Hallo Forumsgemeinde,
eine Frage zu Erfahrungen der Färbbarkeit von Pilzhyphen mit Acidinorange
Bei der Färbung einer Frischprobe der Kahmhaut von einer Salzgurkensole mit Acridinorange
waren nach kurzer Zeit die Bakterien und sonst. organ. Material schön grün bzw. in verschiedenen Abstufungen ziegelrot bei toten Zellen.
Nur die Pilzfäden des Schimmels und die Sporen waren nicht sichtbar.
eine Nachfärbung mit Mykoval brachte die Pilzzellen/Fäden sofort klar zum Leuchten.
Nun die Frage: ist das Pilzgewebe mit Acridinorange nicht anfärbbar oder dauert die Anfärbung einfach nur länger und ich hätte einige Minuten warten müssen.
(sind meine ersten Versuche der Färbung dieses Materials)
Grüße Steffen
In Mykoval ist ein Pentrationsmittel, wodurch das Eindringen beschleunigt wird.
Werner Jülich
Hallo Steffen,
ich habe zwar keine konkrete weitere Antwort auf Deine Frage, die ja Herr Jülich schon beantwortet hat, mich würde aber interessieren, wie die Lebendobjekte mit Acridinorange behandet wurden, um eine schöne Vitalfärbung zu erreichen. Konkret:
In welcher Konzentration wurde die Färbelösung angesetzt, d.h. wie viel kristallines / pulverisiertes Abridinorange auf wieviel Aqua dest?
Wie viel dieser Lösung wurde einem Tropfen des Untersuchungsmaterials ungefähr zugesetzt?
Wie lange war die Einwirkzeit?
Wie wurde überschüssiges Acridinorange nach der Anfärbung wieder entfernt bzw. herausgespült?
Zum Schluss noch einen kleine Frage zur Anwendungssicherheit. Wenn man das Sicherheitsdatenblatt zu Acridinorange liest und ernst nimmt, müsste man ja extrem vorsichtig zu Werke gehen, die Stammlösung am besten unter einem Abzug mit "Schutzkleidung" herrichten und sich über die Entworgung des Materials viele Gedanken machen. Vor Jahrzehnten gab mir mein Biolehrer mal Acridinorange mit nach Hause, damit ich Pantoffeltierchen lebend anfärben konnte. Das ganze fand bei Mutter auf dem Küchentisch statt, und der Objektträger mitsamt gefärbter Proben wurde zum Schluss im Küchenbecken gesäubert - fertig. Und wenn mal ein wenig Fabbstoff auf meine Finger gelangte, wurden diese einfach mit Seife gewaschen, so, wie bei anderen Färbelösungen auch - fertig. Würde man heute in der Praxis (nicht Theorie!) noch ebenso simpel vorgehen?? Oder welche Sicherheitskautelen sollten sinnvollerweise beachtet werden?
Über nähere Erläuterungen würde ich mich sehr freuen, das ich selbst vorhabe, demnächst noch einmal mit Acridinorange und Fluoreszenz zu experimentieren.
Viele Mikrogrüße
Jörg
Hallo Herr Jülich vielen Dank für den Hinweis
Steffen