Liebe Mikroskopiefreund,
spricht etwas dagegen bei einem Leitz-Objektiv den fast völlig aufgelösten Linsenkitt durch Zweikomponentenkleber
zu ersetzen? Hat jemand Erfahrung hiermit?
Viele Grüße
Harald
Hallo Harald,
was für ein 2-K-Kleber meinst du? UHU-plus, den man im Schälchen anrührt? Ich weiß nicht, ob das mit dem Brechungsindex passt, damit das ganze System wieder halbwegs stimmt. Aber du könntest am anderen Objekt, wo es nicht darauf ankommt mal üben, um die Auswirkungen zu sehen.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Harald,
2-K-Kleber härtet meist in nicht völlig transparenter Form aus, er ist ein wenig trübe. Die Abbildungsleistungen werden dadurch bestimmt nicht verbessert. Zudem läßt er sich bei einer Fehlklebung nicht mehr lösen. Für Polyacrylatkleber gilt, bis auf die Trübung, das Gleiche.
In alten Zeiten klebte man so etwas mit Canada-Balsam oder Schell-Lack. Letzterer ist im Künstlerbedarf zu beziehen, er wird in Ethanol gelöst; dadurch sind Fehlmontagen korrigierbar. Ich würde so etwas empfehlen.
m.f.G.
Herbert
Ersmal danke für die Tips!
Ich habe mich etwas unklar ausgedrückt, sorry. Ich meinte nicht den Kitt zwischen den einzelnen Linsen, sondern den um die Linse in die Halterung zu kleben. Der braucht glaube ich nicht transparent zu sein.
Der Kleber den ich verwenden will ist der UHUplus-Kleber.
Gruß
Harald
Hallo Harald,
das ist natürlich was anderes und müßte auch soweit gehen, wenn es dezent aufgetragen wird, aber auch nicht unbedingt dort, wo Hitze entsteht (z.B. Lampenhaus).
Aber welche Linsen sollen denn verklebt werden? Normalerweise werden sie doch durch Schlitzmuttern gehalten.
Oder sind die verlorengegangen, daß du sie nun mit Kleber fixieren willst?
Viele Grüße
Bernd
Na die Frontlinse des Objektivs. Wahrscheinlich hat der Vorbesitzer die Linse zu oft mit Alkohol gereinigt.
Viele Grüße
Harald
Zitat von: Dr. Harald Maage in August 19, 2010, 19:44:57 NACHMITTAGS
Na die Frontlinse des Objektivs. Wahrscheinlich hat der Vorbesitzer die Linse zu oft mit Alkohol gereinigt.
Viele Grüße
Harald
Au weia! :o
Die müßte beim Einkleben auch noch richtig zentriert werden. Und ist es ein Öl-Objektiv? Dann muß es auch noch dicht sein, sonst hast du nach jedem Immergieren immer eine Öl-Füllung drin.
Unter den Umständen sollte man schon was nehmen, was dafür auch geeignet ist. Es wurde bei ähnlichen Fällen immer geraten, bei Askania in Rathenow anzufragen, da sie auch an Bastler etwas verkaufen.
Viele Grüße
Bernd
Es ist zum Glück kein Öl-Objektiv und Zentrieren ist auch nicht nötig, da noch Restkitt vorhanden der die Linse in ihrer Position hält.
So, ich habs mal verklebt, sollte eigentlich halten.
Viele Grüße
Harald
Hallo Herr Maage,
in der Uhrmacherei werden die Rubinlager u.a. mit Schellack eingesetzt, und sind beim Einsetzen auch noch in ihrer Position korrigierbar. Ist eine saubere Sache und ist durch vorsichtiges Erwärmen auch wieder entfernbar und natürlich auch jederzeit korrigierbar. Fragen Sie doch einfach mal bei einem Uhrmacher nach, welcher auch Grossuhren macht.
Die Armbankürzer und Batterietauscher können sowas nicht - die meisten wissen heutzutage nicht mal mehr wovon Sie reden, wenn Sie nach Schellack fragen, also gehen Sie zu einem, der den Sargdeckel schon in der Ecke stehen hat - Der weiß noch wie es geht!
Gruß Micha
Hallo Micha,
danke für den Tipp, habs aber schon verklebt.
Gruß
Harald