt es Fragen (Hard- wie auch Software) und noch habe ich einen Prototyp, aber es läßt sich schon gut an. Ein Preis von 299.- + MWSt. incl. der Software klingt auch nicht übertrieben.
Als C-Mount, CS-Mount Kamera kann der Winzling fast überall adaptiert werden. Aber wo und welcher Adapter / Adapteroptik ? Hier laufen bei mir noch viele Versuche und vorher auch opt. Rechnungen.
Das gezeigte Bild ist mit einem zweckentfremdeden Plössl-Okular als CS-Mount-Objektiv aufgenommen. Die optische Konstruktion eines Plössl ist symmetrisch, achromatisch korrigiert und weigehend unempfindlich gegen Maßstabsveränderungen. Dieser Grundgedanke war die Basis für einen Versuch.
Die Kamera mit Objektiv wird dann in den Strahlengang nach dem Mik-Okular gebracht. D.h. so wie viele Kompaktkameras auch angeflanscht werden.
Der große Vorteil : es gibt keine Probleme mit zu tief liegender Eintrittspupille der Kameraoptik!
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/40690_62198718.jpg)
Soweit ein erster Eindruck einer neuen sehr interessanten Kamera. Vermutlich im Herbst kann die Kamera auch mit einer Blitzsynchronisation arbeiten. Damit stehen noch weitere Möglichkeiten ohne große DSLR bevor.
Schöne Grüße
Peter Höbel
Liebe Regi,
ja ich kenne diese erste Antwort auch. Als Privatkunde ist es erst mal etwas schwer bei ImagingSource durchzukommen und den richtigen Ansprechpartner zu finden.
ABER : diese Kameras sind im Astronomiebereich keine unbekannte Größe und weden von fast allen Händlern vertrieben. Sehr zu empfehlen ist
http://www.teleskop-service.de/index.htm
nicht nur Händler, sondern auch Fachkompetenz ist dort vorhanden.
Schöne Grüße
Peter
Hallo,
Es ist möglich das Originalbild (2592x1944 = 5 Megapixel) auf 1500x1125 (ca. 1.6 Megapixel) zu verkleinern ohne einen signifikanten Qualitätsverlust. Man kann das verkleinerte Bild wieder auf die Originalgröße hoch zu rechnen, und dann mit dem Original vergleichen. Merkliche Qualitätsverluste gibts erst so um ca. 1000x750. Offensichtlich ist die Auflösung der modernen Digitalkameras besser als die der Mikroskope (leere Vergrößerung etc.).
@Peter: wie vergleichen sich die Bilder von der 1.3MP und 5MP Kamera? Zahlt sich die 5MP Kamera aus? Hat die 5MP Kamera einen größeren Sensor? Dann würde sich die größere Auflösung auch auszahlen. (Ich bin selber am suchen nach einer Kamera, und deshalb interessiert mich das)
danke,
Oliver.
Das interessiert mich auch, Peter, I'm still thinking about what to get in a not too high price bracket. Choices, ccd or cmos, does it matter in this 'lower' market?
The 5Mp cmos has a smaller sensor (1/2.5") then the 3Mp cmos (1/2"), besides the 3Mp is more expensive! Wouldn't that be a more obvious starting point for evaluation? Do you have an idea about the difference in performance?
How 'raw' is the output, is a still image really unkomprimiert, or does it already come into your pc as a sort of jpeg-stream?
If I have a firewire port, always choose for that option over USB2? Or go to GigE
Thanks for any clarification, :)
Rene
@nanobot
es ist zu früh nun über diese Kamera ein zusammenfassendes Urteil abzugeben. Es liegen auch gravierende Unterschiede in den beiden von mir gezeigten Kameras vor. DBK41 als CCD-Kamera, DFK72 als CMOS-Kamera. Weiter unterscheidet sich die zugehörige Software in einigen Punkten. Große Vorsicht auch beim Betrachten des jetzigen Datenblatts auf der HP von ImagingSource. Hier sind bei der DFK72 noch Fehler vorhanden!
Aber ein Punkt ist klar zu erkennen, die neue kleine DFK72 mit den echten 5 MPixel liefert deutlich bessere Bilder. Vorausgesetzt man adaptiert "richtig", denn der Chip hat nur 1/2,5" und die Pixel sind 2,2µm klein. Eine 0815 Optik wird also nie aus der Kamera herausholen, was sie wirklich kann.
