Liebe Mitmikroskopiker,
ich habe neulich bei Amazon das Buch "Mikroskopische Technik" von Benno Romeis, 17. Auflage, gebraucht von einem Anbieter für 68.99 Euro gekauft. Gestern kam die enttäuschende Lieferung an: Das Buch stammt aus der Lehrbuchsammlung einer Universitätsbibliothek und wurde dort offensichtlich (der alte Preiskleber war noch drin) für 1 Euro / kg abgegeben. Der Rohgewinn betrug also gut 68 Euro ....
Darüber hinaus wurde das Buch "Gut" beschrieben; der tatsächliche Zustand entsprach jedoch nicht der von Amazon vorgegebenen Definition:
Neben den erwarteten Stempeln / Signaturen war der Einband z.T. abgerissen, es gibt Verfärbungen und Flecken. Dies wäre nach Amazon-Regeln "Inakzeptabel", siehe hier: http://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?ie=UTF8&nodeId=3366851
Da der selbe Anbieter das selbe Buch zum selben Preis nochmal anbietet, scheint er "einige kg Romeis" von der Uni gekauft zu haben. Ich kann nur hoffen, dass diese Exemplare Ihren Preis wert sind - Auf dem Flohmarkt hätte ich nicht mehr als 5 Euro dafür bezahlt ....
Besten Grüss
Thorsten
Hallo Thorsten
aber bei amazon ist Rückgabe doch einfacher als bei ebay! Ich würde mal den Verkäufer kontaktieren.
http://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=886406
Viele Grüsse
Bernhard
Beitragsinhalt auf Wunsch des Autors gelöscht
Ich würde versuchen, entweder eine Preisminderung oder den Umtausch gegen ein besseres Buch beim Verkäufer durchzusetzen, solche Dinge, wie Du sie beschreibst, gehen einfach nicht. Vielleicht kommst Du da weiter, als wenn Du das Buch ganz zurückgeben willst.
Das sollte auch der Verkäufer einsehen.
Hallo Thorsten,
wenn du das Buch behalten möchtest dann melde dich telefonisch beim Verkäufer, schildere ihm freundlich das Problem und spreche ihn zuerst auf eine Rücknahme und dann auf einen Preisnachlass an. Diesen wird er dir dann auf dein Konto überweisen.
Besonders bei so niedrigen Einkaufspreisen wird der Verkäufer bestimmt auf den "Handel" eingehen.
Ich spreche aus Erfahrung und bin trotzdem für diese Buchangebote dankbar.
MfG
Frank
Hallo Thorsten,
bei gewebrlichen Verkäufern hast Du doch bei Internetkäufen grundsätzlich ein Rückgaberecht. Hast Du denn keine Rückgabe versucht?
Ich habe letztlich auch ein unangenehme Erfahrung mit dem Amazon Marketplace gemacht. Ich habe eine teure HP-Tonerkartusche gekauft. Eine steuerlich absetzbare Rechnung wurde nicht mitgeliefert ( ich habe er zu spät bemerkt, daß es ein privater Händler war ). und was viel unangehemer war: Offensichtlich war es eine "refurbished"-Kartusche, die statt satten Schwarzes nur ein schlabberiges Grau liefert. Tja, persönliches Pech, aber daraus lernt man.....
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Zusammen,
vielen Dank für eure Hilfe und Tipps. In wie weit ein Umtausch sinnvoll ist, sei noch dahin gestellt - allein die Tatsache, dass ich kaum mal einen Postschalter zu normalen Öffnungszeiten sehe, bedeutet für mich, dass ich das Büro sehr früh verlassen oder spät ankommen muss .... Klar, es bliebe das Wochenende, aber da kann ich endlich mal ausschlafen.
Also belasse ich es damit, wenigstens dieses Forum zu warnen und eine negative Bewertung zu hinterlassen. Die mag ich auch nicht zurücknehmen, wenn nicht der Verkäufer von sich aus auf mich zukommt, schließlich habe nicht ich etwas verbockt, sondern er. Dazu habe ich einfach keine Lust auf eine mögliche Diskussion mit einem Verkäufer - entweder er sieht es von sich aus ein, oder eben nicht. Bei einem 93 % Rating glaube ich aber nicht daran.
Besten Dank
Thorsten
Der Romeis kommt sowieso in kürze in einer brandneuen Auflage heraus.
Da würde ich mir niemals für soviel Geld (fast Neupreis) eine gebrauchte Ausgabe kaufen (es sei denn an der älteren ist irgendetwas besonders gut / besser gegenüber der neuen).
Hallo Herr Friedrich,
ja, eigene Dummheit, ich habe aus dem Fast-Neu-Preis und der Tatsache, dass es sich um ein Antiquariat handelt, geschlossen, dass es sich um ein Exemplar in "Guten Zustand" handelt.
Ich wollte den alten Romeis, da ich vermute, der "Neue" wird auf neuere Techniken eingehen, die ich nicht nachmachen kann. Der "Alte" ist so alt, dass dort die Techniken beschrieben stehen, die ich / wir hier im Hobbykeller nachahmen können. Evtl. ist sogar die 1968 Ausgabe dazu noch besser geeignet.
