Hallo zusammen,
wer kennt nicht das leidige Problem, dass selbst der neueste Objekttisch nach kurzer Zeit total verkratzt ist - es sei denn man hat einen dieser sündhaft teuren keramikbeschichteten Tische.
Nun hatte ich das Glück, für meine Zeiss-Mikroskope an einen Satz Tische mit nahezu "jungfräulicher" Oberfläche bekommen zu haben. Um diesen Zustand möglichst lange zu erhalten, habe ich mir Gedanken gemacht, wie man die Oberfläche schützen könnte. Das geht am besten mit Adhäsiv-Schutzfolien, wie sie für Notebook-Monitore angeboten werden. Damit läuft man nicht Gefahr, dass der Lack des Tisches am Klebstoff hängen bleibt, wie das wahrscheinlich bei Benutzung einer Klebefolie der Fall sein dürfte. Man muss sich aus der Schutzfolie entsprechend geformete Teile ausschneiden und dann nach gründlichem Entfetten der Tischfläche aufziehen. Bis dato konnte ich keine Nachteile erkennen.
Beste Grüße !
JB
ZitatDas geht am besten mit Adhäsiv-Schutzfolien, wie sie für Notebook-Monitore angeboten werden
Sind die auch xylolfest?
Gruß
Robert
Hallo,
@ Robert: Xylol habe ich noch nicht getestet, Aceton haben sie aber überstanden.
@ Herr Weisshuhn: Und wie bekommen Sie die dann auf den plan Objekttisch ? ;D Nein, im Ernst, es ging hier um den Schutz von Objekttischen, nicht von Arbeitstischen, ist Ihnen wahrscheinlich entgangen.
Beste Grüße !
JB
Hallo Herr Boschert,
ich habe die Tische meiner Mikroskope (Dreh- und Kreuztische) direkt nach dem Kauf mit einer Klebefolie versehen. Dieser Zeitpunkt wird häufig versäumt und hinter her heißt es, egal jetzt sind ja eh schon ein paar Kratzer drauf! Bei mir sind die Tische auch nach mehrjährigem Gebrauch weder verkratzt noch angeschlagen. Sie befinden sich quasi im Neuzustand. Wenn Sie eine Klebefolie auswählen, sollte diese nicht zu billig sein. Ich würde Ihnen eine Folie empfehlen, die z.B. zum dekorierenden Abkleben von Fensterscheiben (hier: Klarsichtfolie) genutzt wird. Diese Folien zeichnen sich durch einen guten UV-Schutz und eine hohe Alterungsbeständigkeit aus. Des Weiteren lässt sich der acrylatische Kleber durch Wasserdampf anquellen, so dass Sie auch nach Jahren die Folie wieder durch Auflegen eines leicht feuchten Lappens abnehmen können ohne sie vom Tisch abkratzen zu müssen. Eine weitgehende Xylolbeständigkeit wäre z.B. bei einer Folie aus Polyethylen- oder Polybutylenterephthalat (Polyesterfolie) gegeben. Ob dies nötig ist, wage ich zu beschweifeln. Sinvoll ist es, die aufgeklebte Folienoberfläche ab und zu mir einem Waffenöl (Balistol) abzuwischen. Das angetrocknete Öl wirkt wie ein Trennmittel, so dass verschmierte Rückstände eines Einschlussmittels nicht mit der Folie verkleben können. Ein Problem beim Führen des Präparates mit dem Objektträger konnte ich bisher nicht feststellen. Der Schutz durch das Aufbringen einer Klebefolie ist einfach, wird aber nur sehr selten angewandt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass eine stark gebrauchter Tische bei einigen Mikroskopikern als positives Qualitätskriterium gilt. Ich selbst möchte mich da aber nicht einreihen.
Viele Grüße!
Dieter
Hallo Herr Boschert,
das war ein Versehen. Ich habe meinen Beitrag gelöscht.
mfG
Wolfram Weisshuhn