Hier noch ein ganz aktuelles Beispiel:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/40699_47478920.jpg)
Bacillaria paxilifer , Objektiv CZJ Apo 100/1,32 Öl , Kondensor nicht immergiert , Kamera DFK72 1/100s , ohne Verstärkung ,
Bild im Original 2592 x 1944 Pixel, hier ein Ausschnitt von < 800 Pixel fürs Forum. Weiße Cree-LED , leicht schiefe Bel. , Einzelbild ohne Rauschreduzierung (kann die Software).
Ich hoffe das bringt mehr Licht in die Kamera.
Gruß
Peter Höbel
P.S. Ergänzung :
das Bild kann so groß wie der Monitorbildschirm eingestellt werden und noch weiter vergrößert werden. Alles LIVE !
Auch wenn in höchster Auflösung 6 Bilder/s nicht sehr viel erscheint, so kann man auch zur schnelleren Einstellung die Kamera in ein Format mit z.B. 20 Bilder/s stellen und dann für die Aufnahme mit einem Mausklick auf höchste Auflösung umstellen.
Die Bilder können als BMP also ohne jede Kompression (15 MB / Bild !), oder als JPG mit wählbarer Kompression gespeichert werden.
Ich bevorzuge USB 2.0 da es dann auch am Notebook ohne Zusatznetzteil geht. Der manchmal genannte kleine Vorteil für Firewire zahlt sich nach meiner Meinung nicht aus.
Mehr kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen.
Zitat von: peter-h in Mai 21, 2010, 18:11:19 NACHMITTAGS
Die Bilder können als BMP also ohne jede Kompression (15 MB / Bild !), oder als JPG mit wählbarer Kompression gespeichert werden.
kann der sensor nur 8bit oder kommt tiff erst noch?
Sehr geehrter Herr Höbel,
hört (und sieht) sich alles sehr gut an!
Bin gespannt, wie die (erfreuliche!) Entwicklung der Kamera weiter geht und wann sie tatsächlich am Markt ist.
Freundliche Grüße
Peter Reil
Liebe Mikrografen ;)
es braucht nun etwas Zeit und ich hoffe, dass ich in einigen Wochen wieder Neuigkeiten berichten kann. Ob eine solche Kamera vom Markt angenommen wird, oder welche Veränderungen noch notwenig sein werden ist nicht in Tagen absehbar. Sicher wird diese Kamera sehr interessant, wenn es möglich ist damit auch Blitzaufnahmen zu machen, also Synchronisation von Kamera und Blitz.
Eine DSLR, ganz gleich welcher große Name dahinter steht ist eine komplexe Mischung aus Mechanik und Elektronik. Die Elektronik hält fast immer sehr sehr lange, aber die Mechanik nutz sich ab !!!
So sind recht unterschiedliche Angaben von 30 000 - 100 000 Auslösungen für eine DSLR bekannt und in einschlägigen Foren auch zu finden. Danach darf dann der mechanische Verschluß oder der Spiegel getauscht werden. :o
Meist nichtmehr in der Garantiezeit ! Sehr bitter !
Wer einen Hang zu Serienaufnahmen hat und gerne Bilder über Combine Z oder Helicon jagt, der sollte sich diese Tatsache vorher gut überlegen.
Und so sehe ich für die Zukunft in der Mikrofotografie durchaus eine berechtigte Anwendung für kleine, rein elektronische Kameras ohne jede Mechanik.
Da zudem die Preise fallen und die Technik schneller als gedacht weiter schreitet, wird es ein spannendes Feld für die Mikrofotografie !
Die Zeiten einer "Zwischenoptik" aus Glas von Coca-Cola-Flaschen ist auch vorbei und so sehen wir sicher einer "rattenscharfen" neuen Generation entgegen.
Schöne Grüße eines Beta-Testers aus Franken
Peter Höbel
hallo,
Zitatkann der sensor nur 8bit oder kommt tiff erst noch?
BMP komprimiert wie auch TIF nicht. Jeder der RGB-Kanäle wird mit 8bit dargestellt. Der Sensor liefert 10bit, aber es werden dann 8bit je RGB abgeliefert.
