Hallo!
Weiss jemand, ob irgendwo noch Planktonnetze mit Metall-Auffangbehältnis neu vertrieben werden?
Ich finde sie nur noch mit PE-Flache, die aber aus vielerlei Gründen nicht " so gut" sein sollen....
Herzliche Grüße
Peter
Zitat... mit PE-Flache, die aber aus vielerlei Gründen nicht " so gut" sein sollen ....
Interessant ... Ich dachte immer, Metall sei aus mindestens zwei, ziemlich schlagenden Gründen nicht so gut: wird von Salzwasser leicht angegriffen und man sieht nix. Verraten Sie uns, warum Metall gegenüber PE dennoch die Nase vorn haben könnte?
Gruß -- felix
Zitat von: felix in Juli 18, 2010, 19:26:05 NACHMITTAGS
Zitat... mit PE-Flache, die aber aus vielerlei Gründen nicht " so gut" sein sollen ....
Interessant ... Ich dachte immer, Metall sei aus mindestens zwei, ziemlich schlagenden Gründen nicht so gut: wird von Salzwasser leicht angegriffen und man sieht nix. Verraten Sie uns, warum Metall gegenüber PE dennoch die Nase vorn haben könnte?
Gruß -- felix
Hallo Felix,
zumindest kann es aus metall nicht so schlecht gewesen sein, denn generationen von Mikroskopikern haben mit dem Metall-Sammelbehälter der Kosmos-Planktonnetze offenbar mit großer Zufriedenheit gearbeitet. Und wenn man primär im Süsswasser arbeitet, macht es wohl gar nichts.
Und ich sah gestern ein solches Netz in höchst erfolgreichem Einsatz.
Ausserdem schrieb ich
Zitatdie aber aus vielerlei Gründen nicht " so gut" sein sollen....
Das beruht nicht auf eigenen Erfahrungen, sondern, wie diese Formulierung dem aufmerksamen Leser vermitteln soll, auf Aussagen Anderer hier im Forum. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Kunststsoffbehältnisse mit Luft gefüllt nicht untertauchen und mit Wasser vorgefüllt sich beim "Auswerfen" des Netztes wieder entleeren. Irgendjemand beschrieb sie als fast "untauglich". Aber ich lasse mich gerne belehren, da ich in diesem Gebiet bar jeden fundierten Wissens bin.
Ich bin für jeden Tipp für ein gutes ( aber noch bezahlbares ) 50-70 My-Planktonnetz, das auch ein "Auswerfen" erlauibt, dankbar.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
was Du brauchst ist ein günstiges Nansen Vertikalnetz, da haste wat vanünftijes ;D ;D
http://www.ehlert-partner.de/limnokescher.html#Plankton
...Scherz beiseite: ich kenne keine Netze mehr mit Metallbehälter. Den Plastebecher könnte man doch mit einem Stein o.ä. beschweren.
Ist das wirklich so ein Problem?? Aber ich mit so einem Teil noch nicht gearbeitet..
Viele Grüsse
Bernhard
Hallo,
ich mische mich mal kurz ein, bevor das tolle Konzert in BR weiter geht:
M. E. geht es nicht um das Material Metall vs. Kunststoff, sondern: die Auffangbehälter der Profinetze besitzen sehr feinporigen Netze in den Wänden; da kann das Wasser ablaufen. Bei den 50 - 100 € - Netzen ist die nicht der Fall; da landet nur das im Behälter, was durch Schwerkraft dorthin gelangt.
Herzliche Grüße
Detlef
Du meine Güte,
Bernhard, ist das aus Gold, Platin, oder was ? Werden die Viecher in dem Ding noch bewirtet ??
Das muss doch ein Tippfehler sein ???
DAS sucht Peter garantiert NICHT :D
Verwirrte Grüße
Zitat von: Hugo Halfmann in Juli 18, 2010, 21:26:20 NACHMITTAGS
DAS sucht Peter garantiert NICHT :D
Verwirrte Grüße
...worauf Du, lieber Hugo, den Schmuck Deiner Schwiegermama verwetten kannst, so Du eine hast!!!
