Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: cicindela in September 21, 2010, 00:09:47 VORMITTAG

Titel: Kardioidkondensor entölen
Beitrag von: cicindela in September 21, 2010, 00:09:47 VORMITTAG
Hallo,

auf der letzten Etappe zum Amplival habe ich in der Bucht einen "defekten"
pankratischen Kondensor erlegt, der soweit in Ordnung zu sein scheint,
nur rinnt im Inneren des Kardioidkondensors eine Menge Öl herum.
Frage 1, die die Menschheit bewegt: wie komme ich an das Öl heran?
Bekomme ich Probleme bei der Justierung, wenn ich die untere Stirnkopfschlüsselschraube öffne?
Frage 2, die Zukunft betreffend: auf welchem Weg ist es eingedrungen?
Hat es da jemand mit dem Immergieren übertrieben?
Von selbst kommt nämlich anscheinend nichts heraus.
Die Oberseite des Kondensors schaut eigentlich dicht aus,
oder kann da etwas durchdiffundieren?
Wenn nichts zu mache ist, bleibt nur, Ersatz zu erwerben,
und damit komme ich zu
Frage 3: Gehe ich recht in der Annahme, daß der Kopf eines beliebigen Mikrovalkardioiden
in das Gewinde hineinpaßt?

schöne Grüße,
Franz
Titel: Re: Kardioidkondensor entölen
Beitrag von: cicindela in September 22, 2010, 11:33:06 VORMITTAG
hier ein Photo des abgeschraubten Kondensorkopfes zur Erläuterung:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/47713_10277974.jpg)
(von der Seite, wo sonst der schöne Mann herausschaut  ;))
Mir ist nach wie vor rätselhaft, wie das Öl hineingekommen ist.
Oder ist etwa Öl nachzufüllen???

schöne Grüße
Franz
Titel: Re: Kardioidkondensor entölen
Beitrag von: Klaus Herrmann in September 22, 2010, 11:55:23 VORMITTAG
Hallo Franz,

sieht böse aus, da ist sicher ein Ölwechsel fällig! ;D

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Probleme macht den Fixierring abzuschrauben und die Linsen herauszunehmen. Normalerweise haben die einen Distanzring, der sie im richtigen Abstand zur nächsten Linse fixiert, wenn man alles wieder zusammensetzt.
Reinigung im Wundbenzinbad. Ein Kardioid-Kondensor hat innen eine versilberte Kalottenfläche, die aber durch schwarzen Schutzlack geschützt ist, wenn das Öl den Lack nicht angegriffen hat.
Wenn der Schraubring festsitzt würde ich das Ganze mal ins Bad legen.

Es sei denn ein CZJ-Experte schreit auf und warnt vor irgendwas! ;)

Wichtig: Lage und Reihenfolge der Innereien festhalten

Good cleening!
Titel: Re: Kardioidkondensor entölen
Beitrag von: Nomarski in September 22, 2010, 20:32:40 NACHMITTAGS
ZitatFrage 2, die Zukunft betreffend: auf welchem Weg ist es eingedrungen?
Hat es da jemand mit dem Immergieren übertrieben?
Von selbst kommt nämlich anscheinend nichts heraus.
Die Oberseite des Kondensors schaut eigentlich dicht aus,
oder kann da etwas durchdiffundieren?

Hallo,

mit einer leichten Druckbeaufschlagung und etwas Leckagespray könnte man der Sache vielleicht auf den Grund gehen. Ähnliche Fälle habe ich schon mehrfah bei Objektiven gehabt..