Hallo, mein Name ist Frederik und ich habe mir vor ein paar Wochen das Bresser BioScience gekauft, hier mal meine ersten Gehversuche.
Aufgenommen mit einer Nikon D90 SLR an der trinokularen Öffnung. Mit 10x Okular und ohne Kameraobjektiv.
40x Auflicht
10-20 Aufnahmen mit Helicon Focus kombiniert:
Perlmut:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/49554_49373718.jpg)
Kristall:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/49554_11056526.jpg)
Kristall (Pyrit):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/49554_50664422.jpg)
1000x Öl Durchlicht, Teichwasser
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/49554_63975397.jpg)
Ich bemerke eine starke Chromatische Abberation im Randbereich, ist das normal? Liegt das am Okular oder Objektiv? Habe planachromatische Objektive.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/49554_5745597.jpg)
Lieber Frederik,
zu Deinem Mikroskop kann ich leider nichts sagen, ich kenne es nicht. Allerdings sind Farbsäume häufig bei den preiswerteren Optiken zu finden.
Und daß Du gleich so komplizierte Sachen wie Perlmutt und Kristalle zeigst finde ich toll. Das ist garnicht so einfach diese Objekte (selbst mit vielen Bilder gestapelt) schön ins Bild zu bekommen. Der Anfang ist doch gelungen, weiter so. Das Mikroskopieren soll Freude machen, und Anfangsschwierigkeiten reizen sich noch mehr mit der Materie zu beschäftigen.
Liebe Grüße
Regi
Hallo Frederik,
wie ist denn die SLR Kamera adaptiert ? Du schreibst ohne Objektiv, dann ist aber sicher noch eine Anpassoptik im Adapter, damit du noch einen so grossen Bildausschnitt bei einem 10x Okular bekommst, wie beispielsweise in deinem 1000x Ölimmersionsfoto der Grünalge gezeigt.
Der grosse Farbfehler im Randbereich der Fotos ist bei diesen Mikroskopen (Chinafabrikate) meist darauf zurückzuführen dass keine Farbfehlerkompensation über das Okular bzw. Photoadapter erfolgt.
Daher sind farbenfrohe Objekte auch sehr ungeeignet um die Qualität solcher Mikroskope zu testen, weil man ja dann schwierig echte von falschen Farben trennen kann.
Ein gutes Testobjekt wäre ein Objektmikrometer. Da ist dann alles was nicht schwarz oder weiss ist ein Farbfehler.
Insbesondere kann man dann auch gleich leicht ausmessen bis zu welchem Objektfelddurchmesser die Fehler noch erträglich sind (auch Planarität und Verzeichnung!). Bresser bietet ein solches Objektmikrometer für 29.- Euro sogar selbst an, vermeidet es aus gutem Grund offenbar als Testobjekt einzusetzen.
viele Grüsse
Wilfried
Lieber Wilfried,
Zitatdann ist aber sicher noch eine Anpassoptik im Adapter, damit du noch einen so grossen Bildausschnitt ...
das geht schon, wenn man nämlich mit der Kamera nahe genug an das Okular geht und sich nicht an die 125 mm-Regel hält. Und dann bekommt man natürlich jede Menge zusätzlicher Artefakte.
Herzliche Grüße
Detlef
Hallo Zusammen, danke für die Antworten
hier die Daten zum Mikroskop für diejenigen die es nicht kennen: http://www.meade.de/index.php?id=375&no_cache=1&file=509&uid=1200
Die Kamera wird mittels T2 Ring auf dem Fotoadapter plaziert, in diesen Fotoadapter kann man ein normales Okular stecken, hier 10x, danach folgt der eingebaute mkroskopeigene Fotoadapter in dem ganz unten eine Linse sitzt.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/49686_55032853.jpg)
Ich habe zwei Ikea Jansjö LED's für Auflicht installiert, sind High Power LED Chips (Seoul P4) mit 1W, zusätzlich habe ich die 30Watt Halogen gegen eine Cree XP-G R5 (http://www.led-tech.de/de/High-Power-LEDs-Cree/CREE-XP-Serie/CREE-XP-G-R5-auf-Star-Platine-LT-1628_120_138.html) High Power LED mit max 370 Lumen ausgetauscht, dimmbar ist sie über die PWM Regelung die schon vorhanden war zum Regeln der Halogen, ich musste nur noch eine 1000mA Konstantstromquelle dazwischen schalten. Funktioniert sehr gut. Vorteil: So gut wie keine Wärmeentwicklung + Farbe bleibt beim Dimmen gleich, schönes Weiß, doppelt so hell wie die Halogen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/49686_34242886.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/49686_61781058.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/49686_49995417.jpg)
Hallo Frederik (und andere, die es vielleicht wissen),
ich habe diese Mikroskop nicht, wurde aber um Rat gefragt, wie man eine DSLR daran adaptieren kann, möglichst ohne zusätzliche Optik, also "Ofenrohr". Wenn ich das jetzt richtig nachgelesen habe, gibt es einen C-Mount Adapter, mit dem man eine Mikrocam direkt anschließen kann.
Das müsste doch dann heißen, dass oberhalb des Fototubus ein hinreichend großes Zwischenbild projiziert wird oder liege ich da falsch.
Wenn das jetzt nicht weniger als 55 + x mm über der Oberkante des Zwischentubus liegt müsste es doch möglich sein, eine DSLR mit ein x mm langen Rohr+ T2 Ring direkt adaptieren zu können. Kann das jemand - wenigsten theoretisch - bestätigen oder habe ich da einen Denkfehler?
Die nächste Frage wäre denn ggf. wo genau (Höhe über Fototubus) das Zwischenbild scharf projiziert wird. Ich habe diesbezüglich eben eine Email an Bresser geschickt. Bin mal gespannt, ob die das sagen können.
Schöne Grüße
D.Mon
PS: Für alle, die ein Objektmikrometer suchen, kann ich empfehlen keines für 29 Euro zu kaufen. Ich habe auf Rat von Peter V eines in Ebay für ca. 8 Euro in China bestellt und das ist für meine Begriffe sehr gut. Es hat mehr Skalen, als das von Bresser und die Skalen sind schwarz anstatt weiß. Zurzeit gibt es hier (https://www.ebay.de/itm/0-01mm-Mikroskop-Objektmikrometer-Buhne-Mikrometer-Kalibriermasssstab-4-Waagen/193630793294?hash=item2d154b6e4e:g:MbgAAOSwO5xfPehD) die gleichen aus den Niederlanden. Man muss immer aufpassen. Manchmal werden solche mit abweichenden Skalen angeboten, die nicht so gut sind.
Hallo noch einmal,
ich habe von der Fa. Bresser zwischenzeitlich die Information erhalten, dass das Zwischenbild beim Bresser BioScience Trino 42 mm oberhalb der Oberkante des Fototubus erzeugt wird.
Da es vielleicht einmal für jemanden von Interesse sein könnte, der diesen Thread über die Suchfunktion findet, poste ich es hier.
Viele Grüße
D.Mon