Eine alte Faustformel besagt: Das Planktonetz sollte nicht teurer sein als das Mikroskop :D
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Hugo Halfmann in Juli 18, 2010, 21:26:20 NACHMITTAGS
DAS sucht Peter garantiert NICHT :D
Verwirrte Grüße
Doch doch, der Peter steht auf sowas, ich sage nur Deckglasspender ;D
Ausserdem hats auf der Seite noch ein Ersatzfallgewicht für lumpige 113 Öre. Das ist wahrscheinlich nach EU Norm geeicht von einem vereidigten Sachverständigen für Fallgewichte. Welcher Pleb empfiehlt denn da schon wieder einen Stein? ;)
LG
Bernhard
Zitat von: Bernhard Lebeda in Juli 18, 2010, 21:30:55 NACHMITTAGS
Doch doch, der Peter steht auf sowas, ich sage nur Deckglasspender ;D
LG
Bernhard
Tja, Bernhard, wer hat, der hat! Bist wohl doch neidisch!!??
Aber die Investition ich den Deckglasspender hat leider soviel Kapital gebunden, dass ich jetzt am Netz sparen muss :'(
Herzliche Grüße
Peter
Zitat...dass ich jetzt am netz sparen muss
Dann nimm doch einen Kaffee-Filter! ;D
Beste Grüße
Bernd
Hallo Luxus-Planktonnetz-Freunde,
eine Kollegin von mir (Diatomeen-Spezialistin) hat mir für eine anstehende Expedition eine absolut professionelle Ausrüstung zur Beprobung isländischer Seen mitgegeben. Mit dabei ist auch ein Plantonnetz. Es besteht aus dem Abschnitt eines Abflussrohrs (7cm Ø, 10cm Länge). Am "dicken Ende" (da, wo gewöhnlich die Dichtungen sitzen) kommt ein kleines Stückchen 10µm-Gaze mit einem Einmachgummi drauf. Am anderen Ende sind drei Löcher gebort, an denen der stinknormale Bindfaden zum Auswerfen und Einholen befestigt ist. Für jede benutzte Gaze habe ich eine Probentüte dabei, um Kontamination zu vermeiden.
Den Beweis der Tauglichkeit habe ich natürlich noch nicht erbracht, aber diese Methode wurde offensichtlich schon erfolgreich an Seen in Norwegen und Norddeutschland eingesetzt.
Also: einfach geht's sicher auch.
Schönen Gruß, Thomas
PS: die Geräte für Benthosproben aus dem Strandbereich sind mehrere handelsübliche Zahnbürsten!
Zitat von: TPL in Juli 18, 2010, 22:20:08 NACHMITTAGS
Hallo Luxus-Planktonnetz-Freunde,
eine Kollegin von mir (Diatomeen-Spezialistin) hat mir für eine anstehende Expedition eine absolut professionelle Ausrüstung zur Beprobung isländischer Seen mitgegeben. Mit dabei ist auch ein Plantonnetz. Es besteht aus dem Abschnitt eines Abflussrohrs (7cm Ø, 10cm Länge). Am "dicken Ende" (da, wo gewöhnlich die Dichtungen sitzen) kommt ein kleines Stückchen 10µm-Gaze mit einem Einmachgummi drauf. Am anderen Ende sind drei Löcher gebort, an denen der stinknormale Bindfaden zum Auswerfen und Einholen befestigt ist. sten!
Na ja, Thomas, das ist ja das Prinzip Kodi Teefilter und solcherlei Dingen gedachten wir ja schon
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=5217.0
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=226.0
Aber irgendwann möchte man halt nicht immer alles versabbern und ein echtes Auffanggefäss haben...besonders bei hohem Wellengang. ;D
Mich würde mal interessieren, ob andere Tümpler auch schon die Erfahrung von Jürgen Ibs seinerzeit gemacht haben:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2048.0
Viele fangfrische Grüsse
Bernhard
Zitat von: Bernhard Lebeda in Juli 18, 2010, 23:19:43 NACHMITTAGSMich würde mal interessieren, ob andere Tümpler auch schon die Erfahrung von Jürgen Ibs seinerzeit gemacht haben:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2048.0
Viele fangfrische Grüsse
Bernhard
Das Netz mit Plastikbecher hab ich zwar nicht, ich hab meiner Frau einen Teedauerfilter abgeschwatzt, aber selbst der geht nur recht widerwillig unter, wenn ich kein Kieselsteinchen reinlege.