Vielleicht schaffe ich einen Vergleich einer DSLR (12,2 MegaPixel) mir der DFK72 (5 MegaPixel) noch.
Grüße
P.H.
Zitat von: peter-h in Mai 21, 2010, 23:20:49 NACHMITTAGS
Eine DSLR, ganz gleich welcher große Name dahinter steht ist eine komplexe Mischung aus Mechanik und Elektronik. Die Elektronik hält fast immer sehr sehr lange, aber die Mechanik nutz sich ab !!!
So sind recht unterschiedliche Angaben von 30 000 - 100 000 Auslösungen für eine DSLR bekannt und in einschlägigen Foren auch zu finden. Danach darf dann der mechanische Verschluß oder der Spiegel getauscht werden. :o
Meist nichtmehr in der Garantiezeit ! Sehr bitter !
Lieber Herr Höbel und die anderen alle!
Obwohl sich die "mechanische Zeit" im Bau von Kleinbild-Spiegelreflexkameras dem Ende zuneigt, möchte ich doch eine Lanze brechen für die Mechanik. Sogar meine Schraub- und M-Leicas hatten zuweilen Macken, die man in Wetzlar zu einem angemessenen Preis oder aber gratis und schnell per portofreiem (!) Postpaket, inklusive Entschuldigungsbrieflein in Ordnung brachte. Als ich dann mit Mikrofotografie begann, wurde mir bald klar, daß meine schöne Leica-Zeit zu Ende war. Ich tauschte meine Leica-R-Ausrüstung gegen Olympus OM 4TI, mit viel Makro- und Mikrozubehör.
Sieben Mal war meine OM 4TI und andere OM nicht viel seltener beim Hamburger Olympus-Service. Was bin ich mit diesen Kameras durch die Büsche gekrochen, über die Schulter gehängt sind sie des öfteren mal an Brückengeländer oder Telegrafenmasten geknallt. Sei hatten allesamt viele Jahre ein rauhes Leben bei mir. Kein einziges Mal hatten sie einen mechanischen Defekt, aber es gab wohl keine elektronische Baugruppe die nicht mindestens ein Mal, die meisten öfter mal ausgetauscht worden ist. Ähnliche Erfahrungen berichteten mir Vereinsfreunde, auch von anderen Fabrikaten.
So viel nur zur Zuverlässigkeit der Elektronik und der schlimmen, schlimmen Abnutzung mechnischer Teile.
Gruß KH
Zitat von: peter-h in Mai 21, 2010, 23:20:49 NACHMITTAGS
Eine DSLR, ganz gleich welcher große Name dahinter steht ist eine komplexe Mischung aus Mechanik und Elektronik. Die Elektronik hält fast immer sehr sehr lange, aber die Mechanik nutz sich ab !!!
So sind recht unterschiedliche Angaben von 30 000 - 100 000 Auslösungen für eine DSLR bekannt und in einschlägigen Foren auch zu finden. Danach darf dann der mechanische Verschluß oder der Spiegel getauscht werden. :o
Meist nichtmehr in der Garantiezeit ! Sehr bitter !
Wer einen Hang zu Serienaufnahmen hat und gerne Bilder über Combine Z oder Helicon jagt, der sollte sich diese Tatsache vorher gut überlegen.
na so wild is es auch wieder nicht ;)
der verschluss hält nomalerweise lange genug damit die cam technisch mehr als nur überholt is und dann sowieso getauscht wird
und mit den langsam in schwung kommenden EVIL cams (micro 4/3 z.b.) wird der markt sicher ordentlich aufgemischt in den nächsten jahren
Lieber Herr Henkel -
hier muss ich entschieden zustimmen! In der Theorie sollten elektronische Bauteile weniger anfällig sein - bewegt sich ja nix - aber die Praxis zeigte schon bei manchen Automobilen, dass dies nicht stimmt.
Da auch ich den Weg über Contaflex, OM 1, OM 2 etc. etc. gegangen und heutzutage natürlich fast völlig unabhängig von fototechnischer Feinmechanik bin (bei mir auch nie beschädigt), verreckt derzeit natürlich nur noch Elektronik.
Die schmeiß ich halt weg - ist ja nicht eine Anschaffung fürs Leben.