Beste Grüsse
Thorsten
Hallo Herr Helbig,
je nach Verkäufer messe ich mit individuellen Massstäben:
Bei einem Privatverkäufer mit ein paar dutzend Verkäufen wäre ich wie von Ihnen vorgeschlagen vorgegangen.
Im vorliegenden Fall handelt es um ein Antiquariat mit über 12000 Amazonverkäufen. Aufgrund dieser "Fachkenntnis" unterstelle ich wenigstens "Fahrlässigkeit", wenn der Anbieter nicht ordentlich beschreibt. Zeitmangel zur individuellen Beurteilung eines Buches, hohe Durchsatz an Büchern und insbesonderen eine geringe Rendite im Gebrauchthandel ??? sind für mich Scheinargumente, die ich als Kunde nur schwer nachvollzeihen kann - schliesslich mache ich es im Geschäftleben ja auch anders.... Meine Philosopie über "Mehrwert für Kunden schaffen" würde hier den Rahmen sprengen.
Die 7 % (!) nicht positiver Bewertungen deuten an, dass der Verkäufer eher Umsatz als zufriedene Kunden generieren will. Das Vorgehen, das gleiche Buch, mutmasslich aus der selben Quelle, zum selben Preis anzubieten deutet für mich sogar auf einen "Wiederholungstäter" hin. Klar, das ist eine Unterstellung, und es mag sein, dass das nicht stimmt - habe ich ja nicht geprüft.
Aber es gibt eine Alternative: Der Verkäufer kann auf mich zukommen und eine Teilerstattung oder eine Rücknahme zu seinen Lasten anbieten.
Auf der anderen Seite habe ich als Student einen sehr guten Draht zu unserem Bibliothekar gehabt - und dort einige Bücher abgestaubt. Leider sahen die ausgeschiedenen Exemplare aus der Lehrbuchsammlung fast immer so aus - Unis müssen sparen ... Daher bleibt offen, ob der Anbieter nicht das selbe Exemplar gleich wieder anbietet oder die anderen Exemplare gleich oder ähnlich sind. Dies war die Ursache meiner Warnung. Zugegeben, Dies basiert wieder eine Unterstellung der "Wiederholungstäterhypothese", die ich nur aus obiger Tatsache des neuerlichen Angebotes ableite, aber hier im Forum sind viele nette Leute, die nicht die gleiche Dummheit gegehen sollten, wie ich.
Hinzu kommt meine exponierte Lage in der Schweiz - je nach Gewicht und wert der Ware ist ein DIN A4 grosses Zollformular mit 5(!) Durchschlägen auzufüllen, die Kosten für einen getrackten Rückversand übersteigen schnell die schlimmsten Albträume :-\ .... Mag sein, dass es für Bücher einen Sondertarif gibt, ich weisse es nicht, aber wie gesagt. Auch wurden die Zollregeln am 1.12. geändert, diese kenne ich auch noch nicht. Mag auch sein, dass jetzt jemand sagt, ich solle ohne Tracking und ohne Nachweis verschickten - mache ich aber aufgrund schlechter Erfahrungen nicht mehr.
Ich könnte natürlich auch 10 km nach D fahren und von dort abschicken: 7 Euro Versand + 20 km fahrt .... Hinzu kommt der D-Zoll, der sehr definierte Erklärungen haben möchte, warum man das Paket nicht ab Schweiz abschickt, was denn darin ist, welchen Wert es hat und - Oh-Ha - da seht ja als Empfänger eine Firmenadresse drauf, ob ich das mal auspacken könnte ...... :-\
Ausserdem kann ich das Buch ja lesen - und ich kennen einen Buchbinder, der es mir reparieren kann, kostet zwar auch nochmal 25 Euro, dann weiss ich aber, das das Buch top seien wird und einen schmucken Einband hat. ;)
Beste Grüsse
Thorsten Ebbinghaus
Hallo Herr Ebbinghaus,
bei diesem hohen Durchsatz ist anzunehmen das dem Verkäufer eine negative Bewertung egal ist. Auch das Sie in der Schweiz wohnen war mir nicht bewusst - dies verkompliziert die Sache natürlich.
Da wird einem wohl nichts anderes übrigbleiben als diesen Vorgang als Erfahrung abzustempeln und sich am Inhalt des Buches zu freuen.
Viele Grüße
G. Helbig
Guten Morgen Thorsten,
noch einmal,
während du Zeit für lange, erklärende Texte "verschwendest", wäre ein Anruf beim Verkäufer wahrscheinlich effektiver.
Diese Beiträge erinnern mich an einen Artikel aus dem Readers Digest,
in dem ein Hausbewohner, der sich beim Nachbarn ein Werkzeug ausleihen möchte, nur durch sein stetig steigerndes Gedankengeflecht dem Nachbarn später selbst eine Absage erteilt.
Ich bin mir sicher, ein freundliches Telefonat bringt dir bestimmt 30 Euro.
Andererseits, stell dir die Aura dieses zerfledderten Buches doch einmal vor; wer hat darin gelesen .... was hat dieses Buch schon gesehen, ... .... ... ist da der bezahlte Betrag nicht noch zu gering? Vielleicht ein Argument des Verkäufers? Was sagst du dann?
Vielleicht gar nicht erst anrufen!?!
Sarkastische Grüsse
Frank