Die Bastellösung von Thomas klingt interessant, das Abflussrohr kann ja mit angeklebten Metallschrott beschwert werden.
Trotzdem ist mir immer noch nicht klar, was bitteschön an einem Netz mit Auffangbehälter 4 Riesen wert sein soll. Kann mich da mal jemand aufklären ?
Die Materialkosten werden sich ja wohl in Grenzen halten, und die Herstellung wird wohl kaum einen Monat dauern, so daß es mit irgendwelchen Lohnkosten zu erklären wäre.... ???
Ein kleiner Nachtrag:
Im alten Forum habe ich gerade diesen Link ausgegraben: http://www.aquarienbastelei.de/siebe.htm
Sowas bringt mich sofort auf Bastelideen, die unter der 4.000.- ; 400.- und 40.- Euronenmarke liegen ;D
Zitat von: Hugo Halfmann in Juli 19, 2010, 10:06:16 VORMITTAG
Trotzdem ist mir immer noch nicht klar, was bitteschön an einem Netz mit Auffangbehälter 4 Riesen wert sein soll. Kann mich da mal jemand aufklären ?
Moin Hugo
ich bin da auch ratlos. Die Berliner Kollegen könnten ja mal Herrn Hausmann fragen, der weiss das bestimmt.
Ich hab hier noch den Schwoerbel/ Methoden der Hydrobiologie rumstehen, vielleicht kriegt man da was raus.
Oder man fragt mal ganz naiv bei Hydrobios in Kiel an.
http://www.hydrobios.de/deutsch/produkte_netze_vertikal.html
Viele planktische Grüsse
Bernhard
Hallo Planktonnetzler,
hin und wieder wurden bei Ebay Planktonnetze zum Start- oder Sofortkaufpreis für 30 Euro angeboten von einem Händler, dessen Namen mir momentan auch nicht mehr einfällt. Wer gekauft hatte, konnte sich die Maschenweite von 10, 20 oder 30 µ aussuchen. Vielleicht kommen die Angebote demnächst wieder.
Wer nicht abwarten kann, gehe entweder zum Händler, der sowas vertreibt oder in den Baumarkt.
Beim Händler muß man eben das Know-How mitbezahlen, was man sich im Baumarkt evtl. sparen kann.
Viele Grüße
Bernd
Zitat von: Nomarski in Juli 19, 2010, 10:27:07 VORMITTAG
Hallo Planktonnetzler,
hin und wieder wurden bei Ebay Planktonnetze zum Start- oder Sofortkaufpreis für 30 Euro angeboten von einem Händler, dessen Namen mir momentan auch nicht mehr einfällt.
Tja Bernd, tempi passati würde ich sagen. Der Typ ist schon seit Jahren nicht mehr bei ebay aufgetaucht.
Mir ist noch eingefallen, dass das Problem mit dem Kunstoffbecher eigentlich nur "auftauchen" ;D kann, wenn man das Netz mit Leine betreibt. Mit einer Teleskopstange (in meinen Fall ein Nordic Walking Stock) sollte man das Teil doch unter Wasser gedrückt bekommen, so gewaltig kann doch der Auftrieb nicht sein. Und den Tipp den Becher mit einem Stein zu beschweren hab ich schon in dem Buch "Freshwater Microscopy" von Garnett(1965) gelesen!
Unbeschwerte Mikrogrüsse
Bernhard
Hallo Bernhard,
diese Netze von Hydrobios sind zwischen 2,60m und knapp 5m lang......ist ja etwas übertrieben (nicht nur monetär ;D)für den heimischen Weiher, oder ?!
Die kann der Thomas mit auf Reisen nehmen, sowas macht doch nur von Bord eines Bootes aus Sinn.
Zitat
diese Netze von Hydrobios sind zwischen 2,60m und knapp 5m lang......ist ja etwas übertrieben (nicht nur monetär Grinsend)für den heimischen Weiher, oder ?!
...zumal man ja nicht auffallen möchte: man steht immer mit einem Bein im Tümpel und mit dem anderen im Knast, weil man gerade gegen das Fischereigesetz oder Naturschutzbestimmungen verstösst! ;)
ZitatDie kann der Thomas mit auf Reisen nehmen, sowas macht doch nur von Bord eines Bootes aus Sinn.