Gruß
Rolf Blaich
Sehr geehrter Herr Henkel,
waren es vielleicht andere Zeiten im Kamerabau? Allerdings ist meine Leica M2 nun auch defekt - Verschluß !
Und die frühere Rollei SL66 (rein mechanisch) Verschußprobleme, und meine ganz alte 6x6 Pentconsix , verschenkt da Verschluß defekt. Vermutlich hatte ich nur Pech.
Und weil es so einfach ist die Elektronik an den Pranger zu stellen, na gut. Aber hier eine kleine Zusammenstellung von erfreuten Nutzern, welche dann doch das Problem hatten, welches ich ansprach.
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bei meiner Canon 40D ist - glücklicherweise noch in der Garantiezeit
- anscheinend der Verschluß nach ca. 14.000 Auslösungen kaputt gegangen.
Beim Suchen hier und in anderen Foren scheint es so, als ob dieses Problem
öfters aufzutreten scheint.
Bei meiner ist auch der Verschluss gewechselt worden. Nach geschätzten
10.000 Auslösungen. Würde kostenlos repariert.
So, letzte Woche hat meine reparierte Canon 40D nach weniger als 2000
Aufnahmen die Fehlermeldung Err 99 abgegeben. Von Spiegel gab es dabei
komische Geräusche. Die Kamera ist wieder in Reparatur.
Bei der analogen F100 wurden zwei Verschlüße, der Spiegelkasten
und dreimal der Auslöser getauscht.
Bei meiner 40D Err99 nach 14500 Auslösungen -> Verschluß defekt .
Der alte Verschluß hatte 18.000 Auslösungen . Ist wohl eine
Schwachstelle bei den Modellen. Hoffentlich hat die 7D nicht denselben Verschluß .
Nach ca. 60.000 Auslösungen hat die 40D bei mir den berühmten Err99 angezeigt.
Das Ding direkt in Berlin persönlich abgegeben und nach 3 Tagen hab ich das
gute Stück (innerhalb Garantiezeit) wieder abholen dürfen, Verschluss wurde ausgetauscht.
Bei einem Kollegen im Prinzip genau das selbe Spiel, auch nach ca. 50-60.000
Auslösungen war Schluss
Die Lebenszeit des Verschlußes der 40D wird von Canon mit 100000
Auslösungen spezifiziert.
Am vergangenen WE, hat leider der Verschluss meiner 1Ds Mark II seine Arbeit
mit Defekt quittiert. Schade eigentlich, den das gute Stück hatte gerade mal
9000 jungfräuliche Klicks hinter sich.
Bei meiner Ex - 30D hat es in der Tat bei 7.000 Auslösungen den Verschluss zerlegt.
Ich habe nach 23.000 Auslösungen einen neuen Verschluss bekommen.
Ein Jahr später nach ca. 15.000 Auslösungen ist er schon wieder hinüber. Ist das Normal?
Meiner hat auch bei knappe 15000 seinen Geist aufgegeben.Reparaturkosten €224,-
Bei meiner 350D war nach ca. 20.000 der Verschluss hinüber.
Also ich habe jetzt zum zweiten Mal einen neuen Verschluss
(zuletzt bei 35.000 Auslösungen) bekommen und bin wieder sehr zufrieden mit der Kamera.
der verschluss meiner 20d ging nach runden 45.000 auslösungen / 26 monaten über den jordan.
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Verstehen Sie nun was ich meine ?
Schöne Pfingsten
P.H.
Hallo Peter,
eine schöne und ausführliche Auflistung. Mir ging beim Lesen der hohen Anzahl von Auslösungen im Digitalbereich durch den Kopf, wie viele Filme man dafür gebraucht hätte ;).
Man sieht auch, wie man als Verbraucher immer wieder als Betatester missbraucht wird. Die Firmen kalkulieren knallhart => da wird das billigste verbaut, was bei einem Großteil der Durchschnittsverbraucher die Garantie- und Gewährleistungszeit übersteht.
Wer überdurschnittlich knipst, teilt deine Erfahrungen.
