hallo zusammen,
der Titel bezieht sich auf einen Beitrag im alten Forum zu einem ähnlichen Thema .(siehe auch hier: http://www.plingfactory.de/Science/Atlas/KennkartenTiere/Rotifers/source/RotariaParasit1.html)
Da es bei den digononten Rädertieren keine Männer gibt, ist der vermeintliche Fund von Spermien natürlich eine kleine Sensation. Ich hatte jetzt mal wieder ein -allerdings schon totes- Tier gefunden, in dessen Blase sich wieder deutlich sichtbar diese kleinen Dinger befanden.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/49755_15232780.jpg)
Es handelt sich dabei um Leptoclava parasitica, einen Parasiten aus der Gruppe der Apicomplexa. Auch weiterhin findet man im www. keine Information zu diesem speziellen Parasiten in Rotaria. Ob das Viech daran gestorben ist, bleibt ein ungelöstes Rätsel. Ich habe das Viech mal ordentlich gequetscht . Sodann erkennt man In der Übersicht in der Mitte den Kauer, rechts oben die zwei Pigmentflecken der Augen und links und rechts einige der Parasiten.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/49755_20564243.jpg)
Ob es sich bei den Formen um verschiedene Stadien handelt bleibt weiterhin unklar.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/49755_37827598.jpg)
Durch das Quetschen kam der Kauer dann besonders gut zur Geltung:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/49755_7427681.jpg)
viel Spaß beim Anschauen + beste Grüße Michael Plewka
Hallo Herr Plewka,
höchst interessant! Ich habe gleich alle meine Bücher gewälzt wegen dieser Parasiten, aber nichts gefunden,
Und das große Mastax-Bild ist umwerfend!!
Hallo Michael,
sehr interessant, habe ich noch nie gesehen!
Im dritten Bild sehen die Zellen jungen Pilzsporen oder Hefen sehr ähnlich.
Gibt es da einen Zusammenhang?
Das letzte Bild vom Kauer zeigt nicht nur astrein die Details, finde ich auch ästhetisch sehr ansprechend.
parasitenfreie Grüße
Steffen
hallo Herr Hippe, hallo Steffen,
Ich habe lange überlegt, ob es überhaupt Sinn macht, ein Thema, welches schon mal, ultimativ von M. Kreutz illustriert, hier im Forum behandelt wurde, erneut aufzugreifen. Offenbar bietet das Thema nun doch noch etwas....
ja, es gibt wohl nur die Literatur von BUDDE von 1927, die helfen könnte, aber die zu finden ist auch Martin Kreutz nicht gelungen...
Die Apicomplexa umfassen viele der früher sogenannten Sporen"tierchen" (Sporozoa), von denen einige in bestimmten Stadien vom vordergründigen Aussehen her ein sporenähnliches Aussehen haben. Eine echte -nähere- Verwandtschaft mit Hefen oder Pilzen scheint aber nicht zu bestehen.
Ich gebe gerne zu, dass mich die Vielfalt der Reproduktionsmechanismen bei den Apicomplexa (siehe z.B. ,,Illustrated Guide to the Protozoa") im Moment überfordert. Wegen der vielen unterschiedlichen Generationen, auch mit Stadien in verschiedenen Zwischenwirten, ist das ganze ziemlich komplex. Die Parasiten der Rädertiere sind andererseits verständlicherweise auf der Prioritätenliste der Forscher nicht so weit oben.....
Soweit erst mal
beste Grüße Michael Plewka