..der kann dann sogar noch zwischen der Tandoorii Variante für den Indischen Ozean (500€ billiger ;D) und der Ausführung Captain Iglo wählen und das ganze noch von der Steuer absetzen, falls das Finanzamt da kein Spielverderber ist ;D
Die Netze bei Hydrobios sind übrigens identisch mit denen bei Ehlert!
LG
Bernhard
Zitat...zumal man ja nicht auffallen möchte: man steht immer mit einem Bein im Tümpel und mit dem anderen im Knast, weil man gerade gegen das Fischereigesetz oder Naturschutzbestimmungen verstösst!
Da hilft dann nur noch eine Methode: T-Shirt aus Müllergaze, sich versehentlich in den Teich fallen lassen ( Ups! ) und während die Umstehenden sich über Dein Ungeschick belustigen, beim Heraussteigen ganz lässig und zufällig den Fang tätigen. Damit trickst Du garantiert jeden Ordnungsbeamten aus ;D
Herzliche Grüße
Peter
Zitatder kann dann sogar noch zwischen der Tandoorii Variante für den Indischen Ozean (500€ billiger) und der Ausführung Captain Iglo wählen
Ahoi, Bernhard!
die großen HydroBios-Netze (das waren allerdings Multi-Netze zur Auslösung in verschiedenen Wassertiefen) habe ich kürzlich an Bord des FS Heincke benutzt. Das ist kein Hobby-Material, sondern sehr robuste und gut durchdachte Wertarbeit. So ein Ding muss unter rauhen Bedingungen zuverlässig funktionieren und zu reinigen sein. Und natürlich sollen auch alle Ersatzteile lieferbar sein. Da es in Kleinstserien hergestellt wird, kann ich mir diese Preise schon recht gut erklären: eine damit beauftragte Werkstatt würde wohl mindestens genauso viel nehmen müssen, um nicht in den Verdacht der Liebhaberei zu kommen ;).
Was ich mit dem Abflussrohr-Beispiel sagen wollte: wenn die Anforderungen geringer sind und die zur Verfügung stehende Zeit länger ist (wie z.B. bei der Beprobung kleinster Seen während meines Island-
Urlaubs), kommen auch Diatomeen-Profis, wie meine Kollegin mit Beprobungsgerät zurecht, dass man für den Gegenwert einer guten Pizza bekommt. Gut, die feine Gaze ist teuer (die entspräche dem guten Barolo dazu), aber man muss nicht hunderte Euro ausgeben.
Bei der anschließenden "Captain Iglo"-Tour werde ich, um nicht kielgeholt zu werden, überhaupt kein Netz ausbringen! Aber vielleicht klappt es diesmal, mithilfe der Seewasser-Pumpe und geeigneter Gaze ein paar Proben vom geheizten Labor aus zu nehmen :P.
Schönen Gruß, Thomas
Als ich mein Planktonnetz gekauft habe (vor Jahren) hatte es überhaupt kein Auffanggefäss. Ich habe mir hier in Italien einen kleinen absperrbaren Plastikhahn (wie er hier zum Abfüllen des Weines in Flaschen gebraucht wird) angeschlossen. "Gefischt" wird mit zugesperrten Hahn und das Plankton wird dann mit einer Spritzflasche - natürlich bei geöffnetem Hahn - ausgeschwemmt. Funktioniert prächtig.
Damit die Spitze des Planktonnetzes nach unten sinkt habe ich den Plastikhahn mit Lötdraht umwickelt. Es ginge auch etwas aus Blei und dergleichen.
Plastikflaschen als Auffanggefäss an dem Planktonnetz halte ich nicht für geeignet. Sie schwimmen wie Bojen an der Wasseroberfläche.
Viele Grüße
Franz
Hallo!
Ich habe mir nun ein Planktonnetz der "aktuellen" Baureihe mit einem PE-Weithalsgefäß als Sammelbehälter. Insgesamt ist dieses Netz sehr "groß", klobig, einfach ein wenig unhandlich.
Gibt es wirklich keinen Hersteller mehr, der die vergleichsweise kleinen handlichen Planktonnetze - wie sie seinerzeit von Kosmos angeboten wurden - produiziert???