VG
Erik
Hallo Erik,
nie hätte ein Fotograf mit 36er KB-Filmen an solche Zahlen gedacht ;D Wenn wir aber heute im digitalen Zeitalter ohne Filmchen je Objekt schnell mal 100 Einzelbilder in unterschiedlichen Bildebenen machen, um danach die geeigneten 50 Bilder für einen Stack durch HeliconFocus zu jagen, dann sehen solche Zahlen schon ganz anders aus.
Schöne Pfingsten und Grüße
Peter
Im Prinzip haben Sie Recht, die DSLR sind Verbrauchsmaterial, rechnen wir mal pro Gehäuse 50.000 Aufnahmen, dann entstehen je nach Gehäuse Kosten im Objektträgerbereich. Ich würde aber aus Kundenerfahrung auch den Mikroskopkameras nicht das ewige Leben testieren wollen, da gibt es auch genug Ausfälle, wenn auch aus unterschiedlichsten Gründen.
Prinzipiell halten aber richtige Mikroskopkameras recht lange.
Wenn ich nach Ausfällen sortieren würde, kämen zuerst die Kompaktkameras mit Varioobjektiven, dann die DSLR, dann die CMOS, dann die CCD-Kameras. Letztere sind teurer und vielleicht ist man da bei Design und Fertigung sorgfältiger, ich kann es nicht sagen.
Werner Jülich
Lieber Herr Höbel, bei so viel Verschußsachen muß ich doch annehmenen, daß Sie zu heftig auf den Auslöseknopf drücken und die Verschlüsse deshalb kaputt gehen. Wie haben Sie Auslösungen gezählt - oder macht das heute die Weichware?
Und weil Sie auch eine Pentacon-Six erwähnt haben: Ein Mechaniker in einem Pasinger Hinterhof fragte mich einmal, ob ich rein zufällig einen Zahnstocher dabei hätte. Als ich verneinte, stocherte er ersatzweise mit einem Zündholz an der Verschlußaufhängung der PentaconSix und meinte dann: So, jetzt müßte der Verschluß wieder funktionieren. Das tat der denn auch. Und fürs Gewußt-wo verlangte der Kameraspezialist ein Paar Weißwürscht und ein Bier, die ich in der benachbarten Brauereikneipe in Naturalien beglich.
Nein, ich will Ihre beeindruckende Aufstellung nicht ins Lächerliche ziehen, ganz bestimmt nicht. Und weil sie von einem seriösen Zeitgenossen stammt, ist sie für mich auch glaubhaft, wenngleich ich ob der genauen Buchführung doch ein wenig verwundert bin. Ich selbst habe nur bei einer einzigen Kamera Verschlußprobleme gehabt, das war bei der Leica R3, der ersten Reflex-Leica nach den legendären Leicaflex-Modellen. Die R3 beruhte auf Leitz-Optik, für die noch heute viel "Gebrauchtgeld" gezahlt wird, und auf Minolta-Mechanik, die in Portugal gebaut wurde. Ich hatte trotz mehrfacher Einsendung ans Werk andauernd Verschlußüberlappungen. Entweder war der Steg zwischen den Aufnahmen zu breit oder zu schmal bzw es überlappten sich die Aufnahmen. Ansonsten: Niemals echte Verschlußprobleme, obwohl ich nicht wenig fotografiert habe. Doch selbst in einschlägigen Freundeskreisen als "triggerfinger" verschrieener Fotoamateur, bin ich wohl doch eine Zehnerpotenz unterhalt Ihrer Verschlußauslösezahlen geblieben. - Das mag denn wohl auch den Unterschied in der mechanischen Abnutzung begründen. Aber es erklärt nicht den Verschleiß an elektronischen Baugruppen und Leiterplatten, den ich erleiden mußte.
Doch eines Tages werden unsere Nachfolger gar nicht mehr wissen, wovon wir hier reden. Dann werden unsere Kameras vollgestopft sein mit Elektronik, die sich selbst repariert, ohne daß es der "User" überhaupt bemerkt. - Warten wir's ab!
Schönen Gruß aus Südfranken (resp. Oberbayern). - KH
Herr Henkel,
Sie schreiben :
Doch eines Tages werden unsere Nachfolger gar nicht mehr wissen, wovon wir hier reden. Dann werden unsere Kameras vollgestopft sein mit Elektronik, die sich selbst repariert, ohne daß es der "User" überhaupt bemerkt.