Herzliche Grüße
Peter
Hallo
Ich habe meines von hier:
http://www.bachmann-lehrmittel.ch/Biologie/Index.htm
Gruss Horst Isele
An Netzsucher,
bei Biologie-Bedarf Thorns gibt es auch Planktonnetze. Ebenso "Müllergaze" in verschiedenen Dichten. Mindestbestellmenge 1/2 m. Siehe: www.biologie-bedarf.de
Herr Thorns ist sehr hilfsbereit und gibt gerne Auskunft am Telefon: 0551/97107.
Liebe Grüße
Regi
Liebe Tippgeber,
ich fürchte, es ist das Problem, auf das man häufig trifft: Es gibt nur einen Typ odr wenige Typen von solchen Planktionnetzen, und alle Geschäfte führen die gleichen Artikel. ( man kennt das auch aus den verschiedenen baumärkten, die in ihrer Summe keinesegs die ganze Breite des Warenangebotes führen, sondern zumeist der gleiche kleine Ausschnitt der Produktpalette in allen Baumärkten identisch ist ).
So sind die aktuell in all dieen Geschäften erhältlichen Netze offenbar vom gleichen Hersteller, recht großen Durchmessers ( 20 cm ) an einem breiten, klobigen Metallring mit der dicken "Pulle" unten. Dann benötigt man zur Verwendung noch die lange Stange ...sehr geeignet für den unauffälligen Planktonfang ;-)
Was ich suche, ist ein Netz, das einfach viel kleiner, "filigraner" gearbeitet ist ( nicht bezogen auf die Machenweite, sondern die ganze "Apparatur" ). Der Duchmesser beträgt nur etwa 10 - 15 cm mit einem nur kleinen Metall- oder Kunstststoffbehälter und einer Wurfeinrichtung. Ich denke, dass das die früheren "Kosmos"-Netze waren.
Aber die scheint es ja tatsächlich nicht mehr zu geben.
Ich hatte gehofft, dass noch jemand eine Quelle kennt.
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
Eine ganz diskreter Rat: Bitten Sie eine Dame Ihres Vertrauen um einen strapazierfähigen Nylonstrumpf. Strumpfhosen sind ungeeignet, da für Ihre Zwecke im Durchmesser zu groß. Diesen Strumpf befestigen Sie mit Nadel und Faden an einem kräftigen Metallring. Das schaffen selbst ungeübte Näher. Den Strumpf dann hinten abbinden; eventuell können Sie nach Bedarf auch ein Fangröhrchen befestigen. Durchmesser und Länge des Netzes werden naturgemäß mit der Statur der Dame variieren, sind aber für unsere Zwecke immer ausreichend. Wenn Sie das Netz am hinteren Ende nur abgebunden haben, können Sie den Fang durch Umstülpen leicht in ein mit Wasser gefülltes Marmeladenglas transferieren. Bei vorsichtiger Behandlung hält ein solches Netz viele Jahre. Jedenfalls habe ich in meiner Jugend mit den Strümpfen meiner Schwestern lange und erfolgreich gefischt. Ich habe mir auch sagen lassen, dass es noch heute einzelne Nylonstrümpfe gäbe.
Mit besten Tümplergrüßen,
Alfons
Lieber Peter,
Du musst Dir überlegen, ob ein Netz Deiner Idealvorstellung auch tatsächlich seinen Zweck erfüllt. Ich meine, du willst doch auch ein möglichst großes Volumen erfassen. In Einzelfällen mag das Westentaschen-Netz sicherlich dienlich sein, aber das ist wahrscheinlich für einen Hersteller nicht reizvoll. Aber, so Regi, kannst Du Dir ja selber helfen; das bisschen Näharbeit ...
Lieber Alfons,
die Porenweite von Nylon-Strümpfen mag für Wasserflöhe und Hüpferlinge gehen, aber bestimmt nicht mehr für Scenedesmus und Co.
Herzliche Grüße
Detlef
Lieber Detlef,
ich habe ein solches Netz letztens bei Hans-Jürgen Voß im Einsatz gesehen. Mit wahrlich mehr als beeindruckendem Fangerfolg, Bernhard Lebeda kann es bezeugen! Und es läßt sich wesentlich eleganter auswerfen und ein paar Male an der Schnur durch das Wasser ziehen als dieses Trumm mit dem Stock, das heutzutage angeboten wird. Vielleicht muss ich mir tatsächlich einmal solche Gaze besorgen und den Änderungsschneider rum die Ecke bitten, daran seine Künste auszuprobieren.
Mich wundert eben nur, das es diese "schöne" Netz, das ja wohl Mikroskopikergenerationen gute Dienst geleistet hat, nicht mehr gibt!
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
hatte ich Dir den Link nicht schon mal gepostt?
http://www.fiebig-lehrmittel.de/index.php?showcategoryid=40&showartdetail=259
Zumindest auf der Grafik sieht das doch noch nach den alten Netzen aus. Jedenfalls haben sie 15cm Durchmesser.
Frohes fischen
;D
Bernhard
Lieber Bernhard,
die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen....
Habe dort angerufen - ist auch das "Übliche". Und nur echt mit der dicken "Plastikpulle".
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Peter V. in August 06, 2010, 21:32:41 NACHMITTAGS
Lieber Bernhard,
die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen....
Habe dort angerufen - ist auch das "Übliche". Und nur echt mit der dicken "Plastikpulle".
Herzliche Grüße
Peter
Merde! (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/45571_29758132.jpg) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/45571_12123890.jpg)
und hier ist noch eine erweiterte Gebrauchsanweisung für Alfonsens Vorschlag (mit Kleiderbügel... ;D )
http://www.msc.ucla.edu/Sea_World/Plankton%20net%20lesson.pdf
Herzlich grüßend und gute Nacht wünschend,
Martin
Detlef Kramer hat einen wichtigen Punkt beigetragen, der, so scheint es, nicht richtig zur Kenntnis genommen wurde. Die Frage ist nicht Plastik oder Metall, sondern ob das Wasser aus dem Auffangbehälter ablaufen kann. Bei den einfachen, auch von Privatpersonen bezahlbaren Planktonnetzen ist das nicht der Fall. Bei diesen Netzen wird der Fang eigentlich gar nicht in den Auffangbehälter gedrückt, er sammelt sich vielmehr im Netz an und wird erst beim Herausheben durch Schwerkraft und geschicktes Schütteln in die Flasche gespült. Dabei ist das Material der Flasche völlig gleichgültig. (Die teureren Schleppnetze sind vor allem deshalb aufwendiger konstruiert, weil sie dem enormen Wasserdruck standhalten müssen, der schon bei gemächlicher Fahrt an einem ziehenden Boot entsteht.)
Das Auftriebproblem entsteht bei geschlossenen Flaschen an einem Stangennetz überhaupt nicht. Man füllt die Flasche (und das ganze Netz!) einfach mit Wasser bevor es losgeht. Bei einfachen Schleppnetzen macht man es ebenso oder man hängt ein Bleigewicht an, das die Flasche auch mit einem Luftrest noch unter Wasser hält. Wiederum ist es egal, ob die Flasche aus PE oder Metall ist. PE hat allerdings den Vorteil deutlich pflegeleichter zu sein. Außerdem ist PE transparent, so daß man sehen kann, wie der Fang sich in der Flasche absetzt. Die weitere Entscheidung darüber, was für ein Netz angesagt ist, hängt davon ab, was man fangen will. Für vieles reicht ein Nylonstrumpf am Spazierstock völlig aus. Für andere Organismen ist der Strumpf deutlich zu grob.
Schließlich verrate ich kein Betriebsgeheimnis wenn ich sage, daß die nützlichsten (= am häufigsten gebrauchten) Geräte für die Gewässerbeprobung in eine ausgebeulte Hosentasche passen: ein angeschliffener Suppenlöffel, ein Plastikschaber und eine 60ml-Spritze (PE!) mit Verlängerungsschlauch (ebenfalls aus Kunststoff).
-- felix
Liebe Tümpler,
hier vielleicht noch etwas für die Bastler mit den Planktonnetzen, die eine einfache PE-Flasche angeschraubt haben.
Die Flasche lässt sich ja beliebig ersetzen, z.B. auch mit einer, in die zwei oder drei "Fenster" geschnitten wurden.
Auf diese Fenster lässt sich Siebdruckgaze entsprechender Maschenweite aufschmelzen oder aufkleben (dazu die Flasche etwas anrauen).
Somit strömt auch bei dieser einfachen Konstruktion beim Fangzug Wasser durch die Flasche, was die Ausbeute verbessern dürfte.
Herzliche Grüße
Jörg