Ich sage : ganz alter Hut ;D hatten wir schon 1984 in einem kritischen Medizinprodukt noch mit Intel 8086 Prozessor. Nennt sich Watchdog. Es zieht sich so ein System bei Softwareversagen wieder selber aus dem Sumpf. Sicher wird so ein alter Watchdog in 10 Jahren neu erfunden - selbstverständlich dann mit neuem Namen ;D
Grüße
P.H.
Hallo lieber Klaus,
genau das ist der Grund, warum ich bei den "Russen" hängen geblieben bin. Das mag vielleicht nicht schön sein, das mag nicht neu sein und vor allem mag es nicht "Zeiss" sein. Aber es funktioniert! Es ist einfach zu reparieren und Teile findet man allemal (auch in Jena).
Meiner Meinung geht der Fortschritt nicht immer in die richtige Richtung. die Digitale Fotografie hat ihre Berechtigung, allein wenn ich bedenke, welche Filmmengen ich verschlissen habe, aber man muss nicht alles ausreizen.
Gewisse Dinge kann man einfach nicht dokumentieren, die muss man original betrachten; und das macht doch den eigentlichen Reiz aus, etwas nicht wiederholbares gesehen zu haben.
Und das mit dem Südfranken geht auch in Ordnung (auch wenn die Bayern das nicht gern hören)
Grüße
Wolfgang
Ein kleiner Nachtrag noch für alle Optiker.
Die Frage kam immer wieder auf : wie kann ich eine C- oder CS-Mount Kamera an ein Mikroskop adaptieren. Hier eine Rechnung und ein Lösungsvorschlag, wie ich mit einem sehr gebräuchlichen Astrookular ein Objektiv für eine kleine Kamera realisieren kann. Wie ganz zu Beginn gezeigt, ist eine solche Verfremdung eines Astrookulars (nicht Mikroskop-Okulars) eine durchaus brauchbare Lösung. Dieser gezeigte 4-Linser kostet gerade mal 19,90 Euro.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/40815_17021733.jpg)
Da diese Lösung nach dem richtigen Mikroskopokular angeflanscht wird, ist praktisch jede Adaption möglich. Und da die Pupillenlage vor dem Objektiv liegt, sind die alten Probleme wie bei den Kompaktkameras auch nicht vorhanden.
Dies als Anregung für neue Ideen zum Pfingstfest ;D
Mikrooptische Grüße
Peter Höbel
Lieber Peter Höbel,
ich bin jetzt erst dazu gekommen, das Plössl-Okular für den Einsatz zu modifizieren, nachdem es 2 Monate auf meinem Schreibtisch lag. Ich setze es seit gestern für meine Videokamera (Bildaufnehmergröße 6,4 mm x 4,8 mm) am 160er Zeiss-Mikroskop ein. Es gibt mit dem Kpl 8- Okular ein recht farbreines, und planes Bild mit einem großen Auschnitt aus dem Sehfeld. Die Pupillenlagen müssen gut eingehalten werden, daher ist es wichtig, bei der mechanischen Ausführung Justierspielräume einzuplanen. Danke für die wertvollen Hinweise auf der Homepage.
Wir sehen uns in einer Woche. Bis dahin beste Grüße von
Jürgen Stahlschmidt
Hallo,
also ich habe das Plössl-Okular so adaptiert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/47099_20875259.jpg)
Mit der Ringschwalbe am anderen Ende ist es zum einen Zeiss-kompatibel und sowohl an CS-Mount als auch an C-Mount-Kameras verwendbar. ;)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/47099_50579267.jpg)
Beste Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
so sieht im Prinzip auch meine Lösung aus!
Beste Grüße von Jürgen.
Es freut mich, wenn der Nachbau gut gelungen ist.
Jedenfalls eine sehr preisgünstige Lösung mit ordentlichen Abbildungseigenschaften - nicht nur bei mir ;)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/47106_40333047.jpg)
Schöne Grüße
Peter
Mit den 3,5mm hatte ich es auch erst probiert, das reicht aber nicht. Das Bild wird dann nur im Nahbereich scharf, wenn man das Plössl-Okular solo auf die Kamera schraubt. Also mußte ich es irgendwie parfokal mit dem Bild im Bino-Einblick bekommen, wenn es am Fotoausgang angesetzt ist.